• Nachgehakt:


    Was da in Frankfurt ablief, war alles Andere als ein Wunder, es war so etwas wie die logische Konsequenz aus den Trends beider Kontrahenten. Fangen wir mit den Hausherren an. In der Liga bislang unbesiegt zu Hause in der Rückrunde, breite Brust nach durchaus großem Kampf in Unterzahl auswärts in der EL, und dann gegen die Underdogs, die Loser und Schon-fast-Absteiger aus Augsburg, die es schaffen, bei den Nürnbergern sang- und klanglos unterzugehen: Da braucht es kein Drum-herum-Reden; da wird nur noch über die Höhe des sicheren Sieges gerätselt. Wie sieht es im Vergleich dazu bei uns aus diese Saison? Je größer die Enttäuschung, desto stärker die Leistung im nachfolgenden Match; wenn immer von vorneherein klar schien, dass wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit untergehen würden, haben wir mit fast ebensolcher Regelmäßigkeit die Überraschung geschafft. Beide Trends spielen zusammen, das Ergebnis ist bekannt. Dazu kommen viele viele Zufälle, das Quäntchen Glück des Tüchtigen in zahlreichen Spielsituationen, und, ja meinetwegen auch der Effekt des Trainerwechsels. Ausschlaggebend war nichts davon, was umgekehrt heißt: Bereits am Karsamstag droht ein Rückfall in alte Unerklärlichkeiten. Hier könnte allerdings, viel stärker als in Frankfurt, die Personalie Coach den Ausschlag geben: Es scheint sich eine lockerere Einstellung in der Mannschaft zu entwickeln, mit anderen Worten, es sieht so aus, als hätte sich in den Köpfen etwas getan. Da sind wir am Punkt. Leistungsschwankungen wie wir sie bei unserem Team seit geraumer Zeit beobachten müssen, sind mit Fehlern bei der konkreten Tagesarbeit nicht erklärbar, schon gar nicht, wenn der sportliche Leiter als Taktikfuchs bekannt ist; da spielen irrationale Prozesse eine plötzlich überhand nehmende Rolle. Wenn wir das Spiel gegen die Weinzierl-Truppe souverän gestalten können hat sich der Wechsel gelohnt; sollten wir es auch noch klar gewinnen, ist der Bock für die Saison endgültig umgestoßen und wir können diese Katastrophenspielzeit abhaken.


    Gutes Spiel – nur der FCA!

  • Hallo zusammen,

    wäre es möglich diesen thread wieder so zu lassen wie er lange Zeit war?

    Ihr habt doch alle so viele Möglichkeiten euch auszutauschen, zu widerlegen und mit euren Meinungen hausieren zu gehen.

    Ich habe es genossen hier immer nur sehr offene, nie tendenziöse und sehr wohlwollend Beiträge von Cesar zu lesen. Auch als Bertonino angefangen hat nachzuhaken war es schon des Guten zuviel. Bitte, bitte lasst es wieder so sein wie es eigentlich war. Ich bin sicher nicht der Einzige der sich das wünscht, lasst hier Platz für sinnvolle Zusammenfassungen oder Ausblicke. Danke dafür...

  • souveräner Gestaltung (damit ist wahrscheinlich ein ungefährdeter Sieg gemeint)

    Das ist damit genau n i c h t gemeint! Weil wir bisher regelmäßig nach eher nicht eingeplanten Punktgewinnen eingebrochen sind wünsche ich mir ein Spiel, bei dem eine eigene FCA-Handschrift sichtbar wird - dann spielt übrigens das Ergebnis eine untergeordnete (d.h. aber keinesfalls unwichtige) Rolle

    nur wenn man klar gewinnt ist der Bock umgestossen

    Das habe ich nicht gesagt, sondern: Wenn (d.h. u.a. auch unabhängig von der Trainerwechselfrage) gegen den VfB gewonnen wird, dürfte das so gut wie sicher den Klassenerhalt bedeuten


    Ich kann meine Kommentare gern auch wieder lassen. Bisher erschienen sie als Vorwort zum FCA-Liveticker, allerdings erst immer unmittelbar vor Spielbeginn. Da hat kein Mensch mehr Lust, drüber nachzudenken. Also war meine Überlegung: Es ganz sein lassen oder hier (übrigens in Absprache mit dem von mir hochgeschätzten Autor des ebenso geschätzten Falschen Einwurfs) als Gedankenspiel veröffentlichen. Wenn das aber dazu führt, dass die ursprüngliche Idee des Beleuchtens des aktuellen Spiels mit Fakten aus der Vereinsgeschichte darunter zu leiden droht, gibt es zukünftig eben kein "Nachgehakt" mehr und ich überlasse das Feld den wahren Fachleuten. Ich wollte eigentlich nachhaken, nicht nachtreten und damit ein wenig Nachdenklichkeit anstelle von Animositätenpflege einbringen. Ob es Sinn macht? Ich denk drüber nach!

