16. Spieltag | SO 11.01.2026 15h30 | Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg

  • Ich denke schon, dass man mit Thorup einen besseren FCA hätte aufbauen können. ...

    Im Nachhinein ist man immer schlauer...


    Ich kann mich schon ab und an an ein verzweifelt-ratloses Gesicht von Thorup erinnern, als man einen ähnlichen Nackenschlag eingefahren hat wie den am Sonntag. Jess hat in seiner 2. Saison in der Winterpause die "Bus-vor-dem-FCA-Tor"-Lösung gefunden - als man dann die Punkte f.d. Klassenerhalt ermauert hatte, ist garnix mehr gelaufen und hat mögliche Europaplätze oder TV-Geldverbesserungen in Mio-Höhe versandelt - wie übrigens das Jahr zuvor auch - dies zu "Geld verbrannt".

    Ob Jess in seiner 3. Saison der Turnaround und eine Alternative zum Bus-parken beim FCA gelungen wäre, weiß niemand.

  • Meine These: April sitzt ein Feuerwehrmann auf der Trainerbank.

    Den Feuerwehrmann hätte man sofort nach der Entlassung von Wagner holen müssen

    Ganz ehrlich, ich glaube die haben einfach keinen anderen seriösen Trainer gefunden, der nach Wagner noch bereit was zu uns zu kommen.


    Was ich verstehen kann, die Vereinfsführung wirkt seit Sommer nicht sehr souverän auf mich.

  • Im Nachhinein ist man immer schlauer...

    Gab genügend warnende Stlimmen, ...


    Wurden die warnenden und zustimmenden Stimmen gezählt?


    Die fußballerische "Fachwelt" (Medien, Trainerkollegen, ehem. (National-)Spieler, Insider) haben das Projekt Wagner überwiegend zustimmend-positiv gesehen - aber auch auf mögliche Risiken hingewiesen, doch wo gibt es die nicht!? (siehe Xabi Alonso, die zu Saisonbeginn hochgelobten Blessin, Kwasniok, Polzin, Steffen - die inzw. alle in der Liga-Realität angekommen sind).


    Ich halte die Entscheidung der FCA-Verantwortlichen nach wie vor für richtig, man hat die Chance auf Wagner ergriffen, es hat nicht funktioniert - sichere Entscheidungen im Trainer- oder Spielergeschäft gibt es vermutlich nicht. Für mich ist diese Saison keine verlorene Saison, man wollte einen Wandel und hat diesen angestoßen - natürlich muss man jetzt schauen, dass Baum den Klassenerhalt hinkriegt.


    Leute, die´s im Nachhinein "immer schon gewusst" haben und "bessere Vorschläge (= Spieler, Trainer)" gehabt hätten, die in der Realität nie überprüfbar waren, halte ich persönlich wenig. Stillstand ist Rückschritt.

  • Braucht es öffentliche warnende Stimmen? Sollte ein Verein nicht selbst vorab überprüfen können, was ein Coach mitbringt und für was er steht? Ich bin bis heute noch ratlos für was Sandro Wagner Fussball steht.


    Beides ist bei Wagner, ohne in diskreditieren zu wollen, null vorhanden. Der Mann hat zuvor Regionalliga Bayern gecoacht, und da einen Verein zur Meisterschaft geführt, der den anderen strukturell + finanziell enteilt ist. Anschließend bei der Nationalmannschaft assistiert.


    Als Verein sich dann dafür zu entscheiden, ihm diese Mammutaufgabe beim FCA zu übertragen ist für meine Begriffe sehr riskant, um nicht zu sagen - Irre.

    Es ja nicht so, als hätte er bei uns eine spielerische oder sportliche Struktur vorgefunden auf der aufbauen könnte. Als er angefangen hat, gabs es nichtmal einen Sportdirektor.

    Bei uns hätte er ja, aktiv spielen sollen + Jugendspieler einbinden + nicht absteigen + sportliche Identität aufbauen. Ganz schön viel für einen Trainerneuling im Bundesliga Geschäft.


    Einen Wandel des Wandel willens anzustoßen ist übrigens Stillstand, zeigt sich ganz gut in der Situation in der der FCA aktuell steckt.

  • Braucht es öffentliche warnende Stimmen? Sollte ein Verein nicht selbst vorab überprüfen können, was ein Coach mitbringt und für was er steht? Ich bin bis heute noch ratlos für was Sandro Wagner Fussball steht.

    ...

