Falscher Einwurf

      Falscher Einwurf

      Der „Falsche Einwurf“ erschien erstmals im Herbst 2009 auf der damaligen Homepage des FCA-Fanclubs „Augsburger Jungs“ und seit der vergangenen Spielzeit spätestens zwei Tage vor jedem Bundesligaspiel.
      Getreu dem Motto „Zeilen für Fußball-Art und Ballfreiheit – Knapp über der Stammtischkante“ werden der kommende Spieltag und aktuelle Entwicklungen skizziert.
      Als dringend empfohlene Spielvorbereitung wird er einem dem Verfasser bekannten und dem FCA-gewogenen Personenkreis per Mail zur Verfügung gestellt und hier im Forum veröffentlicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „César Menotti“ ()

      Auch wenn die Fortschritte hinsichtlich Ausgestaltung und Konstanz im Spiel unverkennbar sind, bleibt eine Serie weiterhin bestehen, und eine Aufgabe ist auf die Rückrunde verschoben. Zumindest waren die Schiedsrichter nicht an den wesentlichen Entscheidungen beteiligt, wenngleich es bestimmt auch Zeitgenpossen gibt, die dem Referee auch noch für das Unwetter verantwortlich machen wollen. Immerhin wurde im Gegensatz zu einem länger zurückliegenden Spiel in der Rosenau auch wieder angepfiffen.

      Die Bundesligatabelle scheint auch auf dem Weg der Normalisierung, auch wenn manche den Sprung in die Euro-Plätze (noch) nicht geschafft haben, oder sich von ihren jeweiligen Plätzen entfernt haben. Oben wie unten: Fast alles beim alten.

      Nun zum nächsten Gegner und dem Bericht aus Berlin: Mit Jos Luhukay kommt nicht nur der Aufstiegstrainer wieder zurück nach Augsburg, sondern auch weitere ehemalige Angestellte, fast also ein Familiennachmittag mit der „Alten Dame“ am Sonntag. Ob dies der wahre Grund der Spielverlegung war?

      Vielleicht gelingen dem FCA dann auch wieder die im letzten Spiel vermissten Tore. Obwohl die beiden Vergleiche des letzten Jahres wahrlich kein Schützenfest erwarten lassen und sich nicht unbedingt als Testspiele für die Einführung der Torlinientechnik geeignet hätten. Insbesondere das Hinspiel, bei dem auch aus Ermangelung der Attraktivität des Geschehens mehr oder minder spontane Weihnachtsfeiern stattfanden, blieb in Erinnerung.

      Der, wie auch schon genannt „Mann ohne Schlagzeilen“ hat bei der Hertha nach dem Einstieg von Investoren zunehmend weitere Möglichkeiten und soll den alten Dampfer wieder in andere Fahrwasser bringen. Nach der Etablierung in der Liga, darf wieder geträumt und auf Jahre wieder der Europacup und die Champions-Leaque avisiert werden. Bis dieses Fernziel dann tatsächlich erreicht wird, gibt es dann vermutlich noch immer den ewigen Preetz, aber passend könnte sogar schon der neue Flughafen in Betrieb genommen worden sein.

      Und auch wenn zu beachten ist, das der „Hauptstadtklub“ immer wieder in der Vergangenheit durch höhere Ausgabenbereitschaft auffiel, ist die aktuelle Entwicklung tatsächlich zu beachten, könnte dies doch ein weiterer Schritt in eine andere Richtung Entertainment mit Ball und Spekulationen sein. Und langsam fällt es auch schwer die verschiedenen Stimmen auseinanderzuhalten, die sich wechselseitig, durch unterschiedliche Modelle und Voraussetzungen, jeweils bessere Bedingungen vorwerfen, und damit die Spirale der Möglichkeiten immer mehr erweitern.

      Nach der zuletzt aufsteigenden Form, schade um die Verletzung, müssen nun andere die Konstanz und den Willen aufbringen, damit das „Nur nach Hause“ der Gäste möglichst punktearm erfolgt und durch das entsprechende Resultat in jedem Fall auf Abstand gehalten wird oder eben das Tabellenroulette wieder neue Dynamik erhält.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      Der bisher torreichste Vergleich der neueren Zeit beider Teams, und zugleich eine Bestätigung, dass der FCA auch ohne allgemeine Berücksichtigung der Tabelle auf einem sehr guten Weg der Bestandsberechtigung in der Liga ist. Liegt es vielleicht gar am Eishockey-Maskottchen, und bei welchen Spielen wurde bisher das Urmele noch weitergereicht?

      Den sprachlichen Fauxpas der Berichterstattung schaffte nebenbei eine Augsburger Online-Zeitung, die hoffentlich aus Unkenntnis auf der Suche nach Metaphern, die Alte Dame durch einen Tierbegriff aus der Amphibiengruppe ersetzte.

      Und auch das Thema Schiedsrichter behält an Interesse. Unabhängig ob Elfmeter oder auch nicht, die Frage, ob man nicht wirklich einen dieser Referee-Fanclubs, der von einem Satire-Portal vor Jahresfrist erfunden wurde, gründen sollte. Und vielleicht den letzten Trainer nach der Pressekonferenz dazu bekehren?
      Das Freistoßspray, bessere Gutachter hin oder her, ein Hoch auf die Prüfgesellschaft, sollte daran auch nichts ändern. Denn wenn Pyro aus Gesundheitsgründen nichts auf den Rängen zu suchen hat, dann doch wohl auch kein „9-15 fair play limit“ auf dem Platz. Oder wollte der DFB-Abteilungsleiter die Chance zur Beteiligung an Anfangsinszenierungen schaffen? Gilt in der Konsequenz dann auch gleiches Recht für Alle?

      Zum nächsten Spieltag. Wolfsburg. Den durchaus akzeptablen Statistikteil überspringend einige Gedanken zum Sportsponsoring – was begrifflich auch nicht mehr so ganz richtig erscheint. „Insoring“ heißt der geschützte Begriff entstanden aus Investment und Sponsoring. Der Konzern, einer der TOP-5-Fußball-Sponsoren sieht den VfL als Imageträger, den er mit allen Mittel zum (möglichst internationalen) Erfolg bewegen will. Vermutlich nicht nur älteren Studien zufolge scheint allerdings die sportliche Kosten-Nutzen-Rechnung, gemessen zum Beispiel an den Kosten für einen Punkt oder einen angekommen Pass, eher noch hoch.

      Die zu einfache Quizfrage, welche Vereine sonst noch Unterstützung erfahren, überspringend, der Versuch Begrifflichkeiten der Autowelt auf das Spiel zu übertragen. Der VfL verfügt über einen relativ großen Fuhrpark, der hin und wieder durch den Zukauf von etwas renommierteren Marken ergänzt wird. Mittels Carsharing- oder Leasingmodellen werden nicht nur die Bestände nivelliert, sondern auch zukünftige Optionen angedacht. Unterhalts- und Reparaturkosten fallen vergleichsweise geringer ins Gewicht, und Elchtests für Wölfe wurden selbst zu Magaths Zeiten nicht versucht.

      Entsprechend der Produktbreite, der Kader von Wolfsburg mit ausgewählten Highlights, unterschiedlicher Qualitätskonsistenz, einem Käfer und einem Golf C. Mit neuem Produktverantwortlichen und –designer soll es im zweiten Jahr weiter gehen und endlich eine dauerhaftere, „erlebnisorientiere“ (Qualitäts-)Markenführung und der Einstieg ins Premiumsegment gelingen, was aber grundsätzlich auch nicht so neu klingt.