  • Bin schon verwundert, Bertl. Wegen einer negativen Stimme muss das jetzt nicht wirklich zum Erliegen kommen, oder?
    Du darfst unbedingt gerne weitermachen mit dem "Nachgehakt"!


    An den Rest:
    lassen wir den Fred wie einen Blog aussehen, wie er es seit Jahren tut.
    Anmerkungen/Ergänzungen sind ok, aber keine Diskussionen (mehr).
    Wer diskutieren will, kann ja im entsprechenden Spieltagsfred darauf verweisen.

    Danke!

    Ticketverkäufe via unautorisierter Plattformen sind > atgb@fcaugsburg.de < mit Link, Screenshot o.ä. zu melden!
    "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal die Fresse halten!" - Dieter Nuhr :flag_de: Meinung ≠ Ahnung | Wetter ≠ Klima | Gefühl ≠ Fakten

  • An den Rest:
    lassen wir den Fred wie einen Blog aussehen, wie er es seit Jahren tut.
    Anmerkungen/Ergänzungen sind ok, aber keine Diskussionen (mehr).
    Wer diskutieren will, kann ja im entsprechenden Spieltagsfred darauf verweisen.

    Danke!

    warum lassen wir das nicht CäsarMenotti entscheiden? Wenn er will, dass das hier sein heiliger Ort ist, dann ok. Wenn er will, dass man seine Ausführungen auch kommentieren darf, dann auch gut.

  • Ich freue mich, dass der Falsche Einwurf sich hier etwas etabliert hat, und über viele persönliche Rückmeldungen.

    "Nachgehakt", wie vom Autor oben beschrieben, finde ich als Ergänzung oder Kontrast, auch passend.

    Ansonsten freue ich mich über Ergänzungen/ Anmerkungen, denke aber auch, dass es für Diskussionen geeignetere Stellen im Forum gibt.

  • Spielweisen


    Der höchste Heimsieg in der Bundesligageschichte des FCA - noch dazu in einem Schlüsselspiel. Eine sehr positive Bestätigung dessen, dass in dieser Saison wohl alles irgendwie auch anders ist.


    Und schon im Vorgriff auf eine nach der Saison anstehende Analyse, die Behauptung, dass, was auch immer zum Erfolg gegen Stuttgart beigetragen hat, es vor allem auch zeigt, dass die Mannschaft als solche intakt ist.


    Im Abgleich mit den unterschiedlichen Erwartungshaltungen, in und über die bisherige Spielzeit, auch die Erkenntnis, dass wenn es auch für Spitzenmannschaften der Liga schwer ist die jeweilige Bestform über eine ganze Saison abzurufen, dies vom FCA auch nicht erwartet werden kann.


    Umso mehr ist die Leistung gegen Stuttgart zu würdigen: Im entscheidenden Spiel so aufzutreten zeigt eigene Qualitäten und bestätigt wieder einmal, dass der FCA auch Abstiegskampf kann.

    Dies darf auch als weitere Form der Etablierung in der höchsten deutschen Spielklasse gesehen werden. Der FCA steht in der Tabelle vor vier Vereinen mit großen Namen, und gemeinsam 23 gewonnen deutschen Meisterschaften, und schreibt weiter an seiner eigenen Geschichte.


    Sechs Tore, in einem Bundesligaspiel sind ein Novum - und das 4:0 gegen den Hamburger SV in 2017 war der bisher höchste Heimsieg in der Liga.


    In der Vereinsgeschichte seit 1969 gab es insgesamt nur 10 Ligaspiele, darunter neun in Augsburg, in denen der FCA mehr Tore erzielte: Die höchsten Erfolge waren das 8:0 in der Bayernliga gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg 1972, und das gleiche Resultat in der 2. Bundesliga gegen Pirmasens 1978. In der neueren Geschichte des Vereins, neben den 6:0-Auswärtssiegen in Eschborn und Nöttingen, noch die Erinnerung an das 7:2 gegen Bayreuth sowie das 7:0 gegen Eschborn, beide in der letzten Spielzeit in der Regionalliga Süd.


