Beiträge von César Menotti

    Abschließend


    Es war kein schlechtes Spiel, und mit etwas mehr Fortune wäre an diesem Tag eine Punkt möglich gewesen. Beachtenswert auch die mannschaftliche Defensivleistung, vor allem auch in der ersten Halbzeit.

    Zugleich war es auch das letzte Spiel mit Martin Schmidt auf der Trainerbank. Die Vereinsführung hat sich für einen Wechsel auf dieser Position entscheiden: Heiko Herrlich ist der sechste Trainer in der Erstligageschichte des FCA.


    Am kommenden Sonntag, im Spiel gegen Wolfsburg, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Stadion stattfinden wird, ist dem Team ein Erfolgserlebnis zu wünschen. Das Ergebnis dieses Vergleichs wird auch in die Tabelle mit einfließen, und doch gibt es viele Fragen zum anstehenden Spieltag, der Liga, dem Wettbewerb und dem Fußball im allgemeinen.


    Es sind nun ganz andere Themen, die den Fußball betreffen. Eine interessante Entwicklung innerhalb der Verbände, Ligen, Vereine und aller Beteiligten, im Laufe der Woche – an deren Ende es eigentlich nur ein Ergebnis geben kann.

    Spiele mit, oder ohne, Zuschauerbeteiligen, neutrale Spielorte, abgesagte Begegnungen, und mittlerweile nicht nur Spieler, sondern Mannschaften, die unter Quarantäne stehen.


    Der Fußball ist Teil der Gesellschaft, und hat darüber hinaus seine zusätzlichen Aufgaben zu lösen. Die Durchführung eines für alle Vereine fairen und vergleichbaren Wettbewerbs scheint nicht mehr möglich. Neben Fragen zur Fortführung der Saison, Aussetzung oder Beendigung auch viele wirtschaftliche Aspekte. Auch wenn es diverse vertragliche und rechtliche Vereinbarungen gibt, die vermutlich für diesen Fall bisher keine klaren Regelungen beinhalten können, sollte auch der professionelle Fußballbereich, vorausgesetzt eine geregelte Spieldurchführung ist spätestens zu Beginn des geplanten Saisonstarts 2020/21 möglich, die Saison beenden.

    Auch wenn die Wertung, Fragen zu Auf- und Abstieg oder Ligenzusammensetzung nicht so einfach sind, gäbe es hier verschiedene Möglichkeiten.


    Es sind aber auch viele verbundene Fragen: Die Einschnitte in das öffentliche Leben treffen den Fußball, und die, deren Arbeiten und Einnahmen direkt mit dem Spielbetrieb in Zusammenhang stehen, genauso. Und dabei geht es überwiegend nicht um die direkt dem professionellen Bereich zuzuordnenden Beschäftigten.


    Der Fußball, Verbände, Vereine und alle Beteiligten sollten sich schleunigst zumindest hier zu einheitlichen Vorgehensweisen einigen. Dies betrifft zunächst die Aussetzung oder Beendigung sämtlicher Wettbewerbe, insbesondere auch des geplanten kontinentalen Turniers.


    In diesem Zusammenhang wird auch wieder einmal bewusst, das es wichtigeres gibt – der Fußball, in institutionalisierter Form gesehen, könnte hier, vergleichbar anderen Bereichen, auch wieder an Ansehen zurückgewinnen: Gemeinsames Engagement, abseits anderer Zwänge, so weit möglich, über alle Farben.


    Allen Spielen, die am Wochenende noch durchgeführt werden einen sportlichen Verlauf und allen Beteiligten: Bleibt gesund. Die Fortführung des Spielbetriebs
    in der aktuell geplanten Form macht keinen Sinn: „Corona, du Hurensohn“*!


    Nur der FCA!



    * Titelzeile aus: „die Tageszeitung“, 10.03.2020

    Weiterzu

    Bei zehn noch ausstehenden Spieltagen sind es aktuell sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz, und der FCA spielt noch gegen vier der hinter ihm platzierten Mannschaften.


    Am kommenden Sonntag geht es nun zum aktuellen Tabellenführer nach München, wo das Spiel zunächst auch bei Null beginnt. Die Chance dort zu bestehen liegt in der allgemeinen Einschätzung vermutlich nicht nur ein wenig darin, dass aktuell niemand damit rechnet.


    Der FCA hat im letzten Heimspiel vor allem auch in der zweiten Halbzeit in einigen Situationen und in der Einstellung wieder mehr Hoffnung gemacht. Wie wäre es wohl, wenn der FCA seine tatsächlichen Möglichkeiten in allen Mannschaftsteilen über die gesamte Spieldauer aufzeigen könnte.


    Zu wünschen wäre es auch einzelnen Spielern genau in diesem Vergleich ihr vorhandenes Potential abrufen zu können. Wohlmöglich wäre dies dann der Start für eine erfolgreiche Restrunde, in der der FCA nicht nur schnell, die noch für den Klassenerhalt nötigen Punkte, einsammeln würde.


    Die Meisterschaft scheint sich maximal noch zum Vierkampf zu entwickeln, während dies im Tabellenkeller so noch nicht ganz klar scheint. Dazwischen ein Mittelfeld, in dem sich durch die noch ausstehenden Spiele Verschiebungen ergeben könnten.


    Sportlich einige interessante Konstellationen in der Liga, die aber in anderer Hinsicht in der Außenwahrnehmung, nicht nur durch Verbandsvorgaben, verschiedene Fragen aufwirft.


    Neben den ständigen Regeländerungen, Freistoßsprayskizzen und Videobeweis, nun eine weitere, sehr weitreichende neue Aufgabe für den Schiedsrichter: Er soll zu dem Geschehen auf dem Platz auch noch die Ränge im Auge behalten. Genaugenommen soll er weitere Entscheidungen treffen, die nichts mit dem Spiel auf dem Platz zu tun haben. Wie weit soll das gehen? Gibt es demnächst eine Qualifizierungsoffensive für Referees seitens des Verbands mit Einführungsvideos zu guten und schlechten Äußerungen? Und wo verlaufen dann die Grenzen?


    Und was für eine Lösung sollen denn Spielunterbrechungen, -beendigungen, das Hin- und Herschieben des Sportgeräts oder wechselseitige
    Solidaritätsbekundungen anbieten?


    Nicht nur das eine Diskussion aus dem Ruder zu laufen scheint bzw. auf Sachebene tatsächlich nicht stattfindet, alle Fußballfans auf den Stehplätzen werden pauschal diffamiert. Nein, es geht hier weder um genannte „Kampfbegrifflichkeiten“ noch um die „Auslese“ bestimmter Gruppen, und es ist nicht nur absolut wahnwitzig welche Zusammenhänge gegen Fußballfans von Seiten des Verbands, einzelner Vereine und teilweise darüber hinaus, aufgebaut werden.


    Abseits publicityfeiner Transparente und Bekundungen seitens der Verbände wäre zumindest vergleichbares Engagement auch bei der tatsächlichen Bekämpfung von Ausgrenzung und Diskriminierung jedweder Minderheiten in Stadien längst erwünscht. Verantwortung beginnt bei und für jeden Einzelnen.


    Nicht oft genug lassen sich wiederholen, dass der Fußball in seiner über den professionellen Bereich hinausreichenden Gesamtheit noch existent und nicht nur als Kulturgut zu schützen ist, sowie die Stadien einen gesellschaftlichen Querschnitt repräsentieren.


    Dieser Verantwortung bewusst sollten die tatsächlichen Aufgaben des Verbands und seines neuen Vorsitzenden viel weitreichender und grundsätzlicher sein – sowohl in der Transparenz wie auch in den Versuchen tatsächlichen Konsens zu erzielen.


    Am nächsten Wochenende steht wieder das Spiel im Mittelpunkt, wenn der Tabellendreizehnte beim -ersten antritt. Ohne Berücksichtigung der letzten Begegnungen, als Mannschaft geschlossen auftreten und gemeinsam ein Ausrufezeichen setzen – das ist es! Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Zum Spiel

    Auch wenn der Abstand zu Platz 16 wieder etwas geringer geworden ist, noch genügend Saison für ein gutes Ende. Es ist eben doch noch nicht das Niemandsland der Tabelle, und das Ziel bleibt, überall zu punkten. Gegen alle noch anstehenden Gegner hat der FCA zumindest schon einmal gewonnen.

    Dennoch sollten Spiele gegen Leverkusen auch weiterhin stattfinden, und irgendwann muss es ja dann mal klappen.


    Wie weit bzw. von welcher Dauer kann die Entwicklung der Borussia noch sein. Auch wenn es etwas ungewöhnlich klingen mag spielt der VfL, bei einem Spiel weniger, auch nach zwei Drittel der Saison noch um die Meisterschaft mit.


    Nicht nur spielerisch überzeugt die Borussia im Wettkampf mit den höher besetzten Klubs in der Spitze. Wenngleich Verein und Umfeld sich über Jahre wieder weiterentwickelt haben, und eben hier, wie oft erwähnt, ein positives Beispiel abgeben.

    Nach dem frühen Ausscheiden im DFB- und Europapokal kann sich der VfL ganz auf die Liga konzentrieren. Und wenn es auch nicht für den ganz großen Wurf reichen sollte, wäre eine neuerliche Teilnahme an der Champions League ein weiterer großer Erfolg.


