Alles zum Gegner: Eintracht Frankfurt

  • Stadion + 36 Std Stadtverbot in Darmstadt für Eintracht Anhänger


    Zitat

    Gegen das Darmstädter Innenstadtverbot für Fans von Eintracht Frankfurt rund um die Partie bei Darmstadt 98 am Samstag (15.30 Uhr) kann Klage eingereicht werden. "Es ist nur rechtmäßig, wenn es verhältnismäßig ist", sagte hr-Jurist Steffen Janich dem hr-sport. Diese Verhältnismäßigkeit liege nur dann vor, "wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben der Bürger besteht", die Sperrzone sei "das letzte Mittel, um Ausschreitungen zu vermeiden". Juristisch kann die Entscheidung der Polizei mit einer einstweiligen Verfügung angefochten werden. "So etwas ist im Eilverfahren möglich", so Janich. "Zeitlich ist es nicht einmal unrealistisch, dass das noch funktioniert."


    +++ Eintracht-Fans kritisieren Sperrmaßnahme scharf +++Der Eintracht-Fanzusammenschluss "Nordwestkurve Frankfurt" hat die Sperrzone für Eintracht-Fans am Wochenende in Darmstadt scharf kritisiert. Die Maßnahmen zeugten von einer "absurden Hysterie, welche die eigene Überforderung sowie die eigene Unfähigkeit, ein angemessenes und verhältnismäßiges Sicherheitskonzept zu entwickeln, überdecken soll", schreiben die Fans in einer Stellungnahme. Die Verfügung sei unverhältnismäßig, mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar und würde die Eintracht-Fans unter Generalverdacht stellen. Darmstadts Sicherheitsbehörden hatten am Dienstag beschlossen, dass sich am Wochenende des Duells des SV98 gegen die Eintracht keine Frankfurter Anhänger in der Innenstadt aufhalten dürfen.


    Quelle: http://hessenschau.de/sport/fu…undesliga-ticker-100.html


    Was bringt sowas? Da schmiert sich die Polizei selber die scheisse auf die Brust.


    Da werden viele neutral vor`s Stadion kommen, sollte die Eintracht verlieren, wirds bestimmt ordentlich Ausschreitungen geben.


    Man möge sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die Eintracht dort abgestiegen wäre.

  • Was sie möglicherweise auch tut, nachdem die "Fans" ja gleich die allererste Gelegenheit ergriffen haben, um zu zeigen, daß das Platzverbot durchaus gerechtfertigt war.


    Alex

  • Die wollen halt auch mal ans andere Ufer

    Platz 28: Nur noch 144 Punkte (bis Hansa Rostock) / Manuel Baum: 81 Spiele, 22-24-35, 104:136 Tore (-32), 87 Punkte / Martin Schmidt: 20 Spiele, 6-6-8, 34:43 Tore (-9), 24 Punkte / Aktuelles Buch: Stephen King, Peter Straub - Das Schwarze Haus

  • Ein "Vergehen" einiger Personen ist kein Argument für rechtswidrige Beschlüsse, die alle "Eintracht-Fans" betreffen.


    Die "Rechtswidrigkeit" müßte erstmal noch nachgewiesen werden.


    Da darüber hinaus das Spiel ohnehin mit leerem Gästeblock stattfindet, gibt es eigentlich auch keinen nachvollziehbaren Grund, warum Eintracht-Fans in nennenswerter Anzahl nach Darmstadt reisen sollten.


    Alex

  • Da darüber hinaus das Spiel ohnehin mit leerem Gästeblock stattfindet, gibt es eigentlich auch keinen nachvollziehbaren Grund, warum Eintracht-Fans in nennenswerter Anzahl nach Darmstadt reisen sollten.


    Alex


    Es wurde ein Betretungsverbot gegen alle Frankfurter ausgesprochen.


    Beispiel:
    Du bist ein in Darmstadt wohnhafter SGE-Fan und möchtest dir das Spiel in der Innenstadt bei einem Freund anschauen. Natürlich möchtest du wie immer dein Trikot anziehen. Auf dem Weg zu deinem Freund wirst du von der Polizei angesprochen, bekommst einen Platzverweis und musst ein Ordnungsgeld bezahlen.
    All das nur, weil du ein Fan eines Fußballvereins bist und dies offen zeigst.


    Gibt es überhaupt ein demokratisches Land, in dem bereits solche Maßnahmen durchgeführt wurden?

  • Danke für dieses zurechtkonstruierte Beispiel, dem ich wie folgt entgegne:


    Du würdest Dich wahrscheinlich echt wundern, wie oft ich schon inkognito Auswärtsspiele des FCA angeschaut habe. Und zwar genau, um solche Situationen zu vermeiden.