    Mag es zu vielen Spiele besondere Geschichten geben, wird das 6:0 gegen Stuttgart wohlmöglich nicht nur mit dieser Saison des FCA verbunden bleiben.


    Mindestens die Europa League war das erklärte Saisonziel von Leverkusen. Und mit den zwei Siegen in Stuttgart und gegen Nürnberg nach den vorherigen drei Niederlagen ist Bayer noch im Rennen um die internationalen Startplätze.

    Und doch scheint es als sei die Erwartungshaltung in dieser Saison, in der Peter Bosz Heiko Herrlich zur Rückrunde als Trainer ablöste, größer gewesen, wie sich aus den Reaktionen aus Verein und Umfeld annehmen lässt.


    Was in dieser ungewöhnlichen Saison noch alles möglich für den FCA ist, kann sich nicht nur in den nachfolgenden Spieltagen, sondern bereits am kommenden Freitag zeigen. Vielleicht gelingt ein weiterer Schritt, und der langerhoffte, noch fehlende Sieg im achten Jahr der Ligazugehörigkeit.


    Ohne Berücksichtigung der Defensive, der Blick nach vorn: Der FCA hat in dieser Spielzeit nach 30 Spieltagen bereits 46 Tore erreicht - in der Saison 2013/ 14 wurde der bisherige Ligahöchstwert von 47 am letzten Spieltag geschafft.

    In beiden Spielzeiten, in der aktuellen bisher, waren es elf Torschützen, die dazu beigetragen haben. In der Saison 13/ 14 gelangen Hahn 12, Altintop 10 und Werner 9 Tore. In der aktuellen Saison gibt es hinter Finnbogason mit 10 Treffern mittlerweile bereits fünf Spieler, aus allen Mannschaftsteilen, Max, Gregoritsch, Ji, Khedira und Richter, die je 4 Treffern erzielten.


    Ein Aspekt, der auch Rückschlüsse auf die Spielweise zulässt, und wie der FCA, diese zuletzt wieder umsetzten konnte. Unabhängig vom Ergebnis waren die erkennbare Spielfreude und Motivation am auffälligsten am vergangenen Samstag. Und genau hier könnte es auch so weitergehen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Nachgehakt:


    Der Trainerwechsel hat die erhoffte Wirkung gezeigt, fast ist man geneigt zu sagen: Er hat mehr gebracht, als auch der verrückteste Optimist zu hoffen gewagt hat. Die Mannschaft, die sich zu Baums Zeiten zaudernd die Butter vom Brot nehmen ließ, ist die gleiche wie jene, die jetzt plötzlich vor Selbstbewusstsein strotzt und den Anti-Schlupf-Regler gefunden zu haben scheint, der es möglich macht, die schon immer vorhandenen PS auch auf den grünen Rasen zu bringen. Es ist, wie es alle Fachleute gesagt, gewusst, aber leider nicht immer befolgt haben: Bundesliga, zumal im Abstiegskampf, spielt sich zu einem Gutteil im Kopf ab und der war bei den entscheidenden Protagonisten, den Spielern nämlich, offensichtlich mit anderen Dingen beschäftigt um nicht zu sagen überfrachtet, als mit der eigentlichen Hauptsache. Da war es gut und richtig, zum aus meiner Sicht letztmöglichen sinnvollen Zeitpunkt, den Taktstock in andere Hände zu geben. Eine Mozart-Symphonie klingt anders mit dem gleichen, auch erstklassigen Orchester, wenn ein Kent Nagano oder ein Daniel Barenboim sie dirigiert. Darin liegt im übrigen auch der ganz große Reiz einer solchen künstlerischen Darbietung. Dieser Vergleich zeigt noch eines: Alle namhaften richtig großen Orchester dieser Welt arbeiten mit Gastdirigenten und wechseln ihre Standard-Dirigenten trotz großer Erfolge in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen aus. Trainer-Dirigenten-Kreativ-Beziehungen nutzen sich mit der Zeit ab, unterliegen trotz der sie umgebenden begeisternden Aura stinknormalen alltäglichen Ablaufdaten. In der Beziehung Baum-FC Augsburg war es eben so weit – leider!


