Präsident Klaus Hofmann

  • https://www.augsburger-allgeme…w-How-mit-id59504876.html

    Hofmann: Es gehen zwei Gesellschafter raus und einer geht rein. Und dieser bietet uns wesentlich bessere Potenziale.


    Hofmann: Er ist kein Investor. Das ist mir wichtig. Er ist in seinem Berufsleben Investor, aber nicht in seinem Privatleben. David ist bei den Philadelphia 76ers vor etwa zehn Jahren, bei Crystal Palace vor circa sechs Jahren eingestiegen, beide Male als Minderheitsgesellschafter. Kein klassischer Investor, den ich kenne, hält seine Anteile sechs, sieben oder acht Jahre. Er ist ein Sportverrückter, hat natürlich auch Affinität zum Geld und hofft, dass sich der FCA positiv entwickelt. Er ist ein Partner, dessen Engagement langfristig beim FC Augsburg geplant ist.


    Hört sich für mich nicht so negativ an, wie es aufgenommen wird. Das Kind ist doch schon bei der Ausgliederung in den Brunnen gefallen.

  • Das Kind ist doch schon bei der Ausgliederung in den Brunnen gefallen.

    Das mag sein. Ich verbinde mit den nun ausgeschiedenen Investoren / Aufsichtsräten und auch mit dem neuen Investor nichts. Niemand hat sich bisher um die Investorengruppe gekümmert oder wirklich aktiv nachgefragt, wer dahinter steckt.


    Dennoch ist es in Zeiten von Geisterspielen und der immer größer werden Entfremdung vom Fusball und sogar vom eigenen Verein ein kommunikativer Super-GAU, wenn eine solche Änderung zufällig entdeckt wird.


    Ich bin mir sicher, dass der jetzige Rummel deutlich kleiner gewesen oder gar ausgefallen wäre.


    Mir fehlt das Vertrauen, dass man die Mitglieder des Vereins nicht nur als Stimmvieh schätzt, sondern auch (passiv) aktiv einbindet.

    Nein, das ist nicht rechtlich notwendig, jedoch stilvoll und das Geschwätz von der FCA-Familie kann man sich dann auch sparen. In dem Fall wäre die Familie wohl ein Fall für die Paartherapie mit ungewissem Ausgang.

    Da spielt das leere Stadion natürlich in die Hände, wobei ich den Verantwortlichen keine Absicht unterstelle, eher fehlendes Feingefühl und mangelnde Kommunikation.


    Wenn man schon keinen Fanvertreter im Aufsichtsrat des e.V. möchte (Grüße an die stimmberechtigten Mitglieder auf der letzten JHV), dann vielleicht im Aufsichtsrat der KgaA. Zwei Plätze sind nun frei.

  • Klar. Aber mir persönlich ist es egal, tendenziell sogar lieber, wenn ein sportbegeisterter US-Milliardär, den Hofmann seit 20 Jahren kennt, Anteile besitzt, der uns in der Vermarktung und sonst hilft und Klaus Hofmann komplett vertraut, sodass er nicht einmal einen Platz im Aufsichtsrat möchte, als 2 Unternehmer aus der Region, die durchaus Macht für ihre Anteile haben wollten und uns nirgends wirklich weitergebracht haben, sondern eher nur Geld mit dem Investment machen wollten.

  • Ehrlich gesagt sehe ich das auch so. Ich bin jedoch der Ansicht, dass man in solche Veränderungen viel früher die Mitglieder des FCA einbinden kann und sollte. Vor allem wenn nach außen hin letztlich alles gleich bleibt. Was hätte man damit verloren?

    Jetzt verlorenes Vertrauen zurück zu holen ist deutlich schwieriger.

  • Wird man vermutlich nie erfahren, aber wäre ganz spannend zu wissen zu welchem Betrag die Anteile mit Nennwert 5,5 Mio über den Tisch gingen. Schätze mal max. Faktor 5…

    Gehe ich nur nach dem Nennwert, wären das nur 5.500 Anteile a 1000 EUR. Hätte man so tatsächlich auch an die Fans verkaufen können, hätten sich genug gefunden die ein wenig Kohle vom unverzinsten Tagesgeldkonto abgezwickt hätten. Schade das so Fan-Modelle (auch mit kleineren Anteilen) so gut wie nie probiert werden. Kleinaktionäre sind einfach zu unbequem...

  • Er ist ein Sportverrückter, hat natürlich auch Affinität zum Geld und hofft, dass sich der FCA positiv entwickelt. Er ist ein Partner, dessen Engagement langfristig beim FC Augsburg geplant ist.

    Zwei Sätze. Ein purer Euphemismus.


    So eine ähnliche Aussage wurde auch über "den seit über 40 Jahren FCA-Fäään"-Hofmann getroffen und der ruhiggestellte Pöbel hat brav die Hand gehoben.


    Witzig, dass er das jetzt so sagt.

  • Auch früher haben nicht immer nur 11 aus Freundschaft gespielt, und beim FCA gab es auch in den 80er-/ 90er-Jahren immer wieder erstaunliche Geldgeber, die zumindest einen regionalen Bezug hatten - was aber vom Grundprinzip nicht anders ist, und zu den bekannten Entwicklungen geführt hat.