    Im Gegensatz zu manch anderem kann ich mich nämlich an die jeweils vorhandenen und bekannten Spielregeln halten und mein Verhalten so ausrichten, daß es keinen Streß gibt. Man nennt das "Priorisieren": ist es mir wichtig, das Spiel anzuschauen? Dann laß ich das Trikot daheim oder verdeckt. Oder ist es mir wichtig, die Vereinsfarben durch die Gegen zu tragen? Dann muß ich mit den Konsequenzen leben.


    Wohlgemerkt: sowohl die Auswärtsblocksperre wie auch das Platzverbot wurden aufgrund der im Hinspiel eingetretenen und für das Rückspiel zu erwartenden Ereignisse ausgesprochen. Kein Mensch kann mir erzählen, daß die Frankfurter allesamt nur zum Kaffeekränzchen mit anschließendem Ringelreih-Tanz nach Darmstadt gefahren wären. Daß es dabei auch eine Mehrzahl an Fans trifft, die nicht randalieren wollen, liegt - leider - in der Natur der Sache, da man nun mal nicht jeden einzeln aussortieren kann.


    Das Gezeter der Fangruppierungen von wegen "Rundumschlag" und "mangelndes Sicherheitskonzept" ist aus meiner Sicht einfach nur dummes Gefasel - sollen sie doch lieber mal mit ernsthaften und vor allem umsetzbaren Vorschlägen kommen, wie man wirkungsvoll die Spreu vom Weizen trennen kann. Solange sich Prügelfans in der Masse verstecken können und von dort ggf. sogar noch (meinetwegen auch nur passive) Deckung und damit Unterstützung erhalten, wird sich an der Situation nichts ändern. Und offenbar sind die Beteiligten auf den Fanseite einfach zu blöd und/oder zu ignorant, um das zu erkennen, sondern kucken sich lieber die Polizei und öffentliche Verwaltung als Feindbilder aus; denn das ist ja viel einfacher, als sich mal an die eigene Nase zu fassen und zu überlegen, was man selbst gegen das Auftreten der Hooligans im Fußball- oder wenigstens Vereinsumfeld unternehmen könnte, die die gesamte Fanszene in ein schlechtes Licht rücken.


    Machen wir doch mal eine Probe aufs Exempel: eine komplette Halbserie ohne öffentliche Reglementierung, ohne Polizei und im Stadion nur normaler Ordnungsdienst. Auch bei allen Derbys. Wie wir wissen, sind Fußballfans ja hochgradig zivilisiert und pflegen durch alle Vereine und Ligen hinweg eine ausgeprägt positive Fankultur, die nach gemeinsamer Vorbereitung auf das Spiel über einem sportlichen Austausch der Gesangs- und Choreographiefähigkeiten in einer schwungvollen, friedlichen und stimmungsvollen gemeinsamen Feier nach dem Spiel gipfelt.


    Wenn Du das hinkriegst, spendiere ich Dir lebenslanges Freibier.


    Solange aber jedes Wochenende im Umfeld von Fußballstadien offensichtlich wird, daß es dort Leute gibt, die sich nicht benehmen können oder wollen, solange wird es auch Situationen wie jetzt in Darmstadt geben. Und zwar zu Recht.


    Alex

  • Zuschauer zu Hilfsbütteln aufbauen zu wollen, ist ein seltsames Rechtsstaatsverständnis.


    In Liverpool wurde ich weder kontrolliert, noch gäbe gab es Zäune oder irgendeine andere Fantrennung. Ordner konnte man an einer Hand abzählen und die Polizei war vermutlich da - aber für mich nicht sichtbar.
    So wohl habe ich mich noch in keinem anderen Fußballstadion gefühlt.
    Noch dazu war die Stadt in den kommenden beiden Tagen voller Augsburger Farben.


    Das Gegenstück war Belgrad. Massive Zäune, Heerscharen schwer bewaffneter Paramilitärs, mehr Ordner als Zuschauer.
    Ich hatte ein etwas flaues Gefühl mitten in all dieser "Sicherheit" - wer nicht?


    Wer Psychopathen haben will, kann sie sich selbst züchten!

  • Danke für dieses zurechtkonstruierte Beispiel, dem ich wie folgt entgegne:


    "Zurechtkonstruiert" oder für dich einfach nicht vorstellbar, dass einer zehn mitgliederstärksten Sportvereine auch (leidenschaftliche) Anhänger in Darmstadt besitzt?


    Du würdest Dich wahrscheinlich echt wundern, wie oft ich schon inkognito Auswärtsspiele des FCA angeschaut habe. Und zwar genau, um solche Situationen zu vermeiden.