    Ich hab ja schon das meiste oben dazu gesagt und will es eigentlich nicht wiederholen - trotzdem: die Fachwelt und die Leute, die ihn kennen, haben Wagner als "fleißigen, akribischen Arbeiter, Trainertalent und Menschenfänger" eingestuft. "Für was er steht", war jedem klar, der sich das ein oder andere Mal mit deutschem Fußball befasst.

    und again: wir könnten jetzt eine unendliche Reihe von Trainer-Vitas auflisten, wo Trainer-Novizen erfolgreich waren und erfahrene Trainer-Haudegen nach wenigen Monaten abgesetzt wurden (und umgekehrt) - ein aktuelles Beispiel ist X. Alonso ein, der zuvor nur unterklassig/Junioren trainiert hat, Vizekusen zum dt. Meister gecoacht hat und und nun in Madrid nach einem halben Jahr krachend gescheitert ist.

    "Niemand kann einem sagen, wie man es richtig macht. Aber nachher wissen alle, wie man es hätte besser machen können"

  • Braucht es öffentliche warnende Stimmen? Sollte ein Verein nicht selbst vorab überprüfen können, was ein Coach mitbringt und für was er steht? Ich bin bis heute noch ratlos für was Sandro Wagner Fussball steht.

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    Ich hab ja schon das meiste oben dazu gesagt und will es eigentlich nicht wiederholen - trotzdem: die Fachwelt und die Leute, die ihn kennen, haben Wagner als "fleißigen, akribischen Arbeiter, Trainertalent und Menschenfänger" eingestuft. "Für was er steht", war jedem klar, der sich das ein oder andere Mal mit deutschem Fußball befasst.

    Ich weiß es tatsächlich nicht. Wofür steht Sandro Wagner Fussballerisch?

  • Aktiver und attraktiver offensiv Fußball. Er hat es halt leider nicht geschafft, dass unsere Verteidigung bei Ballverlust sicher steht. Ich fand den Stil eigentlich nicht schlecht. Jetzt heißt es aber erstmal Punkte sammeln. Klassenerhalt schaffen. In Ruhe einen Trainer finden, der eine Mannschaft sicher stehen lassen kann mit aktiver Spielweise nach vorne. Endlich die passenden Spieler dazu finden, Problempositionen endlich richtig besetzen (Stürmer). Erfahrener Mittelfeldstratege, der andere anleiten und weiterentwickeln kann.

  • Ich weiß es tatsächlich nicht. Wofür steht Sandro Wagner Fussballerisch?

    Um es abzuschließen: eine Charakterisierung und Darstellung des Menschen & Trainers wurde glaub ich hier ganz gut getroffen:

    https://www.youtube.com/live/OdKB0B51JgE

    Ähnliche Entscheidungsgrundlagen hatten vermutlich auch die FCA-Verantwortlichen - ähnlich ist es Seinsch ergangen, als er damals den Newbie Weinzierl aus der Regionalliga als Cheftrainer verpflichtet hat oder Rettig, der den völlig unbekannten Jos Luhukhay aus Holland geholt hat.


    Zurück zum Thema: für mich hat auch die Mannschaft seit längerer Zeit einen entscheidenden Anteil am mauen Erfolg des FCA. der Kader ist gespickt mit erfahrenen Nationalspielern und guten Spielern...und man kriegt es einfach nicht geregelt, bestimmte Basics (Einsatz, Kampf, Zweikämpfe, Nachsetzen, Disziplin, etc.) auf den Platz zu bringen, kassiert einen frühen Rückstand und ist dann dabei in ein Desaster zu laufen. Kann einer Mannschaft ein oder zweimal passieren, doch dann müssen nicht nur von Trainerseite Gegenbestrebungen angeleiert wert, sondern auch von der Mannschaft INTERN - das fehlt mir völlig.

    Gut finde ich den neuen Capitano Schlotterbeck, der dies konkret öffentlich anspricht:

    https://www.kicker.de/schlotte…n-treffen-1182757/artikel

    https://www.augsburger-allgeme…k-wird-deutlich-113134790

  • Ich weiß es tatsächlich nicht. Wofür steht Sandro Wagner Fussballerisch?

    Um es abzuschließen: eine Charakterisierung und Darstellung des Menschen & Trainers wurde glaub ich hier ganz gut getroffen:

    https://www.youtube.com/live/OdKB0B51JgE

    Ähnliche Entscheidungsgrundlagen hatten vermutlich auch die FCA-Verantwortlichen - ähnlich ist es Seinsch ergangen, als er damals den Newbie Weinzierl aus der Regionalliga als Cheftrainer verpflichtet hat oder Rettig, der den völlig unbekannten Jos Luhukhay aus Holland geholt hat.

    Mein letzter Punkt dazu, ich will es dann dabei auch belassen.

    Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, wie der ein oder andere sich auch nach seinem scheitern, immernoch dem "Marketingsprech" hingibt und ihm allerhand Dinge attestiert, die er nicht annähernd einhalten konnte und / oder jemals unter Beweis gestellt hat.

    Was ist den aktiver Fussball? Fussball ist doch immer aktiv, egal in welcher Ausrichtung.


