29. Spieltag | SA 17.04.2021 15h30 | FC Augsburg - Arminia Bielefeld

  • Würde ich zustimmen wenn es nur gegen Bielefeld so wäre oder phasenweise.


    Aber solche Sachen passieren in jedem Spiel und daran kann man auf jedenfall arbeiten.


    Bin jetzt keiner der sich hier schon überlegt wer den nächste Saison neuer Trainer sein soll aber ich glaube nicht das wir mit Herrlich noch einmal attraktiven Fußball zu sehen bekommen.


    Solange es Punktemässig passt könnte ich damit leben aber schön ist es nicht

    Platz 28: Nur noch 92 Punkte (bis Hansa Rostock) /Heiko Herrlich: 41 Spiele, 11-10-20, 40:57 Tore (-17), 43 Punkte (1,1 Ø)/Markus Weinzierl: 137 Spiele, 47-31-59, 166:195 Tore, (-29), 172 Punkte (1,3 Ø) / Aktuelles Buch: Steff Penney - Was mit Rose geschah


  • Sich möglichweise von Herrlich zu trennen wäre doch unter Umständen auch ein Zeichen wirtschaftlicher Vernunft. Du verlierst mit der aktuellen Spielweise Zuschauer im 4 stelligen Bereich wenn die Stadien wieder offen sind.


    Um Zuschauer im vierstelligen Bereich zu verlieren, müssten zuerst Mal Zuschauer da sein. Da auch nächste Saison auf keinen Fall ein volles Stadion zu erwarten ist und man auch mit gar keinen Zuschauern plant, wird man zumindest in der nächsten Saison immer ein volles Stadion haben, je nachdem wie viele irgendwann rein dürfen. Die Karten die man verkaufen kann, werden auch weg gehen.

  • Der Klassenerhalt sollte geschafft sein, und das ist was zählt. Dazu liegen immer noch mehr als die geplanten 3 punktschlechteren Teams hinter uns. Dafür verzichte ich gerne auf eine riskante Schönspielerei. Wenn mir die Spielweise nicht gefällt, will ich das im Stadion kundtun. Fernseher ausschalten und Abos kündigen ist eines Jeden Freiheit.

  • Für dich wahrscheinlich nicht da man dich unterhalb der Bundesliga beim FCA wohl nicht mehr sehen wird

    Platz 28: Nur noch 92 Punkte (bis Hansa Rostock) /Heiko Herrlich: 41 Spiele, 11-10-20, 40:57 Tore (-17), 43 Punkte (1,1 Ø)/Markus Weinzierl: 137 Spiele, 47-31-59, 166:195 Tore, (-29), 172 Punkte (1,3 Ø) / Aktuelles Buch: Steff Penney - Was mit Rose geschah

  • Klar, in einer optimalen Welt halten alle Fans immer zu ihrem Verein. Die Realität sieht anders aus. Der FCA hatte vor Corona beständig rund 17.000 Dauerkarteninhaber. Dazu kamen mal mehr, mal weniger Tageskarten. Ich weiß keine objektiven Zahlen. Subjektiv kenne ich aus meinem nähren Stadion-Sitzumfeld 4-5 Personen, die ihre Dauerkarte inzwischen gekündigt haben, weil sie kein Interesse mehr haben, zurückzukehren. Da mag man sagen, das seien keine richtigen Fans. Möglich, Geld bringen sie dem FCA trotzdem keines mehr.


    Während der Pandemie hat der FCA oft kein gutes Bild abgegeben. Da ist die spielerische Sicht. Möchte man guten, unterhaltsamen (auch Schalke, um ihnen beim verlieren zuzusehen) oder zumindest spannenden Fußball sehen, ist der FCA die derzeit schlechteste Adresse der Liga. Das betrifft FCA-Fans, es betrifft aber vor allem auch neutrale Zuschauer, die sich am Samstag um 18:30 dann halt kein FCA-Spiel anschauen.


    Man darf die wirtschaftlichen Einbußen durch unseren derzeitigen Fußball nicht auf die Zuschauereinnahmen kaprizieren. Auch Sponsoren achten auf die Attraktivität, das Image und die Reichweite ihres Werbeträgers. Da haben wir in den vergangenen Monaten viel kaputt gemacht. Auch wieder ein subjektiver Eindruck: Ich persönlich als Mitglied und DK-Inhaber schalte bei FCA-Spielen immer öfter auf die Konferenz um. Termine plane ich schon länger nicht mehr nach dem FCA. So eine verpasste Halbzeit ist völlig egal.


    Daneben trägt die völlig vermurkste (und versuchte Nicht-) Kommunikation zum Blitzer-Einstieg nicht dazu bei, das (schon länger verblassende) Bild des finanziell unterlegenen Underdogs zu stärken. Und bis heute hat der FCA nicht transparent kommuniziert, wieviel Prozent der verzichteten DK-Rückerstattungen wirklich an soziale Zwecke geflossen sind - und wie viel in die Profiabteilung.