      Gegen den, wie auch der FCA und vier andere, noch nie aus der Liga abgestiegenen VfL sollte der FCA den zuletzt eingeschlagenen Weg fortfahren. Hoffentlich aber verletzungs- und unfallfreier wie zuletzt – nicht das am Schluss noch die Gravierung auf dem WM-Pokal geändert werden muss.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!

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      Nun also doch das Freistoßspray und die berechtigte Frage was sich damit alles machen
      ließe? Entfernungen und Rekorde beim Schuh-Werfen markieren, temporäre
      Werbebotschaften auf dem Rasen [Diesen Freistoß präsentiert Ihnen ... noch besser: Die
      Mauer wird gehalten ...] oder allgemeine Botschaften kommerzieller oder anderer Art.
      Ist der korrekte Einsatz und die erweiterten Möglichkeiten einer sachgerechten Nutzung
      des No-Limit-Sprays eigentlich auch Teil der Schiedsrichterfortbildung?

      In der langen durch Länderspiele unnötig gestreckten Zeit haben sich noch weitere
      Fragen aufgetan. Zentral, was darf Satire im Fußball? Die Unterscheidung nach dem
      Dargestellten und den Darstellern ist dabei aufgehoben, doch die Antwort bleibt: Alles.
      Konkreter: Nach dem Wolfsburg-Spiel etwa der durchaus berechtigte Bauchgedanke, wer
      mit dem Ball richtig trifft? Oder wie außerhalb der Pflichtspiele dieses beim Gegner
      unterbunden wird?
      Daher auch die Überlegung, ob die Ergebnisse bei Testspielen bei der Ermittlung
      statistischer Vereinswerte mit herangezogen werden müssen? Was Bayern nicht schaffen
      … Vielleicht kann oder will der FCA aber auch einfach nicht den mittlerweile
      zweitklassigen Ostalblern den Spaß verderben.

      Nun nach Mainz. In den letzten zehn Jahren ist es zu einem Wandel im Fußball im
      Südwesten gekommen. Wurde dieser lange Zeit durch den Pfälzer Traditionsverein, der
      als viertletztes Gründungsmitglied aus der Bundesliga abstieg bestimmt, hat es der FSV
      in diesem Zeitraum zu mehr Bundesligaspielzeiten im Vergleich gebracht. Auch aktuell
      wirkt das Mainzer Modell und seine Weiterentwicklung konstant.
      Den Mainzern ist damit etwas gelungen, woran andere Klubs aus der Region
      jahrzehntelang gescheitert sind. Wer erinnert sich heute noch an ehemalige Oberliga-
      Südwest-Vereine, Bundesligaaufstiegsrundenteilnehmer oder Bundesligisten wie
      Alsenborn, Pirmasens, Salmrohr oder Bad Kreuznach. An die saarländischen Vertreter aus
      Neunkirchen oder Homburg . Durch die noch nicht zu lange zurückliegende Zweit- oder
      Drittklassigkeit sind Saarbrücken, Trier oder Koblenz als Namen noch eher präsent.
      Doch Mainz scheint sich in der 9. Bundesligasaison weiter zu etablieren. Neben der
      Rivalität zur Pfalz existiert mittlerweile in allen Bereichen auch die zum hessischen
      Nachbarn. Diese Wahrnehmung unterstreicht zusätzlich den aktuellen Status des
      getroffenen Wegs.

      Aber, und das muss auch hier wiederholt werden, ist dort wo der FCA seinen ersten
      Bundesligasieg holte, auch dieses Jahr wieder alles möglich. Wenn Abwehr- und
      Torwartspiel harmonieren, Schiedsrichter sich aufs Spiel konzentrieren, Europacup-
      Teilnahmen keine Rolle spielen, der Support die Mannschaft erreicht, und die durch die
      Pause unterbrochene Entwicklung anhält und sich an dieser Stelle fortsetzt, könnte der
      FCA seinerseits auch einen weiteren Schritt in Hinsicht sportlicher Etablierung in der Liga
      machen.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      Vor und nach der Länderspielpause ist vorbei. Oder das Gute am Auswärtsdoppel ist, dass es pro Saison nur einmal vorkommt. Schade nur dass einer der treffsichersten Torschützen im Jubiläumsspiel, dem 111. in der 1. Bundesliga nicht mitmachen darf. Warum dies als Jubiläumsspiel bezeichnet werden darf? Warum auch nicht, wenn an einem Spieltag 34 andere übersprungen werden können, der Zählweise einer großen Zeitung folgend.

      Gut auch, dass dieses Spiel zuhause stattfindet, was die Anreise deutlich vereinfacht. Dazu die Frage, welcher volkswirtschaftliche Schaden entstehen würde, wenn an einem Spieltag alle Auswärtsfahrer der drei Bundesligen einvernehmlich auf die Nutzung aller öffentlicher Verkehrsmittel verzichten würden?

      Nun also gegen Freiburg, die nach Aussage des Managers des letzten Gegners mit in der gemeinsamen Dreier-Liga spielen. Sollten in dieser Variante alle Spiele gegeneinander betrachtet werden ein unbedeutendes Spiel, da hier der FCA auf dem Mittelplatz mit 8 Punkten Vorsprung auf Freiburg liegen würde.
      Tatsächlich spielt aber der Tabellen-Neunte gegen den Siebzehnten. Auch und gerade weil die Liga auf den hinteren 17. Plätzen noch etwas enger zusammenliegt, und ohne Bemühung weiterer Statistiken, eine etwas anspruchsvollere Konstellation.

      In Freiburg, wo letzte Spielzeit auch der doppelte Auswärtsfluch gebrochen wurde, setzt man seit vielen Jahren auf die Jugendarbeit. Auch mit dem Konzept des Freiburger Wegs, der engen Verzahnung von Nachwuchs- und Profiabteilung, verbunden mit beruflicher Ausbildung für den Nachwuchs, und verschiedenen Partnervereinen, spielt der Sportclub mittlerweile die 16. Bundesligasaison.
      Wenn auch immer wieder Spieler abgegeben werden müssen, befinden sich doch auch im aktuellen Kader Spieler, die diesen Weg durchlaufen haben. Zusätzlich ist mit Christian Streich ein Trainer in der vierten Saison in der Verantwortung, der dieses System, nicht nur bestätigt durch seine Erfolge mit der A-Jugend, mittträgt. Die Nachwuchsabteilung gewann dieses Jahr das Endspiel des Juniorenpokals, und hat damit den FCA in dieser Statistik überholt.

      Mit dem geplanten Bau des neuen Stadions sollen in Freiburg neue wirtschaftliche Möglichkeiten erschlossen werden, und nebenbei die Spielfeldmaße an DFB-Richtlinien angeglichen werden. Der SC Freiburg ist, nach einem weiteren Europapokal-Fluch-Jahr, in der sechsten Bundesligasaison in Folge, wieder mit dem Ziel eines möglichst frühzeitigen Klassenerhalts und einem neuerlichen Aufbaus gegangen, blieb aber bisher noch sieglos.

      Das Freistoßspray wurde zwar erstmals am vergangenen Spieltag in der 1. Bundesliga eingesetzt, kam aber zwei Wochen vorher bereits in der Regionalliga zum Einsatz. Wenn es nun am Samstag zusätzlich zur Würdigung des 111. Bundesligaspiels auf dem Rasen im Lechfeld zum Einsatz kommen würde, käme dies einem Friedensabkommen damit gleich, und wäre es würdig als 113. Grund erwähnt zu werden.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      Nach dem 111. Bundesligaspiel eine Tordifferenz von 11 : 11 und das 1. Tor in der 11. Spielminute. Damit führt einer der treffsichersten Abwehrspieler der Liga auch die interne Torschützenstatistik an.