    Gutes Spiel - nur der FCA!

  • Vorgedacht


    Martin Schmidt, soviel ist nach der deutlichen Klatsche daheim gegen die Leverkusener klar, ist nicht der Messias, kein Harry-Potter-Verschnitt und auch sonst keine Zaubergestalt respektive Heilsbringer, sondern ein Fußballtrainer mit gewissem Charisma und einer wohltuenden Portion selbstkritischen Realitätssinns. Dass nach der ersten Niederlage unter seiner Regie allerdings gleich wieder allüberall heftig in Schwarzmalerei und Endzeitstimmung herumgerührt wird, verstehe wer will. Der FCA ist gegen die Bayer-Truppe gegen eine hervorragend aufspielende Mannschaft gescheitert. In der Form, in der die anderen 17 Bundesligisten, uns natürlich eingeschlossen, an diesem Wochenende agierten, behaupte ich mal: Jede Mannschaft hätte gegen diese Leverkusener verloren, wenn es ihnen gegen jeden anderen Gegner gelungen wäre, dieses Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsspiel aufzuziehen, das sie gegen uns über 90 Minuten aufrecht erhalten konnten. Wer jetzt genau nachliest, wird feststellen: Viele Imponderabilitäten, wenns und abers, lauter nicht so ganz fassbare aber halt doch irgendwie vorhandene sich gegenseitig beeinflussende Kleinigkeiten, deren Zusammenwirken letztlich ergeben, wie so ein Spiel abläuft.


    Bei unserem Gegner kamen zwei Dinge zusammen: Lauter hervorragende Fußballer, von denen sich augenscheinlich nicht einer einen gravierenden Fehler leistete, sieht man einmal von der Zuordnung bei der Ecke ab, die zu unserem Tor führte, bildeten ein in allen Einzelheiten funktionierendes Team. Diese Konstellation ist, wenn die individuelle Klasse der Einzelspieler so hoch ist wie bei Leverkusen, nicht schlagbar an so einem Tage. Was eine Mannschaft gegen eine Ansammlung von Stars zuwege bringen kann, konnten wir in Nürnberg, Stuttgart und Gelsenkirchen sehen; auch bei uns ist dies gelegentlich zu bewundern. Einer Startruppe, die mannschaftlich so geschlossen auftritt wie unsere Gegner am Freitag, haben wir schlicht und einfach nichts entgegenzusetzen, dazu reicht die Qualität unseres Spielermaterials nicht aus. Heißt aber auch: Es gibt viel zu tun, wie Herr Schmidt das ja erkannt und unverzüglich nach dem Spiel kundgetan hat; angefangen vom individuellen Training und der Einstellung jedes einzelnen Spielers über die Abläufe im Mannschaftsgefüge bis hin zur Evaluierung und Optimierung des Kaders.


    Eins noch zum anstehenden Match: Wenn ich einen Wunsch frei hätte für das Spiel gegen Schalke, ich würde mir einen absolut gut, souverän und gerecht leitenden Schiedsrichter wünschen, der nicht rüde Fouls des einen Teams durchgehen lässt und vergleichbare ungeschickte Attacken des anderen Teams mit glatt Rot bewertet, bitte. Lasst die Mannschaften über Auf-, Abstieg und Relegation entscheiden, nicht einen Herrn mit Pfeife, Mann im Ohr, narzistischem Selbstbewusstsein und beigeordnetem Gscheiterle irgendwo in einem Multimediakeller.


    Gutes Spiel - nur der FCA!

  • Ergebnisse

    Nach der vergangenen Fußballwoche scheint alles wie immer. Die Mannschaften, denen der Abstieg am direktesten droht, punkten wieder - manche mehr und andere weniger. Es gibt Elfmeter, mit erwartbaren Resultaten, in Spielen mit Beteiligung von Bayern München - und der FCA verliert wieder mal gegen Leverkusen.


    Mehr Gerechtigkeit sollte der VAR bringen, doch scheint es nach fast zwei Spielzeiten nicht so, dass dies der Fall ist - manche Entscheidungen sind nicht nur verzögerter, sondern manchmal auch schwerer nachvollziehbar. Eine größere Objektivität und Entlastung menschlicher Entscheidungsfähigkeit im Bruchteil von Sekunden lässt sich so auch nicht immer bewerkstelligen.