    Kurz gesagt: Äußere Begleitumstände, eine miese Kommunikation und eine gehörige Portion Corona-Blues ergeben gemischt mit unserem spielerischen Auftreten keine Ambitionen, viel Geld in den FCA zu stecken. Als Fan und als Sponsor.

  • Gestern war es doch spannend (wer macht den ersten Fehler?) und spielerisch liegen wir gleichauf mit 6-7 Mannschaften, die ähnlich guten bzw eher schlechten Fußball spielen.

    Auch wenn ich die ein oder andere Ansicht von dir teile (Kommunikation Blitzer-Einstieg Corona-Blues / Geisterspiellethargie und damit einhergehende Entfremdung) sollte man nicht die (wenigen) positiven Aspekte außer acht lassen:

    - Hilfaktionen gemeinsamen mit den Fans (für mich imagefördernder als ein gutes Spiel)

    - Verzicht auf Kurzarbeit / Kredite / Bürgschaften

    - Positionierung bei den TV-Geldern


    Es würde damals kommuniziert, dass das komplette Geld der DK-Inhaber, die auf eine Rückzahlung verzichtet haben, an sozialen Zwecke gespendet wird / wurde. Die Profiabteilung hat nichts bekommen. Außer ich liege da komplett falsch. Edit: Ja, liege ich... Mir ist das persönlich egal. Wenn es jemanden wirklich interessiert, hätte man das sicher beim FCA erfragen können.


    Es gab auch vor Herrlich niemanden, der sich freiwillig ein 18:30 Uhr-Spiel mit Augsburger Beteiligung angeschaut hat. Trainerunabhängig sind und bleiben wir eine graue Maus der Liga, besserer Fußball könnte sicher ein paar Zuschauer mehr bringen, jedoch dürften die Einschaltquoten immer noch im nicht messbaren Bereich liegen.

  • Da gebe ich dir vollumfassend Recht. Es gab sicher viele gute Punkte. Nur fürchte ich, dass diese (Hilfsaktionen) nach einem Jahr in den Hintergrund gerückt sind. Egal ob positiv oder negativ: Man vergisst sehr schnell. Auf Schalke sind die entlassenen Mitarbeitenden im Fahrdienst auch kein Thema mehr. "Augsburg hält zusammen" dürfte in wirtschaftlichen (und emotionalen) Erwägungen nach dieser Saison für viele keine Rolle mehr spielen.


    Insgesamt ist es bei dem Thema schwierig, eine Wahrheit zu finden. Es ist quasi ausschließlich emotional - und damit subjektiv.


    Zum Thema Dauerkarten:

    Durch den Verzicht gibt jeder Fan dem FCA die Möglichkeit, die Aktionen rund um #augsburghältzusammen2020 fortzusetzen und gleichzeitig auch seine wirtschaftliche Stabilität zu wahren.

    Eine Information, wie die Aufteilung zwischen sozialen Zwecken und der eigenen wirtschaftlichen Stabilität war, habe ich nicht mitbekommen. Nur die Information, dass 2500 Fans verzichtet haben.

  • Eine nicht ganz zu unterschätzende Rolle spielt aber auch, wie der FCA medial angesehen und in den Medien präsentiert wird. Hieß es früher mit einer gewissen Ehrfurcht chapeau, wer hätte gedacht, dass die Augsburger so eine positive Rolle spielen, blasst dieser Respekt mit jedem gurkigen Rumpelfußballauftritt immer mehr ab. Man wird nicht mehr als der sympathische Überraschungsaufsteiger mit dem Fairplayattribut, sondern als nerviger unattraktiver mit einem gewissen RB/Hopp/...-image und damit eben nicht mehr als, wie es anfänglich eindeutig war, bereicherndes DFL-Mitglied wahrgenommen. Und das ist schade, je länger der Zustand andauert sogar fatal.

  • Das liegt auch einfach daran, dass man nicht mehr Überraschungsaufsteiger ist, sondern einfach eine 0815 graue Maus genau wie Mainz oder Freiburg. Ob wir oder die in der Bundesliga sind, interessiert eigentlich niemanden, außer die Leute an den Standorten selbst. Wenn man mal gegen den BVB, Bayern oder Leipzig gewinnt, wird man gelobt und erzählt was für gute Arbeit mit wenig Geld man macht, ansonsten interessiert es außerhalb dieser Spiele absolut niemand was die hinten in der Tabelle für einen Fußball spielen. Kurze Aufmerksamkeit gibt es immer nur bei einem Trainerwechsel, nach 5 Minuten beschäftigt man sich dann wieder mit Bayern. Bei den meisten Fans der anderen Vereine wurden wir immer schon als unsympatisch wahrgenommen, vor allem wenn man gewonnen hat, von die spielen ja so unfair bis Reuter und Co. sind ständig beim Schiedrichter und lamentieren nur. Sympathisch war man immer dann, wenn man die Punkte hergeschenkt hat. Die Aufmerksamskeitspanne im Fußball liegt ungefähr bei der Lebensdauer einer Eintagsfliege.