      Der erste Einsatz des Freistoßspray in Augsburg benötigte dreieinhalb Minuten bis zu seinem Verschwinden und beim zwischenzeitlichen zweiten Einsatz konnte der Referee noch einmal seine Handschrift auf dem Rasen zeigen.

      Unbeachtet der aktuellen Tabellensituationen, spielerischer oder anderer Glanzlichter, zeigte der FCA warum er aktuell in die Liga ist und auch bei geringerer Effizienz auf dem entsprechenden Tabellenplatz steht.

      Apropos Tabelle. Mit Schalke steht eine von zwei Mannschaften hinter Augsburg, die man zu diesem Zeitpunkt der Saison definitiv nicht hier vermutet hätte. Deswegen die Favoritenrolle anzunehmen wäre dann doch etwas vermessen, spielt man doch im nächsten Aufeinandertreffen gegen einer der Mannschaften gegen die noch kein Sieg in der Liga und im Pokal geglückt ist.

      Mit Di Matteo, dem in etwa 40 Bundesligatrainer der Vereinsgeschichte, wurde auch internationales Flair geholt, der für neue Erfolge und Konstanz stehen soll. Durch diesen Trainerwechsel bei den Königsblauen steht der Augsburger Übungsleiter, gemeinsam mit seinem Vorgänger, in der Tabelle der Bundesligatrainer, die am längsten beim gleichen Verein unter Vertrag sind mittlerweile schon auf dem 5. Platz.

      Neben Zechen-, Industrie- und anderer Kultur gibt es mit der Deutschen Fußball -Route NRW, einen Erlebnisweg, an dem Gelsenkirchen liegt, der sich mit dem Thema Fußball beschäftigt, und insgesamt 15 Städte verbindet, deren Traditionsvereine nationale und internationale Bekanntheit erlangt haben. Von den 21 aufgeführten Vereinen sind allerdings aktuell nur noch fünf erst- und zwei zweitklassig.
      Traditionsreiche Namen wie RW Essen, Aachen, Uerdingen, Oberhausen, Viktoria Köln, oder Wattenscheid sind in der Viertklassigkeit, SW Essen, Hamborn 07 noch tiefer und der STV Horst-Emscher komplett verschwunden.
      Der wirtschaftliche Strukturwandel lässt sich auch an der Entwicklung des Fußballs gut erkennen. Weitere Belege in Form von geschichtsträchtigen Stadien und verschwundenen Vereinen bestätigen dies, genauso das Gelände rund um die Arena Gelsenkirchen, wie auch das einzige noch bestehende Revierderby der Liga. Unterstützend der Argumentation die Entwicklung der Geldgeber und anderer wirtschaftlicher Kennzahlen bei den jeweilig verbliebenen Vereinen.

      Im siebten Bundesligaaufeinandertreffen nun also ein neuerlicher Versuch eine weitere Serie zu durchbrechen – Gründe dafür oder dagegen werden sich wieder in anderen Medien finden. Doch sollte die mannschaftliche Geschlossenheit, eine solide Defensivleistung und eine Veredlung erspielter Möglichkeiten die entsprechende Symbiose eingehen, könnte ein Team genau dies erreichen.

      Gutes Spiel!


      Nur der FCA!
      Als Mannschaft aufgetreten und doch ohne Punkterfolg geblieben. Trotz verschiedener Qualitäten, Laufleistungen und statistischer Überhand der Wertungen bleibt diese Statistik leider bestehen. Ohne Wiedergabe fußballerischer Grundweisheiten, das letzte Spiel abhakend, zum nächsten Gegner.

      Paderborn - die aktuell bestplatzierteste Mannschaft Westfalens. Für Fußballtipper nicht die einzige Konstanz in den wiederkehrenden Überraschungen die diese Saison bisher liefert. Sollte man vielleicht noch in der Hinrunde, wo die Quoten noch höher stehen, Geld darauf setzen, das Paderborn zumindest in die Euro-Leaque kommt? Oder welche anderen Möglichkeiten mit westfälischer Beteiligung könnten sonst noch höhere Quoten erzielen? Dass der SC am Ende auch noch doppelt so viele Punkte wie Dortmund hat?
      Keine Frage, die Bundesligatabelle behält weiterhin ihre Überraschungsmomente. Dort wo dieser Klub vermeintlich stehen sollte, stehen andere, und Paderborn glänzte zwischenzeitlich sogar als Tabellenführer.
      Abseits der großen Fußballroute, vielleicht steht ja dann doch noch eine Aufnahme bevor, hat sich in den letzten Jahren langsam etwas entwickelt. Mit dem Ziel Ostwestfalens Nummer 1 zu werden gestartet, steht der Verein mittlerweile zwei Ligen vor dem einstigen Rivalen aus der angeblich nicht existenten Stadt.

      Paderborn ist erstklassig – ein Paradebeispiel auch für die Imageentwicklung durch Fußball. In der von außerhalb gar nicht so wahrgenommen Sportstadt, die zumeist mit eher konservativen Bildern verbunden wird, freuten sich nicht nur die Wirtschaftsvertreter über den Aufstieg. Ob man allerdings gleich wie der Bischoff von einem Wunder schwärmen sollte?
      Welchen Wert der Bundesligafußball hat, und wie er das Image einer Stadt, bestehend aus Selbst- und Fremdbild, nachhaltig prägen kann, wird von den Verantwortlichen explizit am Beispiel Augsburg hervorgehoben.

      Durch die Spielweise und die daraus resultierenden Erfolge trägt der SC Paderborn seinen Teil dazu bei dass „Paderborn überzeugt“ – so der Vereinsname, der mit dem Slogan „wo Quellen und Ideen sprudeln“ wirbt.
      Um allerdings hier einen dauerhafteren Gewinn für Stadt und Region zu erzielen, moderne und ambitionierte Bilder zu transportieren, bedarf es allerdings neben der Anfangs-Euphorie auch einer Verstetigung nicht nur der sportlichen Leistungen.
      Ein Anfang hierzu ist bereits gemacht, und schlechtester Aufsteiger kann man längst nicht mehr werden. Vielleicht sind ja sogar irgendwann auch Fußballspiele über 22:00 Uhr hinaus in der Stadt mit dem geringsten Bundesligaetat und dem kürzesten Fluss Deutschlands möglich?

      Andererseits für den FCA eine Chance im kommenden Heimspiel die Chance zu zeigen, dass die Etablierung in der Liga auch sportlich schon weiter gediegen ist, und der gute Trend in den letzten Aufeinandertreffen beider Teams anhält. Zur Not auch mit Hilfe des Rasenfresswurms …

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      Am längsten im Team, und die meisten Tore bisher in der Saison, macht die „13“ weder vor Freund noch Feind Halt. Das dritte Tor noch vorbereitet ließen sich verschiedene Statistiken auch saisonübergreifend für den alleinigen Bundesligarekordtorschützen des FCA erstellen – wunder schön!

      So einen Werner hätte der VFB auch gerne. Wobei aktuell das Problem vor allem bei den erhaltenen Toren bei der bisher schlechtesten Heimmannschaft liegt. Nach den unbefriedigten Platzierungen der letzten beiden Spielzeiten soll der letzte Meistertrainer wieder zum Wundermann werden.

      Für den Geschmack des erfolgsgewohnten Publikums des Vereins mit der großen Tradition und dem ebensolchen Verständnis bewegt sich dieser mittlerweile zu oft in ungewohnteren Regionen, so dass auch die Trennung vom Sportdirektor wenig magisch von sich ging.