    Nach den Resultaten des vergangenen Spieltags scheinen weder Meisterschaft noch Abstieg direkt entschieden, und doch lohnt sich der Blick aufs Restprogramm.


    Der FCA spielt am kommenden Sonntag zu, seit langem, ungewohnter Zeit auf Schalke. Auch wenn dort nach dem Sieg in Dortmund die Stimmung wieder besser sein sollte, scheint in dieser Saison fast alles möglich: Mit einem Sieg in Gelsenkirchen könnte der FCA das Saisonziel am 32. Spieltag endgültig und vorzeitig erreichen.


    Noch immer zu früh für eine umfassendere Betrachtung der vergangenen Spielzeit, darf es auch noch Wünsche, nicht nur für die verbleibende Spielzeit, geben.

    Einer davon ist eine größere Konstanz, genaugenommen in verschiedenen Bereichen, wie auch im Gesamtauftritt.


    Und wie viele Punkte auch immer zum Klassenerhalt nötig gewesen sein sollten, der FCA hat vermutlich in dieser Saison weiter zu seiner Etablierung, nicht nur im Kreis der Top-25, beigetragen.


    Und wenn auch jede Spielzeit in der Bundeliga ihre eigenen Geschichten schreibt, gibt es auch einiges, das so bleiben sollte: Augsburg hält zusammen ist mehr als ein Motto - auch unabhängig davon wie Außenstehende dies sehen oder kommentieren mögen.


    Nach dem Spiel gegen Schalke folgen die Auftritte gegen Hertha und in Wolfsburg. In allen drei Spielen zusammen erreichte der FCA in der Vorrunde zwei Punkte.

    Ob hier ein Vergleich möglich scheint, ist eine andere Frage - zu wechselhaft war dann die gesamte Spielzeit.


    Wie sinnvoll es sein mag, immer gleiche, sich wiederholende Aussagen zu einzelnen Mannschaftsteilen zu machen, ein anderer Gedanke - Spiele des FCA werden auch weiterhin gemeinsam verloren oder gewonnen.


    Es ist die Mannschaft als gesamte, die dazu beigetragen hat, dass der FCA im achten Jahr in Folge erste Liga spielt. Und auch bei der Analyse der vergangenen Saison sowie Planung und Zielsetzung der kommenden sollte dies nicht vergessen werden.


    Augsburg hat sich nicht nur etabliert, und spielt dort, wo andere mit vor einiger Zeit deutlich besseren Voraussetzungen waren, sondern hat dabei auch eigene Wege entwickelt, die nicht das Resultat von Marketingaktivitäten sondern solider sportlicher und struktureller Arbeit sind.


    Dazu haben verschiedene Protagonisten wie auch äußere Faktoren beigetragen. Und vermutlich waren es auch mehrmals die genau richtigen Zeitpunkte, an denen die richtigen Entscheidungen getroffen bzw. Ziele erreicht wurden.


    Die Zusammensetzung der Spielklassen hat sich nicht erst seit Einführung der Bundesliga, oder Entstehung nachfolgender Ligen, immer wieder geändert. Auch dies hat sowohl zur Entwicklung tradierter Strukturen, wie auch zur Entstehung neuer Vereine und Konzepte beigetragen.


    Nach den Entwicklungen des Fußballs, insbesondere in den letzten Jahren, weiterhin in der ersten Liga zu bleiben, und davon zu profitieren, ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil.


    Spannung auch in der 2. Liga: Der Zweite ist Vierter und der Erste wirft kurz vor Saisonende den Trainer raus. Wohlmöglich ist immer noch genügend Saison für allgemein Unerwartetes - und zwar in beiden oberen Spielkassen.


    Zu einer Anstoßzeit, wie früher in der zweiten Liga, den Klassenerhalt aus eigener Leistung besiegeln und dabei als Mannschaft überzeugen.

    Zwei Aspekte, die auch nach der achten Bundesligasaison in Folge weiter Bestand haben sollten, und die Erkenntnis, dass auch mit dieser Saison der Verein in seinen Entwicklungen weitergekommen ist. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Eins noch zum anstehenden Match: Wenn ich einen Wunsch frei hätte für das Spiel gegen Schalke, ich würde mir einen absolut gut, souverän und gerecht leitenden Schiedsrichter wünschen, der nicht rüde Fouls des einen Teams durchgehen lässt und vergleichbare ungeschickte Attacken des anderen Teams mit glatt Rot bewertet, bitte. Lasst die Mannschaften über Auf-, Abstieg und Relegation entscheiden, nicht einen Herrn mit Pfeife, Mann im Ohr, narzistischem Selbstbewusstsein und beigeordnetem Gscheiterle irgendwo in einem Multimediakeller.

