Radsport

      Tour de France:

      Brisanter Dopingbericht soll veröffentlicht werden

      Zitat AZOL:
      "Das brisante Schriftstück liegt der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats vor. Es soll belegen, dass der 2004 verstorbene Marco Pantani bei seinem Sieg 1998 mit EPO gedopt hatte.
      Damit wäre eine Anerkennung seines Sieges möglich."

      Na also, geht doch.
      Frauenfussball? Find' ich beides klasse!

      Wenn man Tiere nicht essen soll - warum sind sie dann aus Fleisch?


      Naja, wenn man den "Jean-Luigi" beim Confed-Cup hat langsam wie eine Bahnschranke hat umkippen und genauso langsam wieder hat hoch kommen sehen, muss es bei Fuentes wohl eher Beruhigungs- oder Schlafmittel gegeben haben. :hihi:

      Aber letztendlich hat er ja sogar drei Elfer im Spiel um Platz drei gehalten - wollen wir ja auch nicht ganz vergessen, gell ... :denk:

      Datschi-Esser schrieb:

      und doch zu gering ist der Nutzen, schließlich kann man auch ganz natürlich Ausdauer trainieren.

      Und Radfahrer können nicht "natürlich Ausdauer" trainieren oder wie?
      Mal ganz im Ernst, überall wo es um Kohle geht (und Fußball ist wohl die Sportart in der es ums größte Geld geht, zumindest in Europa) und die Möglichkeit existiert irgendwie besser zu sein als die Konkurrenz, wird beschissen.
      Wenn mir ein Mittel die Möglichkeiten zur schnelleren Regeneration (und passenderweise vielleicht noch was zur Verbesserung der Ausdauer) bietet und ich dann statt 8 Mal die Woche 9 Mal die Woche trainieren kann, sollte auch der Nutzen in Bezug auf Verbesserung der Technik ein bisschen klarer sein.
      Dass das im Fußball nicht wirklich ernst genommen wird wird ja schon an der Sache mit den beiden Hopplern vor vier oder fünf Jahren klar. In den 10 Minuten kann dir wahrscheinlich jeder Radamateur (um jetzt mal bei dem typischen Klischee zu bleiben) ne Dopingprobe so verfälschen, dass sie negativ ist. Auch so Späße wie mit Ballack bei Leverkusen sind da eher mit nem weinenden Auge zu lesen, wenn man sich denkt, dass Individualsportler anderer Sportarten sich sowas nicht leisten dürfen (bspw. Shawn Crawford). Ok, der hat dreimal in eineinhalb Jahren sich nicht an dem Ort aufgehalten, den er jeweils ein Vierteljahr vorher (!!!) angeben muss (siehe Regelung Meldepflicht NADA). Natürlich blöd. Ich weiß ja nichtmal wann ich nächste Woche für mindestens ne Stunde daheim bin... Fußballer wohl auch nicht, da hat sich die FIFA schon schützend davor gestellt. Brauchen ja auch mal ihre Ruhe, die Herren Millionäre.

      Wer Ausführlicheres lesen möchte, hier mal am Beispiel Fuentes. Kann man natürlich auch abtun als böses Nachgehake eines kriminellen Frauenarztes, der zufällig mal Teamarzt im Fußball wurde... Noch mehr Infos da: fussballdoping.de/

      Für Romantiker gilt aber natürlich immer noch: Im Fußball bringt Doping nix (das Zeug muss in die Spieler).
      Ich finde ja auch, dass man sehr genau hinschauen muss, aber die bisherigen Dopingfälle sind für mich lächerlich, entweder Medikamentenaufnahme aufgrund einer Krankheit/Verletzung oder Drogenkonsum.
      Und zum Thema Nutzen ist man sich ja nicht wirklich einig, die Aussagen des Dopingdealers sind für mich keine zuverlässige Quelle, schließlich bestreitet der Metzger auch nicht, dass seine Salami auf jedem Brot schmeckt.
      Dass auch der Fußball nicht sauber ist sollte jedem klar sein. Es gibt einfach keine Sportart, die sauber ist, aber mein Konsumverhalten (nicht Doping, sondern TV :hihi: ) ändert sich dadurch kaum. Wenn Radsport nicht aus 5 Stunden monotonem Geradeausfahren bestehen würde und deshalb für Zuschauer langweilig ist, würde ich auch Radsport anschauen, auch wenn ich weiß, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht.

