• Wandelbar

    Auch im dritten Pflichtspiel ungeschlagen, nicht nur der Saisonstart ist mehr als geglückt, sondern die Art und Weise des Auftretens ist zu beachten. Der FCA zeigt auch auf dem Platz bereits einiges was möglich ist und noch werden könnte. Die zwischenzeitliche Blitztabelle darf dabei als zusätzliches Highlight gewertet werden.


    Nach den ersten beiden Spieltagen der Nations Leaque wird auch langsam der Modus erkennbar – bei Dreiergruppen gibt es eben dann noch zusätzliche Spiele um den Termin zu nutzen. Und wenn der gewünschte Gegner keine Zeit hat, findet sich dann eben ein anderes Team.


    Warum aber im Vorfeld einer sportpolitischen Entscheidung der Austragungsort eines Länderspiels gewechselt wird, lässt zumindest Vermutungen hinsichtlich mancher Überlegungen im großen Fußballverband zu.

    Vielleicht ist die Anzahl Fußballinteressierter und sich damit auch weiter befassender standortunabhängig aber gar nicht so gering. Es ist länderspiel- und länderwettbewerbsunabhängig möglich sich für Fußball und die Liga zu interessieren – und bis irgendwann Spiele welches Wettbewerbs auch immer ganz wo anders ausgetragen werden sollten, wird es noch weitere Unterscheidungsmerkmale unter den verschiedenen Gruppen geben.


    Alles eine Frage der Zeit, und des Angebots, bis Spiele in wirtschaftlich interessanten Umfeldern durchgeführt werden. Vielleicht wird es dann hier auch 50 + 1 heißen: 50 Spiele im Land oder Kontinent des Wettbewerbs und das nächste woanders. Und das ganze ohne weitere neue Spieltagtermine?


    Fußball ist nicht nur ein Spiel, und ein Bundesligaspiel kein Event – und ein Zweitligaspiel wird kurzfristig verlegt. Trotz vorgetragener Notwendigkeit lassen sich hier auch unterschiedliche Gedanken verbinden.


    Der Fußball als gesellschaftliches Phänomen – und immer neue Studien zu Beliebtheit oder Unbeliebtheit – welche Schlüsse lassen sich daraus tatsächlich ziehen? Die jüngste sogenannte „Fan-Studie“ ist zumindest schwer mit räumlichen, sportlichen oder einfach erkennbaren Merkmalen zu verstehen. Und auch hier die Frage, wem nutzt dies?


    Das Spiel und die Liga bieten nach wie vor genügend sportliche Attraktion, dazu reicht 50 + 1 - alles andere dagegen scheinen andere Interessen. Aber auch hier waren in letzter Zeit immer wieder neue Meldungen, getrost dem Motto „viele kleine Schritte führen zum Ziel“ zu vernehmen. Das Ganze überwiegend wieder unter dem Deckmantel der Konkurrenzfähigkeit.


    Die Ideen scheinen auch weiterhin nicht auszugehen: Vielleicht nun noch eine Europaliga 3 als Geschenk für die Vertreter kleinerer Verbände – erste Namensvorschläge dazu sind: „Test of the Rest“ oder „3rd League Absurdistan“.

    Europäische Vergleiche sollen irgendwann, wohlmöglich ohne Berücksichtigung nationaler Ligen, auch am Wochenende stattfinden. Vielleicht kommen, vergleichbar zu einer anderen Sportart, dann auch Spieler von Zweitauswahlen der großen Clubs zu Ihren Einsatzzeiten. Nichts scheint undenkbar.


    Ein Hauch von Nostalgie wenn irgendwo in Deutschland jedes Jahr eine zurückliegende Meisterschaft gefeiert wird – dies erinnert an Zeiten in der Liga, als der Meistertitel noch nicht von Anfang an vergeben war. Es gab insgesamt 12 Vereine, die bisher Bundesligameister geworden sind. Vor 20 Jahren, 1998 gewann der 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger die Meisterschaft, vor 30 Jahren Werder Bremen die erste Meisterschaft unter Rehhagel, vor 40 Jahren der 1. FC Köln das Double, und vor 50 Jahren der Club seine letzte Meisterschaft, um dann im nächsten Jahr sportlich abzusteigen. In drei der vier genannten Fälle holte im Nachfolgejahr Bayern München den Titel, im vierten Fall war es der HSV.

    Ohne Berücksichtigung des Rekordmeisters allesamt Vereine, die in der ewigen Tabelle, bezogen auf den Zeitraum seit 2011 hinter dem FCA und dem FSV Mainz 05 liegen.


    Im achten Jahr in Folge spielt nun der FCA gegen Mainz in der ersten Bundesliga – ein Aufeinandertreffen von zwei etablierten Bundesligamannschaften - allein darin die Beschreibung der Veränderungen.


    Mit elf Punkten in sieben Spielen gelang den Mainzern in einer für den Verein durchaus turbulenten Saison der Klassenerhalt. Vom Abstiegsjahr 2007 abgesehen waren es die schwächsten Platzierungen, die die 05er in den letzten beiden Jahren erreichten. Auch entsprechend dem eigenen Leitbild wurden die sportlichen Darbietungen sehr unterschiedlich bewertet.

    Unter anderem die Neuverpflichtungen Malong, Niakhaté und Mateta sollen dazu beitragen, dass diese Saison sportlich etwas ruhiger abläuft, die letztgenannten waren beim gelungenen Saisonstart der Mainzer bereits beide erfolgreich.


    Sollte es dem FCA, dessen Kaderplanung etwas anders aussah, bei den punktgleichen Mainzern gelingen an die Ergebnisse aus dem letzten Jahr anzuknüpfen und am gelungenen Saisonstart weiterzuarbeiten, würde sich dann noch ein anderer Unterschied zeigen. Gutes Spiel!   


    Nur der FCA!

  • Zum Samstag

    Fußballspiele enden in den seltensten Fällen so wie sie beginnen, und was dazwischen passiert lässt viele Möglichkeiten der Interpretation zu; manches sollte sich vielleicht aber doch nicht im Laufe einer Saison ausgleichen. Wie lange auch immer ein Saisonstart dauert, durch die drei Spiele in neun Tagen, mehrere Möglichkeiten auch zu glänzen.


    Los geht es mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen. Seit zehn Monaten, kurz nach dem letzten Heimspiel gegen den FCA, sitzt dort Florian Kohfeldt auf der Bank. Er übernahm Werder auf dem vorletzten Tabellenplatz und erreichte, auch durch die fünftbeste Rückrundenbilanz, mit seinem Team am Ende Rang 11.


    Im zweiten Jahr nun der Versuch mit der Mannschaft noch weiter zu kommen; offiziell wurde ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Mit dazu beitragen soll die starke Offensive mit Davy Klaasen, dem Rekordeinkauf der Bremer aus Everton.

    Wohlmöglich zum letzten Mal ist auch Claudio Pizarro wieder nach Bremen gekommen. In seinen bisher fünf Phasen hat er in 208 Spielen 104 Tore für Werder geschossen.


    In den ersten beiden Auswärtsauftritten im Pokal und in der Liga konnten die Bremer jeweils gewinnen, während beide Heimspiele unentschieden ausgingen. Damit hat Kohfeldt mit 14 ungeschlagenen Heimspielen in der Bundesliga den Vereinsrekord von Otto Rehagel eingestellt.


    Und zum Ende dieser Saison wird Werder Bremen in der Anzahl der absolvierten Bundesligapartien auf Platz 1 aufschließen.


    Diese Woche begann auch wieder die Champions League – und niemand ist mehr gezwungen zuzusehen. Irgendwann wird es überhaupt keine Bilder von Europapokalspielen im frei empfangbaren Fernsehen mehr zu sehen geben. Bereits jetzt dürfen auch gestandene Bundesligaprofis rätseln was man machen muss, um die verschiedenen Wettbewerbe verfolgen zu können.


    Aber stimmt, es muss doch noch viel mehr Möglichkeiten geben mit Fußball Geld zu verdienen. Jahr für Jahr, Spiel für Spiel – die Originalität der Ideen gewinnt wohlmöglich auch noch irgendwann über die Qualität der Spiele, die wiederrum aber im jeweiligen Ausgang offenbleiben werden – zumindest dies sollte erhalten bleiben.