      Der VfB ist aber auch ein Beispiel für die Verschiebungen in der Liga. Galt vor einiger Zeit noch die Annahme, dass die Liga mit einigen Vereinen als closed job zu sehen sei, gibt es auch hier mittlerweile Zweifel bei deren Nennung und der Wertigkeit entsprechender Analysen. Es hilft wenig weiter dass auch andere große Namen betroffen sind, darunter zwei der nur drei Teams, die mehr Bundesligaspiele als der VfB haben – Tradition allein hilft hier nicht weiter.

      Nicht nur finanzkräftige Investoren sondern auch die Entwicklung und Platzierung einiger Klubs lassen Tendenzen von Veränderungen erkennen. Demgegenüber versucht der VfB seinen Etat zu steigern, gliedert die 2. Mannschaft und Jugend aus - doch auch hier Zweifel und die Erinnerungen an bessere Zeiten.

      Wenn der Fußball wirklich wieder zurückkommt, dann sieht er in der ersten Liga einen schleichenden Strukturwandel. Innovative Vereine wie Augsburg, Mainz oder Freiburg, die die Lücken schließen neben finanziell stabiler aufgestellten Teams wie Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim, dazu die anderen Teilnehmer der europäischen Wettbewerbe aus den letzten Jahren.

      Gäbe es einen DAX für Bundesligisten, der VfB hätte wie auch die anderen beiden Vereine einen sinkenden Kurs. Und die bittere Wahrheit, dass der Wandel der fußballerischen Zeit nicht vor den Gesichtern der Bundesliga, auch nicht in der Saison 52, Halt macht.

      Nach der spektakulären Aufholjagd gegen Leverkusen und einer weiteren Steigerung der Attraktivität beim Spiel in Frankfurt, die Ernüchterung im nächsten Heimspiel sowie die Niederlage in Bremen – wodurch die nächsten beiden Partien für die Bad-Cannstatter zusätzlich an Bedeutung gewonnen haben.

      Demgegenüber tritt der FCA am kommenden Wochenende in Stuttgart als zweitschlechteste Auswärtsmannschaft an, und wenn auch nicht zwingend davon auszugehen ist, dass sich der Spielverlauf des letzten Jahres wiederholt, besteht dennoch eine realistische Chance auch in dieser Statistik aufzuholen: Die Position des Doppel-Torschützen ist mittlerweile wieder vergeben und ein Tor hat der Held des letzten Spieltags auch vergangenes Jahr an gleicher Stelle erzielt.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      „Ball, sei verflucht!“ heißt es im Monolog des Torwarts von Robert Gernhardt. In der Angst des Torwarts vor dem Elfmeter geht es eigentlich mehr um die des Schützen. Doch diese ist unserer „2“ nicht anzumerken, der beharrlich seine 100-%-Quote behält, und im internen Ranking zum Held des vorletzten Spieltags aufschließt. Und auch im zweiten Jahr in Folge gewinnt der FCA dadurch wieder in Stuttgart.

      Die Spiele gegen Mannschaften, die vom ehemaligen Trainer gecoacht waren, liefen zuletzt ja immer ganz gut. Und die Szenen rund um den Elfmeter ließen sich in visueller Form mit den O-Tönen von Ror Wolf vergleichen.

      Vom fußballbegeisterten Existenzialisten und Torwart Albert Camus stammt die Aussage „Alles, was ich über Moral und Verpflichtungen weiß, verdanke ich dem Fußball“. Dies führt mitunter im Nachgang mancher Spiel zu sehr unterschiedlichen Konsequenzen.

      Es sollte nicht ständig der Vorjahresvergleich bemüht werden, auch wenn 5 Punkte mehr zum gleichen Saisonzeitpunkt schon mehr als erwähnenswert sind. Genauso das Erreichen dieser Punktzahl durch 6 Siege, woraus sich schließen lässt, dass der FCA Unentschieden nicht kann.

      Auch wenn sich der Sartre zugeschriebenen Ausspruch, das bei einem Fußballspiel sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft verkompliziere, absolute Gültigkeit besitzt, könnte mit einem Sieg gegen den großen HSV nicht nur ein statistisches „Vorrunden-Punkte-Mittel“ überschritten werden, sondern auch ein Tabellenplatz erreicht, auf dem der FCA nach über einem Drittel der gespielten Paarung nicht zwingend gesehen werden musste. Doch scheinbar ist in der „Nach-Rekord-Saison“ immer noch eine Steigerung möglich.

      Wie Theaterstücke ausgehen ist zumeist bekannt, während der Reiz des Fußballs mitunter darin liegt, dass dem genau nicht so ist. Und hier der Vergleich zum HSV, der immerhin mal wieder das Nordderby für sich entscheiden konnte, dessen Saisonverlauf aber auch noch nicht so ganz nach Plan läuft.
      Unter dem neuen hochmotivierten Trainer sind Fortschritte unverkennbar - nicht minder existenzialistisch seine Aussagen zu Beginn seiner Bundesligatrainertätigkeit: „Vielleicht werde ich dafür bestraft, dass ich das jetzt übernehme“. Und die klare Richtungsvorgabe: “Wir müssen die Schwächen verstecken.“

      Die Bundesliga als Bühne und große Chance, sowie das Spiel als immer neue Inszenierung mit offenem Ausgang. Eine reizvolle Vorstellung künstlerischer Freiheit. Und dabei auch die Frage, wieviel Intellekt benötigt der Fußball. Oder ob das Spiel nicht auch viel einfacher gesehen werden kann – ein Eins zu Null kann einfach auch nur ein Tor sein – und manchmal noch viel mehr.

      Und wenn der Ball auch manchmal unerwartet kommt, bleibt die Null vielleicht wieder stehen, und übertragend mit Camus, dem die Zeit zwischen den Spielen manchmal zu groß war, dem nächsten Spiel entgegenfiebern.
      Dann noch die Klärung einer anderen Frage der Vorwoche: Derby ist - zumindest bisher in 2014 - wenn der FCA gewinnt!

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      14. Spieltag

      Der dritte Sieg in Folge, einen Rückstand aufgeholt, 21 Punkte nach 13 Spielen - mehr Mannschaft geht fast nicht. Auch die Aufstellung mit unserer "18", der auf dem Platz an allen Siegen, und eben nur da, gegen den HSV beteiligt war.
      Der Elfmeterschütze im europäischen Vergleich nur noch einen Treffer hinter dem Weltfußballer.
      Beiläufig wurden auch noch 2 der 3 Tore durch Offensivspieler verwirklicht. Das Team hat sich die Momentaufnahme der Tabelle mehr als verdient. Und selbst der Rasenwurm lässt sich durch die ungewohnte Bestrahlung im Stadion nicht von seinem Zutun abbringen, auch wenn es im Samstag dann doch wieder etwas zu kühl war.

      Nun aber am Nikolaustag zur Karnevalshochburg nach Köln. Dort wo der größte Fußballverein der Stadt stets mit besonderer Anteilnahme bedacht wird. Und wo das Dasein mancher Spieler wie Trainer, ob vor Ort oder nicht, fast mythologisch gedeutet wird.

      Als Urgestein der Liga 1998 der erste Abstieg und ein stetiger Wechsel. Einem jeden Abstieg folgte der Aufstieg und daraufhin die Sehnsucht nach europäischen Gefilden, in denen der FC schon seit fast 20 Jahren nicht mehr vertreten war. Diese besondere Form der Erwartungseuphorie großer Teile der Anhängerschaft ist geradezu stilbildend, und unterscheidet sich nur in der Art und Form der Ernsthaftigkeit im Leben und Gefühl ...