    Der Fußball als System hat sich weiterentwickelt, aus Geldgebern (nicht nur das Wort "Mäzen" mochte ich früher schon nicht) wurden Investoren, der FCA hatte in vielerlei Hinsicht auch etwas Glück, und wir freuen uns über eine (früher so auch nicht vorstellbare) Etablierung in der Erstklassigkeit.


    Jetzt aber nicht mal mehr "zeitnah" über wesentliche Veränderungen, die auch weiteren Einfluss haben (könnten/ werden) informiert zu werden ist eine andere Qualität, und strengt die Leidensfähigkeit weiter an.

  • Die fehlende Transparenz hat ein Geschmäckle bei der Geschichte. Es gab ja schon länger das ein oder andere Gerücht / Indiz für den möglichen Einstieg eines Investors bzw. die "Professionalisierung" des Fereins.


    Solche Themen gehören ordentlich und transparent kommuniziert und nicht erst ans Licht gebracht wenn Fans oder Zeitungen über eigene Recherche darauf stoßen.


    Hofmann Setzen 6.

  • Wie man einen Milliardär aus Übersee lieber haben kann als halbwegs regionale Unternehmer erschließt sich mir nicht. Nur weil ein Hoffmann ihn so gut kennen möchte.

    Die Motive dürften die gleichen sein. Nur sind besagte Unternehmer verwurzelt und haben im Zweifel was zu verlieren, wenn auch nur den Ruf auf dem heimischen Markt. Dementsprechend werden sie keine allzu dreisten Dinge abziehen.

    Die andere Seite kann Tschüss sagen, auf die Region und Deutschland insgesamt spucken und davonsegeln ohne auch nur eine Konsequenz zu fürchten.

  • Andererseits können die lokalen Unternehmer auch drauf scheißen und einfach von dannen ziehen (siehe Uerdingen), wenn sie keinen Bock mehr haben. Regionale Herkunft bedeutet nicht weniger Schamlosigkeit.
    Mich würden die Hintergründe interessieren und ob das nicht schon von langer Hand geplant war und nicht erst während der Pandemie, wie es offenbar HR-Eintragungen aus 2020 vermuten lassen.

    Bin mal gespannt, was da noch so zum Vorschein kommt.


    Wirklich schlimm finde ich den Wechsel innerhalb der Investorengruppe nicht (wenn man dem Interview glauben schenkt), jedoch macht mich die Art und Weise wie man dies umgesetzt hat, durchaus stutzig.

  • Die andere Seite kann Tschüss sagen, auf die Region und Deutschland insgesamt spucken und davonsegeln ohne auch nur eine Konsequenz zu fürchten.

    Sympatischer als Höfl ist er schon jetzt ohne ihn zu kennen. Wenn er keinen Bock mehr hat, verkauft er halt seine Anteile wieder und das das einzige was sich ändert, ist der Name der dann die Anteile besitzt, für den FCA ändert sich wie jetzt gar nichts. Braucht er aber gar nicht machen, da er wenn man seine Vita sieht eher nicht kurzfristig investiert und dazu ist sein Investment für ihn wahrscheinlich so hoch wie für mich eine Dauerkarte beim FCA. Immerhin weiß man da mit was er sein Geld gemacht hat und im Gegensatz zu früher also Seinsch kennt man wenigstens die Namen hinter den Investoren. Der Zug Investoren ist schon bei Seinsch abgefahren. Da hat man alle Anteile aus der Hand gegeben. Danach kann man nur noch hoffen, dass die richtigen Leute die in der Hand haben und vor allem sich nicht einmischen. Da sehe ich bei dem Model sogar wesentlich größere Chancen, als jemanden der aus der Region kommt und überall mitreden will.

  • Mitreden per se ist ja nichts schlechtes. Kann man so oder so sehen. Entweder unliebsame Einmischung oder weitere wachsame Augen was gemacht wird.

    Sehe einfach kaum Vorteile, egal wie ich es durchdenke. Der beschworene US Markt ist mir egal, in Asien liegt da deutlich mehr Potential. Und ob ein Geldgeber einen Effekt auf die Bekanntheit hat wage ich zu bezweifeln, eher durch Spieler bekommt man Aufmerksamkeit, wie damals mit unserem koreanischen Trio.

  • Ich glaube auch nicht, dass es groß Vorteile bringt und auf dem US Markt wird sich natürlich niemand für den FCA interessieren. Der neue Besitzer dürfte aber auf dem US Markt recht gute Kontakte haben und vielleicht verläuft sich mal ein Sponsor von dort zum FCA, nicht weil der FCA so toll ist, sondern weil jemand ihm gesagt hat, dass der FCA überhaupt existiert. Ansonsten sehe ich das recht pragmatisch, zwei Leute wollten ihre Anteile zu Geld machen, braucht man vielleicht in dieser Zeit auch und Hofmann kennt halt jemanden, für den die Investition recht billig ist.