  • Ich fühle mich wirklich schlecht, wenn ich hier im Forum inzwischen die Phrasen der Mecker-Heinis bediene. Aber es macht mir wirklich Angst zu sehen, wie egal mir die Spiele, die Mannschaft und der Verein geworden sind. Das liegt natürlich an den Geisterspielen, aber eben nur zu einem Teil. Während der Pandemie ist es ohnehin schwer, eine Identifikation mit der Mannschaft aufzubauen. Das Team macht es einem zusätzlich nicht leichter. Ich könnte aus dem aktuellen Kader keinen Spieler nennen, der bei einem leicht besseren Angebot nicht sofort weg wäre. Hahn vielleicht.


    Und dann kommen noch die kleinen Dinge hinzu, die meine Lust auf Profifußball vergehen lassen. Ich fahre oft mit dem Fahrrad an der Arena vorbei in Richtung Bobingen. Bei Auswärtsspielen stehen auf dem Parkplatz die Autos der Spieler. Die sehe ich - und im Hintergrund das Werk von Premium Aerotec. Es sind so komplett verschiedene Welten geworden. Da kann ich nicht applaudieren, dass wir keine Kurzarbeit nutzen. Im Gegenteil, es ist eine Selbstverständlichkeit.


    Der FCA hat in den vergangenen Jahren seine Kommunikationsabteilung vervielfacht. Aber der Output beschränkt sich auf Social Media, Videos hinter einem Abonnement und unlustige GIFs. Blenden wir mal Dauerkarten und Blitzer aus. Es findet beim FCA keine inhaltliche Entwicklung statt. Trotz bunter Bilder und eSports sind wir ein Verein, dessen Botschaften und Werte in den 2000ern steckengeblieben sind. Unsere Damenabteilung würdigt das Management keines Blickes, der Stadionparkplatz ist mit fetten Audi-SUVs vollgeparkt, mit denen Bälle vom Stadion 400 Meter zum Trainingsplatz gefahren werden (selbst beobachtet) und zu den Spielen reist die Mannschaft, fleißig dokumentiert auf Instagram, ausschließlich mit dem Privatjet. Das Bier im Stadion gibt's selbstverständlich nur aus Einwegbechern. Aber hey, eben jenes Stadion hat man vor zwölf Jahren mit Wärmepumpen gebaut. Das muss offenbar reichen.

  • Die Frage ist halt wie so eine inhaltliche Entwicklung aussehen kann. Die einzige Währung und Entwicklung die im Profifußball zählt ist der sportliche Erfolg. Im Grunde will jeder Verein sich als etwas Besonderes verkaufen und es Besonderes sein. Das gilt es den eigenen Fans zu verkaufen um ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Am Ende nennen die einen die Verpackung Mia san Mia und die anderen nennen es Echte Liebe. Wenn man mit bestimmen kann, ob das Stadion rauchfrei sein soll oder es ein Maskottchen geben soll, ist das im Grunde schon die Demokratie, die den Fans noch verkauft werden kann um nicht wie andere böse Vereine zu sein, wo man keine Mitspracherecht hat. Wenn kein Erfolg da ist, werden die Verantwortlichen und Spieler ausgetauscht weil kein Erfolg da ist. Wenn der Erfolg da ist werden die Veranwortlichen und Spieler auch ausgetauscht, weil sie weiterziehen dorthin wo sie mehr Erfolg und Geld garantiert bekommen. Irgendwann werden sogar die Vereine weiterziehen in eine andere Liga, wo man ein paar Euro mehr verdienen kann. Der Profifußball ist doch nur noch eine leere Hülle, die immer weiter in die Luft steigt und hoffentlich irgendwann platzen wird. Wir sind ein ganz kleines Rädchen in dieser Hülle, daher kann ich dir versprechen, dass es keine inhaltliche Weiterentwicklung geben wird, außer mehr Investoren und mehr Geld, wenn man zu einem größeren Rädchen werden will.

  • Es wäre schön, wenn man die Saison erfolgreich (= Nichtabstieg) zu Ende bringen würde und hinterher in Ruhe einfach alles und jeden sachlich hinterfragen sollte. Am Ende müssen dann sowohl im positiven wie im negativen Sinne einfache und schwere Entscheidungen gefällt werden. Dieses Hinterfragen darf aber nicht bei Spielern oder dem Trainer enden, sondern muss auch die Herren Reuter und Hofmann mit beinhalten.

  • Als was soll sich Hofmann hinterfragen, als Präsident oder Investor ?

    Vergleiche bitte einfach mal die Situation unter Seinsch mit der unter Hofmann. Wenn Du ein wenig nachdenkst, kommst Du vielleicht von alleine auf den Punkt. Als kleiner Tip für Dich: Hinterfragen muss er sich als Investor bzw. Präsident gar nicht, aber ich würde mir wünschen, dass er sich vielleicht mal selbst fragt, als was er den FCA sieht bzw. sehen möchte.