    Ob dieser Gegner die Messlatte für den FCA ist, eine andere Frage. Zumindest die Heimbilanz in der Bundesliga ist positiv. Auch und trotz der Erinnerung an besondere Spiel am Niederrhein, waren die letzten beiden Auftritte des FCA in 2019 saisonübergreifend weniger erfolgreich.


    In der aktuellen Situation könnte dies aber eben, wie in der nachfolgende Woche auch der Tabellenführer, genau der richtige Gegner sein. Nicht deswegen weil die Erwartungshaltung geringer ist, sondern, weil die Spielweise dieser Mannschaften dem FCA entgegenkommen könnte.

    Voraussetzung für ein überzeugendes Heimspiel ist aber ein Ineinandergreifen aller Mannschaftsteile und eine kompakte Defensivbewegung. Sollte dies, möglichst über die gesamte Spieldauer, gelingen, und ergänzt durch etwas mehr Ballbesitz, auch die Spitzen besser eingesetzt werden, scheint, vor allem im Spiel gegen Mönchengladbach alles möglich.


    Vom Ansatz vergleichbare Beispiele gab es auch in dieser Saison mehrere, wesentlich aber erscheint die Konstanz die eigenen Fähigkeiten über die gesamte Spieldauer aufzuzeigen. Es ist die Mannschaft, die ein Zeichen setzten, und, ohne Vergleich zur Entwicklung in der Vorrunde, erkennen lassen kann, wozu sie in der Lage ist.

    Der Blick richtet sich nicht nach hinten, sondern nach vorne, und auch in diesem Spiel gibt es wieder drei Punkte zu gewinnen. Mit jedem vorher gewonnenen Punkt spielen die fünf Vergleiche gegen Konkurrenten in der zweiten Tabellenhälfte in den letzten Spieltagen eine schwächere Rolle – zumindest was den Kampf gegen den Abstieg oder die Relegation anbelangt.


    Die Liga ist schwer einzuschätzen, und auch wenn der Abstand noch komfortabel erscheint, benötigt die Mannschaft langsam wieder Erfolgserlebnisse. Bei elf noch ausstehenden Spielen sollte ein Schnitt von einem Punkt pro Spiel ausreichen, und jeder Dreier die Situation weiter entspannen.


    Es ist auch weiterhin der falsche Moment über einzelne Spieler zu sprechen, oder größere Bereiche in Frage zu stellen, es geht nur darum gemeinsam weiter voranzukommen. Trotz sportlich immer wieder ansprechenderen Auftritten scheinen die Sorgen einiger hinter dem FCA liegender Mannschaften deutlich größer.


    Trainer, die kommen und gehen, entstehende Schlammschlachten mit Managern, Sportvorstände, die von sich aus aufhören: Schlagzeilen nur von zwei Vereinen, die in der Tabelle schlechter platziert, und nicht zu den letzten beiden gehören.


    Von daher scheint es wichtig bei allen Überlegungen sich bewusst zu werden, das auch dieses Jahr eine Form von Geschlossenheit und demonstrativer Ruhe, auch wieder eine Rolle spielt. Das dies bei zwei andern Mitbewerbern bis zuletzt so bleiben muss, ist längst nicht sicher.


    Alle andern Gedanken zurückgestellt liegt es an der Mannschaft beim ersten Bundesligapflichtspiel an einem Schalttag alle Hebel umzulegen, und mit einer gelungen Leistung an Zuversicht nicht nur in die eigenen Möglichkeiten zu gewinnen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Verflucht

    In einem Spiel mit weniger Ballbesitz und keinen eigenen Ecken holt der FCA einen Punkt gegen Freiburg. Nach 22 Spielen und 27 Punkten auf Platz 11, der FCA steht nach dem letzten Spieltag nun mit 10 Punkten vor dem Relegationsplatz. Nicht nur dies ist kein Grund sich unmutig gegenüber der eigenen Mannschaft äußern. Es gab schon bessere Spiele mit schlechterem Ausgang, und auch die Heimbilanz ist gut.


    Vielmehr geht der Blick nun auf die nachfolgenden Aufgaben – beginnend mit einem Rätsel.


    Was auch immer und wie rational verstehbar ein Fluch sein mag, es gibt Konstellationen, die einfach so, und damit eben, nicht unwahrscheinlich sind. Warum gewinnen manche Vereine trotz vieler Vergleiche, über viele Jahre, nicht gegen andere, oder warum verliert ein Verein über Jahrzehnte acht Europapokalfinals in Folge.


    Vielleicht eignen sich die Vergleiche zwischen dem FCA und Leverkusen nicht für die ganz große Geschichte, und hoffentlich wird es, bei gleichbleibender Anzahl von Spielen, auch nie so sein. Aber es gab doch nun schon einige Kuriositäten in den Spielen gegeneinander, die auch immer wieder hervorgehoben werden.


    Von aktuell 19 Pflichtspielvergleichen haben die Rheinländer zwölf für sich entscheiden können, beginnend mit dem nicht in dieser Statistik als Niederlage mitgerechneten Pokalvergleich 1993.


    Insgesamt eine gute Saison bisher für Leverkusen, die sich mit Ausnahme einer Zwischensaison, dauerhaft im Kreis der Spitze beweisen können. Die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze scheint dieses Jahr aber auch insgesamt konstanter - in dieser Wertung scheint es bis zuletzt spannend zu bleiben. Gleiches gilt wohl auch für die Personalie Kai Havertz, den der Werksverein auch über den Sommer hinaus gerne in seinen Reihen behalten würde.


    Am kommenden Sonntag spielt die Mannschaft mit den mit häufigsten erhaltenen Eckbällen gegen die mit den mit wenigsten. In der Torschussstatistik, Torschüsse pro erzieltes Tor, steht Leverkusen nur knapp vor dem FCA, demgegenüber steht beim FCA der bisher treffsichere Schütze im Sturm. Diese Aufzählung ließe sich noch verschieden fortführen, bei der Suche nach einer Begründung, warum die Geschichte mit dem Fluch, wie auch immer weiter gehen könnte oder auch nicht.


    Vielleicht aber geht nicht nur wirklich jedes Spiel bei null an, sondern im Nachhinein stellt sich heraus, dass alles vielleicht doch anders war, und etwas dauern musste. Die einzige Challenge dieser Art noch in der Liga für den FCA.


    Sicherlich dient dies auf dem Weg in das zehnte Jahr Bundesliga auch noch der Etablierung, aber es gibt noch andere Gründe und Wünsche warum es diesmal klappen müsste.


    Der FCA gewinnt immer auch dann, wenn es am unwahrscheinlichsten scheinen mag, stimmt so nicht – dann hätten zumindest zwei
    Spiele gegen Leverkusen auch nicht verloren werden bzw. Unentschieden enden müssen.


    Es ist genau jetzt der genau richtige Zeitpunkt dafür, nicht nur weil sich dann einzelne Spieler, Mannschaft und wer auch immer noch, in
    irgendeiner Form rehabilitieren würden oder überhaupt müssten – nein, sondern weil dann zumindest theoretisch ein Aufrücken auf drei Punkte bis zu Platz 7 möglich wäre.


    Dies entspräche nach dem 23. Spieltag einem Schnitt von 1,3 Punkten pro Spiel, und würde nicht nur den Moment wie auch die Perspektiven
    ganz anders wirken lassen. Wenn dies dann noch den Anfang einer neuen Serie ausmachen würde, ließe sich zwar weiter vortrefflich und mit vielerlei Ansichten über alles in und um die Mannschaft sprechen, aber plötzlich unter ganz anderen Voraussetzungen.


    Dabei auch noch einmal der Hinweis, dass es keine Flüche nie geben kann, es sei denn, man bleibt bei der Wahrheit – der, auf dem Platz.

    Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Teamentwicklungen

    Zwei verschiedene Spielhälften, in denen wenige Situationen den Ausschlag gegeben haben. Verschiedenes auf dem Platz erkennbar, lässt sich das Spiel in Frankfurt auch aus anderer Sicht erklären: Eine zunehmend an Auftritt gewinnende Frankfurter Mannschaft und eine latent nachlassendes Augsburger Team.

    Es gibt verschiedene Möglichkeit ein Spiel zu betrachten und im Nachgang zu analysieren. Je nach Betrachtung liegt das Augenmerk dann etwa mehr auf einzelnen Positionen, Mannschaftsteilen, dem Zusammenspiel dieser, oder verschiedenen Ausrichtungen und Formationen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich dann Schlüsse für kleinere Anpassungen oder auch größere Veränderungen ziehen.
    Manchmal sind es mehrere Faktoren, die in der jeweiligen Konstellation zusammenkommen, und dadurch auch Korrekturen erschweren.

    Spiele werden nicht nur gewonnen weil eine Mannschaft besser oder die andere schlechter ist. Genauso fallen Tore eigentlich immer im psychologisch richtigen Moment. Manche Spiele lassen sich im Ablauf nicht nur durch klar erkennbare Spielsituationen richtig verstehen.
    Vielmehr benötigt es auch spielübergreifende Erfahrungen zum Stand einer Mannschaft, und wie sie auf neue oder wiederkehrende Momente reagiert. Dies betrifft nicht nur physische, spielerische oder taktische Parameter.
    Und auch sehenden Auges lässt sich, auch wenn allen Beteiligten dies bewusst ist, oft nur schwer im entsprechenden Moment auf den Fortgang Einfluss nehmen.
     
