Ausgang der Saison 2021/2022

  • Wie endet die Saison für den FC Augsburg? 45

    1. Wir reissen das Ruder noch herum > Klassenerhalt (23) 51%
    2. Das Schiff wird sinken > Abstieg (6) 13%
    3. Wir bekommen Schlagseite und retten uns vielleicht > Relegation (12) 27%
    4. Ja, ich nehme am Gewinnspiel teil // Mir egal (4) 9%

    Der Tag danach, meine Laune ist immer noch im Keller.

    Vielleicht kann man mit eine Umfrage bis zum nächsten Spiel ein Meinungsbild einfangen.


    Keine Sorge FCA, dieses ist nicht verpflichtend. Alles Sache der KgaA.

  • Exorzischt

    Hat den Titel des Themas von „Abstieg 2021/2022“ zu „Ausgang der Saison 2021/2022“ geändert.
  • So dunkel die Wolken aktuell über Augsburg sind muss man auch festhalten, dass man mit Bielefeld / Bochum / Fürth weiterhin realistische Chancen auf den Relegationsplatz hat. Das muss trotz Leistungstiefs und Verletzungssorgen immer als Minimalziel möglich sein.


    Allerdings hat Bremen letzte Saison sicher ähnlich gedacht.

    Wenn wir das Ruder nicht rumreißen und den Minimalanspruch an Leistung abrufen könnten auch Heidenheim, Braunschweig und Ingolstadt in der Liga sein und wir hätten keine Chance.

  • Wenn sich die Mannschaft nicht selbst zerfleischt, werden wir Bochum, Bielefeld und Fürth hinter uns lassen.

    Dann werden aber die Tage von Reuter in Augsburg gezählt sein, während Weinzierl weiter macht.

    Er hatte nur Fußball im Kopf, eine Augschburger Zunge und brasilianische Füße! Hemad, machs guat. :hutab:

    Ich bin ein FC Augsburger!


    Fußball ohne Gegner nennt man Training, darum achte ich jeden Gegner, denn mit ihnen macht es erst richtig Spaß!

  • Ich fände einen Abstieg in Liga 2 aus mehreren Gründen nicht so tragisch.


    - weniger Selbstdarsteller auf und außerhalb des Platzes

    - deutlich weniger Doppelmoral

    - für mich attraktivere Gegner/Auswärtsspiele

    - mehr „Fußball“, wie ich ihn mag, weniger Zirkus

    - vermutlich würde der FCA attraktiveren Fußball spielen und die eigene Jugend stärker einbinden


    Vermutlich wird sich der FCA aber wie jedes Jahr durchwurschteln.

  • Ich sehe einen Abstieg jetzt auch nicht übermäßig dramatisch,er wäre vielleicht auch die Chance, die Identitäskrise zu überwinden, in der wir seit Jahren stecken. Einfach nur "wirtschaftliche Vernunft" als Vereinsphilosophie, um sich jedes Jahr mit minimalem Aufwand durchzuwurschteln um ein weiteres Jahr an den Geldtöpfen der ersten Liga zu sitzen, reicht zumindest für mich nicht aus, um so etwas wie Begeisterung zum empfinden und macht den FCA auch bundesweit alles andere als attraktiv.

    Wenn man in der zweiten Liga nicht sofort auf Biegen und Brechen den Wiederaufstieg erzwingen sondern stattdessen einen Neuaufbau wagen, eine junge, motivierte Mannschaft verstärkt durch einige alte Hasen zusammenstellen und damit vielleicht auch erst nach 2 oder 3 Jahren wieder oben anzugreifen würde, hätte man die Chance, am Ende gestärkt daraus hervorzukommen.Aus meiner Sicht ist ein Umbruch hin zu mehr jungen und regional verwurzelten Spielern der Weg, den der FCA gehen sollte - in der ersten Liga lässt sich ein solcher aber nur schwer umsetzen.

  • ich sehe einen möglichen abstieg schon extrem kritisch. die „sozialromantik“ dass in liga 2 alles authentischer und wie früher ist halte ich für quatsch. da gehts genauso ab wie in liga 1. mit regionalen spielern usw usf bist du bald in liga 3 wenn nicht 4. ich würde lieber mal ein (wenn auch eher unrealistisches ziel) wie europa ausrufen, sonst wird das nichts mehr. also ohne ziel. und nichtabstieg ist ein ziel was keinen motiviert.

  • Freiburg zeigt doch eindrucksvoll, dass man einen Umbruch auch ständig in der ersten Liga machen kann und trotzdem das Motto "wirtschaftliche Vernunft" haben kann. Das Motto bleibt hoffentlich erhalten, außer man wird ein kompletter Investorenklub und bekommt Geldspritzen von Außen, dann hat man auch automatisch eine andere Identität. Ich würde sogar sagen, in der ersten Liga ist es viel leichter eine Truppe mit jungen und vielleicht auch regional verwurzelter Spieler zu entwickeln, den in der ersten Liga hat man überhaupt die Chance, dass solche jungen Spieler länger als ein Jahr bleiben und man auch die finanziellen Mittel hat, um überhaupt ein Angebot auszuschlagen. Ein Richter wäre mit Sicherheit nicht länger als ein Jahr in der 2.Liga geblieben und andere junge Spieler wären erst gar nicht zum FCA gekommen, abseits einer Leihe vielleicht. Wenn man in der 2.Liga ist, wo wird man wahrscheinlich am ehesten sparen und zwar in Bereichen wie der Jugend, auch da wird dann selbstverständlich Kosten eingespart. Ein Kostanz in Sachen Trainer wäre wünscheswert, wenn dann wie bei Freiburg ein Umbruch nicht gelingt, weil zu viel Qualität geht, macht man halt trotzdem weiter und es ändert sich nichts an der Ausrichtung. Das ist aber natürlich absolutes Wunschdenken. In der ersten und auch zweiten Liga, geht es nur um Erfolg, daher wird kein Trainer diesen Sonderstatus wie Streich in Freiburg erreichen und daher wird auch bei einem Abstieg, der Trainer wieder gehen müssen, wenn nicht sofort Erfolge da sind. Zwei oder drei Jahre zum Aufbau in der 2.Liga wird weder sportlich noch finanziell machbar sein in der 2.Liga.