      Auch manche Kuriosa sind so mit dem FC verbunden, wie das lebendige Maskottchen, das Ausscheiden aus dem Europapokal durch Wiederholung des Münzwurfs oder der unvergessene Ausspruch des ehemaligen Trainers "Mach et, Otze!", der freilich dazu führte dass besagter erstmal gar nichts machte, und das DFB-Regelarium angepasst wurde.

      Vor 8 Jahren der erste Vergleich in gleicher Liga, als Aufsteiger gegen den Bundesligaabsteiger zu Ligabeginn in der ausverkauften Rosenau – im Rückspiel dann ein Punkt.
      In der ersten Hälfte der ersten Bundesligasaison ein fehlerbehaftetes Spiel, aber eben auch vorher schon ein Pokalspiel als Zweitligist in dem Jahr, als der FCA bis kurz vor Europa kam. Und in diesem Spiel das Stadt- und Vereinsidol mit gelb-roter Karte nach wenigen Minuten …

      Mittlerweile bei den Buchmachern vorne, nun in jedem Falle ein wirkliches Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften in der enggestaffelten Liga tatsächlich 6 Punkte voneinander entfernt. Für eine der schwächsten Heimmannschaften, und nach der Niederlage auf der anderen Rheinseite, hat das vorletzte Heimspiel des Jahres für den FC richtungsweisenden Charakter. Ob der respektfordernde und –zollende Trainer dafür die Spielweise seines Teams ändern wird, eine andere Frage.

      Ohne Berücksichtigung der Tradition, und wer sich auf welches Gründungsjahr beruft, ein Spiel bei dem der FCA die Chance hat, mit jedem gewonnenen Punkt , zumindest den Abstand nach hinten nicht wachsen zu lassen - und der Dom trotzdem in Köln bleiben sollte.

      Und geht es tatsächlich noch etwas weiter, liegt der Unterschied in der Wahrnehmung der Anhängerschaft hier, die trotz aktuellem Tabellenstand, frühestens dann zum Träumen beginnt, wenn der Abstieg auch rein rechnerisch nicht mehr möglich sein wird:

      Erscht steig mer auf, dann bloib mer drin, und irgendwann Europapokal, des kennt so sein - beim FCA!

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      15. Spieltag

      Das Spiel in Köln - das erste nach Walther Seinsch. Nach 14 Spielzeiten, 3 Aufstiegen, über 800 Punkten und in der vierten Bundesligasaison in Folge ist jedweder Nachweis geliefert. Die aktuelle Tabelle ist mehr als eine Momentaufnahme und auch Dank an den Macher, Mensch und Fußballfan.

      Das zweite Spiel in Folge einen Rückstand gedreht und dafür gesorgt dass die Tabelle am 14. Spieltag eine Aussagekraft besitzt, bei deren Wahrnehmung es auch dem sonst so unerschrockenen Kasperl aus der Puppenkiste schwindelig wird – ob man ihn allerdings deswegen gleich im württembergischen Dialekt synchronisieren muss?

      Die Einführung von Hawk- Eye nimmt dem vom „No-Limit-Spray“ ohnehin schon eingekreisten Ball auch die letzte Freiheit. Wohlmöglich werden alle noch so feinen Bewegungen mittels der Hochleistungskameras an die NSA übertragen. Freiheit für den Ball - Gerechtigkeit sieht anders aus.
      Soll doch das Spiel auch noch fünfmal pro Halbzeit mit Videobildern unterbrochen werden - es wird weitere Möglichkeiten geben, wo die einzige Konstante des Spiels, die Unabwägbarkeit von Situation und Ausgang, ihren Reiz behält - und dann gibt es ja auch noch den DFB-Pokal.

      Die Idee das Aufeinandertreffen gegen das mit 12 Punkten Vorsprung auf eins stehende München als „6-Punkte-Spiel“ zu bezeichnen scheint auch im Marketing entworfen. Die Mannschaft als solche hat es sich verdient – wenngleich sich jeder einzelne Vergleich von selbst verbietet.

      Nur mit der Zweitvertretung gegen den Führenden anzutreten ist nun als gedankliches Konstrukt auch schon etwas älter, gewinnt aber dadurch auch keinen zusätzlichen Reiz. Umgekehrt hat dies der FC Bayern ja in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit auch versucht - und dadurch seine erste Saisonniederlage kassiert. Auf dem Platz standen dabei aber auch Spieler deren geschätzter Marktwert höher ist als der der ersten Elf des FCAs.

      München ist seit der letzten Rückrunde auch keiner der Vereine mehr gegen die in der Liga noch kein Sieg gelang. Mit 24 Punkten nach 14 Spieltagen ist das Vorrundenergebnis des letzten Jahrs bereits erreicht. Jeder weitere Punkt ist ein zusätzlicher, der dafür sorgt, dass die saisonübergreifende Jahrespunktzahl 2014 die der Rekordsaison übertrifft – kann der FCA eigentlich auch Unentschieden?

      Und wenn dies nun unbedingt als Spitzenspiel verkauft werden muss, die Frage wo sich die anderen Traditionsvereine aus dem Bundesland Bayern aktuell befinden? Manches Erarbeiten braucht seine Zeit und ändert sich dann doch nicht ganz so schnell.
      Oder sollte der große FCB mit dem Gedanken liebäugeln sich Augsburger Spieler einzuverleiben? Werner statt Robben, Mölders statt Lewandowski?

      Die Mannschaft ist auf dem Weg zur 5. Bundesligaspielzeit schon sehr weit. Die Freude darüber und die Tabellensituation wären eigentlich schon genug, aber vielleicht macht sich ja zum 3. Advent tatsächlich ein weiteres Türchen auf, das dann aber auch wieder als Momentum besonderer Art zu sehen wäre.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „César Menotti“ ()

      16. Spieltag

      Nach dem Spiel erlaubt es sich nach wie vor bodenständig- euphorisch zu sein. Von München ernstgenommen geworden zu sein ist mindestens eine Form der Anerkennung. Und, und nur so ist das Ergebnis zu verstehen - es ist tatsächlich ein Ritterschlag. Die beste Vorrundenbilanz war schon vorher eingestellt – und es gibt noch zwei Spiele!
      Und mit diesem Ergebnis zumindest nach Spielende auf Drei zu stehen spricht nicht gegen die Liga sondern für den FCA. Der Weihnachtsmann trägt dieses Jahr auch grün zu seinen Farben.

      Nun also zu den Roten nach Hannover. Es wird Zeit endlich auch dort einmal zu gewinnen. Zur dauerhafteren Etablierung in der Liga gehört es irgendwie dazu gegen jede Mannschaft einmal gewonnen zu haben. Und gegen den Gegner vom letzten Samstag war dies bekanntermaßen ja auch schon einmal der Fall.

      Der "kleine" HSV ist eine der Wundertüten der Liga und schwer einzuschätzen. Wobei die Begrifflichkeit „klein“ sich nicht auf die Platzierungen der letzten drei Spielzeiten beziehen kann.
      Zuletzt folgten auf drei Siege drei Niederlagen bevor am letzten Spieltag in einem so nie existenten „Derby“ sich ein Unentschieden eingeschlichen hat

      Nun liegt es also am FCA, durch Bestätigung der in den letzten Spielen gezeigten Leistungen jegliche Gesetzmäßigkeit im Fortgang statistischer Serien zu unterbinden. Dabei könnte unserem Trainer auch der erste Sieg gegen einen seiner Kollegen aus dem gleichen Trainerlehrgang im dritten und letzten möglichen Vergleich in dieser Vorrunde gelingen.