    Unabhängig der Leistung schwanken bei der Mannschaft auch die Ergebnisse. Auf motivationsfördernde Auftritte folgen fehleranfällige, in denen gegenläufige Prozesse erkennbar sind. Dies kann aber auch als Teil eines erweiterten Etablierungsprozess gesehen werden.
    Das vermeintliche Paradoxon liegt nicht im Wechsel des Auftretens, sondern in den dahinter stehenden Prozessen. Vergleichbar mit ausschlagenden Wellen, die sich mit der Zeit wieder einpendeln sind es oft auch nur Nuancen, die den Anstoß dafür liefern können, und an dessen Ende dies als nicht unbedeutende Form der Reifung betrachtet werden könnte.

    Dieser Gedankengang eignet sich nicht als Erklärung für die zum vierten Mal in dieser Saison erhaltenen fünf Gegentore, lässt sich aber durchaus auch in diesen Zusammenhang einfügen. Immer noch neun Punkte Abstand zum Relegationsplatz und 26 Punkten nach 21 Spieltagen lassen faktisch erkennen, dass die Mannschaft auch schon eine erfolgreichere Phase in dieser Saison hatte.
    Beides gehört zusammen, und im Fortgang der Entwicklungen treten dann manche Ereignisse nicht mehr so auf bzw. pendeln sich auch Ergebnisse wieder ein.

    Von den vorderen beiden Mannschaften der Liga wollte keine am vergangenen Spieltag verlieren , das Spiel der Gladbacher entfiel, und von den nachfolgenden zwei Teams wollte keiner gewinnen. Das vermeintliche Resultat scheint, dass der Meisterschaftskampf nicht halb so offen ist wie zuhauf vermeldet.

    Auch wenn es nach dem 21. Spieltag noch viele Möglichkeiten gibt, manifestiert sich langsam eine Dreiergruppe auf den letzten Plätzen - der Pokal hat wohl seine eigenen, und ligaunabhängigen Gesetzmäßigkeiten.

    Nicht jeder scheint für jede Position geeignet. Und nicht selten endet dies mit einen mehr oder weniger freiwilligen Rücktritt.
    Nach nicht mal 100 Tagen zieht sich auch Jürgen Klinsmann von der Rolle des Cheftrainers bei Hertha BSC zurück. Er zieht sich auf seine Funktion als Aufsichtsrat zurück. Auch ohne weiteren Details, klingt auch dies wie Hauptstadttheater - von den besten Seiten.

    Am kommenden Samstag geht es nun gegen den SC Freiburg, der wieder eine gute Saison spielt. Dabei sollte es der Mannschaft wieder gelingen sich auf ihr Spiel zu konzentrieren, nicht nur spielerisch zu überzeugen, und dadurch einen weiteren Schritt in der Entwicklung, nicht nur Richtung zehntes Jahr erste Liga, zu machen. Gutes Spiel!

    Nur der FCA!

    Potentiale

    Mit zunehmender Spieldauer zeigte sich der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften: Der FCA wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen.

    Das sich nun auch größere Vereine bei Spielen in Augsburg auf die Defensive verlagern, darf auch als Anerkennung des kontinuierlichen Arbeitens in Augsburg gesehen werden. Das aktuelle Zwischenergebnis: Platz 10 und neun Punkte Abstand zu Platz 16, und eben, Werder Bremen.


    Durch verschiedene Entwicklungsprozesse und die Anzahl der Spiele lassen sich Vor- und bisherige Rückrunde nicht miteinander spielerisch vergleichen, punktemäßig hat der FCA bereits zwei Punkte mehr erreicht im Vergleichszeitraum.


    Vor dem Spitzenspiel alles beim alten, und vier Teams, die auf ein Spiel zusammen liegen. Aktuell auch etwas Abstand auf den hinteren Plätzen: vier Mannschaften auf ein Spiel zusammen, und mindestens 5 Punkte und 8 Tore Abstand zu Platz 14.


    Unter der Woche das Achtelfinale im DFB-Pokal. Ein wenig Wehmut auch bei der Betrachtung der bisherigen Auslosungen der Spielpaarungen. Vielleicht geht es hier für den FCA in der nächsten Saison auch wieder etwas weiter.

    Der Charakter des Wettbewerbs zeigte sich bereits bei den ersten vier Spielen der Runde, als der letzte FCA-Gegner Bremen gegen Dortmund, und der nächste, Frankfurt, gegen Leipzig, gewann.


    Die Eintracht hat sich auch über die Spielweise in den letzten Jahren definiert. Nach den Abgängen in der Offensive sollte diese Spielzeit eine Art Übergangssaison sein. Punktgewinnen und Siegen gegen besser platzierte Mannschaften wechseln sich ab mit Niederlagen gegen schwächere Teams. Nach gutem Saisonstart schwächelte die Eintracht etwas zum Ende der Hinrunde.


    Mit den Siegen in Hoffenheim und gegen Leipzig starteten die Frankfurter gut in die Rückrunde.

    Einer bestimmten Erwartungshaltung begegnete die SGE in Düsseldorf mit einem eher defensiven Konzept und gewann in der letzten Minute einen Punkt. Als Tabellenelfter ist das Ziel zunächst den Abstand nach unten zu vergrößern bzw. in den direkten Vergleichen gegen schwächer platzierte Teams zu halten.


    Nach erfolgreichen Spielzeiten mit attraktiver Spielweise zeigt sich auch wie viel schwerer es für die Eintracht ist sich bei besser aufgestellten Mitbewerbern dauerhaft in der erweiterten Spitze zu etablieren.


    Verschiedene Agreements und Klausel, die den Regularien der Verbände entsprechen. So dürfen etwa Selke und Ilsanker nicht in Spielen gegen ihren letzten bzw. ausleihenden Verein antreten.

    Vor dem Hintergedanken welche Spieler schon alle für den FCA in der Bundesliga aufgelaufen sind, die Überlegung, wen man dann im Vergleich beim Nachfolgeverein nicht mehr sehen wollte.


    Aussetzten für Trainer und die Regelumsetzung durch Schiedsrichter, es gibt verordnete Regeln zur Erlangung bzw. Bewahrung von Respekt auf und neben dem Platz. Nun ließe sich zwar über das Auftreten von gutbezahlten Profis beim Fußball schön streiten, aber weder greift die Vorbildfunktion noch die Verschiebung ins allgemeine, mittels der Aussage, dass dies ein gesamtgesellschaftliches Phänomen sei.

    Vielmehr zeigen die Beispiele anderer, auch medienbekannterer, Sportarten, dass es eben auch anders geht. Zu hoffen, dass es zumindest dort noch länger so bleibt.


    Man kann sich über gelunge Einzelleistung und Spielzüge des FCA in jedem Spiel freuen: Noch schöner ist es allerdings ein Spiel zu sehen, in dem die Mannschaft ihr gesamtes Potential über die ganze Spielzeit zeigen kann.

    Nicht nur im Gedanken an den letzten Auswärtsauftritt an einem Freitagabend in dieser Saison ist für den FCA auch in Frankfurt alles möglich. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Ligaalltäglich
     
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten Statistiken zu lesen und zu deuten - am Schluss steht das Ergebnis. Ein Auswärtssieg in Berlin muss dann eben noch etwas warten.
     
    Nach dem letzten Wochenende wieder ein Zusammenrücken an der Spitze und erste Hoffnung dass der letzte Saisonspieltag in Augsburg nichts mit dem Meisterschaftsausgang zu tun haben könnte - aktuell sind es vier Punkte von Platz 1 bis 4.
    Am Tabellenende steht die Fortuna, am nächsten Samstag mit neuem Trainer - das mit den Treueschwüren sollte man besser ganz lassen. Bemerkenswert ist, das Paderborn mit einem weiteren Sieg auf einen Nichtabstiegsplatz klettern könnte.
     
    Bei Personen, die im allgemeineren Interesse stehen werden die unterschiedlichsten Details hervorgehoben. Allein dadurch entsteht auch eine Form der Distanz. Dies ist bei Profifußballern nicht anders als bei anderen Personen im vermeintlichen Rampenlicht. Mitunter entsteht nicht nur durch die mediale Berichterstattung ein eigenes Bild.
     
    Längst vorbei die Zeiten als die Spieler, oft noch aus der Region kommend, nach dem Spiel den Tag gemeinsam mit Beteiligten und Anhängern ausklingen ließen.
    Mittlerweile greift die professionelle Vorbereitung einschließlich Schlaf- und Ernährungsplan immer früher in das Leben potentieller Nachwuchsstars ein - entsprechende Lebensweise scheint immer mehr ein Muss.
    Umso sympathischer scheint dann die Aussage eines Spätberufenen, dessen Weg in den Profifußball anders startete, und der mit Auftreten und durch persönlichen Einsatz zeigt, woher der Fußball eigentlich kommt, und schon dadurch sympathisch wirkt.
     