    PS: Das Ziel Europa ausrufen bringt nichts, hatten wir schon mal in ähnlicher Weise und die Häme von den eigenen Fans war noch größer für die Spieler als beim Abstieg. Noch Jahre danach wird das einigen Spieler vorgeworfen, wie maßlos sie sich und ihre Fähigkeiten überschätzt haben. Dazu zeigen doch viele Beispiele, ob wir selbst, ob Freiburg oder Union, man kann Klassenerhalt ausgeben und trotzdem höhere Ziele erreichen. Es gibt außerdem einen großen Unterschied zwischen offiziellen Ziel und das muss realistisch an die Gegebenheiten angepasst sein. Wenn ich Aufsteiger oder wirtschaftlich nicht unter den Top10 Vereinen in Deutschland bin, kann ich kein offzielles sportliches Ziel als Top5 ausgeben. Da macht man sich lächerlich und schürt auch eine Erwartungshaltung die der Mannschaft das Genick bricht. Intern hat man immer andere Ziele, war auch damals unter Weinzierl oder Baum so. Man hat immer Etappenziele, von Anzahl der Heimsiege, von Punkten bis zur Winterpause, von erzielten Tore, von zu Null Spielen, die sich auch ändern können. Die Motivation das so früh wie möglich zu schaffen und dann neue Ziele zu definieren, kommt dann automatisch von der Mannschaft selbst.


    Im Grunde hat das ganze Mainz schon komplett durchgemacht, wo wir jetzt wieder stehen. Irgendwann wird immer nur Nichtabstieg und die gleichen Gegner halt langweilig. Dazu war man mal oben dabei. Dann hat man irgendwann mehr Geld, man holt vermeintlich bessere Spieler, hat höhere Ziele und merkt für die neuen Spieler sind Mainz oder Augsburg halt nur ein Sprungbrett und einfach ein Arbeitsgeber, denn sie vorher vielleicht sogar noch nie gehört haben. Wenn dann doch Abstiegskampf kommt, ist auch egal, weil keiner dieser Spieler mit den Weg in die 2.Liga geht. Früher waren es Spieler die wußten, Mainz oder Augsburg, dass ist meine Chance auch erste Liga zu spielen, ich steige mit ab oder bleibe mit denen in der ersten Liga. Mölders, Werner, Baier, Callsen-Bracker, Altintop usw, die wußten auch bei uns alle, auch für Sie ist die erste Liga nicht einfach gegeben, sondern vielleicht ohne die Chance gar nicht mehr möglich. Der Kader ist besser, der Kader ist teurer, trotzdem nicht in dem Maße das er sportlichen Erfolg garantiert. Dann passiert halt das wie in Mainz letzte Saison, mit einem eigentlich guten Kader und einigen Verletzten nichts läuft, die Zuschauerzahlen gehen schon seit Jahren zurück, die Identität ist eigentlich komplett verloren gegangen, Trainerwechsel statt Kontinuität und Glücksgriffe wie Klopp oder Tuchel. Ein normaler 0815 Verein halt. Dann hat man Spieler wie Mateta, eigentlich den besten Stürmer verkauft, der eigentlich ein Paradebeispiel dafür ist, eigentlich qualitativ unverzichtbar, aber halt kein Bock auf Abstiegskampf. Wenn du davon einige Spieler hast, gewinnst du halt kein Spiel mehr, wenn nur 6-7 Spieler auf dem Feld kämpfen. Mit Heidel und Svenson setzen sie wieder mehr auf die eigene Jugend und vielleicht schwächere Spieler von der Qualität her, aber geil sind auf die Liga. Schon gewinnt man und schon hat man Identität und die Zuschauer feiern die Mannschaft.


    Der Kreislauf wird sich immer wiederholen, zwischen besser werden wollen und gleichzeitig Spieler finden, für die Bundesliga etwas Besonderes ist und am besten auf Qualität haben. Viele Glück damit allen beim FCA, wer auch immer das möglich machen soll.

  • Sehr gut geschrieben, vor allem dies beschätigt mich ebenfalls seit langem:

    ich steige mit ab oder bleibe mit denen in der ersten Liga. Mölders, Werner, Baier, Callsen-Bracker, Altintop usw, die wußten auch bei uns alle, auch für Sie ist die erste Liga nicht einfach gegeben

    Da fehlen mir derzeit die Typen, die den Verein ausmachen. Würde ich mir heute im Fanshop ein Trikot kaufen, welchen Spielernamen lasse ich beflocken?