    Genauso auch die Freude am Stadionbesuch. Bereits vor der Jahreshauptversammlung ein klares Statement aus dem Team. Für viele vollkommen klar, ist es schön auch hier die Bestätigung zu erhalten, dass es sich beim FCA um den weltbesten „Ferein“ handelt. Auch wenn die Begründung etwas wackeliger wurde, ein klares Bekenntnis zu Team und Umgebung – und hoffentlich von langanhaltender Dauer.


    1979 fand das erste Länderspiel einer U-21-Nationalmannschaft des DFB statt. Im Team waren u. a. Rudi Völler, Joachim Löw und Pierre Littbarski, der auch Rekordtorschütze der Auswahl ist. In insgesamt 358 offiziellen Länderspielen, davon vier in Augsburg, gegen andere Nationen kamen in etwa 600 Spieler zum Einsatz. Die meisten Einsätze für dieses Team hatten Fabian Ernst, Andreas Beck und Mike Hanke.

    In der Liste der U-21-Nationalspieler auch über 20 Spieler die in unterschiedlichen Zeiten beim FCA gespielt haben, oder spielen, wie beispielsweise Bernd Schuster, Karl-Heinz Riedle, Dieter Eckstein, Dieter Frey, Roland Grahammer, Frank Gerster, Karsten Hutwelker, Shawn Parker, Markus Feulner oder Daniel Baier.


    In ihrer Zeit beim FCA spielten in der Auswahl Darius Kampa, Jens Hegeler, Dominik Kohr, Matthias Ostrzolek, Alexander Rosen, Kevin Schindler und Kevin Vogt. Mit Marco Richter ist nun ein weiterer Spieler hinzugekommen. Auch dies darf als Bestätigung für die Nachwuchsarbeit des Vereins gesehen werden, der 1993 die deutsche A-Junioren-Meisterschaft und jeweils in den zwei Jahren davor und danach den deutschen Junioren-Pokal gewonnen hat.


    Die verschiedenen Meldungen, Berichterstattungen über den Verein und Verantwortliche, sowie die letzte Berufung zeigen wo der FCA steht. Auf diesem Weg alle mitzunehmen und zusammenhalten bleibt immer als Aufgabe bestehen.

    Dazu im kommenden Spiel zeigen, wofür der FCA auch sportlich steht, und gut in die Woche starten. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Zum Ersten


    Fußball ist ein Mannschaftssport und Spiele werden gemeinsam gewonnen und verloren. Ungerecht oder nicht, viel wesentlicher ist der Umgang mit der Situation.

    Eine Pressekonferenz, in der auch der Trainer tief blicken lässt. Am Dienstag schon das nächste Spiel.


    Vielleicht mit München nun der falsche Gegner, oder eben auch nicht. In Ermangelung an einer allgemeinen Erwartung kann der FCA nur überraschen. Und genau genommen besteht darin auch die Chance für die Mannschaft hier auch wieder gut aufzutreten.


    Und doch einfach ein Bundesligaspiel in dem es um drei Punkte geht, und das bei 0 : 0 beginnt. Und die Möglichkeit anders Aufmerksamkeit zu erwecken und während der Oktoberfestzeit wieder eine neue Geschichte zu beginnen - und für einige Spieler die Möglichkeit besonders daran mitzuwirken.


    Oft werden Rivalitäten aus unterschiedlichen Bereichen im Fußball thematisiert. Dazu dann noch die Vergleiche gegen regional oder räumlich näher gelegene Vereine - manche Begriffe werden in diesem Zusammenhang auch vollkommen überstrapaziert.

    Wenn der FCA am Dienstagabend in Fröttmaning antritt ist es das Spiel der zwei sportlich bestplatzierten Vereine in Bayern der letzten Jahre.


    Der FCA hat sich in der ersten Liga etabliert. Vorbei an den früheren deutschen Meistern Fürth und 1860. In den letzten Jahren auch vor dem wiederaufgestiegenen 1. FC Nürnberg. Mit Ingolstadt auch nur ein weiterer bayerischer Verein, der in ersten Bundesliga spielte.

    Der Stand des FCA ist keine Momentaufnahme sondern das Ergebnis eines kontinuierlichen Auftretens auf verschiedenen Ebenen.


    Mit bestehenden Kader und neuen Trainer wird München am Ende der Saison vermutlich wieder den gleichen Platz wie in den Jahren vorher einnehmen. Ob das gut oder schlecht für die Liga ist bleibt eine anders zu beantwortende Frage.

    Der Anspruch des Vereins, möglichst weit in der Champions League zu kommen, ist dort stets der zusätzliche Gradmesser.


    Spiele gegen Bayern München sind mittlerweile für die meisten Vereine Zusatzspiele, in denen Punkte geholt werden, die nicht zwingend erwartet werden müssen, und manchmal auch den Unterschied machen können. Und für den FCA ist es mittlerweile auch ganz normal einmal im Jahr zum räumlich am nächsten gelegene Auswärtsspiel anzutreten.


    Was macht einen Stadionbesuch neben dem sportlichen Wettkampf aus? Die Atmosphäre oder das gemeinsame Mitfiebern mit den eigenen Farben? Vermutlich eine ganze Reihe von Faktoren, die individuell unterschiedlich bewertet werden. Und doch macht es auch einen Unterschied wer der Gegner ist. Vermeintlich überraschende Erfolge, gelungene Spielszenen oder Torerfolge bleiben oft länger in der Erinnerung - Abendspiele mitunter auch.


    Auf jeder Position stark genug für die Liga besetzt sind die Ansprüche der Münchener andere - vielleicht liegt genau darin aber auch die Chance die letzten Gesamteindrücke auszugleichen und zu zeigen wo der FCA tatsächlich steht.


    Diese Woche nun auch die Entscheidung über die Vergabe der EM 2024. Zwei Länder in der Auswahl, vereinfachte Abstimmung und der Evaluationsbericht der UEFA. Und doch wird danach auch weiterhin und überall Fußball gespielt werden. Was wäre wohl die durchschnittliche Antwort einer Blitzumfrage nach der Anzahl der am Turnier teilnehmenden Ländern? Allein die einhergehende Unsicherheit bei dieser Frage lässt erahnen wohin sich manche Themen verlagert haben. Im Mittelpunkt sollte doch eigentlich immer der Sport stehen.


    Aber nun erst der Auftritt im Münchener Norden, und die Hoffnung auf einen Abend, an dem Augsburg wieder zusammenhält - auf und um den Platz. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Punkte

    Auch ein Unentschieden ist manchmal mehr als ein Punkt, der den Ausschlag geben kann. Insbesondere der Auftritt der Mannschaft, die sich durch nichts hat ablenken lassen, und an sich geglaubt hat.

    Dazu das erste Tor von Felix Götze für den FCA. Auch hier keine Frage nach dem Wie, das 14. Tor im 14. Auftritt im Stadion im Münchener Norden, und ein Punkt für Augsburg.


    Am Sonntag, zur späteren Zeit, gegen Freiburg. Im achten Jahr ist dort der aktuell am längsten amtierende Bundesligatrainer im Amt. Und seit Christian Streich wieder auf der Bank sitzt geht es mit den Breisgauern wieder aufwärts. Resultat: 7 Punkte aus drei Spielen.


    Ein 3 : 3 im letzten Heimspiel gegen den Sportclub. Dreifacher Torschütze war dabei Alfreð Finnbogason; zunächst der frühe Führungstreffer, und dann die zwei Tore am Schluss - wie wäre es wohl weitergegangen, wenn noch etwas Spielzeit gewesen wäre?

    Auch da zeigte die Mannschaft die entsprechende Einstellung in den entscheidenden Momenten. Eine Form Spielverlauf, der in der Erinnerung bleibt und zeigt was das Spiel alles auch ausmacht.


    Vermutlich wurden vorher keine Kuckucksuhren verteilt. Die EM 2024 findet wieder in Deutschland statt. Zumindest diese Entscheidung ist nun gefallen. Was wurde nicht alles mit dieser Abstimmung im Vorfeld verbunden. Fast hatte es den Eindruck, dass es hier um internationale Politik ginge und es keine anderen Themen in den beteiligten Ländern und in den verbundenen Beziehungen geben würde.

