16. Spieltag, RL Bay, So 15.10.17 15.00 Uhr FC Augsburg II - TSV 1860 München

      Die AA wird sich über zahlreichen Klicks freuen und mit dem lückenhaften sogenanntem "Journalismus" weitermachen. Alles andere würde mich wundern. Objektive / recherchierte Artikel über die Fans pro Saison kann man an einer Hand abzählen. Der Rest ist Clickbaiting, freie Interpretation und Abschreiben des Polizeiberichts.

      Der Kessel am Stadion hat mich samt Pfeffersprayeinsatz auch stark irritiert.
      Er wurde nur durchgeführt, so zumindest mein Eindruck, weil die überforderten Cops in Kampfmontur nicht mit einem (!) besoffenen blauen Trampel fertig wurde, der von der Straßenbahn bis zum Stadion den Pulk der FCA-Fans beleidigte und mit obszönen Gesten zum Kampf aufforderte.
      Wenn es nicht so traurig wäre in Angebracht der Verletzten, müsste ich über die Unfähigkeit von Lord Helmchen und Co. laut lachen.

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      Ich wusste nichts von der Hilfe für die zusammengebrochene Person (was ich gleichermaßen löblich wie auch selbstverständlich finde), ich war auch in keinerlei (vermeintliche?) Auseinandersetzungen oder problematische Situationen verwickelt. Was mir nur nach dem Spiel einfach völlig auf den Sack ging, war es, dass das eigentliche Spiel mitunter völlig unterging. Klar, eine Headline wie "Ultras helfen Bewusstlosem" wäre super gewesen. Aber schon ein "Augsburg besiegt den Spitzenreiter mit 3:2" wäre ein sinnvollerer Artikel gewesen, als die Titelseite des Sportteils mit vermeintlichem Krawall zu füllen und erst unter "Sport regional" einen Spielbericht zu bringen.
      Es geht nicht darum, erste Hilfe abzufeiern (wobei es ja angesichts fehlender rettungsgassen und Filmende gaffer offensichtlich nicht mehr selbstverständlich ist).
      Es geht darum, dass wenn ich nix darüber schreib, ich auch kein Bild vom Rettungswagen beim Eintreffen reinstellen brauch mit der Unterschrift, das es Krawall gab.
      „Das Versprechen, sich in Giesing und bei kleineren Vereinen im Münchner Großraum und Umland anständig aufzuführen, ist mitnichten gebrochen. Jedem sollte klar sein, dass ein FC Augsburg nicht zu vergleichen ist mit sympathischen Vereinen wie Buchbach, Schlading-Heining oder Garching. Denn genau in diesen 'kleineren Vereinen' gibt es Löwenfans, die dort in den gastgebenden Vereinen, Institutionen und Fanclubs aktiv sind. Unternehmensähnliche Vereine wie etwa der FCA fallen nicht in diese Sparte."

      Interessant. Im Prinzip räumen die Blauen ein, dass sie sich eben nicht anständig aufführen werden, wenn es nicht gegen Dorfvereine geht. Soviel zum vermeintlichen Ehrenkodex der 60-Ultras. Spätestens wenn die in die 3. Liga aufsteigen, werden die wieder Krawall machen. Man sollte ja vorsichtig mit dem Begriff ASOZIAL umgehen aber...
      Den FCA als unternehmensähnlichen Verein zu titulieren, spricht für sich selbst. Mir tun die nicht einmal mehr leid.
      Naja, zu Pfefferspray, Kessel & Co. mal die andere Seite - ich kam zufällig genau zu dem Zeitpunkt zu Fuß aus Richtung Göggingen zum Stadion und war kurz vor dem "Tunnel", als auf der anderen Seite offenbar der Fanmarsch uns genau entgegenkam. Die Stimmung wirkte (in diesem Moment!) aus der Entfernung extrem aggressiv und aufgeheizt, wir "Normalos" sind alle vor dem Tunnel stehen geblieben, wussten auch nicht recht, ob das da drüben Sechzger oder Augsburger sind. Wirkte so bzw. war nicht erkennbar, ob man uns gerade droht oder evtl. Leuten drüber auf der Brücke, weil sich an der Spitze des schwarzgekleideten Pulks ein paar einfach extrem aufgeführt haben.

      Soweit ich gesehen habe, hat sich dann nachvollziehbarerweise in dem Moment keiner durch den Tunnel getraut, eine Reihe von Leuten ist notgedrungen umgedreht und den Umweg über den Parkplatz gelaufen, unter anderem eine jüngere Frau, die ihren Freund/Verwandten (?) im Rollstuhl geschoben hat und natürlich auch nicht die Abkürzung die Böschung hoch nehmen konnte... alles Augsburger, wohlgemerkt! War das erste Mal, das ich mich ums Stadion herum für nen Moment lang unwohl gefühlt habe und ehrlich gesagt froh war, dann oben auf dem Parkplatz einige "Robocops" zu sehen.

      Die Pfefferspray-Geschichte konnte ich dann später oben beobachten, das sah von außen in der Tat über-eskalierend aus, konnte um mich rum auch keiner verstehen.

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