    Eigentlich will ich hier nicht reinschreiben, aber Bertonino, die zwei roten Karten gegen Reus und Wolf sind sowas von eineindeutig, dass man den Schiri dafür nicht kritisieren darf. McKennie´s Foul ist rüde wurde aber mit gelb regelgerecht bestraft.

    "Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe das kompetente Forum ." (Walter Frosch bzw. Kirsche)

  • Auch das Foulspiel von McKennie erfüllt nach aktueller Regelauslegung alle Anforderungen für ein grobes Foulspiel. Um da eine regelgerechte gelbe Karte zu sehen, braucht man einiges an Fantasie.

  • Eigentlich will ich hier nicht reinschreiben, aber Bertonino, die zwei roten Karten gegen Reus und Wolf sind sowas von eineindeutig, dass man den Schiri dafür nicht kritisieren darf. McKennie´s Foul ist rüde wurde aber mit gelb regelgerecht bestraft.

    Bin voll bei Dir, was die gegebenen Karten betrifft; meine Kritik bezieht sich auf die zahllosen unfairen Hakeleien vor Reus' Karte. Die wurden auf blau-weißer Seite geflissentlich alle übersehen!

  • Mehr als neun Jahre

    Am 08.05.2011 stieg der FCA durch das Tor von Stephan Hain zum ersten Mal in die 1. Bundesliga auf. Die allgemeine Annahme war das es sich nur um das kurze Gastspiel eines Aufsteigers handeln würde. Am 33. Spieltag der Saison 2011/12 gelang dann der Klassenerhalt in Mönchengladbach.

    Nach der zweiten Spielzeit, einschließlich Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Fürth, galt der FCA für die darauffolgende Saison wieder als der obligatorische Abstiegskandidat.

    Dazwischen zwei erfolgreichere Spielzeiten mit Aufenthalt in den oberen Tabellenregionen, und anschließender Europapokalteilnahme, gelang in der Saison 2015/ 16 der vorzeitige Klassenerhalt am 33. Spieltag auf Schalke, und 2017 am 34. Spieltag in Hoffenheim. Und mit jeder Saison arbeitete und arbeitet der FCA an seiner weiteren Etablierung.

    In der Spielzeit 2017/ 18 war der Klassenerhalt aufgrund der starken Vorrunde relativ früh gesichert, und in der aktuellen Saison am 32. Spieltag - der FCA ist und bleibt 1. Liga!

    Die erreichten Punktezahlen waren unterschiedlich, und möglicherweise wird der FCA in dieser Spielzeit auch den bisher geringsten Wert von 2013 noch übertreffen. Auffälliger aber wie wenig Punkte dieses Jahr zum Klassenerhalt gereicht haben. Die beiden Letztplatzierten der Tabelle haben aktuell 37 Punkte - zusammen mit dem 16. sind dies 61.
    Wohlmöglich am Schluss tatsächlich die statistisch geringste Punktesumme am Tabellenende, die bisher so nie erreicht wurde. 31 Punkte reichen bereits zum Klassenerhalt und 26 - auch ein neuer Tiefstwert - zur Relegation.

    Das Spiel auf Schalke hatte für den FCA keine Bedeutung mehr für das zentrale Ziel - der Klassenerhalt stand nach der Stuttgarter Niederlage in Berlin bereits fest.

    Nach sieben sieglosen Spielen gewann die Hertha im vorletzten Heimspiel unter Cheftrainer Pal Dárdái wieder.
    Wie unterschiedlich auch immer der Saisonverlauf intern betrachtet wird, scheint der Claim "Die Zukunft gehört Berlin" aufrecht erhalten zu bleiben. Auch in der Stadionfrage hält der Hauptstadtverein an seinem Ziel, das Olympiastadion 2025 zu verlassen, fest.

    Die Saison geht langsam dem Ende entgegen. Auf den ersten und den letzten drei Plätzen scheinen alle Entscheidungen gefallen zu sein - dazu sechs Mannschaften, die unter verschiedenen Voraussetzungen noch um die verbleibenden vier internationalen Plätze spielen.