    "United By Football" - zu hoffen das Fußball für alle erlebbar bleibt - und der Sport als solcher nicht noch mehr verändert wird.


    Vieles dass mit der Zeit eingeführt wurde und dass nicht miteinander vergleichbar ist, verschiedene Veränderungen im Regelwerk wie auch Neueinführungen. Je nach gewähltem Zeitraum der Betrachtung, war und ist heute auch nicht alles als dem Spiel und dem Ablauf abträglich zu betrachten - wer käme heute noch auf die Idee den Spielausgang per Münzwurf entscheiden zu wollen, oder in Ermangelung von Auswechselmöglichkeiten zu neunt beenden zu lassen?


    Die Einführung der Rückpassregel oder die Entwicklung des Verständnisses von Abseits können vielleicht verschieden gesehen werden, und haben doch wie einige anderen Regelveränderungen auch gemeinsam, dass sie zwar das Spiel als solches beeinflusst haben, aber eben auf dem Platz, und ohne zusätzliche Hilfsmittel umgesetzt werden können.

    Malende Referees und Videoschiedsrichter in elektronisch überwachten Spielfeldern unterscheiden sich davon deutlich - wie es auch immer noch weitergehen wird.


    Wann darf man sich eigentlich darüber freuen? Tor sollte sein wenn der Ball regelkonform über der Linie ist - Diskussionen auf dem Platz und im Stadion werden immer bleiben - hoffentlich aber keine zeitversetzten Videoentscheidungen.

    Fußball wird im Freien gespielt, ein Spiel hat eine Halbzeitpause und dauert 90 Minuten + x - wobei die Dauer von x auf dem Platz entschieden wird. Die Anzahl der Spieltage und -termine darf nicht weiter zunehmen - vielleicht denkt irgendwann jemand mal daran das weniger auch viel mehr sein kann.


    Auch im Umfeld schleichende Veränderungen, die längst vollzogen - teilweise eine gewachsene Entmündigung der Stadionbesucher. Und was wird noch alles kommen bis die Europameisterschaften wieder in Deutschland stattfinden?


    Was bleibt ist die Freude am Spiel. Wie wäre ein Nostalgiespiel - in Form und Umgebung von vor 30 Jahren oder länger her? Alles würde genauso funktionieren. Doch auch hier, wer hat welches Interesse, und wer profitiert davon?

    Der Stadionbesuch muss für alle gleich und möglich bleiben, und der Fußball wird nie ein Produkt sein.


    Am Sonntag das Spiel, und für den FCA die nächste Möglichkeit wieder zu zeigen, worum es tatsächlich geht. Engagiert und als ein Team auftretend, und dem steten Glauben an gemeinsamen Erfolg. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Gemeinsam


    Es gibt wichtigere Momente: Großer Respekt vor dem Freiburger Fanblock, der, wie auch der Augsburger den Support einstellte. Und der organisierte Teil der Ulrich-Biesinger-Tribüne zeigt wieder einmal was Zusammenhalten als Wert bedeutet.


    Es gibt Tage an denen Fußball nicht alles ist.


    Das Spiel, dass trotz später Anstoßzeit fast nichts aus Augsburger Sicht vermissen ließ.

    Dazu wieder drei Tore, kunstvoll und sicher, durch Alfred Finnbogason, der sich dadurch vermutlich auch eine Start-Stammplatz-Garantie für alle jemals stattfindenden Spiele gegen Freiburg gesichert hat.

    Neben dem ersten Tor durch Caiuby noch weitere Chancen im Spiel FCA gegen Alexander Schwolow - sportlich ein gelungener Abend.


    Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer schafft es dennoch nicht zum kuriosesten Tor des Spieltags. Einwürfe aufs eigene Tor entwickeln manchmal noch eine zusätzliche Dynamik - und dazu braucht es eben auch noch zwei dazu.


    Ist der BVB 2018/ 19 ein Konkurrent auf Augenhöhe im Duell um Platz 1? 7 Punkte und 12: 3 Tore in der englischen Woche haben das bisher ungeschlagene Team von Lucien Favre erst einmal an die Spitze gebracht - hinzu kommt ein erfolgreicher Start in die Champions League.


    Mit dem neuen Trainer soll neben der Steigerung der sportlichen Konstanz auch das gesamte Gefüge im Team stabilisiert werden. Auch wurde mit Sebastian Kehl und Matthias Sammer als externer Berater das Kompetenzteam im Umfeld erweitert - jede Saison die sichere Qualifikation für die Champions League zu erreichen ist ein Ziel des BVB.


    Im bisherigen Saisonverlauf spielte die junge Dortmunder Mannschaft zumeist in der zweiten Hälfte erfolgreicher. Dazu noch die Joker-Tore - Favres Start beim BVB wird bereits mit einer anderen Phase des Vereins unter Jürgen Klopp verglichen.


    Nach 16 Jahren und 362 Einsätzen für die Dortmunder steht Roman Weidenfeller nicht mehr im Kader - 70.000 Zuschauer waren vor Wochen bei seinem Abschiedsspiel.

    Neu im Kader: Marvin Hitz, 1 Tor und 141 Bundesligaspiele für den FCA - darunter einige, die noch deutlich länger in Erinnerung bleiben werden.


    Jacken, Pullover, Hemden und Krawatten - alle möglichen Glücksbringer, die den Ausschlag an der Linie geben sollen. Nach dem Mantel in München, Trainer Baum mit Sakko gegen Freiburg - worüber sich alles Gedanken machen lässt ...


    Ob es damit zusammenhängt das weniger Personen die Auftritte der deutschen Champions-League-Teilnehmer verfolgen konnten - gemach - diese Woche lief es ganz gut.

    Wenn nun nach dem Wochenende die Liga wieder pausiert, ist wieder zu sehen, ob dies auch für die Nationalmannschaft, in der Nations League, in den anstehenden zwei Auswärtsspielen so sein wird.


    Immer neue Ideen, nun auch aus Vereinssicht, zur Attraktionssteigerung der Liga. Der Berliner Zweitligist schlägt 20 Teams für die erste und zweite Liga, und Play-Offs vor. Es bedarf keiner 50+1 weiterer Gedanken um zu erkennen wohin dies auch führen könnte - noch mehr Fußball around the clock.

    Vielleicht werden demnächst auch Wetten angeboten, wie viele mehr oder minder neue Vorschläge pro Zeiteinheit zu Veränderungen in den Ligen genannten werden - #Strategie #Entwürfe #durcheinander ...


    Einfacher die Ausgangssituation am kommenden Samstag: Der FCA tritt als Tabellenachter beim Führenden an.

    Die Mannschaft hat hier auch die Möglichkeit ihren aktuellen Entwicklungsstand zu zeigen, und bei einem Tabellenersten wieder erfolgreich aufzutreten. Die letzten zwei Auftritte können dabei durchaus als Mutmacher gesehen werden. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Tradition zeigen

    Spiele werden gemeinsam gewonnen, gemeinsam verloren, aber immer gemeinsam erlebt. Manche Partien bleiben alleine dadurch in Erinnerung. Dies trifft umso mehr auf den letzten Auswärtsauftritt des FCA in Dortmund zu.


    Unabhängig vom Spielausgang war vieles dabei was Fußball ausmachen kann. Und der FCA zeigt was in dieser Saison bereits alles möglich ist. Auch mit dem unglücklichen Ausgang darf dieses Spiel als weiterer Entwicklungsschritt des gesamten Teams gesehen werden.


    Auch die allgemeine Wahrnehmung und verbundene Aussagen, dass ein Spieler auf Nationalmannschaftsniveau spielt, und dadurch seine Berufung längst überfällig wäre, begleitet diese Überlegung.


    Neben dem bratwurstessenden Bierjonglierer in Düsseldorf weitere Wiederholungen aus der Liga: Der VfB hat wieder einmal den Trainer gewechselt. Neben Erfolg in 32 Saisonspielen pro Jahr lässt sich Markus Weinzierl wünschen, dass das Engagement dort von längerer Dauer sein wird.


    Fragen zu und zum Trainer an weiteren Standorten - fast erschreckend die Ruhe beim Serienmeister in der letzten Woche. Die Tagesordnung wurde während dessen bestimmt durch die Auftritte der Nationalmannschaft.


