Beiträge von Barbarossa

    Vielleicht hat's auch ein bisschen damit zu tun, dass meine letzten Auswärtfahrten aus verschiedenen, hier schon genannten Gründen ( Busfahrt, Fahnen...) allesamt eher unterweltigend waren.


    Der Hauptgrund, dass ich fast gar nicht mehr auswärts fahre, ist aber wohl dass mir der Fußball einfach nicht mehr wichtig genug ist, um einen ganzen Wochenendtag für ein Spiel zu "opfern".

    Die meisten von uns dürften das doch aus dem Arbeitsleben kennen - wenn ein neuer Chef ( am besten frisch aus der Uni) vom ersten Tag an alles umkrempeln will, geht das meistens in die Hose - da braucht es nicht mal Kollegen, die die Änderungen aktiv sabotieren, es reicht völlig, wenn der Großteil sich nicht aktiv eingebunden fühlt, die Änderungen weniger aus Überzeugung als auch Pflichtgefühl mittragen und bei den ersten Rückschlägen "War doch eh klar, konnte doch gar nicht funktionieren" denkt.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass es unter Wagner ähnlich gelaufen ist - das hat dann auch nichts mit Charakterschwächen zu tun, das sind einfach Führungsfehler eines unerfahren Trainers und die daraus entstehenden Gruppendynamiken.


    Baum hatt der Mannschaft jetzt einfach etwas Sicherheit zurückgegeben, in dem er sie ein System hat Spielen lassen, in welchem Fehler im Spiellaufbau nicht zwangsläufig zu einer Großchance des Gegners führen - dazu etwas Glück des Tüchtigen, so einfach kann Fußball manchmal sein.

    Starker Kampf unserer Mannschaft, bis zu Fellhauers Verletzung waren die letzten 20 Minuten das Packendste seid langer Zeit in unserem Stadion.


    Die neue Einlaufhymne ist dagegen total missglückt, es gibt Trauermärsche die bessere Stimmung verbreiten.


    Zudem wäre es schön, wenn jemand unserem Stadionsprecher den Unterschied zwischen einem Logo und einem Wappen erklären könnte.

    Was gibt's da eigentlich zu diskutieren?

    Dafür ist das Forum doch da, oder? Manche finden es schick, manche eher peinlich und andere juckts eher weniger - und im Vergleich zu manch anderen Themen hier lief das Ganze bisher sogar sehr zivilisiert, von mir aus kann das gern so bleiben.


    Werden jetzt dann eigentlich auch Lerchenzungen und Otternasen verkauft?

    Für Tätigkeiten, die weder besonderes Können erfordern noch körperlich oder psychisch anstrengend sind ( und so schätze ich den Bierverkauf als aussenstehender mal ganz naiv ein) find ich den Mindestlohn völlig in Ordnung.


    Bei den Mengen, die im Stadion ausgeschenkt werden, dürften die Lohnkosten aber eh einen eher Vernachlässigbar Anteil des Verkaufspreises ausmachen.

    Solange es noch Gastätten gibt, welche die Halbe unter 5 Euro anbieten können, sollte auch das FCA-Catering bei vergleichbaren Preisen nicht vor dem Ruin stehen.


    Naja, die Bierverkäufer vor dem Stadion wirds sicher freuen.

    Rein designtechnisch ist das Ding schön, das ist unstrittig, dass man der Kurve nicht vorschreiben kann wie sie auszusehen hat auch noch ok, aber rein schwarz mit goldenen Aufdruck? Alle in schwarz nach.... ???? Klingt dann wie ne Kampfansage oder Trauerzug. Wenn die Ornamente in dunkelgrün unterlegt, Wappen und WWK in silberweiß gehalten worden wären top 3rd Trikot.

    Egal ... Hauptsache der Ferein verdient Geld auch wenn es dem Gesamtbild schadet...

    In wie fern schadet es dem Gesamtbild?


    Abgesehen von Aktionsspieltagen (Alle in xxx) ist Schwarz doch eh schon die dominierende "Farbe" im zentralen Stehblockbereich.