      Welche Rolle spielt 96 aktuell in der Liga? Nach mittlerweile über zehn Jahren längst in der Liga etabliert, einigen erwähnenswerten Spielen und Spielern, sowie Teilnahmen am europäischen Wettbewerb stagnierte der Aufschwung zuletzt etwas.

      In einer veränderten Bundesliga mit ständig wechselnden Platzierungen der Hälfte der Beteiligten die Rothemden als graue Maus zu bezeichnen wäre dann sogar als Würdigung der dort geleisteten Arbeit zu sehen, da die Mannschaft definitiv nichts mit dem Abstieg zu tun hat, und sich immer wieder auch nach oben schiebt.

      Für einen Großteil der Anhänger des Vereins gelten auch aktuell die Zeilen aus dem Vereinslied „Alte Liebe“ („Manchmal geht es nicht sowie man will, aber unsre Liebe steht deswegen noch nicht still!“) während ein nicht unwesentlicher Teil demgegenüber zur Erhöhung des Zuschauerschnitt der Regionalligamannschaft beiträgt.
      Erwähnenswert auch, dass sich Präsident Kind im Vorfeld des letzten Vergleich nicht konkret zu den Wolfsburg vorgeworfenen Wettbewerbsverzerrungen geäußert hat.

      Alles Themen und Fragen, die beim FCA in der letzten Saisonwoche des Jahres nicht so im Fokus stehen. Und auch ohne die Tabelle in welcher Form auch immer zu bemühen die Aussicht europäisch zu überwintern – oder eben bodenständig und euphorisch zu bleiben.

      Gutes Spiel

      Nur der FCA!
      17. Spieltag

      Irgendwie gleicht sich alles im Fußball aus – woraus sich schließen lässt, das der FCA in der Rückrunde auch wieder ein bis zwei mitentscheidende Elfmeter erhalten wird – oder auch Schiedsrichterentscheidungen, trotz aller Hilfsmittel, nie unfehlbar sein können. Und auch bleibt Hannover eine der vier Mannschaften, gegen die noch kein Bundesligasieg gelingen konnte – und somit als Aufgabe neben anderen für die Rückrunde erhalten.

      In der Vorrunde spielte der FCA erst gegen die Adler, dann gegen die Wölfe, später dann die Geißböcke, davor die Bienen, und nun folgen die Fohlen – Löwen spielen dieses Jahr nicht in der Liga mit.
      Die Borussia hat sich mit ihrer lauffreudigen und lebendigen Spielweise diesen Namen in der großen Zeit in den 70er-Jahren verdient. Und die Entwicklung der letzten Jahre betrachtend ist sie wieder auf einem guten Weg der Etablierung im Vorderfeld der Liga.
      Auch wenn der VfL kein Gründungsmitglied war, spielt er als einziger der Mitte/ Ende der 90er-Jahre abgestiegenen vier Teams, die mitprägend für die Geschichte des Oberhaus waren, wieder in der „Liga ohne München“ vorne mit.
      Vielleicht könnte man sich dies bei der Eintracht auch noch irgendwie vorstellen, bei Köln und Lautern, aktuell das dritte Jahr in der zweiten Liga, wird es schon schwerer. Auch ist der zukünftige Weg von Hamburg, Bremen und selbst Stuttgart aktuell schwerer voraussehbar.

      Demgegenüber ist die Borussia im vierten Jahr mit Trainer Favre, trotz kürzere Durststrecke weiterhin auf einem guten Weg die dritte Europapokalteilnehme in diesem Zeitraum zu erreichen. Dass der FCA hier nur drei Punkte Rückstand hat, unterstreicht zusätzlich die gute Vorrundenleistung.
      Fünf Heimsiegen stehen zwei Niederlagen gegen die zwei Champions-League-Gruppensieger gegenüber, dazu Auswärtssiege in Frankfurt, Stuttgart und Köln – es bleibt dabei, das der FCA alles außer Unentschieden kann.

      Überhaupt glänzte die Hinrunde mit einigen Überraschungen: Neben dem einmaligen Tabellenführer aus Westfalen, der „Fast-Letzte“ und Champions-League-Teilnehmer, der trotzdem schließlich bis auf 9 Punkte, vor dem letzten Hinrundenspiel, hinter der erweiterten Spitze bzw. den Europapokalplätzen liegt – und eben dem FCA.

      Gleich wie das Spiel gegen das Team vom Niederrhein nun laufen wird, ist die gute Vorrunde des Vorjahres bestätigt, und der FCA hat aus eigenem Antrieb die Chance auf einem einstelligen Tabellenplatz zu überwintern.

      Dies vor der Saison so sicher anzunehmen, wäre mehr als vermessen gewesen. Auch wenn auf die Saison 2010/ 11 und den Saisonverlauf der Eintracht hingewiesen werden soll, macht die Mannschaft insgesamt einen zu intakten Eindruck als das hier Befürchtungen geweckt werden sollten.

      Wahrscheinlicher, das der ständig vor der Saison als Abstiegskandidat genannte FCA, sich auch für eine fünfte Saison in der höchsten deutschen Liga qualifizieren kann.
      Von einer Teilnahme am internationalen Geschäft im nächsten Jahr zu träumen sei zu Weihnachten ausnahmsweise erlaubt, und wie schnell es auch gehen kann, zeigte unsere ehemalige „ 28“, der hier bereits beim VfL Akzente setzen konnte, und nicht der einzige ehemalige Augsburger auf den gegnerischen Außenbahnen ist.

      Vielleicht gelingt ja am Samstag ein schöner Vorrundenausklang im Kalenderjahr mit den meisten Bundesligapunkten der Vereinsgeschichte, bevor es dann wieder einige Zeit dauert bis zum nächsten „Wagner, Josef – wie steht’s?“

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!

      Zwischen den Jahren

      Es begibt sich immer zu der Zeit zwischen den Jahren, oder besser der Winterpause, wo der Einzelne über sein Dasein nachdenkt. Vor Jahren noch als der einzige seiner Art verspottet, denkt er über sein Leben und die Entwicklung als Fußballfan nach.

      „Beim Fußballspiel rennen 22 Spieler einem Ball hinterher“. So oder so ähnlich klangen irgendwann die Vorurteile der Tierfilm- und Dokumentationsliebhaber, die sich durch die selteneren Übertragungen von internationalen Fußballspielen in ihrem alltäglichen Abendablauf gestört gefühlt haben.
      Der Besuch eines Fußballspiels in einen Stadions, noch dazu in der Region, verbunden mit dem Genuss einer Bockwurst und eines Biers wäre für viele Personen undenkbar gewesen und zutiefst von jeglichem Freizeitverhalten entfernt. Allenfalls Übertragungen der Titelkämpfe von Länderauswahlen im Farbfernsehen waren akzeptiert.

      Dies geschah zu einer Zeit lange bevor einzelne Spieler, vergleichbar Popstars zu Unterhaltungssendungen eingeladen wurden und Sportsendungen noch selbigen zum Inhalt hatten. Auch war die enge Bindung zu einzelnen Klubs nur dem Einzelnen vorbehalten. Fußballvereine waren mit ihren Mitgliedszahlen kaum unter den größten Sportvereinen zu finden.

      Doch änderte sich dies zunächst langsam im Zuge veränderter Freizeitgewohnheiten. Auch wurde die klassische Dreierkombination des Merchandisings, bestehend aus Kopfbedeckung, Fähnchen und Wimpel schleichend erweitert.

      Mit etwas Abstand folgte die Zeit der "neuen Werte", in der Interessierte die Berichte über Ihren Verein im Wirtschaftsteil finden hätten können, wenn er denn inhaltszugehörig abgebildet gewesen wäre. Parallel dazu die Entwicklung der Berichterstattung in und um die Stadien, einschließlich allem was definitiv nicht dazu gehört.