    Nach der Weltmeisterschaft, und anstelle von Freundschaftsspielen, ein neuer Wettbewerb, mit komplexen Aufbau, aber eben auch der Möglichkeit abzusteigen. Tatsächlich aber hatten dies auch nach der Gruppenbesetzung nur wenige in der Planung - und verschiedene Erwartungshaltung scheinen sich noch immer nicht an die aktuellen Gegebenheiten angepasst zu haben.

    Trotz verändertem Auftritt im Spiel gegen den amtierenden Weltmeister könnte der Weg in einer Form der Zweitklassigkeit enden.


    Tradition - ein Begriff der mit Bewährtem, Vertrautem und hoher Emotionalität verbunden wird.

    Im Fußball wird diese von verschiedenen Vereinen immer wieder hervorgebracht um sich von anderen zu unterscheiden oder die eigene Tradition anhand von Jahreszahlen als die vermeintlich größere darzustellen.


    Dabei ist der Traditionsbegriff gar nicht so einfach zu klären. Ausgehend von einer über die Zeit gewachsenen Struktur innerhalb eines Vereins, mit verbundenen Gremien, Gruppen oder anderen Formen der Teilnahme für alle Mitglieder, besteht ein Prozess, der diese, unabhängig von sportlichen Erfolgen, über die Zeit entstehen lässt, und vielfältig begleitet wird.


    Nach welchem Abstand dies dann als Tradition bezeichnet wird, hängt von sehr unterschiedlichen, subjektiven und allgemeinen Einschätzungen ab.

    Diese Überlegung trifft auch auf Vereine zu, die, etwa als Zusammenschluss von zwei oder mehreren Vorgängervereinen entstanden sind, und sich auf die Geschichte eines der beteiligten beziehen.


    Spannender aber der Gedanke an die Weitergabe von, und das Leben mit bestimmten Formen von Traditionen innerhalb von Gruppen, aus denen, auch durch hinzukommende Einflüsse, eine eigene Kultur entsteht.

    Auch wenn diese sich erst über Zeiträume entwickeln kann, ist sie nicht an einen konkreten Abstand gebunden - wächst aber über die Zeiten.


    Gemeinsame Erinnerungen an weiter zurückliegende sportliche Ereignisse, auch über Generationen vermittelte Geschichten und unterschiedliche Aspekte der Identifikation in ganz verschiedenen Phasen, lassen diese weiterwachsen, und Traditionen entstehen.


    Diese zu leben, und mit einem für die Entstehung eines Mythos wesentlichen Datum zu verbinden, ist nicht nur eine besondere Form der Betonung, sondern auch die Bestimmung darauf sowie der Hinweis auf gemeinsame, verbundene Werte.


    Ereignisse aus der Historie, Spielstätten und Erinnerungen in Schwarz-weiß, große Spiele und Namen, alltägliches und Besonderheiten - die Beschreibung von Tradition hat noch viele Facetten - und trägt am Samstag rot-grün-weiß.


    Und auch ohne Bemühung der bisherigen Heimbilanz gegen Leipzig hat der FCA gezeigt, dass in dieser Saison alles möglich ist. Und genau dort einsetzend, mit der Einstellung und Motivation von vor der Länderspielpause, ist es genau dies auch am kommenden Samstag - am Retrospieltag. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Eindrücke

    Ob es nun genau 4:31 Minuten waren ist eigentlich egal, viel interessanter der Ablauf: Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffel - ein gefühltes ewiges hin und her.

    Gründlichkeit vor Schnelligkeit - klingt erstmal gut - tatsächlich gibt es eine Grenze der Zumutbarkeit für alle Beteiligten, die deutlich überschritten wurde.

    Wie sich dieses Instrument, und seine Anwendung noch weiterentwickeln werden?

    Und wird damit jemals ein Zustand der Gewöhnung mit einhergehen?

    Noch dazu, nach dem alles vorbei war, und nach der Einblendung auf der Anzeigetafel, die im Nachhinein erweiterte Diskussion wann der Videoschiedsrichter grundsätzlich eingreifen soll.

    Sollte man sich vielleicht doch den ohne Hilfsmittel irrenden Schiedsrichter zurückwünschen? Es reicht wohl immer noch nicht.


    Und doch war es ein Feiertag - 111 Jahre, Aktionen, Retro und Choreo - mit vielen Facetten und verschiedener verbundener Präsenz. Der FCA ist nicht nur in der achten Saison in Folge Bundesligist, sondern auch ein Teil deutscher Fußballgeschichte.

    Und unabhängig des dargestellten sind es zusätzlich noch die vielen kleinen Momente, weniger in Erinnerung gebliebene Namen, und viele Spiele, die auch zum aktuellen Status beigetragen haben und beitragen.


    Nach dem achten Bundesligaspieltag der BVB an der Spitze, gefolgt von Mönchengladbach und Bremen. Bayern München machte zwischenzeitlich anders auf sich aufmerksam: Eine Medienschelte, verbunden mit Drohungen, und dies unter Berufung auf das Grundgesetz, eröffnete nicht nur ein Nebenspiel der besonderen Art - Theater und Fußball verbindet doch von der Inszenierung beginnend noch einiges mehr.


    Fair-Play, im und um das Stadion, würde ganz anders aussehen - und hätte deutlich mehr tatsächlichen Bezug zum Sport.


    Über den Umgang mit Trainern war in letzter Zeit auch einiges zu vernehmen. Auch hier, je nach aktueller Situation unterschiedliche Wahrnehmungen. Zu unterscheiden sind die Beweggründe die zu plötzlichen Trennungen führen.

    Zum einen sportliche Misserfolge, die sich in einer Abwärtsentwicklung in der Tabelle zeigen, und zum anderen allgemeine Vorstellungen vom Auftreten einer Mannschaft.

    Dies verweist aber immer auch auf die im Verein vorherrschende Erwartungshaltung, für die es immer mehrere Verantwortliche, in den seltensten Fällen den Trainer alleine, gibt.

    Die Vereine sind auch in der sportlichen Planung breiter aufgestellt. Erfolg, Misserfolg und Wandel hat auch in den Strukturen eines Bundesligavereins verschiedene Gründe und Beteiligte.


    Mit fast jedem Vereinen sind verschiedene Bilder verbunden - und zumeist ein erstes aktuelles. Bei Hannover ist dies seit längerem mit Martin Kind verknüpft. So vieles andere, das mit dem Verein in Zusammenhang gebracht werden kann, rückt dadurch in den Hintergrund.


    Hannover 96, Deutscher Meister 1938 und 1954, als Zweitligist DFB-Pokalsieger 1992, 15. der ewigen Bundesligatabelle und zwischendurch auch wechselvollere Jahre in der Vereinsgeschichte.

    Viele Momente, Spiele und bekannte Namen, die mit der Geschichte des Klubs verbunden werden. Und doch in den letzten Jahren eine ganz andere Außenwahrnehmung. Und egal wie dieses Stück weitergehen könnte, und wie oft es noch immer wiederholt werden wird, der Sport steht dabei nicht mehr im Mittelpunkt.


    Wo nun steht der FCA ohne Berücksichtigung der einzelnen Ergebnisse nach dem 8. Spieltag in dieser Saison?

    Die Mannschaft hat nicht nur mitgehalten, sondern sich weiterentwickelt, und in jedem Spiel einen Entwurf gezeigt bzw. Lösungen gefunden. Nach knapp der Hälfte der Hinrunde, die Partien gegen die fünf aktuell vorne liegenden Teams sind bereits gespielt, erscheint dies wesentlich.


    Zum Beginn der englischen Woche steht nun das Spiel gegen Hannover bevor, wo der FCA in den letzten beiden Jahren erfolgreich war.

    Und auch hier besteht wieder die Chance diese Entwicklung fortzusetzen, als Mannschaft auftretend und aufbauend auf den Eindrücken der letzten Begegnungen. Spielweise, Einstellung und Motivation - einiges dabei das für den FCA den Ausschlag geben könnte. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!


  • Nächste Runde

    Wieder ein Dreier: Der dritte Auswärtssieg in Folge in Hannover sorgt dafür, dass die Auswärtsbilanz aktuell besser ist als die zuhause. Aber das kann sich nächsten Samstag ja auch wieder ändern.

    Nein, der FCA hat sich in Hannover keine wo anders vergessenen Punkte zurück geholt - es sollte und wollte dieses Spiel gewonnen werden. Erfolg hat manchmal verschiedene Gesichter - und ist wieder rot-grün-weiß.

