Nur vorab: damit spreche ich jetzt nicht explizit über Dich, ich greife nur das Thema auf.
Jahrelang wurde danach geplärrt, jetzt ist es da, jetzt muss es wieder weg. ![]()
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Was waren das für skandalöse Entscheidungen, die man mit der mittlerweile doch vorhandenen Technik so einfach verhindern könnte, die paar Minuten "Pause" wegen dem Videobeweis würden nicht ins Gewicht fallen, wenn die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Jetzt hat man genau das, selbst Eckbälle werden gecheckt, weil ja Tore gefallen sind durch Ecken, die eigentlich gar keine waren (auch in diesem Punkt wurde so laut geplärrt in manchen Situationen). Und auf einmal ist die Wartezeit zu lang, man würde auf Fehlentscheidungen pfeifen. Schaffen wir es theoretisch mal wieder ab: es wären keine drei Spieltage gespielt, dann gings wieder los. "Mein Gott, jetzt hatte man das, heute wäre das zurückgenommen worden, warum schaffen die das ab, so ein Scheiß, wir brauchen das wieder".
Wenn man mal ganz ehrlich ist, geht es doch um Folgendes: der Fan hat zwei Hassbilder, den DFB und die Schiedsrichter. Egal, wie was wann wo gemacht werden würde, es gibt immer auf die Fresse, und warum? Weil es immer eine Mannschaft und somit Fans geben wird, die durch eine Entscheidung "benachteiligt" wird. Wird ein Elfmeter zurückgenommen, sind die sauer, die eben keinen bekommen. Andersrum die, gegen die nachträglich einer gegeben wird. Wenn man alleine hier im Forum sieht, wie da manchmal verglichen wird "ja, aber an dem Tag vor 273 Jahren, gegen unseren Spieler, da hätte.......", steht es zumindest für mich doch schon fest, dass es im Prinzip zumindest nicht zu 100% um die Sache selbst, sondern eben um situationsbedingt aufgebauten Frust geht, der einfach raus muss. Da ist nix schlimmes bei, dennoch trägt es eben keinen Deut zur Lösung des eigentlichen Problems bei.
Fazit: Vorteil für den eigenen Verein, tolle Schiedsrichterleistung. Nachteil für den eigenen Verein, komplettes Versagen, alles Scheiße.
Wenn ich alleine neulich hier sehe (dort habe ich meinen Post ja gelöscht, aber es passt halt super rein). Einem jungen Spieler, der seinen Einsatz nicht verweigert, obwohl alle übergeordneten Instanzen dies nicht getan haben, wird mangelnde Vorbildfunktion vorgeworfen. Ein Marvin Hitz wurde als ganz besonders clever gefeiert, als er in Köln den Elfmeterpunkt derart maltretiert hat, dass der Schütze anschließend ausgerutscht ist und verschossen hat. Wo fängt Vorbild an, wo hört es auf? War die Moral von der Geschichte seinerzeit nicht: "Breche die Rgeln, Hauptsache du gewinnst, aber lass Dich bloß nicht erwischen"?
Die aktuelle VAR-Situation ist von den Fans und den Vereinen hausgemacht, also muss man nun damit leben. "Die Geister, die ich rief".
Ich selbst bin übrigens auch vom alten Schlag, der den echten, VAR-freien Männerfussball aus den 80ern noch richtig genossen hat. Kein Rumgewälze, kein Rumgeflenne, einfach ehrlicher, harter und fairer Fußball. Für mich persönlich - und ich habe bewusst die WMs ab 1978 mitbekommen - war die WM 1986 in Mexico das absolute Highlight. Okay, bis auf die Hand Gottes, aber hmm, da wären wir dann wieder beim VAR, also lassen wir die Szene mal ausgeklammert ![]()