Wurden die warnenden und zustimmenden Stimmen gezählt?
Nein. Wozu auch ? Es gab Beides.
Die fußballerische "Fachwelt" (Medien, Trainerkollegen, ehem. (National-)Spieler, Insider) haben das Projekt Wagner überwiegend zustimmend-positiv gesehen - aber auch auf mögliche Risiken hingewiesen, doch wo gibt es die nicht!? (siehe Xabi Alonso, die zu Saisonbeginn hochgelobten Blessin, Kwasniok, Polzin, Steffen - die inzw. alle in der Liga-Realität angekommen sind).
Weil etwas "überwiegend" von gewissen Leuten befürwortet wird, ist das völlig irrelevant. Fakten zählen. Und die sagten: Wagner hatte NULL Erfahrung als Traner über Regionallige, jedenfalls nicht als Hauptverantwortlicher. Das alleine war schon eine red flag. Dazu dann seine nicht unproblematische Persönlichkeit (vorsichtig gesagt), Null Erfahrung bei der Zusammenstellung eines Kaders auf BL Level, der seine Art Fussball spielen zu wollen trägt (die Kaderzusammenstellung bzw. die mangelhafte war dann auch ein Grund, weshalb er die Brocken hinwarf, weil er nicht mehr sah, seinen Fussball mit dem von ihm mit zusammengestellten Kader zu realisieren).
Ja, TRainerentscheidungen sind immmer mir Risiko behaftet, aber in dem Fall von SW war das schon noch einmal eine andere Kategorie an Risiko.
Ich halte die Entscheidung der FCA-Verantwortlichen nach wie vor für richtig, man hat die Chance auf Wagner ergriffen, es hat nicht funktioniert - sichere Entscheidungen im Trainer- oder Spielergeschäft gibt es vermutlich nicht
Ich fand die Entscheidung damals für überaus riskant, vor allem angesichts der oben aufgezeigten Fakten und auch dem ERfolg des Vorgängers.
Für mich ist diese Saison keine verlorene Saison, man wollte einen Wandel und hat diesen angestoßen - natürlich muss man jetzt schauen, dass Baum den Klassenerhalt hinkriegt.
Steigt man ab, wird es nicht nur eine verlorene Saison sein. Dann wird man in der Entwicklung deutich zurückgeworfen. Sprotlich und finanziell.
Leute, die´s im Nachhinein "immer schon gewusst" haben und "bessere Vorschläge (= Spieler, Trainer)" gehabt hätten, die in der Realität nie überprüfbar waren, halte ich persönlich wenig.
Wie gesagt, es gab genügend, die bereits im Vorhinein gewarnt hatten. Dass diese Leute jetzt Recht behalten haben, ist halt nun mal auch Fakt und ob du davon wenig hältst ist irrelevant. Ist halt deine subektive Auffassung zu solchen Themen und Situationen. Kommt oft von Menschen, die nicht bereits sind anzuerkennen, dass sie falsch gelegen sind und andere die Situation besser eingeschätzt haben.
Stillstand ist Rückschritt.
Nein, nicht per se. Das ist falsch. Manchmal ist es besser still zu stehen als bewusst ins Unglück zu rennen aus purem Aktivismus etwas "tun" zu wollen/müssen.