    Hervorzuheben aus der Mannschaftsleistung die Nummer 1, die wieder bestens reagierte als es darauf ankam.


    Wann Elfmeter zu pfeifen ist sollte eigentlich der Schiedsrichter wissen - manche Videobeweise sind eigentlich nicht erforderlich - diese jedoch wo auch immer einzufordern dient auch nicht der Vereinfachung des Themas.


    Nun aber erst Pokal. Auch trotz ungewohnter Anstoßzeit DFB-Pokal. Noch vier oder fünfmal gewinnen in diesem Wettbewerb, und es könnte wieder ein anderer Pokal unter der Woche sein - verbunden auch mit Hin- und Rückspielen.


    Der Pokal hat seine eigenen Geschichten, die des FCA hier auch. Der größte Erfolg bisher das Erreichen des Halbfinales 2010. Seitdem 19 Spiele und dreimal in der dritten Runde angekommen. Dies wäre mit einem Sieg am Dienstag auch möglich.

    Schon einmal ging es in diesem Wettbewerb gegen Mainz: Im Oktober 1980 gewann der FCA in der Rosenau durch Tore von Katsaros und Trieb mit 2:0.


    Auch wenn der FCA sich mittlerweile in der ersten Liga etabliert hat, sind einige Erlebnisse mit Pokalspielen in Erinnerung geblieben. Neben denen der Saison 2009/ 10, gegen Bayern 1983, dem HSV 1986 oder Leverkusen 1993 aber auch die auf zwei Perioden verteilte langjährige Abstinenz in diesem Wettbewerb, mit vielen Abstechern in der Qualifikation auch in die schwäbische Provinz, und aus heutiger Sicht überraschenden Resultaten.


    Die Sehnsucht, Ende der 80er- oder in den 90er-Jahren, als Bayern- oder Regionalligist wieder einmal am Pokal teilnehmen zu können - oder damals noch möglich, in der ersten Runde auch auswärts bei einem Bundesligisten antreten zu können, um auch mal wieder woanders hinzukommen.

    Seit dem Zweitligaaufstieg nun wieder regelmäßig dabei, am Dienstag zu ungewohnter Zeit die Chance zum insgesamt fünften Mal seitdem in die dritte Runde einzuziehen.


    Die Wahrnehmung des Pokals hat sich auch immer wieder gewandelt - und doch hat ein System mit Ausscheidungsspielen grundsätzlich seinen eigenen Charakter. In manchen Ländern gibt es noch weitere Bewerbe mit höherem Aufmerksamkeitswert, während sich in Deutschland vergleichbar keiner dauerhaft etablieren konnte.


    Auch wenn der DFB-Pokalsieger sich für den Eurocup qualifiziert ist es nicht mehr die gleiche Situation wie früher. Bis 1999 wurde der Europapokal der Pokalsieger ausgespielt, an dem aus jedem Land ein Vertreter mitspielte, und zwar, wie im Landesmeister- und UEFA-Cup auch im Pokalmodus, mit Hin- und Rückspiel.

    Vielleicht scheint dieses Format längst aus der Zeit gefallen, und hätte doch noch, oder wieder, einen eigenen Reiz, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch einmal auf ein unbekannteres Team aus einem kleineren Verband zu treffen.


    Der erste Sieger 1961 war der AC Florenz, der letzte 1999 Lazio Rom. Die Gewinner der Finales waren in der Zeit bekannte Teams, auch da im Teilnehmerfeld eben auch unbekanntere Namen oder Überraschungspokalsieger antraten.

    Mit Dortmund, Bayern, Magdeburg, Hamburg und Bremen gewannen fünf deutsche Teams diesen Wettbewerb, im Finale standen noch dazu 1860, Düsseldorf, Jena, Lok Leipzig und der VfB.

    Die meisten Titel holte der FC Barcelona vor Anderlecht und Milan, daneben standen dreimal im Finale: Athlético Madrid, Arsenal und Glasgow Rangers.


    Nun aber auf nationaler Ebene zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Mainz. Ein Spiel bei dem es einen Gewinner geben wird - eine Frage der Zeit. Und ein Spiel bei dem der FCA eine weitere Option aufrechterhalten kann - ein Endspiel zu erreichen. Dazu eine Leistung wie in den letzten Wochen, und auf geht es in die nächste Runde. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Gesetzmäßigkeiten


    Das besondere am Pokal ist, dass das Resultat entscheidend ist - und dieses auch in einer sehenswerten Verlängerung erreicht werden kann. Am Sonntag dann die Auslosung des Achtelfinales - und hoffentlich kein Aufeinandertreffen mit den häufigsten Pokalgegner der letzten Jahre.


    Die Position haben sich im bayerischen Fußball verschoben. Als der FCA 2006 in die zweite Liga aufstieg, war der Club Erstligist und 1860 das dritte Jahr in der zweiten Liga. Daneben spielten noch Unterhaching, Burghausen und Fürth in der 2. Liga. Die sportliche und wirtschaftliche Rangfolge war eine andere als etwas mehr als eine Dekade später.


    Bis 1969 immer erstklassig, und bis 1986 noch Rekordmeister, eine Wechselhaftigkeit der Clubgeschichte - mit, seit 1969 22 Jahren Zweit- und einem Jahr Drittklassigkeit.Nach vier Jahren in der 2. Bundesliga, und Relegation gegen Frankfurt 2016, ist der FCN wieder erstklassig.


    Vor Beginn der insgesamt 34. Bundesligasaison der Vereinsgeschichte gab Trainer Köllner nicht das Ziel Klassenerhalt aus, sondern betonte dass sich der Verein über den Tabellenplatz definieren wolle. Durch die höheren Niederlagen gegen Dortmund und Leipzig eine schlechtere Tordifferenz, steht der Club mit 9 Punkten nach 9 Spielen auf Platz 14, und doch in allem vor dem Mitaufsteiger und dem VfB.


    Im Pokal ging es für Nürnberg bis in Elfmeterschießen in Rostock. Und die großen Überraschungen blieben in der Runde auch aus. Von den 16 noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen stammen 12 aus der ersten, und vier aus der zweiten Liga - fast also ein Ligacup.


    Die neuere Bilanz gegen den Club aus Augsburger Sicht alles andere als eine Erfolgsstory - auch schon über 40 Jahre her, dass der FCA mehr als ein Tor gegen die Nürnberger in einem Pflichtspiel erzielt hat.Vom Regionalligaaufenthalt, dem einen Zweitligajahr und der Relegation abgesehen, gab es bis 2011 über lange Jahre keine Pflichtspiele zwischen den beiden Vereinen.Zu unterschiedlich auch die jeweiligen Wahrnehmungen.


    Mittlerweile haben sich aber auch hier die Rollen etwas verschoben: Der FCN kommt als Aufsteiger nach Augsburg. Der FCA ist gut in die achte Saison als Erstligist gestartet, und vor einigen Jahren so noch nicht denkbar, dem Club auch strukturell in einigem voraus.


    Ohnehin eine immer wieder gestellte Frage, warum es manchen Vereinen gelingt sich zu etablieren, und andere, mit größerem Umfeld oder Tradition oft daran scheitern.

    Eine Fülle von Aspekten, von Missmanagement zu falsch angesetzten oder terminierten Stadionprojekten, von sportlichen falschen Wegstellungen bis zur Kaderplanung, die dann genannt werden, und dabei noch auf einen weiteren Punkt hinweisen - die Verschiebung bzw. Entwicklung der Einnahmemöglichkeiten, und deren Einsatz.


    Ob dies nun auf ewige Zeit so weiter gehen wird ist eine ganz andere Frage. Dennoch muss es verschiedene Gründe geben, warum es, neben Hoffenheim und Leipzig, dem FCA, als einzigem erstmals in die erste Liga aufgestiegenem Verein der letzten zehn Jahre, gelungen ist sich zu etablieren.


    Und doch geht es am Samstag um Sport, und die Möglichkeit für den FCA auch auf dem Platz zu zeigen, wie sich der Fußball in Augsburg seit den letzten Aufeinandertreffen weiterentwickelt hat, und dadurch auch die Reihenfolge zu bestätigen.