    Es geht in diesem Fall nicht um den Besuch des Auswärtsspiels, sondern dass man aus der Innenstadt alle Eintracht Frankfurt-Fans verbannen will. Das ist für mich schon ein Unterschied. Ich selber trage ebenfalls kaum Fanutensilien, allerdings nicht um Strafen zu vermeiden, weil ich ein FCA-Fan bin...



    Im Gegensatz zu manch anderem kann ich mich nämlich an die jeweils vorhandenen und bekannten Spielregeln halten und mein Verhalten so ausrichten, daß es keinen Streß gibt. Man nennt das "Priorisieren": ist es mir wichtig, das Spiel anzuschauen? Dann laß ich das Trikot daheim oder verdeckt. Oder ist es mir wichtig, die Vereinsfarben durch die Gegen zu tragen? Dann muß ich mit den Konsequenzen leben.


    Faszinierend.
    Ich kann Fans verstehen, die ihre Vereinszugehörigkeit durch jegliche Fanuntensilien zur Schau stellen, jedoch auch Personen, die (teilweise aus ästhetischen Gründen) darauf verzichten.


    Wohlgemerkt: sowohl die Auswärtsblocksperre wie auch das Platzverbot wurden aufgrund der im Hinspiel eingetretenen und für das Rückspiel zu erwartenden Ereignisse ausgesprochen. Kein Mensch kann mir erzählen, daß die Frankfurter allesamt nur zum Kaffeekränzchen mit anschließendem Ringelreih-Tanz nach Darmstadt gefahren wären. Daß es dabei auch eine Mehrzahl an Fans trifft, die nicht randalieren wollen, liegt - leider - in der Natur der Sache, da man nun mal nicht jeden einzeln aussortieren kann.


    Lass mich kurz zusammenfassen: In einer feigen Aktion werden Zaunfahnen und Schwenker aus einem Container geklaut und anschließend verbrannt, nach dem Spiel laufen ein paar Fans auf den Platz. Das rechtfertigt in deinen Augen eine Auswärtsblocksperre sowie ein Platzverbot für alle Eintracht-Fans in der Innenstadt Darmstadt. Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege.



    Das Gezeter der Fangruppierungen von wegen "Rundumschlag" und "mangelndes Sicherheitskonzept" ist aus meiner Sicht einfach nur dummes Gefasel - sollen sie doch lieber mal mit ernsthaften und vor allem umsetzbaren Vorschlägen kommen, wie man wirkungsvoll die Spreu vom Weizen trennen kann. Solange sich Prügelfans in der Masse verstecken können und von dort ggf. sogar noch (meinetwegen auch nur passive) Deckung und damit Unterstützung erhalten, wird sich an der Situation nichts ändern. Und offenbar sind die Beteiligten auf den Fanseite einfach zu blöd und/oder zu ignorant, um das zu erkennen, sondern kucken sich lieber die Polizei und öffentliche Verwaltung als Feindbilder aus; denn das ist ja viel einfacher, als sich mal an die eigene Nase zu fassen und zu überlegen, was man selbst gegen das Auftreten der Hooligans im Fußball- oder wenigstens Vereinsumfeld unternehmen könnte, die die gesamte Fanszene in ein schlechtes Licht rücken.


    Ganz einfach: Angesichts der zahlreichen Kameras in und um Stadien sowie durch fachkundige Ordner und Polzeibeamte sollte es doch möglich sein, die Täter aufgrund von Beweismaterial zu identifizieren und entsprechend zu bestrafen (Stadionverbot, strafrechtliche Konsequenzen). Gelingt dies nicht, dann gilt trotz allem die Unschuldsvermutung.
    Selbst eine hohe Polizei- und Ordnerpräsenz (vgl. Heimspiel) gegen Stuttgart bringt nichts, wenn man wichtige Positionen mit inkompetenten Personen besetzt.



    Machen wir doch mal eine Probe aufs Exempel: eine komplette Halbserie ohne öffentliche Reglementierung, ohne Polizei und im Stadion nur normaler Ordnungsdienst. Auch bei allen Derbys. Wie wir wissen, sind Fußballfans ja hochgradig zivilisiert und pflegen durch alle Vereine und Ligen hinweg eine ausgeprägt positive Fankultur, die nach gemeinsamer Vorbereitung auf das Spiel über einem sportlichen Austausch der Gesangs- und Choreographiefähigkeiten in einer schwungvollen, friedlichen und stimmungsvollen gemeinsamen Feier nach dem Spiel gipfelt.


    Gern, wenn auch ein etwas absurder Vorschlag, da es rund um Fußballspiele nun mal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen gibt. Das warst du dir natürlich bewusst, das lebenslange Freibier kannst mir jedoch dennoch gern ausgeben.