    Ein guter Weg ist es auch ehemalige Spieler in den Verein einzubinden. Dazu gehört auch die Verpflichtung von Christoph Janker an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich.
     
    Zusammenstehen heißt nicht nur sich jede Woche in einer überschaubaren Fläche aneinander zu drängen, sondern sich auch in anderen Angelegenheiten gemeinsam zu organisieren. Der neu gegründete Ulrich-Biesinger-Tribüne e. V. bündelt die Interessen aller FCAler in- und außerhalb des Stadions.
     
    Liegt es an der Spieltagterminierung oder welche Gründe auch sonst relevant sein könnten: Spiele gegen Werder Bremen haben des Öfteren eine eigene Geschichte. Am kommenden Samstag spielt der Tabellensechzehnte beim Zwölften, und alles scheint sich fast aus dieser Konstellation zu erklären.
    Werder, mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet kämpft wieder um den Klassenerhalt, während der FCA in den ersten beiden Rückrundenspielen ohne Punkt blieb. Der gefühlte Eindruck, dass beide Mannschaften am Ende nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden, hilft aber momentan niemanden.
     
    Werder hat bisher die meisten Gegentore der Liga erhalten und, über längere Zeit ungewöhnlich, die viertwenigsten erzielt. Auf den Auswärtssieg in Düsseldorf folgte wieder eine mehr oder minder merkwürdige Niederlage.
     
    Es kann nicht nur die Verletztenmisere sein, dass Werder im Abstiegskampf steckt. Demgegenüber kann die gute letzte Spielzeit auch nicht als Maßstab gesehen werden.
    Ein Mischmasch aus Fußballidee, Tradition, Wandel innerhalb der Liga und Realitäten macht es für Bremen, das am letzten Spieltag von Dortmund in der ewigen Tabelle auf Platz 3 verdrängt wurde, immer schwerer an vergangene Zeiten anzuknüpfen. In einer in der Struktur sich weiter auseinanderklaffenden Liga wird es immer schwerer werden die internationalen Plätze zu erreichen.
     
    Nach dem Spektakel im letzten Heimspiel und dem Auftritt in Berlin sollte es das Ziel sein als Mannschaft einen stabilen Auftritt zu liefern, der sich an die Entwicklung der Vorrunde anschließt, und in dem der FCA in vielerlei Hinsicht zeigt, wohin er in dieser Saison nicht hingehören sollte. Gutes Spiel!
     
    Nur der FCA!

    Fußballzeiten

    Auch wenn die Gegentorzahl die gleiche wie in der Vorrunde war, war es ein ganz anderes Spiel, in dem es der FCA eine Stunde lang ganz gut machte.

    Den Unterschied machte dann Haagland, der bereits in seinem ersten Ligaauftritt drei Treffer in 23 Minuten erzielte.


    Wird es wirklich der spannendste Meisterschaftskampf seit längerem? Drei Punkte Abstand zwischen Platz 2 und 5, vier dann noch zur Eins.

    Der BVB mit neuen Wunderstürmer, Schalke besiegte Mönchengladbach, Leipzig und München. Viel wird von den Direktvergleichen abhängen - drei davon für den aktuell führenden an den nächsten fünf Spieltagen.


    Auch auf den hinteren Plätzen wieder etwas Bewegung im Tableau: Köln und Bremen die Punktsieger, Mainz und Düsseldorf mit unglücklicherem Start in die Rückrunde. Vier Punkte zwischen Platz 16 und 11, Paderborn mit 5 Punkten auf dem letzten Platz.


    Die Liga wirkt interessant. Was bedeutet dies vor dem Hintergrund einer weit vorangeschrittenen Internationalisierung des Fußballs?

    Nicht nur durch die Verteilung der Gelder bzw. den vorhandenen Budgets sind die dominierenden Mannschaften aus anderen Verbänden.

    Auch werden die zukünftigen Helden der Arenen längst weltweit gesucht, und der Sport verkommt noch mehr zur Ware. Ist das beabsichtigte Alleinstellungsmerkmal, eigene Tradition und Moderne zu verbinden, so überhaupt durchführbar? Ist nicht alles nur eine Form des
    Marketings?

    Kann sich der Fußball überhaupt wieder aus diesen Umklammerungen lösen? Aktuell scheinen die Erlöse noch zu steigen, aber wie wird es weitergehen?

    Und könnte eine nationale Liga hier den Anfang machen?
    Zumindest momentan scheint dies ausgeschlossen - was aber nicht heißt, das es immer so sein wird. Der Sport als Wirtschaftsgut war nie ein Perpetuum Mobile.


    Strittige Szenen demnächst auf der Anzeigetafel, Videobeweis easy für alle. Weder macht dies den Sport gerechter noch transparenter.

    Zu befürchten ist das durch eine weitere Anzahl von Ansichten noch mehr Unstimmigkeit entsteht. Die einzige Wahrheit bleibt auf den Platz, und konnte früher auch ohne elektronische Hilfsmittel dargestellt werden.



    Am kommend Samstag geht es zum ersten Mal in dieser Saison nach Berlin. Nach 18 Spieltagen steht Union im ersten Bundesligajahr auch Dank der Heimbilanz ganz gut da. Bei den Spielen gibt es keine ergebnismäßigen Ausrutscher, einschließlich einer geringeren Gegentrefferquote als besser platzierte Mannschaften - gut vorstellbar, wenn die Köpenicker weiterhin die Ruhe bewahren, dass sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden.


    Die beginnenden 20er-Jahre lassen verschiedene Rückblicke in die Zeit vor 100 Jahren entstehen als Berlin die drittgrößte Stadt der Welt war.

    Während Nürnberg, Fürth und der HSV neun von zehn Meisterschaften, ohne Berücksichtigung des Ausgangs 1922, gewannen, erreichten in dieser Zeit neben den genannten und dem FSV Frankfurt drei Berliner Vereine das Endspiel - darunter 1923 Union. Aktuell sind die Köpenicker von den genannten Vereinen am besten platziert.



    Es bleibt auch im neuen Jahr so, dass Spiele gemeinsam erfolgreich gestaltet werden, Kader und Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen sind groß genug.
    Insbesondere nach dem Ablauf der Vorrunde bereits nach einem Spiel wieder einzelnes hervorzuheben erscheint wenig sinnvoll. Die aktuelle Platzierung des FCA unterstreicht dies auch deutlich.

    Beim dritten Auftritt in der Alten Försterei, und dem elften Versuch als FCA ein Pflichtspiel in Berlin zu gewinnen, geht es auch darum zu zeigen, dass sich alles weiter bewegt, der FCA nicht nur auf einem guten Weg ist, sondern einen nächsten Schritt Richtung möglicher Saisonziele macht, und den Abstand nach hinten hält - und dies weiterhin als geschlossene Einheit. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!


    Auf ein Zehntes

    Nach den letzten Auftritten, Platz 10 und 23 Punkten zum Ende der Vorrunde, geht der FCA mit einer guten Ausgangsposition in die Rückrunde.
    Die Frage was mit dem Kader in dieser Saison noch möglich sein könnte, sollte allerdings noch im Hintergrund stehen, geht es doch zunächst darum die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

    Es bleibt dabei, dass das primäre Ziel 40 Punkte sind, und dann noch hoffentlich genügend Spiele für die Kür bleiben.
    Ein Gedanke, der angesichts des aktuellen Kaders entstehen darf, ist ein vorsichtiger Blick in die Zukunft.
    Aufbauend darf durchaus die Hoffnung gehegt werden, dass es gelingt eine Mannschaft zu formen, die konstellationsunabhängig an Konstanz und Stabilität gewinnt, und dazu beitragen könnte, gedankenoffener in eine Saison zu starten.
    Dies könnte dann als eine der nächsten Stufen der Etablierung gesehen werden.

    Zunächst aber zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund. Ein Spiel, bei dem sich, nicht nur durch die letzten Erfolge, die Entwicklung der gesamten Mannschaft im Vergleich zur Vorrunde zeigen könnte.

    Mit sieben Punkten Rückstand auf Platz vier stehend ist die Ausgangsposition des Meisterschaftsanwärters schlechter als vor einem Jahr. Damals hatten die Dortmunder mit 42 genau zwölf Punkte mehr.
    Kämpferisch optimistisch äußerte sich zuletzt Trainer Favre, dessen Team in der Vorrunde zu oft noch Punkte liegen gelassen hat. Neue Hoffnung entsteht auch durch die Verpflichtung von Erling Haaland, der in allen Wettbewerben, einschließlich Champions Leaque, in der Vorrunde mehr Tore erzielte als er Spiele hatte.

    Früher fanden Saisonvorbereitungsspiele in der näheren Umgebung statt, und konnten auch als Werbeveranstaltungen in der Region gesehen werden. Ab und an gab es dann Vergleiche gegen einen Bundesligisten. Nachdem zwischenzeitlich Trainingslager für Mannschaften ab der dritten Liga obligatorisch wurden, fanden diese Spiele zunehmend auch in südlicheren Regionen statt.

    Im Zuge allgemeiner Marketingaktivitäten und Verbandsabsprachen haben Testspiele nun weitere Bedeutung erlangt. Nur noch eine Frage der Zeit bis dann noch unliebsamere Spielorte auf der Agenda stehen werden.