    Sieben Spiele hat der FCA bisher an einem 4. November absolviert, und nie dabei verloren: 2000 in der Bayernliga gegen Ansbach, 2007 gegen Lautern in der 2. Liga und 2017 gegen Leverkusen gab es jeweils Unentschieden. Gegen Fürstenfeldbruck, 1972, und Starnberg 1989, jeweils in der Bayernliga, konnte genauso gewonnen werden wie 1978 gegen Bayreuth in der 2. Liga. Der schönste und mit höchste Sieg war aber 2015, als der FCA sein erstes Europapokalheimspiel gewinnen konnte.

    Auch aus der Historie eine andere Form der Gesetzmäßigkeit, die es zu bewahren gilt. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Gedanken

    Auch wenn es am Samstag nicht ganz gereicht hat zeigte der FCA über weite Strecken einiges dass immer wieder den Unterschied ausmacht. Der Abstand zu Nürnberg wurde gewahrt, und die Woche kann sportlich als erfolgreich betrachtet werden.


    Ein anderes Ereignis aber letzte Woche: Der Tod von Peter Birks.

    Es sind einige Phasen der Vereinsgeschichte, die mit seinem Namen verbunden sind und bleiben werden.


    Der FCA hat sich mittlerweile in der Erstklassigkeit etabliert. Für neu Hinzugekommene oder externe Betrachter ist dies nichts Außergewöhnliches mehr.

    Als Peter Birks zum FCA kam spielte der FCA in der drittklassigen Bayernliga. Die jährliche Hoffnung auf den Wiederaufstieg, die jedes Jahr zu Beginn der Saison vorhanden war, und mit unterschiedlichem Personal erreicht werden sollte, ließ langsam nach.


    Zusammen mit Fritz Bäuml und Armin Veh als Trainer gelang es ihm eine Mannschaft aufzubauen die 1994 Bayernligameister wurde, und in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga spielte.

    In der Zeit nach dem Lizenzentzug, und der erstmaligen Viertklassigkeit begann mit dem Einstieg von Walther Seinsch eine neue Zeit für den FCA mit den Aufstiegen 2002, 2006 und 2011. Dazu noch die Europapokalsaison - nur um die wesentlichen Momente der Zeit von Peter Birks beim FCA zu benennen.


    Daneben viele Eindrücke, Erlebnisse und Geschichten, die in fast 30 Jahren Engagement für den FCA in Verbindung mit ihm im Gedächtnis bleiben werden. Auch dafür vielen Dank!



    Der Pokal hat seine eigenen Gesetzte: Dies bedeutet nach der Auslosung des Achtelfinales, dass die Anfahrt unter der Woche etwas länger wird.

    Noch dazu weder München, Dortmund oder Leipzig - und mit Holstein Kiel ein Gegner, gegen den der FCA noch nie ein Pflichtspiel bestritt.


    Am nächsten Samstag aber nun nach Sinsheim. Zum Ende der Saison wird Julian Nagelsmann, der den Verein 2016 auf einem Abstiegsplatz übernahm, und in den darauffolgenden Jahren zunächst in die Qualifikation zur, und dann in die Champions League führte, verlassen.

    Nach der Herbstmeisterschaft im ersten Bundesligaigajahr sind die größten Erfolge Hoffenheims mit ihm verbunden - es wird keine leichte Aufgabe für den dann zehnten Trainer der TSG in der Bundesliga werden.

    Doppelbeanspruchung und unterschiedliche Ergebnisse, dabei zwei Niederlagen gegen Leipzig - zuletzt im Pokal - die Hoffenheimer stehen aktuell, 3 Punkte vor dem FCA auf Platz 7.


    Wie steht es aktuell um die Liga, in der dem Rekordmeister nach 10 Spieltagen, mit 4 Punkten Rückstand auf Platz 3 liegend, fast eine Krise zugeschrieben wird?

    Bremen, Frankfurt und Mönchengladbach sind gut gestartet, Schalke und Leverkusen weniger - und Stuttgart.

    Sieben Punkte zwischen den Plätzen 5 und 15, teilweise schöner Fußball und wechselnde sportliche Konstellationen - die Liga läuft.


    Ob es jemals eine Super League geben wird? Nicht auszuschließen, ob nun als Drohkulisse aufgebaut oder tatsächlicher Plan, dass dies irgendwann Realität wird. Brauchen die nationalen Ligen die großen Vereine, oder eher umgekehrt?

    In anderen medienträchtigen Sportarten gibt es längst konkurrierende Kontinentalwettbewerbe und nationale Profiligen ohne Auf- und Abstieg - die amerikanischen Profiligen zeigen wie Sport auf höchstem Niveau als Entertainment bestverkauft wird.


    Warum also nicht? Ein Teil des Fußballs hat sich jetzt bereits verkauft - und doch, die kleine Hoffnung bleibt bestehen, dass kein Bedarf unendlich ausweitbar ist, irgendwann sich alles wieder nivelliert, und der Sport im Mittelpunkt steht. Immer samstags um 15:30 Uhr.


    Nach der vergangenen Woche, nun auch im Kraichgau ein erfolgreicher Auftritt: Zuletzt zwei Unentschieden - der FCA hat in den Bundesligen noch nie in Hoffenheim gewonnen. Wieder mit einem engagierten Auftritt, und etwas mehr Abschlussglück, sollte doch fast alles möglich sein - Zeit wird's. Gutes Spiel.


    Nur der FCA!

  • Herausforderungen

    Auch wenn ein Fußballspiel 90 Minuten dauert macht es in vielerlei Hinsicht Spaß die Auftritte und die Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison zu verfolgen. Kein wirklicher Gedanke an das was wäre, sondern nach der Ligapause der Blick nach vorne, mit der Hoffnung auf Fortführung in den nächsten Spielen.


    Nach der deutlichen Supercup-Niederlage und dem Aus im DFB-Pokal schien sich spätestens nach dem 5. Spieltag zu bestätigen, dass die Eintracht vor einer schweren Saison stehen wird.

    Einige Wochen und sechs Spiele später überzeugt die SGE durch die vorzeitige Qualifikation für die Zwischenrunde in der Euro League, und steht in der Tabelle auf Platz 4, mit der bessern Tordifferenz ausgestattet, vor dem FC Bayern.


    Teilweise begeisternder Fußball unter dem neuen Trainer, Adi Hütter, wiederlegen die Einschätzung und bestätigen die Vorgehensweise: Die Mannschaft scheint in allen Bereichen zu harmonieren

    Die drittwenigsten Gegentore und dazu so viele Tore für die Eintracht, wie vergleichbar schon seit über 20 Jahren nicht mehr. Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastian Haller Sebastian zeichnen sich für 21 der 26 Tore in der Liga aus.

    Im Moment scheint einfach fast alles bei den Frankfurtern zu klappen.


    Es war nicht das Jahr von La Mannschaft: Keine Chance den Weltmeistertitel von 2014 zu verteidigen, und nun auch noch der Abstieg in die zweite Reihe der Nationalmannschaften in Europa. Vielleicht dann in einem der nächsten beiden bereits gesicherten Auflagen dieses Wahnsinnswettbewerb die Chance einen Titel zu gewinnen, um wieder dort zu landen, wo sich der Verband immer noch sieht.


    Was sicher scheint, ist dass die EM 2020 stattfindet. Und zum Jubiläum nicht nur eine, sondern wohlmöglich zwei Auslosungen. Das bei gleichzeitiger Einführung von Kontinentalmeisterschaft und Nationenliga es zu Problemen kommen kann, sollte längst bekannt gewesen sein. Das aber das Marketing des Verbands die Zwischenzeit nicht zu einer sinnvoll und verständlich kommunizierbaren Vermittlung nutzen konnte, lässt darauf schließen dass es diese gar nicht gibt.


    Das IFAB hat wieder projektiert: Es gibt wieder neue Vorschläge zum Regelwerk des Fußballs.

    Dabei einige Ideen die sich eher hybrid als klassisch in ihrer Ausrichtung betrachten lassen: Beim Elfmeter soll es keinen Nachschuss mehr geben und Spieler, der den Freistoß ausführenden Mannschaft sollen sich nicht mehr in der Mauer tummeln dürfen.

    Beim Elfer soll nach dem A-B-B-A-System verfahren werden, um die statistische Chancengleichheit zu erhöhen.