    Handspiel oder nicht, mit oder ohne VAR - es besteht die Befürchtung, dass dieses Thema das Sommerloch füllen könnte.
    Ein bisher noch nicht diskutierter Vorschlag wäre nur noch Handspiele mit der linken, wahlweise der rechten Hand, abzupfeifen. Diese wäre für alle sichtbar, transparent, und ohne VAR durchführbar.
    Dadurch könnten auch angekündigte Trainingsmaßnahmen zur Erlangung eines Elfmeters unterbunden werden - die andere Hand könnte dann einfach zum Schutz verwendet werden.

    Es gebietet nicht nur der Respekt vor dem sportlichen Wettbewerb für den FCA auch in den verbleibenden beiden Spielen gegen Berlin und in Wolfsburg bestmöglich aufzutreten.
    Nebenbei geht es auch noch um sechs Punkte und einen sportlich erfolgreichen Saisonausklang. Egal wer den Verein verlässt, oder neu hinzukommen wird - nach der Saison ist genügend Zeit für die Analyse der achten, und die Planung der anstehenden, neunten Bundesligasaison.

    Zunächst das nächste Spiel gegen die Hertha. Es gibt dabei nicht nur um die Möglichkeit nach vier Jahren gegen Berlin zu gewinnen, sondern auch, zum vierten Mal in der Bundesligazeit, das letzte Saisonheimspiel zu gewinnen.

    Als Mannschaft auftreten und gemeinsam überzeugen, auch am kommenden Samstag gilt: Augsburg hält zusammen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Nachgehakt:


    „Theoretisch könnte heute ein relativ langweiliger Kick rauskommen, geht es doch für beide um vermeintlich nichts mehr.“ So die Liveticker-Prognose vor dem Schalke-Match und, leider, muss man konstatieren: Es ist exakt so gekommen, was auf Seiten des zahlreichen und enthusiastischen Heimpublikums und damit die Heimmannschaft betreffend noch weniger erklärbar ist als für uns, die wir schließlich unter dem Strich zumindest einen Auswärtspunkt geholt haben. Und noch ein Zitat aus dem Aufmacher:


    "….. geht es auch um Geld (jeder Platz besser bringt was), um die Schuldigkeit gegenüber den Fans, und nicht zuletzt darum, dass ich von jedem der diesen Beruf ausführen darf erwarte, dass er in absolut jedem Spiel sein Bestes gibt …."


    Das würde ich nochmal dick unterstreichen vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Club aus der Hauptstadt. Objektiv war 2018/19 eine sehr durchwachsene und durch mehr Tiefen als Höhen charakterisierte Saison, an deren Ende wir mit viel Dusel und dank der Schützenhilfe der übrigen Abstiegskandidaten das Schlimmste verhindern konnten. Wobei eines auch an dieser Stelle noch einmal klipp und klar gesagt werden muss: An der Unterstützung durch die Fans hat es nicht gelegen; die haben allen Widrigkeiten zum Trotz überwiegend wie ein Mann hinter der Truppe gestanden und genau dafür verdient, dass jeder, aber auch wirklich jeder, der sich am Samstag in der WWK-Arena präsentieren darf, sein Handwerk mit allem Einsatz und vorbildlicher Leidenschaft angeht. Drei Punkte zum Abschluss wären gerade aufgrund zahlloser nahezu haarsträubender Leistungen zu Hause ein versöhnlicher Ausklang dieser Saison, in der uns allerdings auch oft genug das Pech an den Stollen klebte. Ich gehe eigentlich davon aus, dass das auch unseren Spielern und sonstigen Verantwortlichen klar ist und sie in der Lage sind, dem Rechnung zu tragen. Und deshalb freue ich mich auf diese Abschiedsvorstellung zu Hause.


    Gutes Spiel – nur der FCA!

  • Drei Punkte zum Abschluss wären gerade aufgrund zahlloser nahezu haarsträubender Leistungen zu Hause ein versöhnlicher Ausklang dieser Saison,


    sorry, aber das ist Quark. Die Mannschaft muss sich nicht versöhnen. Sie haben die Klasse gehalten und das ist angesichts des Budgets im Vergleich zum Rest eine gigantische Leistung.

    Ich bin stolz auf unser Team!