      Zwischen all diesen Entwicklungen der Einzelne, der sich einfach nur auf das nächste Spiel freut seitdem er vor langer Zeit als kleiner Junge das erste Mal mit dabei war. Für den das Spiel zählt und der auch ergebnisunabhängig immer an seinen Farben hängt. Er hofft, er bangt, er träumt und durchlebt alle Phasen eines Lebens innerhalb von 90 Minuten.

      Er erinnert sich an die Erzählungen von der ersten Reklame auf den Trikots, und denkt dabei immer an den sehnlichsten Wunsch nach dem Essen in der Betriebskantine. Er versteht auch nicht, warum das Stadion alkoholfrei sein muss, während im Bereich der Neuhinzugewonnen noch weiter ausgeschenkt wird.

      Er hat sich keine Gedanken über Namen und Erscheinungen gemacht - und sich nie gefragt was Old School oder Ultra bedeutet. Auch mag er nicht so ganz wahrnehmen, dass weltpolitische Ereignisse durch Fußball unterbrochen geworden sein sollen. Alle anderen Entwicklungen, die in Zusammenhang mit dem Spiel gebracht werden, irritieren ihn zunächst auch immer.

      Für ihn gibt es nur das Spiel, in dem er in zwei Halbzeiten die ganze Woche, und manchmal auch den ganzen Alltag ausblenden kann. Bei entsprechender Terminierung hat er auch das eine oder andere Mal Geburtstage oder anderes vergessen.

      In seinem Stadion zu sein, sein Team spielen zu sehen bedeutet für ihn vielmehr. Die Atmosphäre im Stadion hat für ihn fast etwas Heiliges. Und der Weg zum Stadion ist von einer Art kindlicher Vorfreude bestimmt, die ihm in allen anderen Lebenssituationen längst abhandengekommen ist.

      Er bangt oder hofft in der Winterpause, kann den Start der Rückrunde kaum erwarten, und wünscht zu Weihnachten am liebsten einen neuen Spieler für seinen Verein. Wenn er dann an den ruhigeren Tagen von einer Art Leere befallen wird, sich seiner Existenz bewusst wird und sich sehnsüchtig wünscht, das auch in seiner Liga an einem Boxing-Day gespielt werden würde.

      Und so verweilt er in seinen Erinnerungen an vergangene Spielzeiten, Auf- und Abstiege und besondere Momente wie das wieder ansteigende Zuschauerinteresse, ein neues Stadion und die aktuellen Aussichten für die Rückrunde - und irgendwie hängen dann Träume und Wünsche eng beieinander - und er ist wieder wie der kleine Junge der er war, als er das erste Mal ins Stadion mitdurfte....

      It’s the game!

      Nur der FCA!
      18. Spieltag

      Nach der subjektiv als Ewigkeit gefühlten Winterpause nun endlich der Rückrundenstart.
      Ließ sich diese pflichtspielfreie Zeit vor Jahren noch mit dem Budenzauber "alter Prägung" verkürzen wird nun Futsal ausgeübt.
      Eine Disziplin bei der dem Ball der Druck und dem Zuschauer hierzulande das Interesse fehlt. Ob das Spiel nun körperloser ist oder nicht, sei dabei dahingestellt, aber das Zählen von Mannschaftsfouls wirkt doch zumindest etwas ungewohnt.

      Dann die Vorbereitung mit Trainingslager und der vermutlich ersten Live-Übertragung eines FCA-Testspiels im deutschen Fernsehen. Die obligatorische Niederlage gab es auch - und nichts wurde es mit dem zweiten internationalen Ananas-Titel.

      Nun also zum Auftakt gegen Hoffenheim. Die wesentliche Schlagzeile lieferte hier der Präsident bzw. seine Bestrebungen nach noch mehr Einfluss. "50+x" für alle die mehr als 20 Jahre einen Verein maßgeblich unterstützen. Könnte mit dieser Lex Hopp eigentlich auch ein langjähriger Bier- oder Kräuterlikörlieferant des jeweiligen Vereins auch diesen übernehmen?

      Nach dem Entscheid, den letztem Resultaten in Liga und Test sowie Platz 7 nach der Vorrunde auf Lauerstellung Richtung Europa. So titelte ein großes Online-Portal. Doch wie sollen sich die Finanzen der TSG mit dem Fair-Play der UEFA vereinbaren lassen? Etwa durch die Reaktivierung und Einwechselung des Mäzens?

      Man sollte auch nicht ständig in diese immer wiederkehrenden Schmährufe miteinstimmen, sondern endlich einmal das Lebenswerk als solches anerkennen. Die kolportierten 350 Millionen können doch auch als Sozial- und Beschäftigungsprojekt in der erweiterten Region gesehen werden. Und was hätte man mit dem Geld sonst anstellen sollen?
      Etwa dem Modell Kühne folgend 29 van der Varts kaufen? Dies hätte den Wert einer in solcher Weise eingesetzten Anleihe in eineinhalb Jahren um ca. 55-% reduziert - und Transferrechte mit ausgeschlossen.

      Die TSG gibt offiziell eine weitere Etablierung in der Liga als Ziel an. Als entscheidend werden dabei die Vertragsverlängerungen mit Direktor Profifußball Rosen und Trainer Gisdol gesehen. Ist der vom Star-Wrestler der ehemaligen Trainingsgruppe B auf der Torwartposition wirklich schon aufgelöst?

      Demgegenüber der FCA mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 6 und Neuverpflichtungen, die zunächst ein schnelles Erreichen der
      40-Punkte-Marke mit gewährleisten sollten. Und vielleicht bleibt dann auch noch genügend Saison übrig um weitere Ziele anzugehen.
      Einer der Zugänge, wenn auch nicht zum zweiten Mal hier, hat dies auch so formuliert, liebäugelt mit höheren Zielen und macht vielleicht im nächsten Auswärtsspiel wieder sein Tor. Nur mit dem Unterschied dass er diesmal aufgrund seiner Vertragslaufzeit wirklich eine Chance der Verwirklichung hat.

      Der Weg des FCAs geht weiter Richtung Zukunft und dauerhafter Ligazugehörigkeit. Nach dem eigenen Jugendleistungszentrum nun der Blick aufs Konzept beim ehemaligen Vorreiter mit der Ajax Youth Academy in Amsterdam. De toekomst – die Zukunft, wie der Sportpark des Nachwuchses dort heißt. Auch wenn die der Nutzung des eigenen Nachwuchszentrums aktuell durch einen Wasserschaden etwas eingeschränkt ist, ein weiterer Anreiz für die Entwicklung und Etablierung eigener Konzepte. Auf das die Mölders und Werners der Zukunft auch hier ausgebildet werden.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      In und nach der Vorrunde Gegenstand vieler Witze und Späße, ist nach der Analyse des Erfolgstrainers, dass der „gemeinsame Startpunkt der Mannschaft nicht gefunden“ wurde das Problem bekannt. Dazu eine Topvorbereitung auf die Rückrunde, bei der Mats Hummels beim 1 : 1 gegen Düsseldorf „ein um Welten besseres Spiel als in jedem der Vorrunde“ gesehen hat – Resultat nach dem Spiel in Leverkusen - der letzte Tabellenplatz.