    Der Teilnahme am Ende der Saison, parallel zu möglichen Relegationsspielen, zuzusagen, hat aber noch eine weitere Qualität - Fußball, quo vadis? Wieviel nutzloser und deswegen schöner wäre doch da ein Vergleich gegen einen regionalen Kreis- oder Bezirksligisten?

    Gleich ob die Zählwiese für ein neues Jahrzehnt dieses oder nächstes Jahr beginnt, der FCA ist auf einem guten Weg sich für ein zehntes Jahr Bundesliga in Folge zu qualifizieren.
    Dies bedeutet, in der Umkehrung früherer Phrasen aber auch, dass es eine neue Fangenerationen gibt, die den Verein nicht anders erlebt hat. Trotz aller Erinnerungen an vergangene Spiele und -zeiten drückt nichts den mittlerweile vollzogenen Wandel besser aus.

    Fast die ganze Zeit, die sich auch mit dem Umzug ins neue Stadion verbinden lässt, mit auf dem Platz steht Daniel Baier, der sich zwischenzeitlich für eine weitere Saison beim FCA entschieden hat, und prägenden Anteil an der sportlichen Entwicklung des Vereins hat.

    Weniger um Nostalgie und bisher geleistetes geht es am kommenden Samstag, wenn der FCA durchaus an die Leistung beim letzten Auftritt gegen den BVB in Augsburg anknüpfen darf, und mit einem guten Start dazu beitragen kann die Richtung für die Rückrunde vorzugeben, die zunächst Qualifikation für ein zehntes Jahr erste Liga sein sollte. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Ende gut

    Es war wieder ein anderes Spiel, indem der FCA, unabhängig des Gegners, sich beweisen konnte. Die Mannschaft hat diese Aufgabe angenommen und kann schon vor dem letzten Hinrundenspieltag auf eine erfolgreiche Halbserie zurückblicken.

    Gerade der Zusammenhang mit den anfänglichen Fragen bestätigt eine Entwicklung, die sich in der Rückrunde noch weiter fortsetzen könnte.

    Dieser Erfolg wurde als Mannschaft erreicht, auch wenn dieser sich beim vergangenen Spiel wieder exemplarisch an den Auftritten von Max und Niederlechner erkennen ließ.


    16 Vereine waren bisher Herbstmeister, eine Bezeichnung für den Tabellenführenden vor Weihnachten. Sind bis dahin keine 17 Spieltage absolviert, gibt es eben im Januar noch einen Wintermeister dazu.

    Nach dem ständigen Rekordhalter konnten sich Dortmund, Bremen und Mönchengladbach am häufigsten in dieser Liste eintragen. Auch wurde in den meisten Fällen der Führende im Winter später auch Deutscher Meister.

    Am Samstag kann der FCA auch Einfluss auf den Ausgang dieses Zwischentitels mit Statistikwert nehmen - entweder Mönchengladbach oder Leipzig können Vorrundenerster werden.


    Um eigene Wertigkeiten spielt der FCA in der Liga: Erstes Ziel sind immer die Punkte für den Klassenverbleib - und dann sind im Idealfall noch genügend Spiele für die Kür übrig. In dieser Saison könnte es wieder einmal so sein, das,nach einem hoffentlich erfolgreichen Rückrundenstart wieder Luft nach oben ist.


    Vielleicht sollte man sich aber zunächst noch einmal die Entwicklung der Mannschaft im Kalenderjahr an ausgewählten Spielen in Erinnerung rufen.


    Nach einer Rückrunde mit sehr schwankenden Resultaten und Auftritten, in der auch der Trainer gewechselt wurde, hatte die Mannschaft nach dem 34. Spieltag 32 Punkte, was zum Klassenerhalt reichte.

    Dabei standen die Spiele in Bremen, Freiburg und Nürnberg denen gegen Dortmund, Hannover und Stuttgart gegenüber. Als es darauf ankam lieferte der FCA, und erreichte am 32. Spieltag das Ziel. Dem Heimauftritt gegen die Hertha folgte dann allerdings noch die höchste Bundesliganiederlage in Wolfsburg.


    Zur neuen Saison wurde der Kader verändert und vergrößert. Es dauerte jedoch einige Zeit bis die einzelnen Teile begannen sich zu einem Puzzle zusammenzufügen. Nach dem Pokalaus in Verl und der Niederlage in Dortmund konnte in den Heimspielen gegen Union und Frankfurt gepunktet werden, bevor auch in Freiburg der erste Auswärtszähler folgte.


    Nach den schwächeren Spielen gegen Leverkusen und in Mönchengladbach folgte der Punktgewinn durch Last-Minute-Ausgleich gegen München.


    Nach dem Unentschieden in Wolfsburg und der Niederlage in Schalke begann mit dem Auftritt in Paderborn eine Serie von bisher sechs ungeschlagenen Spielen mit 16 Punkten. Mit mittlerweile 23 Punkten hat der FCA bereits jetzt eine seiner erfolgreichsten Bundesligavorrunden gespielt.


    Eine Bilanz mit mehr Siegen als Niederlagen, dreimal zu Null gespielt sowie bisher, die fünftmeisten geschossenen Tore - der FCA hat seine Ligatauglichkeit wieder mal unter Beweis gestellt.


    Die Mannschaft hat sich in allen Bereichen entwickelt, und auch die Fehlerquote wurde immer weiter reduziert. Parallel zu den erkennbaren Spielideen hat sich auch das individuelle Engagement der Spieler, sichtbar an Einsatz und Gestik, erhöht.

    Es scheint eine Mannschaft zu wachsen, die auch im Gesamten weiteres Potential erkennen lässt.


    Die Besonderheit liegt aber nicht nur in den heraus wirkenden Leistungen Einzelner, sondern im gesamten Verbund: Spiele werden gemeinsam verloren, oder zuletzt wieder häufiger gewonnen.


    Am Samstag geht es am letzten Spieltag des Jahres nach Leipzig. Mit dem zuletzt gezeigtem Auftreten hat die Mannschaft auch hier Ihre Chancen und kann weiter punkten.

    Schwung, Zusammenspiel und Motivation mitnehmend lässt sich nicht nur die Ausgangssituation für die Rückrunde weiter verbessern, sondern ein wechselhaftes, und zum Ende gut gewordenes Jahr des FCA abschließen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Wesentliches

    13 Punkte aus den letzten 15 Spielen, die zweithöchste Punkteausbeute aller Teams in diesem Zeitraum, der FCA entfernt sich wieder etwas von den hinteren Plätzen. Und es war in vielerlei Hinsicht ein interessantes Spiel, bei dem aus Augsburger Sicht fast ein Höchstmaß an Effizienz zu erkennen war.

    Dabei zeigte sich wieder die Qualität einzelner Spieler, die aus einer intakten Mannschaft besonders herausragten. Aus der Grundausrichtung der gesamten Mannschaften waren dies Philipp Max und Florian Niederlechner. Vor allem letzterer stieg dadurch deutlich in der Vorlagenstatistik der Liga auf.

    Ob aus der taktischen Ausrichtung, der Spielanlage des Gegners, oder auch teilweise intuitiv, die Wahrheit war hier auf dem Platz zu sehen: Schnelle, direkte Umsetzung und Genauigkeit - es war nicht nur schön anzusehen. Erwähnenswert auch das Timing von Frederik Jensen einschließlich Abschluss beim zwischenzeitlichen 3 : 1.
    Durch das 4 : 2 von Iago sind es insgesamt zehn Torschützen in der Mannschaft - und der FCA steht nach dem 15. Spieltag mit ausgeglichener Spielbilanz und 20 Punkten auf Platz 11.

    Ein bemerkenswertes Spiel, in dem auch Hoffenheim, vor allem in der erste Halbzeit, immer wieder versuchte die eigene Spielidee vorzutragen. Und wenn offensiv alles beim FCA an diesem Abend klappte, zeigte sich auch defensiv, wie eine Mannschaft, die an sich glaubt, funktionieren kann.

    Allgemein besteht die Kunst darin die unterschiedliche Fähigkeiten von Spielern zu bündeln und in Einklang zu bringen. Darauf aufbauend eine passende Spielidee, diese am eigenen Vorhaben und dem erwarteten Auftreten des Gegners anzupassen, ist einer der nächsten Schritte.
    Ohne Berücksichtigung der kompletten Auftritte in den letzten Spielen lassen sich nicht nur in der Entwicklung der einzelnen Akteure, sondern in der der Mannschaft, sowohl in spielerischer als auch in taktischer Hinsicht, klare Fortschritte erkennen. Daraus dürfen auch Rückschlüsse auf Teammanagement und -betreuung gezogen werden. Entscheidend ist eben doch - was am Schluss herauskommt.

    Fußball ist so vieles, und jedes Spiel kann als einzelnes Werk betrachtet werden. Auch mag es ganz unterschiedliche Möglichkeiten des Herangehens, unabhängig von grundsätzlichen Systemfragen, an ein Spiel geben oder dieses zu analysieren.
    Es gibt nicht nur Spiele, die von der Taktik oder zwischenzeitlichen anderen Abläufen geprägt sind, andere, die fast nach Drehbuch laufen - es gibt manchmal Spiele, die oft aus einfacheren Gründen schön anzusehen sind, und im Gedächtnis haften bleiben.