    Ich teile Blubs Bedenken durchaus - das hat auch gar nichts mir Augsburger DNA oder individuellen Spielern zu tun, sondern mit der "Güteklasse" der Spieler, die für uns in der Breite realistisch und bezahlbar sind.

    Wenn Beispielsweise keinem Offensivspieler der Ball mal weiter als 50 cm vom Fuß springen darf, weil man sonst sofort ausgekontert wird, dann wirds für uns halt einfach verdammt eng - einen Kader, der die Anforderungen dafür erfüllt, halte ich einfach nicht für realistisch.

    Völlig unabhängig von der Thorup-Geschichte und (nicht) vorhandenen Sympathiewerten aus meiner Sicht eine ziemliche Wundertüte (bzw. Mystery-Box für die Gen. Z) und somit ein ordentliches Risiko, welches durch die teilweise Abwesenheit während der Vorbereitung nicht verringert wird.


    Ich hoffe die Verantwortlichen sind wirklich von seinen Trainerfertigkeiten überzeugt und nicht nur von seiner Medienpräsenz.

    Eines muss man der FCA Führung in diesem Fall lassen: Das Spiel mit den Medien haben sie in diesem Fall perfekt hinbekommen - häppchenweise interne Informationen an die Presse geliefert und im Gegenzug wohlgesonnene Berichterstattung erhalten.

    In früheren Fällen gab es selbst von unserer geliebten Schülerzeitung mal dezent kritische Kommentare - diesmal Überschriften wie " Woran Jurendic scheiterte".

    Cheapaue, ge**** eingeschläfert, Ehre wem Ehre gebührt.

    Um ehrlich zu sein, die Ticketbörse ist einer der entscheidenden Gründe, warum ich mich Jahr führ Jahr doch entscheide, die DK zu behalten - so ist der Platz im Stadion gesichert und der Verlust hält sich in Grenzen, wenn man doch 5-6 mal pro Saison etwas besseres vor hat.


    Vor 10 Jahren wars für mich noch fast undenkbar, für ein Konzert, einen Ausflug, ein Treffen mit Freunden o.ä. auf ein Heimspiel zu verzichten.


    Vor 5 Jahren waren das noch schwere Entscheidungen.


    Heute fällt die Entscheidung tatsächlich sehr leicht.



    Das liegt jetzt nicht primär an der Vereinsführung, da spielt viel Desillusionierung nach Corona, der immer ätzendere VAR und vielleicht auch einfach das voranschreitende Alter eine große Rolle.

    Aber hier haben Ströll und Co. deutlich demonstriert dass sie die zahlenden Dauerkartenbesitzer in etwa genauso ernst nehmen wie die stimmberechtigten Mitglieder auf diversen JHV.

    Ich seh gerade zwei Möglichkeiten, die Situation zu erklären:


    Entweder die Entscheidung gegen Thorup ist längst gefallen, die Vereinsführung möchte aber den Anschein wahren dass sie sich erst nach ausführlicher Analyse der gesamten Saison entschieden hat.

    Alternativ streut jemand aus dem Vereinsumfeld bewusst Falschinformationen/Halbwahrheiten, um die noch ausstehende Entscheidung im eigenen Sinne zu beeinflussen.


    Ich bin mir nicht sicher, welche Variante ich ätzende fände.

    Während des Spiels war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, wir genau die Handspiel-Regel momentan aussieht - aber wenn der DFB sogar im Nachhinein zugibt, dass es kein 11er hätte sein dürfen, fragt man sich ein weiteres Mal, wofür es den Scheiß VAR eigentlich gibt.

    Weiterhin wird einerseits Minutenlang über Millimerterentscheidungen gebrütet, während klare Fehler, zu deren Korrektur der VAR ja eigentlich gedacht war, einfach durchgerungen werden.

    Es ändert sich einfach gar nichts, zumindest nicht zum Besseren!

    Netter Versuch, wird aber an den grundlegenden Problemen nichts ändern und die Akzeptanz nicht großartig erhöhen.


    Zumindest bei mir hat auch nach Jahren kein Gewöhnungseffekt eingesetzt, ich könnte immer noch kotzen sobald das VAR-Logo erscheint. Ich will den Mist einfach nicht mehr sehen.