    Der so unbekannte Jos Luhukay, der vorher in Mönchengladbach Trainer war? ;-)

    Weinzierl war damals unbekannt, stimmt. Aber die Vorzeichen waren damals völlig andere, als sie es heute sind.

  • Wurden die warnenden und zustimmenden Stimmen gezählt?

    Nein. Wozu auch ? Es gab Beides.

    Die fußballerische "Fachwelt" (Medien, Trainerkollegen, ehem. (National-)Spieler, Insider) haben das Projekt Wagner überwiegend zustimmend-positiv gesehen - aber auch auf mögliche Risiken hingewiesen, doch wo gibt es die nicht!? (siehe Xabi Alonso, die zu Saisonbeginn hochgelobten Blessin, Kwasniok, Polzin, Steffen - die inzw. alle in der Liga-Realität angekommen sind).

    Weil etwas "überwiegend" von gewissen Leuten befürwortet wird, ist das völlig irrelevant. Fakten zählen. Und die sagten: Wagner hatte NULL Erfahrung als Traner über Regionallige, jedenfalls nicht als Hauptverantwortlicher. Das alleine war schon eine red flag. Dazu dann seine nicht unproblematische Persönlichkeit (vorsichtig gesagt), Null Erfahrung bei der Zusammenstellung eines Kaders auf BL Level, der seine Art Fussball spielen zu wollen trägt (die Kaderzusammenstellung bzw. die mangelhafte war dann auch ein Grund, weshalb er die Brocken hinwarf, weil er nicht mehr sah, seinen Fussball mit dem von ihm mit zusammengestellten Kader zu realisieren).


    Ja, TRainerentscheidungen sind immmer mir Risiko behaftet, aber in dem Fall von SW war das schon noch einmal eine andere Kategorie an Risiko.


    Ich halte die Entscheidung der FCA-Verantwortlichen nach wie vor für richtig, man hat die Chance auf Wagner ergriffen, es hat nicht funktioniert - sichere Entscheidungen im Trainer- oder Spielergeschäft gibt es vermutlich nicht

    Ich fand die Entscheidung damals für überaus riskant, vor allem angesichts der oben aufgezeigten Fakten und auch dem ERfolg des Vorgängers.

    Für mich ist diese Saison keine verlorene Saison, man wollte einen Wandel und hat diesen angestoßen - natürlich muss man jetzt schauen, dass Baum den Klassenerhalt hinkriegt.

    Steigt man ab, wird es nicht nur eine verlorene Saison sein. Dann wird man in der Entwicklung deutich zurückgeworfen. Sprotlich und finanziell.

    Leute, die´s im Nachhinein "immer schon gewusst" haben und "bessere Vorschläge (= Spieler, Trainer)" gehabt hätten, die in der Realität nie überprüfbar waren, halte ich persönlich wenig.

    Wie gesagt, es gab genügend, die bereits im Vorhinein gewarnt hatten. Dass diese Leute jetzt Recht behalten haben, ist halt nun mal auch Fakt und ob du davon wenig hältst ist irrelevant. Ist halt deine subektive Auffassung zu solchen Themen und Situationen. Kommt oft von Menschen, die nicht bereits sind anzuerkennen, dass sie falsch gelegen sind und andere die Situation besser eingeschätzt haben.

    Stillstand ist Rückschritt.

    Nein, nicht per se. Das ist falsch. Manchmal ist es besser still zu stehen als bewusst ins Unglück zu rennen aus purem Aktivismus etwas "tun" zu wollen/müssen.

  • FCATifosi :

    Alles, was du anführst, kann man nach der Methode "Glas halbvoll oder halbleer" interpretieren...


    Welche ernstzunehmende öffentliche Aussagen (= Fachwelt) gab es denn konkret von wem -gegen-Wagner (Stammtisch, Fan oder Klein-Hänschen von Nebenan gilt nicht)!?


    Natürlich ist ein Abstieg eine i.d.R. finanziell & sportlich ein herber Einschnitt - einerseits sind aber noch 54 Punkte zu vergeben, andererseits implizierst du, dass Thorup in der neuen Saison den Turnaround geschafft und seine Defensivstrategie weiterfunktioniert hätte, die schon die letzten Spiele der Vor-Saison nicht mehr hingehauen hat, u.a. weil die Gegner sich darauf eingestellt haben.

    Jesses Offensiv-Versuche haben in den 1,5 Jahren seiner Amtszeit immer als ein mittleres Desaster erwiesen - also besteht schon eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne die Wagner-Aktion vor der gleichen Situation stehen würde wie jetzt.


    Stillstand ist schon Rückschritt - wer nach dem Kölner Grundgesetz verfährt "et hätt noch emmer joot jejange" verfährt, wird auch mal erfahren müssen, dass man nicht immer das notwendige Glück hat und es 2 oder 3 Clubs gibt, die noch schlechter sind als der FCA.