    Nicht nur ein einzelnes Stück, sondern Teil einer größeren Kultur - Fußball ist Strategie, Kunst und manchmal vieles mehr. Die Besonderheit des Spiels ermisst sich aus dem Sport, der eigenen Ästhetik und der jeweiligen Interpretation. Und nicht nur manchmal aus dem damit verbunden Hoffnungen.

    Einen Punkt holte die Fortuna vor zwei Wochen in Hoffenheim, ansonsten meinte es der Spielplan mit den Düsseldorfern nicht so gut: 0 Punkte und 0 : 12 Tore in den Spielen gegen München, Leipzig und in Dortmund. Die wichtigeren Spiele scheinen in dieser Woche in Augsburg und gegen Union Berlin zu sein.
    Vor allem die Art und Weise des Auftretens im letzten Spiel missfiel dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann . Mit über 500 Bundesligaspiele als Trainer hat der mittlerweile 66jährige Friedhelm Funkel einen eigenen Blick: Auch wenn sich die englische Woche nicht mit der der letzten Spielzeit vergleichen lässt, stehen auch in diesem Jahr zur Winterpause keine unveränderbaren Entscheidungen an.

    Unter der Woche, zum letzten Heimspiel der Vorrunde gegen die Fortuna, kann der FCA seinen aktuellen Leistungsstand aufzeigen, und dafür sorgen, dass nicht nur das Kalenderjahr gut endet, sondern dass sich auch die Voraussetzungen für den Start in die Rückrunde für die Mannschaft weiter verbessern. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Weiterlaufend

    Vor allem in der ersten Hälfte gegen Mainz zeigte der FCA wie Fußball in Augsburg aussehen kann. Entscheidender als Abschlusspech aber ist, dass diese Spiele gewonnen werden. Mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen, gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte, ist der FCA weiter auf dem richtigen Weg.
    Bemerkenswert ist, dass die Mannschaft auch in anderer Besetzung überzeugt, und sich der breitere Kader bewährt.
     
    Die Tabelle der Bundesliga scheint sich weiter auseinander zu entwickeln. Die ersten sechs sind auf sechs Punkte zusammen. Großen Anteil daran hat auch Mönchengladbach, das zum fünften Mal Herbstmeister werden könnte.
    Paderborn verlässt erstmals nach dem fünften Spieltag das Tabellenende, und die letzten sechs Mannschaften sind auf sieben Punkte zusammen. München auf Platz 7, und vier Punkte zwischen 8 und 12. Am nächsten Spieltag folgt nun das Aufeinandertreffen der Mannschaften, die aktuell auf diesen Plätzen stehen.
     
    In der Bundesliga konnte der FCA bei vier Unentschieden noch nicht in Sinsheim gewinnen. Der letzte, der zwei Siege bei der TSG Hoffenheim datiert aus der Regionalligameistersaison: Der FCA gewann im Oktober 2005 durch Tore von Vaccaro, Thorandt und Löring mit 3:1.
     
    Mit neuem Trainer und ohne genau bestimmtes Saisonziel gingen die Kraichgauer in die neue Spielzeit. Alfred Schreuder folgt auf Julian Nagelsmann, der nach Hansi Flick und Ralf Rangnick seit 2000 am längsten bei Hoffenheim als Trainer tätig war.
    Nach schwächerem Saisonstart und zwischenzeitlichen vier Siegen gab es zuletzt zuhause eine Niederlage gegen Mainz und ein Unentschieden gegen Düsseldorf.
     
    Seit über zehn Jahren beim FCA, der Spieler, der am längsten im Team steht, denkt der Kapitän noch nicht an das Ende seiner Karriere. Daniel Baier hat nicht nur durch sein Auftreten auf dem Platz großen Anteil an der Entwicklung des FCA im letzten Jahrzehnt.
    Bei der Bestimmung der Elf der bisherigen FCA-Bundesligazeit sollte er genauso wenig fehlen wie bei der eines größeren Zeitraums.


    Ohnehin interessant sich zu überlegen, welche Spieler, in welcher Zeit am häufigsten für den FCA aufgelaufen sind. Unter den ersten Elf sind es sieben Spieler, die die Mehrzahl ihrer Einsätze in der Bundesliga absolvierten.
    In den letzten 25 Jahren wechselte der FCA viermal die Spielklasse – der längste Zeitraum am Stück in einer Liga ist seit 1994 die Erstklassigkeit.
    Und so schön eine Zeitreise durch die Liste der verdienten Namen ehemaliger FCA-Spieler ist, verweist sie nicht nur auf die Geschichte des Vereins, sondern wie diese immer weiterläuft.
     
    Ohne Berücksichtigung welcher Saisonstart in welcher der mittlerweile neun Spielzeiten in der ersten Liga am besten war, oder auf welchen Platz der FCA nach einem 15. Spieltag stand, ist es wieder einmal die gesamte Entwicklung, die die Mannschaft ausmacht. Nicht einzelne Spieler, sondern die Mannschaft, in der diese spielen, macht den Unterschied. Dazu kommt die Kaderzusammenstellung – aus dem bisher 25 Spieler eingesetzt wurden.
    Es sind noch drei Spiele vor der Winterpause, und unabhängig der anstehenden Gegner hat der FCA gute Chancen mit einem mindestens zufriedenstellenden Punktekonto in die Rückrunde zu gehen.
     
    Ob dies im Laufe der bisherigen Spielzeit immer so zu erwarten war, oder auch nicht, der FCA hat wieder einmal gezeigt, was die Mannschaft ausmacht. Dies fortführend könnte es auch am Freitag wieder etwas werden. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Adventskalender

    Das dritte Spiel in Folge gepunktet – der FCA steht auf Platz 14. Auch dieses Spiel, einschließlich aller Bestandsteile, darf als Schritt nach vorne gesehen werden. Auch wurde der Abstand zu einem hinten gelegenen Verein aufrechterhalten.


    Anstehend in der Vorweihnachtszeit noch vier Spiele, je zwei, gegen Teams aus der oberen und der unteren Tabellenhälfte. Als erstes geht es am kommenden Samstag gegen Mainz, das mit neuem Trainer sechs Punkte in zwei Spiele erreichen konnte, und dadurch in der Tabelle wieder den Anschluss
    gefunden hat.


    An der Spitze liegt immer noch Mönchengladbach. Sollte es nach dem nächsten Spieltag immer noch so sein, könnte es tatsächlich etwas werden mit der Herbstmeisterschaft. Wer später und am Schluss die Nase vorne haben könnte, hängt dann von der Konstanz und weiteren Faktoren ab.


    Die Nase vorn zu haben könnte auch bei einer vorgeschlagenen Neuregelung der UEFA bei der Abseitsregelung eine Rolle spielen. Die Idee 10 – 20 cm Toleranz bei Abseitsbeurteilungen zu gewähren passt auch besser zum April. Demnächst wohl möglich auch die gleiche Toleranz an den Aus- und Torlinien? Videobeweis – Pi mal Daumen? Schade um die tolle Technik. Football is coming home.


    Dezember, Advent, die Zeit der Kalender und Wünsche. Seit 1969 waren es 113 Ligapiele, die der FCA bestritten hat. Davon wurden bei 31 Niederlagen und 30 Unentschieden 52 Partien gewonnen. Die Bundesligabilanz weist 10 Siege, 10 Unentschieden und 8 Niederlagen aus. Dies entspricht 1,43 Punkten pro Spiel, und wäre auch für die anstehenden Aufgaben ein akzeptabler Wert.

    Wie könnte ein Adventskalender mit FCA-Spielen aussehen, bei dem hinter jedem Türchen an ein Erfolgserlebnis erinnert werden würde?


    01.12.1984: TSV 1860 München – FCA 1 : 2 (Bayernliga)

    02.12.1995: SV Darmstadt 98 – FCA 0 :4 (Regionalliga)

    03.12.1988: FCA – FC Bayern München Amateure 4 : 1 (Regionalliga)

    04.12.2010: FCA – Energie Cottbus 4 : 0 (2. Bundesliga)

    05.12.1976: Eintracht Trier – FC Augsburg 2 : 6 (2. Bundesliga)

    06.12.2014: 1. FC Köln – FC Augsburg 1 : 2 (Bundesliga)

    07.12.1969: FCA – SpVgg Weiden 2 : 1 (Bayernliga)

    08.12.1973: SSV Jahn Regensburg – FCA 2 : 5 (Regionalliga)

    09.12.2007: FCA – SpVgg Greuther Fürth 3 : 0 (2. Bundesliga)

    10.12.2015: FK Partizan Belgrad - FCA 1 : 3 (EuroLeague)

    11.12.1976: FCA – Stuttgarter Kickers 2 : 1 (2. Bundesliga)

    12.12.1971: FCA - MTV Ingolstadt 2 : 2 (Bayernliga)

    13.12.2015: FCA – FC Schalke 04 2 : 1 (Bundesliga)

    14.12.2013: FCA – Eintracht Braunschweig 3 : 1 (Bundesliga)

    15.12.1979: TSV 1860 Rosenheim – FCA 0 : 1 (Bayernliga)

    16.12.2007: FC Carl Zeiss Jena - FCA 1 : 2 (2. Bundesliga)

    17.12.2016: FCA – Borussia Mönchengladbach 1 : 0 (Bundesliga)

    18.12.1977: FK Pirmasens – FC Augsburg 0 : 1 (2. Bundesliga)

    19.12.2015: Hamburger SV – FCA 0 : 1 (Bundesliga)

    20.12.1986: FCA – SpVgg Plattling 2 : 0 (Bayernliga)

    21.12.2009: FCA – 1. FC Kaiserslautern 4 : 1 (2. Bundesliga)


    22.12. – 24.12.: Noch zu ergänzen durch die Erfolgserlebnisse aus den anstehenden Spielen.