    Auswechselspieler sollen das Spielfeld überall verlassen können - ob sie dies auch immer wollen?

    Und in der Nachspielzeit soll nicht mehr ausgewechselt werden - wird die Dauer der Nachspielzeit dann auch beschränkt, oder gibt es ein generelles Verletzungsverbot für die Schlussminuten?


    Protestierende Klubverantwortliche könnten dann verwarnt werden, und werden im Wiederholungsfall gesperrt - dadurch entstehen dann wieder ganz neue Ideen für sinnentleerte Statistiken.


    Mit der Hand erzielte Tore sollen überhaupt nicht mehr zählen - doch wie lässt sich dies feststellen? Oder die Hand hat nichts mehr über der Schulter zu suchen - außer beim richtigen Einwurf.

    Bedeutet dies dann schlussfolgernd auch das endgültige Ende der klassischen Grätsche ohne angelegte Arme?


    Bei Rückpass Elfmeter statt Freistoß, genauso, wenn der Torwart den Ball verbotenerweise in die Hand nimmt; beim Abstoß, der im 16er angenommen wird, soll es einfach weitergehen.

    Diskussionsthemen, sinnvoll oder nicht - alles entwickelt sich, muss aber nicht zwangsweise entwickelt werden.


    Zusätzliche, agile Vorschläge wären übrigens die Einführung einer Netto-Diskutierzeit, die eine-Schwalbe-frei-Regel sowie die Trinkpause für Offizielle.


    Nebenbei gibt es noch eine ganze Reihe von Vorschlägen, was man mit übergeordneten Fußballverbänden nicht tun sollte - oder sollte es der Verband tatsächlich schaffen sich selbst zu verkaufen und damit einen Teil dieses Sports zu begraben.


    Am Samstag, 15:30 Uhr, endlich wieder richtiger Fußball. Auch wenn der Vergleich in den Bundesligaspielen für den FCA spricht wird es schwierig gegen den aktuell Tabellenvierten zu bestehen. Vielleicht ist dies aber auch wieder eine der Herausforderungen, die den FCA weiterbringen wird? Gute Spiel!


    Nur der FCA!

  • Beim Elfer soll nach dem A-B-A-B-System verfahren werden, um die statistische Chancengleichheit zu erhöhen.

    Kleiner Einwurf: Aktuell haben wir das A-B-A-B-System. Bei diesem System geht statistisch

    Mannschaft A mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 60% als Sieger vom Platz. Deshalb wird

    ein Wechsel zum A-B-B-A-System angedacht.

    D.h. Mannschaft A schießt den ersten Elfmeter, anschließend kommt Mannschaft B mit zwei

    Schützen dran usw. Dieses Vorgehen ist vergleichbar mit dem Tie-Break beim Tennis.

    "Die Puppenkiste war niemals peinlich und wo die Puppenkiste ist,
    da ist auch irgendwie oben." (Wolfgang Langner)
    Carpe Diem!

  • Filmreif


    In der ersten Halbzeit ein spannendes Fußballspiel, und die Gegentore leider immer in den falschen Momenten. Sowohl die Qualitäten der Mannschaft als auch die aktuellen Unterschiede waren an diesem Tag zu sehen. Schön aber auch zu bemerken dass sich die Mannschaft nie aufgegeben hat


    Frankfurt steht mittlerweile in der Tabelle 3 Punkte vor dem FC Bayern auf Platz 3 - auf den ersten Plätzen Dortmund und Mönchengladbach. Eine nach 12 Spieltagen, zumindest in den letzten Jahren, eher ungewöhnliche Konstellation.

    Diese Woche Krisenreaktionen in München - 21 Punkte nach 12 Spielen, sowie das 3 : 3 gegen Düsseldorf, entsprechen nicht den eigenen Erwartungen in der Liga. Und im Mittelpunkt entsprechend üblicher Marktmechanismen der Trainer. Ob sich daran grundsätzlich durch den zwischenzeitlichen Auftritt in der Champions League etwas verändert hat?


    Hieß es vor langer Zeit, dass die zweite Saison als Aufsteiger immer die schwerste sei, sollte dies eigentlich nicht auf den VfB zutreffen.

    Je dreimal Deutscher Meister und Pokalsieger, über 52 Jahre Bundesligazugehörigkeit, Platz 5 in der ewigen Tabelle, und auch der Betriebsunfall 2. Liga konnte vor zwei Jahren wieder schnell repariert werden.

    Dank der guten Rückrunde, einschließlich Auswärtssieg in München am letzten Spieltag, reichte es in der vergangenen Erstligasaison am Schluss zu Platz 7.


    Anders in der neuen Saison: Dem Verlauf geschuldet wurde Tayfun Korkut nach dem siebten Spieltag und 5 Punkten entlassen.

    Nachfolger wurde Markus Weinzierl. Nach dem Aufstieg mit Jahn Regensburg sind es vor allem die vier Jahre beim FCA, einschließlich der Europapokalsaison 2015/ 16, die mit ihm verbunden sind.

    Danach das Engagement in Gelsenkirchen, und nun die Aufgabe den VfB wieder in sichere Tabellenregionen zu führen.

    Mit ihm im Trainerstab seit kurzem auch Halil Altintop, der Schütze des ersten FCA-Europapokaltors. Und mit Erik Thommy steht ein weitere ehemaliger FCAler im Kader der Württemberger.


    Fast schon alltäglich das ehemalige Augsburger mit Bundesligaerfahrung bei anderen Vereinen tätig sind. Auch dies ein weiteres Indiz für die Entwicklung des Vereins einschließlich der Etablierung im Oberhaus.


    Auch wenn die Entwicklung der Mannschaft voranschreitet, und zugleich manche Spiele unglücklicher endeten, zeigt der Blick auf die Tabelle die aktuelle Situation.

    In den verbleibenden fünf Partien, gegen, mit Ausnahme der Hertha, Teams, die nicht mehr als zwei Punkte vor dem FCA liegen, sollte das Punktepolster nach hinten wieder vergrößert werden.


    Die Bundesligabilanz spricht dabei am Samstag für den FCA - vier der acht Siege gegen Stuttgart wurden auswärts erreicht. Vielleicht lässt sich diese Statistik ja im 251 Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte fortführen.


    Auch nach 111 Jahren erkennbar anders - der Film zum Ende des Jubiläumsjahrs zeigt einige sehr liebenswerte Szenen - und auch versteckte Helden.

    Sollte über die FCA-Elf eines Zeitraums nachgedacht werden, würde es auch gut passen ein Umfeld zu benennen, das konkurrenzlos sein könnte - einschließlich einiger, den meisten nicht bekannten Namen - von A, für alles da, Evi Heindl, bis Z, wie Zeugwart, Salvatore Belardo


    Nicht unerwähnt, die vielen Anekdoten - so vieles dass den Verein noch interessanter macht. Auch wenn der FCA nicht nur aus einer Fußballabteilung besteht und bestand - viel mehr als nur 90 Minuten - auf, um und abseits der Plätze.


    Viele kleine Details und große Namen aus der Geschichte - eine eigene Auswahl aus 111 Jahren, und dabei gibt es noch viele anderes, das auch nicht vergessen und bei der Einordnung der Lieblingssequenzen bedacht werden sollte.


    Der Film zeigt in vielerlei Hinsicht, wie sich Verein, Umgebung, und Umfeld gewandelt haben - und wie es geschafft wurde, sich in der Liga zu etablieren und eigene Traditionen zu bewahren.


    Wie es auch immer auf der Taktiktafel aussehen mag, entscheidend ist auf dem Platz. Und gleichgültig in welcher Formation der FCA spielt oder spielen kann - ein gelungener Auftritt mit positivem Ausgang wäre ein gelungener Anfang für die letzten Wochen im Jubiläumsjahr. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Signale

    Verschiedene Formulierungen die im Vorfeld des Spiels genannt wurden - und möglicherweise noch öfter erwähnt werden. Nach der Niederlage in Stuttgart sind es nun zwei Punkte Abstand zu Platz 16. Die Vorzeichen haben sich ein wenig geändert, und es geht zunächst darum wieder Erfolgserlebnisse zu sammeln.


    In der Liga steht der BVB auf Platz 1 mit jetzt sieben Punkten Vorsprung auf den zweiten, und neun auf den FC Bayern.