      Guardiola war auch schon mal gesperrt wegen Dopings. Er wurde zwar von Dopingvorwürfen freigesprochen, allerdings wär ich mir nicht so sicher, dass er keinen Dreck am Stecken hat und wenn er, wie Radfahrer jahrelang unter medialem Druck gestanden hätte, dann hätte er vllt. auch Doping zugegeben (falls er es gemacht hat). Aber, dass es kaum Dopingfälle im Fußball gibt liegt eben auch dadran, dass kein Spieler von den Medien enorm unter Druck gesetzt wird, weshalb auch keiner Doping freiwillig zugibt und selbst wenn einer positiv getestet wird schlägt das keine hohen Wellen, wodurch das Gericht die Möglichkeit hat ihn freizusprechen, wenn die Beweise nicht ausreichen (man male sich aus, was passiert, wenn Armstrong freigesprochen wird aus Mangel an Beweißen; ich glaube, das würde sich kein Richter trauen. Wenn aber ein Fußballer, der genauso offensichtlich gedopt hat wie Armstrong, aus Mangel an Beweißen freigesprochen wird, dann wird man dem Spieler glauben, dass er kein Doping genommen hat. Beim Fußballer gilt eben die Unschuldsvermutung, beim Radler nicht).

      Außerdem, in Italien schauen die Menschen auch Fußball, obwohl die meisten Meisterschaften in den letzten Jahren manipuliert waren. Trotzdem geht jeder ins Stadion.

      Ich glaub aber auch nicht, dass die Mehrheit der Fußballer gedopt ist, denn in reinen Ausdauersportarten (wie Radsport) ist jede Leistungssteigerung gut für das Ergebnis (=> Doping bringt immer was), während es im Fußball eine Grenze gibt (Man muss sich genug Ausdauer antrainieren damit man im Spiel mithalten kann, es bringt einem aber nichts, wenn man 30km pro Spiel laufen könnte, denn das bringt einem keine Vorteile mehr).

      Augschburger Bua schrieb:

      Ich glaub aber auch nicht, dass die Mehrheit der Fußballer gedopt ist, denn in reinen Ausdauersportarten (wie Radsport) ist jede Leistungssteigerung gut für das Ergebnis (=> Doping bringt immer was), während es im Fußball eine Grenze gibt (Man muss sich genug Ausdauer antrainieren damit man im Spiel mithalten kann, es bringt einem aber nichts, wenn man 30km pro Spiel laufen könnte, denn das bringt einem keine Vorteile mehr).
      Und genau das ist der Punkt und was ich vorhin versucht habe auszudrücken!
      Natürlich ist auch der Fußball nicht frei von Sündern, solange er so kommerziell ist, aber es sind bei weitem nicht alle, weil zwar die Aussage "Doping bringt nichts" Unsinn ist, Doping aber tatsächlich insgesamt nicht zu einer so deutlichen Leistungssteigerung führt wie bei Ausdauersportarten wie Radsport, Leichtathletik, Schwimmen, Biathlon, Langlauf, Eisschnelllauf etc., wo jede Sekunde schneller etwas bringt.
      Und solange es Einzelfälle sind, die man verurteilen kann, und nicht ganze Mannschaften systematisch die Fans verarschen, kann ich damit leben.
      Wenn beim Fussball die selben Kontrollen wie im Radsport durchgeführt werden würden, wär die halbe Bundesliga gesperrt.

      Doping ist auch Definitions-Sache. Es lässt sich natürlich nicht beweisen, aber je mehr Geld in einer Sportart im Umlauf ist, desto weniger Dopingfälle gibt es. Tennis ist auch so ein Beispiel.

      Musss man halt mit leben, auch nicht so tragisch. Sportlich bringen trotz Doping alle starke Leistungen. Ist ja nicht so, dass jeder Hobby-Radfahrer ein bischen EPO spritzt und sofort die Tour gewinnt.

      Unsere Gesellschaft fordert fast das Doping von Sportlern. Bestes Beispiel die selbst ernannten Doping Jäger namens ARD und ZDF sind die allersten die bei Olympia auf einer schlechten Medallien-Ausbeute rumreiten. 92 waren wir ja noch tolll (und voll mit DDR Sportlern).