    Der Kalender ließe sich noch verschieden erweitern, gegen Mönchengladbach und Hamburg gab es jeweils mehr als einen Sieg im Dezember. Das letzte gewonnene Dezemberheimspiel war vor zwei Jahren gegen Mainz. Vielleicht eine gute Erinnerung, und die Chance für die Mannschaft im Vergleich zweier sich vorwärts entwickelnden Mannschaften weiter zu überzeugen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Trends

    Einsatz, Leidenschaft und Spielfreunde - einige Akteure, die besonders überzeugten in einer richtigen Mannschaft. Unabhängig des Auftritts der Berliner wirkt die Defensive zunehmend stabiler, und auch offensiv war ein klarer Vortrag erkennbar.

    Ein Spiel der Jubiläen, der 50 Bundesligasieg war gleichzeitig das dritte 4 : 0 in der Liga und das 33. in einem Ligaspiel als FCA.
    Was sich auch als Vorteil zu erweisen scheint ist die Breite des Kaders. Dies bedeutet nicht nur über verschiedene Alternativen zu verfügen.

    Es gibt keine richtigen Gegner - alle Punkte zählen gleich viel. Die Bilanz gegen die Teams in der unteren Tabellenhälfte ist aber bisher gut. Es wird spannend zu sehen wie der FCA bei den nächsten Aufgaben diesen Trend fortsetzen wird.

    Eine wechselvolle Geschichte, die der FC in den letzten zehn Jahren durchlaufen hat: Ab- und Aufstiege, Europapokal - enttäuschte Erwartungen und wieder Hoffnung. Wieder einmal geht es im 48. Bundesligajahr um den Klassenerhalt für den Neunten der ewigen Tabelle.
    Punkte in Freiburg und Schalke, zuhause gegen Paderborn - sieben nach zwölf Spieltagen, und seit letzter Woche mit neuem Trainer auf der Bank. Beim FC scheint immer etwas in Bewegung - dazu fast zwingend die Personalie Podolski.

    Als Ziel aufstrebender Vereine wird oft die Etablierung unter den ersten 25 Mannschaften in Deutschland genannt. Dies führt zwangsläufig zu einem Verdrängungswettbewerb, bei dem auch größere Namen zurückbleiben können.

    Der Blick auf den Ausschnitt der ewigen Tabelle der Bundesliga seit 2011 zeigt, dass der FCA, auf Platz 10, vor Berlin, Frankfurt und Köln, allesamt Vereine mit größerem Umfeld und größerer Erwartungshaltung, steht. Dies unterstreicht zwar einerseits die Qualität der beim FCA gezeigten Arbeit, verweist aber auch auf die unterschiedlichen Probleme größerer Traditionsvereine mit entsprechend tradierten Ambitionen.

    Vom ersten Heimspiel in der 2. Bundesliga nach 23 Jahren Abstinenz gegen den 1. FC Köln, über das DFB-Pokal- und verschiedene Ligaspiele - die Entwicklung in Augsburg in den letzten 13 Jahren lässt sich auch an diesen Vergleichen nachzeichnen. Und nach dem 12. Spieltag der laufenden Saison steht der FCA auf dem 12. Tabellenplatz.

    In der Liga spielt Dortmund unentschieden gegen Paderborn, Mainz gewinnt mit 10 Spielern 5 : 1 in Hoffenheim - die Liga bietet mehr als nur Entertainment. Die Punkteabstände, sowohl in der oberen wie auch in der unteren Tabellenhälfte lassen erkennen, dass auch in dieser Spielzeit sehr vieles möglich ist, und Konstanz in Spielweise, Auftritt und Ergebnisumsetzung noch entscheidender sind.

    Die Rolle der Schiedsrichter im Fußball scheint sich auch weiter zu ändern. Durch die verschiedenen Hilfsmittel und Regeländerungen wird die Spielleitung definitiv nicht einfacher.
    Wann gibt es den Videobeweis, und wann nicht. Doppelbestrafung, Entfernung der angreifenden Spieler bei der Freistoßausführung - neuerdings auch bei FCA-Spielen Fallbeispiele zur Regelkunde. Fast unvorstellbar, dass früher Fußballspiele nach 90 + x Minuten auch ohne Reservespieler, Rote Karte oder Elfmeterschießen beendet werden konnten.
    Wann endlich wird zur Entlastung von Spielleitern und Videokellermitarbeitern, sowie zur Steigerung der Show auch noch das Publikum per Online-Entscheid einbezogen?

    Noch zu früh für eine Jahresbilanz 2020 lassen sich bereits einige Tendenzen, auch abseits der sportlichen Entwicklung erkennen. Der FCA ist in vielerlei Hinsicht in der Liga integriert. Neben verlautbarter positiver wirtschaftlicher Entwicklung, treten nach und nach in unterschiedlichen Formen die Mechanismen des Business, einschließlich medialer Würdigung, in Erscheinung.
    Die wünschenswerte Darstellung des etwas anderen, und auch hier besonderen Verein, rückt zunehmend in den Hintergrund.

    Ohne Berücksichtigung der bisherigen Bundesligabilanz in und gegen Köln liegt der FCA richtig, sich auf die Weiterentwicklung der bisher gezeigten Stärken zu konzentrieren.
    Für den FC mit neuem Trainer scheint die Ausgangssituation schwieriger, und es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten des Spielverlaufs.
    Sich darauf einstellen zu können und zu überzeugen, könnte dann wirklich einen Trend erkennen lassen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Positiv

    Die Mannschaft hat weiter an Stabilität und durch Standards gewonnen. Und so sinnvoll manche Regelanpassungen sein können, so schwer sind diese auch zu erkennen.
    Oder sollte das Spielfeld demnächst mit Freistoßspraylinien überzogen werden: Kunstmalerei als Teil der Schiedsrichterfortbildung?

    Während sich die ersten Vereine von ihren Übungsleitern getrennt haben, und das Trainerkarussell wieder in Bewegung kommt, bestätigt sich in Augsburg wiedermal, das alles seine Zeit und manchmal eben etwas mehr Geduld braucht.
    Neben dem ersten Saisonauswärtssieg stand eben auch Dank Tomas Koubel die Null.

    Könnte zum Ende der Dekade Mönchengladbach zu dem Überraschungsmeister dieser werden? Auch wenn erst knapp ein Drittel gespielt ist, überzeugt bisher die Spielweise in der Liga.

    Auf den hinteren Plätzen Verschiebungen - wie auch einen langsam aufsteigenden FCA. Es zeigt sich Schritt für Schritt, wohin die Entwicklung gehen kann.

    Als in der Beurteilung standhaft erwies sich zuletzt auch der Trainer des SC Freiburg - eher ungewöhnlich in der Liga, dass Übungsleiter, außerhalb des Spielfelds überrannt werden.

    Ist die Hertha nicht irgendwie immer eine Überraschungsmannschaft? Wie und wann auch die Einschätzung des Vereins vor der Saison war, zur Winterpause ist dann alles wieder anders.
    Mit 50 minus 1, plus einem Vorstandsmitglied Jürgen Klinsmann soll es nun dauerhaft mit der Alten Dame vorwärts gehen. Fehlt neben der Fertigstellung des Hauptstadtflughafens dann nur noch die des reinen Fußballstadions für die Hertha in Berlin.

    Mit 11 Punkten nach genauso vielen Spielen auf Platz 12 und zuletzt drei Liganiederlagen in Serie, Ante Covic steht bereits im nächsten Spiel unter Druck. Nach dem Auftaktremis in München gewann die Hertha in der Liga nur gegen Paderborn, Düsseldorf und in Köln.
    Und nach der Niederlage bei Union ist die Hertha aktuell nur die zweitbeste Mannschaft in Berlin.
    Vermutlich seit dem 2. Spieltag 1974 das erste Mal, dass die Hertha in der 1. Liga nur die Nummer zwei in Berlin - damals hinter TeBe - ist.

    Die Nationalmannschaft hat sich zwischenzeitlich für die bisher europäischste Europameisterschaft aller Zeiten qualifiziert. Ob als Gruppenerster oder -zweiter - dies hat nur bedingt Auswirkungen auf die Auswahl der Vorrundengegner, sagen zumindest jene, die sich mit dem Lossystem befasst haben.
    Sicher scheinen jedoch die Austragungsorte; zu befürchten ist jedoch auch weiterhin, absolut alles.

    In München endete eine alte, oder beginnt eine neue Zeit - je nach Sichtweise - und doch ist anzunehmen, dass eine Stimme noch öfter, wohlmöglich nicht nur aus dem Off, zu hören sein wird.