    Vorbei an Frankfurt, auf Platz 4, die Aussage des Vorstandsvorsitzenden, dass es für die Liga gut wäre, wenn nicht immer München Meister würde - vielleicht tritt dies bereits in dieser Saison wieder ein?


    Der sogenannte Stimmungsboykott in Stadion wurde unterschiedlich wahrgenommen und kommentiert. Nur weiter so, ist aber keine Option. Die Bedeutung und Auswirkung entsprechender Demonstrationen mag unterschiedlich gesehen werden - vielleicht wäre vieles noch klarer, wenn bei einem Spiel auch einmal ganze Blöcke leer wären.


    In der Weltrangliste auf Platz 16 abgerutscht, und in der Auslosung zur Euroqualifizierung im zweiten Topf, wird sich zeigen im Jahr des Neuaufbaus, ob die Gruppenzuteilung für die deutsche Nationalmannschaft so glücklich war. Gegen Weißrussland und Estland gab es bisher erst jeweils ein Länderspiel. Vielleicht aber spielen Vereine aus diesen Ländern in wenigen Jahren in der Europa League 2 mit? Was wird auf dem Weg des Ausverkaufs des Fußballs wohl als nächstes geschehen?


    Von 251 Bundesligaspielen hat der FCA 77 gewonnen - und es gibt noch eine Mannschaft, gegen die noch kein Pflichtspielsieg gelang. Die dann immer wieder erwähnten Statistiken, und einen speziellen Spielverlauf ausgeklammert, wäre dies genau jetzt der richtige Moment.

    Die Mannschaft hat sich spielerisch weiterentwickelt und ist gut in die Saison gestartet. Ob nun anfänglich mehr Punkte zu erreichen gewesen wären, oder hier und da andere Faktoren entscheidend waren, durch die letzten drei bis vier Ligaspiele hat sich die Ausgangslage etwas verschoben. Auch ohne Berücksichtigung unterschiedlicher Erwartungshaltungen geht es einfach nur darum jetzt Punkte zu sammeln - für alles andere bleibt dann immer noch Zeit.


    Erstmals 1994 war Rudi Völler als Spieler bei Bayer Leverkusen. Nach verschiedenen anderen Aufgaben im Verein, zwischenzeitlicher Trainertätigkeit, einschließlich Nationalmannschaft, ist er seit 2005 als Sportdirektor, und seit Juli 2018 als Geschäftsführer Sport bei der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH tätig. Als seinen designierten Nachfolger für die Leitung Sport stellte er letzte Woche Simon Rolfes vor, der langsam eingearbeitet werden soll. Zumindest in der Transparenz der Nachfolgeregelung scheint Bayer hier manchen Branchengrößen voraus.


    Sehr unterschiedlich waren bisher die Auftritte von Bayer Leverkusen in dieser Spielzeit. Drei Niederlagen zu Beginn der Saison folgten zwei Siege, bevor gegen Dortmund nach 2:0-Führung noch 2:4 verloren wurde. Auf zwei Unentschieden folgten die zwei hohen Auswärtssiege in Liga und Pokal in Bremen und Mönchengladbach, bevor jeweils mit drei Toren Differenz gegen Hoffenheim und in Leipzig verloren wurde.

    Nach dem Sieg gegen Stuttgart dann ein Unentschieden an einem Montag in Nürnberg - dazwischen noch einige Europa-League-Spiele. Das Resultat nach 13 Spieltagen: Platz 11 mit 15 Punkten.


    Für den FCA geht erst einmal wieder darum sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen und als ein Team aufzutreten. Einige Kleinigkeiten defensiv, und offensiv etwas mehr Fortune, und alles ist wieder möglich.


    Neues Spiel, neues Glück. Am kommendem Samstag nicht nur die Chance auf ein neues Erfolgserlebnis, sondern auch eine Serie zu beenden. Der letzte noch fehlende Erfolg gegen eine Bundesligamannschaft wäre nicht nur ein klares Signal für die nächsten anstehenden Spiele. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Adventspunkte


    Auch nach dem Spiel gegen Leverkusen gibt es nichts das grundsätzlich in Frage gestellt werden muss. Nach dem guten Saisonstart, und gelungenen Auftritten gegen Spitzenteams, schon fast Richtung Europa geschrieben, soll einige Wochen später plötzlich alles ganz anders sein?


    Im Laufe einer Saison gibt es im Fußball verschiedene Kurven, die mal mehr oder weniger, je nach Länge und Zeitpunkt, ausschlaggebend sein können. Auch trifft es aufgrund unterschiedlicher Merkmale manche Mannschaften mehr oder häufiger.


    Das erste Ziel in Augsburg ist möglichst schnell Punkte zu sammeln, um nach hinten in der Tabelle abgesichert zu sein. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn in einigen Spielen verschiedene weitere Entwicklungen zu erkennen waren.


    In der Liga geht es für die meisten Vereine erstmal darum sich abzusichern. Dass dies in Augsburg immer so verstanden wurde, zeigt sich nicht nur an der eigenen Leistung, sondern an den Namen und der Anzahl der Absteiger in den letzten sieben Jahren.


    Eine sehr durchwachsene Saison bisher für die Schalker, die noch in allen drei Wettbewerben im Einsatz sind. Letzte Saison Tabellenzweiter, den Trainer des Jahres auf der Bank, wurde die Kritik an fast allem, zuletzt auch nach dem Spiel gegen Dortmund, deutlich größer.


    In der Liga stehen die Knappen mit 14 Punkten nur einen Platz vor dem FCA. Für die beiden Vereine, mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten, ein mitunter wegweisendes Spiel am 15. Spieltag.


    Auch wenn die Bilanz in den bisher 15 Vergleichen zwischen den beiden Vereinen etwas ungleich erscheint, gelang der einzige Heimsieg gegen Schalke auch an einem Adventswochenende.

    Bei insgesamt 27 Bundesligaspielen bisher im Dezember ist die Bilanz des FCA bei 10 Siegen, darunter drei gegen Mönchengladbach, leicht positiv. Der wichtigste Auswärtssieg in einem Dezember war vor drei Jahren, als der FCA in Belgrad sich in letzter Minute das Weiterkommen in der Europa League sicherte.

    An einem 15.12. gab es erst ein Pflichtspiel des FCA, das in Jena 2007, durch Tore von Hdiouad und Lawarée, mit 2:0 gewonnen wurde.



    Keine Montagsspiele nun auch nicht mehr in der zweiten Liga - wer hat dabei alles gewonnen?

    Eine spannende Frage, die sich wohl erst umfassend beantworten lässt, wenn die Vermarktung alternativer Termine bekannt ist.


    Ein weiteres, und hausgemachtes Durcheinander ist der Übergang von der dritten zur vierten Liga: Während unterklassig nach einer Lösung zur Ligareduzierung und zum Direktaufstieg gesucht wird, pausiert die 3. Liga für eine Minute auf dem Platz für ihre Anliegen.

    Welche Konstellationen und Kompensationsvorschläge könnten wohl demnächst hier noch vorgestellt werden?


    Der einfachste wäre Spiele in den jeweiligen Ligen zeitgleich, oder an maximal zwei Terminen, durchzuführen - mit einem tatsächlichen Spitzenspiel, das entsprechend gehighlightet wird. Antiquiert, von gestern, und undurchführbar?

    Bei drei Profiligen und diversen anderen immer neuen internationalen Wettbewerben, wäre immer noch Fußball an fast jedem Tag gewährleistet.

    Der eine freie Tag ließe sich auch gut zur Verarbeitung vieler neuer, dann wieder aufgerufener, alten Ideen nutzen - oder einfach, um sich auf das nächste Wochenende zu freuen.



    In der Woche vor Weihnachten dann noch die Auftritte des FCA in Berlin und gegen Wolfsburg. Genügend Spiele um die Vorrunde noch zu einem guten Ende zu bekommen, und den Abstand nach hinten zu vergrößern.


    Zunächst aber gegen Schalke und den Trend: Basierend auf dem Teamgedanken kann es die Mannschaft selbst entscheiden, Erfolgserlebnisse erarbeiten, darauf aufbauen und nicht nur zeigen, wie schnell sich alles wieder ändern kann, sondern was den FCA auch ausmacht. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!