  • Also ich bin beruflich viel im Ausland unterwegs (bzw war es 😉 ) und finde es lächerlich irgendein Argument zu irgendwas damit zu untermauern, dort den FCA zu etablieren. Es ist reine Arroganz zu glauben den Menschen, egal in welchem Land, ist langweilig und nur weil ein Bus mit irgendwelchen „Sportstars“ dort vorbeifährt, kaufen die Trikots und sagen das ist dann mein Verein.

    International gesehen interessieren immer nur Top Teams und Top Stars. Das ist doch in Deutschland nicht anders. Hier kann vielleicht der Kenner 2-3 Brasilianische Teams aufzählen, aber wer spielt da grad um den Abstieg und interessiert das wen?

    Der FCA täte gut dran sich als nahbarer Verein der Region den enttäuschten oder gelangweilten FCB oder 1859 Sympathisanten bzw. deren Kids zu widmen. Fürs gleiche Geld gehen da mehr Trikots über den Tisch als jede USA Reise jemals einbringt.

    Sich als US-Investor-Light Verein zu positionieren bringt da natürlich eher nix…

  • Also ich bin beruflich viel im Ausland unterwegs (bzw war es 😉 ) und finde es Hier kann vielleicht der Kenner 2-3 Brasilianische Teams aufzählen, aber wer spielt da grad um den Abstieg und interessiert das wen?


    Ich finde den Fusball in Südamerika, auch in Brasilien, durchaus interessant. Mindestens interessanter und spannender als Bundesliga und CL Wobei in der ersten brasilianischen Liga mittlerweile auch ein Brausevertreter rumgurkt. Ich schweife ab.


    Ich glaube, du vermischst da etwas zuviel das Tagesgeschäft mit dem Wechsel innerhalb der Investorengruppe. Kannst du dich an irgendwas erinnern, was in Sachen regionale Etablierung in den letzen sechs Jahren passiert ist und was man auf die Investorengruppe zurückführen kann?

    Ich jedenfalls nicht. Wenn es hier dann niemanden gibt, der deren Anteile übernehmen möchte, dann ist es legitim, langjährige Geschäftspartner zu fragen, die man vielleicht sogar noch besser kennt als die ausgeschiedenen Personen.


    Vielleicht verschwindet dann endlich die chinesische Werbung im Stadion. ;)


    Grundsätzlich sehe ich den Wechsel neutral bis positiv, auch wenn ich gern noch mehr darüber erfahren möchte.

    Wie man diesen (nicht) mitteilt, erinnert an "das ist Sache der KgaA" auf jeder JHV und auch wäre der (bereits von jemand anderem aufgeführte) Gedanke reizvoll gewesen, dass auch Fans Anteile kaufen können. Auch wenn es nur ein Bruchteil ist, wäre die Verbindung noch höher als es jetzt mit 0,9% der Anteile und 51% der Stimmteile ist. 19,07% hätte man sicher verteilt bekommen.


    Wenn man nicht ein Verein wie jeder andere sein möchte, dann sollte man nicht immer den einfachsten Weg wähle, wozu man in der Vergangenheit in Ansätzen durchaus in der Lage war.

  • Varin

    Ich glaube, Dein Blick endet da ein bisschen am Tellerrand. Ich bin auch viel im Ausland unterwegs und teile zwar Deine Meinung, dass ein Bus mit Bildern von Spielern oder Logos nichts bringen wird, aber als Investorengruppe, die nunmal hinter dem Verein steht und in der ein in den USA nun wirklich "bunter Hund" beteiligt ist, kann man eben genau diese Partnerschaft an gezielten Stellen schon gewinnbringend nutzen. Damit meiner ich erst in zweiter oder dritter Linie Verkäufe von Trikots etc. an Fans (das wird zunächst sicher Beiwerk bleiben), sondern eher den Aufbau von geschäftlichen Verhältnissen mit potentiellen Sponsoren oder strategischen Partnern, die dann wiederum im besten Fall viel Geld in die Kassen spülen können. Alleine die Präsenz eines bekannten und v.a. extrem potenten Investors von dort kann sehr viele Türen öffnen.

  • Wie hier auch schon geschrieben bin ich auch der Meinung dass sich grundlegend erstmal nichts ändert.

    Es geht leider mal wieder um die Kommunikation.
    Profi-Sport ist ein Geschäft. Trotzdem wäre es schön gewesen wenn hier die Kommunikation im Vorfeld statt gefunden hätte.

  • Passt zu einem alten Spruch in den Annalen des FCA: "Man kann nichts positives dazu sagen, aber auch nicht wirklich negatives" 8o Kommunikation wohl nicht wirklich hervorzuheben, aber berührt den FCA ansich wohl kaum, wenn ein Aufsichtsrat/Vorstandsmitglied/etc. geht und dafür ein neuer kommt der, Stand jetzt noch nichtmal einen Sitz im Gremium haben will.

  • Das ganze als banalen Kommunikationsfehler einzustufen, erscheint mir zu kurz gegriffen.

    Entweder wurde die Sache bewusst heimlich durchgeführt, um Unruhe und eventuelle Proteste zu vermeiden oder war einfach der Meinung, dass das Thema Fans und Mitglieder einfach nicht zu interessieren habe - ich weiß nicht welche Variante schlimmer ist.