    Noch sechs Spiel für den FCA bis zur Winterpause. Nach dem Spiel gegen Berlin, unterbrochen vom Auswärtsspiel in Hoffenheim die Vergleiche gegen Mainz, Köln und Düsseldorf, allesamt Teams aus der unteren Hälfte. Bevor es am letzten Vorrundenspieltag nach Leipzig geht, genügend Chancen die sportliche Entwicklung voranzubringen und weiter Punkte für die Vorrundenbilanz zu sammeln.

    Zunächst aber am kommenden Sonntag mit der gleichen Einstellung wie zuletzt bestehen, und die Heimbilanz gegen Berlin wieder positiv gestalten. Auch wenn die Anfangself anders wie zuletzt aussehen wird, gibt es genügend Perspektiven, und ein gemeinsames Ziel. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Auf geht‘s

    Spiele werden zusammen gewonnen - oder zusammen verloren.
    Bis in die zweite Halbzeit hinein hat sich der FCA so gezeigt wie schon länger nicht mehr. Mannschaftliche Geschlossenheit, offensiv, spielfreudig, früh angreifend und Räume zumachend. Mitunter entstand fast der Eindruck, dass eine neue Mannschaft auf dem Platz stand.

    Es ist aber die Fortsetzung einer Entwicklung, die sich in den vorherigen beiden Spielen bereits zeigte, und die Hoffnung auf mehr macht. Auch wenn das Ende dann anders kam, war wieder über weite Strecken der FCA zu sehen, der sich auch spielerisch in der Bundesliga etabliert hat.

    Was den FCA auch ausmacht, und überall viel Sympathien einbringt ist eine Form des Zusammenhaltens, auch unabhängig der sportlichen Resultate. Um diesen zu leben bedarf es keiner speziellen Marketingaktionen.
    Im Falle des Misserfolgs, die vermeintlich immer gleichen Schuldigen aufzuführen, erinnert aber auch ein wenig an die, seit dieser Saison, eingeführten automatisch generierten Spielberichte aus den Amateurligen.
    Und wie diese liegen möglicherweise auch manche Einschätzungen, nicht nur zu Beginn der Saison, deutlich daneben. Offensichtlich gibt es auch für die exaktere Analyse von Fußballspielen viel mehr Möglichkeiten. Im Erfolgsfall kommt der Umkehrmechanismus dann auch eher selten vor.

    München dort ablösend, steht Mönchengladbach den vierten Spieltag in Folge an der Tabellenspitze. Nach der 1 : 5 - Niederlage in Frankfurt wurde nun in München der erste Trainer in dieser Saison verabschiedet.
    Nach dem 10. Spieltag teilt sich die Tabelle langsam in Gruppen auf, und die letzten sechs Mannschaften trennt die gleiche Anzahl an Punkten.

    Aufgrund des Lizenzentzugs des TSV 1860 München blieb den Paderbornern der dritte Abstieg in Folge 2017 erspart – zwei Aufstiege und Jahre später spielt der Verein wieder erstklassig.
    Mit schöner und offensiver Spielweise wollte sich der SC Paderborn wieder in die Bundesliga einführen. Nach einem Punkt aus den ersten acht Spielen gelang beim letzten Heimspiel gegen Düsseldorf der erste Saisonsieg. Dennoch steht der Verein seit dem fünften Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz.
    Das dauerhafte Ziel, so Trainer Steffen Baumgart, sei den SC Paderborn unter den ersten 30 Mannschaften in Deutschland zu etablieren, da es für den Verein aus finanzieller Sicht schwierig sei längerfristig die Bundesliga zu halten.

    Die Bilanz des FCA gegen den SC Paderborn ist ausgeglichen bei drei Unentschieden aus elf Vergleichen. Gegen den Vorgängerverein Tus Schloß Neuhaus gab es drei Niederlagen und einen Sieg.


    In der Saison 1993/ 94 wurde der FCA Bayernligameister, und nahm der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil. Nach dem Auftaktsieg gegen Eintracht Braunschweig ging das Spiel am zweiten Spieltag im Hermann-Löns-Stadion mit 0 : 2 verloren.

    2006 stieg der FCA dann in die 2. Bundesliga auf. Durch ein spätes Gegentor ging das erste Auswärtsspiel mit 0 : 1 verloren. Beim ersten Auftritt im neuen Stadion in Paderborn gewann der FCA mit 3 : 1 n. E. Mit diesem Spiel verbunden ist aber auch die schwere Verletzung von Roland Benschneider.
    Dies war bisher auch der einzige Sieg des FCA in Paderborn.

    Aufbauend auf den letzten Spielen, insbesondere der ersten Halbzeit gegen Gelsenkirchen, kann der FCA am Samstag wieder ein klares Zeichen setzten. Spielerisch und als Mannschaft überzeugen, und nicht nur den anderen in der Tabelle schwächer platzierten Vereinen zeigen wohin der Weg des FCA gehen könnte. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Blickrichtung

    Die Mannschaft macht den nächsten Schritt, holt einen Punkt beim Tabellenzweiten, und bleibt das erste Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Alles braucht seine Zeit - und der FCA lässt, mit im Vergleich zum letzten Auftritt in Wolfsburg, deutlich anderer Aufstellung, seine Entwicklung erkennen.

    Die Liga entwickelt sich weiter in zwei Gruppen, und Mönchengladbach bleibt Tabellenführer. Hinten rückt alles etwas zusammen, und der übernächste Gegner des FCA gewinnt sein erstes Spiel.

    Natürlich ist die Aussage, dass der FCA ein interessanter Verein ist, wollkommen richtig. Genauso wie auch 50 + 1 dauerhaft bleiben muss. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Vereine weiterzuentwickeln, Geld allein ist nicht alles. Gerade am FCA lassen sich die Ergebnisse kontinuierlichen Arbeitens und Wirtschaftens gut erkennen.

    Seit 50 Jahren spielt der FC Augsburg unter diesem Namen. Ein kleiner Ausschnitt der Spiele jeweils zu Beginn des Novembers beschreibt auch etwas die Entwicklung seitdem. Im Bayernligajahr 1969/ 70 gewann der FCA am 02.11. mit 3 : 1 in Helmbrechts. Zehn Jahre später, am 10.11.79 gewann der FCA mit 7 : 2, darunter vier Toren von Wolfgang Ruhdorfer, gegen den gleichen Gegner, nachdem es eine Woche vorher beim TSV Ampfing eine 1 : 2-Niederlage gab.


    Am 04.11.1989 gewann der FCA mit 2 : 0 in Starnberg. In der Regionalligasaison 1999/ 2000 war der FCA am 06.11 mit 2: 1 gegen Borussia Fulda durch Tore von Aziz und Remmert erfolgreich.

    Nachdem der FCA im DFB-Pokal den MSV Duisburg unter der Woche mit 5 : 0 besiegte, wurde das nachfolgende Spiel der 2. Bundesliga am 01.11.2009 gegen Alemannia Aachen mit 0 : 1 verloren. Am darauf anschließenden Spieltag dann das begeisternde 5 : 4 bei Greuther Fürth mit je zwei Toren von Thurk und Ndjeng sowie einem Treffer von Torghelle.

    Eine kurzer Blick durch die FCA-Geschichte, der in jeweils 10 Jahre auwseinander liegenden Ausschnitten zeigt, wie sich der Verein entwickelt hat, und gegen welche Mannschaften auch schon gespielt wurde bzw. wo der FCA aktuell spielt: Im neunten Bundesligajahr in Folge geht es nun am 03.11 gegen den FC Schalke 04.

    Fast ausgeglichen ist die Statistik bei Spielen im November: Seit 2011 hat der FCA in 29 Pflichtspielen im November, bei 12 Niederlagen, 11 Siege erreicht. Nachdem die Ausbeute bereits aus den vergangenen vier Spielen besser war, als in den vergleichbaren der letzten Rückrunde einschließlich Schalke, der Blick auf die anstehend Partien im November.

    Nachdem Spiel gegen Schalke geht es gegen Paderborn, Hertha und Köln. Noch wesentlicher als die jeweilige Tabellenplatzierung scheint die Anzahl der Punkte, die der FCA hier erreichen kann.
    Bei einer Zielsetzung von 38 bis 40 Punkten für den Klassenerhalt, wäre es hilfreich hier bereits in der Vorrunde so weit wie möglich zu kommen. Und dies scheint für die sich weiterentwickelnde Mannschaft durchaus möglich.

    Am nächsten Samstag nun gegen Schalke, die mit dem neuen Trainer David Wagner, Mitglied der Mannschaft, die 1997 den UEFA-CUP gewonnen hat, gut in die Saison gestartet sind. Aktuell mit 15 Punkten Siebter in der Tabelle, sind die Erinnerungen an die vergangene Saison, in der die Knappen auf Platz 14 nur einen Punkt mehr als der FCA hatten, fast vergessen.

    Beide Spiele in der letzten Saison endeten unentschieden - vielleicht für den FCA eine gute Gelegenheit als Mannschaft ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen, und letzte Gedanken an den Saisonstart vergessen zu lassen.

    Zu ungewohnter, nicht nur für Auswärtsfans unpassender Zeit, an die letzten gezeigten Leistungen anknüpfend, ist auch am Sonntag für die Mannschaft alles möglich. Gutes Spiel!

    Nur der FCA!