      Bewahrheitet hat sich auch die Meldung, dass der BVB die Lizenz für die 2. Liga beantragt hat. Zuletzt war der Verein in der Saison 1999/ 2000 so schlecht gestanden, und hatte damals den mittlerweile 80-jährigen Udo Lattek als Retter verpflichtet
      Rein, und selbstverständlich nur prophylaktisch, daher auch die Überlegung wohin das Ganze in der 40sten Erstligasaison in Folge führen könnte anhand von 11 Punkten, die für oder gegen ein Mitwirken des BVBs in der 2. Bundesliga 2015/16 sprechen:

      - Endlich andere Derbys: Statt immer nur gegen Schalke wieder mal gegen Bochum oder sogar
      Duisburg oder Bielefeld.
      - Bei entsprechenden Aufsteigern aus der dritten Liga oder eines weiteren Abstürzers aus der
      Ersten Liga mehr Bundesligagründungsvereine als im Oberhaus.
      - Es kommt leider nicht zum ersten Pflichtspiel gegen RaSpo Leipzig.
      - Mit München (groß) auf Augenhöhe zu spielen, und in einem Atemzug genannt zu werden muss
      dauerhaft kein Privileg sein.
      - Es ist nicht gesichert dass der BVB dann wieder in München (klein) antreten kann.
      - Ein namhafter Kader, der mit oder ohne Reus einen Marktwert größer der halben Liga hat, und
      eine Liga in der Verletzungsserien aufgrund mancher Spielweisen quasi Standard sind.
      - Eine regelmäßige Erweiterung der geographischen Kenntnisse: Aalen und Sandhausen statt Paris
      und London.
      - 17 Zweitligisten müssen nicht mehr darauf hoffen in der 2. Runde des DFB-Pokals den BVB
      zugelost zu bekommen.
      - 17 Zweitligisten können auch mal im größten Stadion der Republik antreten, und ihre
      Auswärtsstärke verbessern.
      - Der Trainer verfügt bereits über ausreichend Zweitligaerfahrung - mit dem Wiederaufstieg kann
      es dann allerdings etwas dauern, da er auch mehrmals Vierter wurd
      - Eine Erweiterung der Rasenbeschaffenheitskenntnisse und Kennelernen weitere Spezies der
      Rasenwürmer.

      Auch ließe sich diese Liste noch fortführen mit Aussagen wie auch wieder einmal Meister oder die Nr. 1 in Westfalen in einer Liga zu werden. Hingewiesen sei auch auf das schwere Startprogramm des BVB gegen zwei „Spitzenmannschaften“, wie ein großes Sportportal hingewiesen hatte …

      Demgegenüber der FCA, nach den „Winterspielen“, einer entsprechend Vail-verdächtigen Leistung in einer noch nicht bekannten Form des No-see-Spiels, einfach nur mit einer neuerlichen Chance gegen eine der Mannschaften, gegen die in der Liga noch nicht gewonnen wurde dieses nachzuholen. War es nun auch dem Laien endlich „witterungsbedingt“ möglich die Laufwege zu erkennen, wird sich diese Bewegung in Dortmund aufs Neue beobachten lassen. Und wie auch immer so ein Erfolg aussehen könnte, das Ergebnis das der oben erwähnte Trainer 1978 an gleicher Stätte erreichte, wird wohl nicht mehr übertroffen werden.

      Gutes Spiel!

      Nur der FCA!
      20. Spieltag

      Wenn ein Verband die durch ihn vertretenen Unternehmen bei der Anbahnung von Geschäften in neuen Märkten unterstützt ist das normales Wirtschaftsgebaren und oft keine Meldung mehr wert.
      Und auch die Unterstützung des DFBs nehmen viele Vereine bei Touren der Geschäftserweiterung gerne in Kauf – je exotischer die Reiseziele umso besser.

      Südafrika oder arabischer Raum, Asien oder auch die Staaten – alles ist möglich und wird entsprechend schwerpunktmäßig unterstützt. Die Vereine freuen sich über kostengünstige Trainingsquartiere und helfen mit die Vermarktungslücke zu den anderen großen Ligen in den entsprechenden Regionen zu verringern.

      Und irgendwo lassen sich bestimmt noch Landstriche finden, wo ein Verein aus der Mitte Europas, im Idealfall mit einem Spieler aus dem Zielmarkt im Kader, neue Potentiale erschließen kann.
      Egal in welcher Organisationsform wird sich dieser Entwicklung kaum ein Verein verwehren können und irgendwann im Idealfall der Idee zur Marke verkommen. Dazu passend der Vorschlag des Liga-Präsidenten Rauballs den ersten 9 Teams ein Freilos für die erste Pokalrunde zukommen zu lassen, und in dieser Zeit um den Globus zu senden.

      Auf das auch noch das letzte freie Territorium zum Bundesligafußball konvertiert und via Übertragungsrechte seinen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Preisspirale beiträgt – potentielle Marketingerlöse noch gar nicht mit berücksichtigt. Und das in nicht allzu langer Zeit die offizielle Webseite der Liga in allen Sprachen der 209 FIFA-Mitglieder aufrufbar ist.

      Erstaunlicherweise wird aber trotz allem dann auch noch Fußball gespielt. Und bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG sah man sich nach der Vorbereitung in den Emiraten schon etwas weiter als die Ergebnisse der ersten zwei Rückrundenspieltage zeigten. Man orientierte sich auch an der sogenannten „wahren Tabelle“, und sah sich irgendwo auch dank der starken Offensive um den aktuellen Bundesligatorjäger als Mannschaft hinter den Spitzenteams und vor manch real erfolgreicherem Team.

      Dennoch hat die SGE trotz 36 geschossener Tore ein negatives Torverhältnis, und einen selbstbewusst nach drei Monaten Verletzung zurück gekehrten Torhüter, der für sich das Fernziel Nationalmannschaft ausgibt und seinen Vertrag vor Ort bis 2019 verlängert hat – bei der 1–4-Niederlage in Freiburg hatte er dann aber weniger Möglichkeiten zu glänzen. Zuletzt gab es dann ein 1 : 1 gegen den Tabellenzweiten und Bayernbesieger.

      Demgegenüber der FCA nach dem Winterrundenauftakt - gegen Hoffenheim und dem Spiel gegen den BVB behält er seine königliche Attitude – alles oder nichts – Unentschieden ausgeschlossen -und die Zahl der Teams gegen die noch nie in der Liga gewonnen wurde hat sich wieder um eines verringert.

      Und im ersten Spiel für seinen neuen Verein gelang dem Neuzugang in dieser Roten-Karten-ärmeren Saison etwas was bisher nur dem Manager vorbehalten war – er wurde seiner Umgebung verwiesen. Raul Bobadilla gelang es mit seinen zwei Toren zuletzt neben der internen Führung in der Bundeliga-Torjägerliste auf Platz 14 vorzurücken – wie weit dies noch wohl weitergehen kann?

      Sollte die Saison so weiterlaufen, besteht bald kaum mehr die Chance die 40 Punkte nicht so schnell zu erreichen. Und je früher dies geschieht, umso schneller kann der FCA an seiner eigenen Außendarstellung arbeiten. National nicht mehr ganz so unterschätzt besteht vielleicht tatsächlich die Möglichkeit sich irgendwann international zu präsentieren – und beim Interesse von Zuschauern aus den Benelux-Ländern beim letzten Auftritt am vergangenen Mittwoch glaubte man fast, das es schon so weit wäre – oder ist der PLZ-Beginn 7, 8 oder 9 beim Kartenverkauf länderunabhängig zu verstehen?

      Und ohne Verbandsunterstützung im engeren Sinne an einem europäischen Wettbewerb teilzunehmen ist Marketing in eigener Sache, die Reiseziele sind zumeist näher - in jedem Fall aber durch rein sportliche Kriterien erreicht.