Beiträge von César Menotti

    Punktespiel

    Kompaktes Abwehrverhalten im Verbund, Pressing, Ballübernahme, schnelles Umschaltspiel - manches das Teil der Spielweise ist oder sein könnte.

    Am Samstag waren es in der ersten Halbzeit die fußballerischen Nadelstiche, die den Ausschlag gegeben haben.

    Nach mehreren Versuchen das 1: 0 und dann noch das schöne Tor von Niederlechner. In der zweiten Halbzeit dann zusammen das Ergebnis als Mannschaft über die Zeit gebracht - der nächste Entwicklungsschritt, einschließlich Erfolgserlebnis, ist getan.


    Keine Bemerkungen über den aktuellen Tabellenführer der Liga auf der Mitgliederversammlung des Vereins. Und ob der Videobeweis irgendetwas gerechter macht ist keine Frage. Eher manchmal ob im besagten Keller in Köln zwischendurch digitale Dystopien bei Dota 2 und League of Legends gesponnen werden.


    Bei allen diesen Themen wieder die Frage, wer das wirklich alles braucht? Und gibt es irgendwann vielleicht auch Chips in und bei allem, das sich auf den Platz bewegt, dazu drohnenüberwachte Strafräume und Magnetsensoren auf der Außenlinie?

    Und wenn diese Systeme dann gehackt werden entsteht wohlmöglich mehr Durcheinander als bei einem Spiel zwischen Union und Bremen.


    Wie lässt es sich überall über Fußball informieren? Neben Radio, Fernsehen und Zeitung hat sich die Formatvielfalt immer weiter vergrößert. Fast keine Möglichkeit dem zu entgehen.

    Und bei derart vielen Angeboten darf, nein, muss, fast jeder etwas sagen. Und nicht nur hier gilt auch, dass weniger manchmal deutlich mehr ist.


    So gibt es zu fast allem Statements, die wiederrum neue Meinungsbilder nach sich ziehen, Fotos, Klatsch und Tratsch. Das ganze vornehmlich online in Bild und Ton. Hoffentlich wird bei allem Drumherum nicht irgendwann noch das Spiel vergessen. Und wie wohlklingend ist es dann wenn sich besonnenere Vertreter ihrer Zunft etwas ruhiger, und doch klar und kritisch zu manchen Geschehnissen äußern.


    In der achten Saison sitzt der Trainer, der aktuell am längsten beim gleichen Bundesligaverein ist, in Freiburg auf der Bank. Und daran sollte sich so schnell auch nichts ändern. Zumindest den Wechsel zu einem größeren metropolitanen Verein schließt Christian Streich aus.

    Nach einem sehr guten Start in die Liga stehen die Breisgauer auf Platz 3 vor München und allen für die Begrifflichkeit Metropole in Frage kommenden Städte.


    Wann gilt ein Verein als in der Liga etabliert? Nach einer bestimmten Anzahl von Spielzeiten oder der Entwicklung bestimmter Strukturen?

    Und die zu berücksichtigenden Kriterien haben sich zwischenzeitlich weiterentwickelt - die Abstände zwischen den Ligen und innerhalb der Liga wachsen dabei stetig weiter.


    Wie das Beispiel größerer Vereine zeigt sind Abrutscher in die zweite Liga auch nicht immer einfach zu kompensieren. Umso bemerkenswerter die Entwicklungen des Sportclubs in den letzten 25 und die des FCA in den letzten zehn Jahren.

    Dies bestätigt sich auch bei dem Blick auf die ewige Tabelle, in denen beide Vereine, gerechnet seit 2011, auf den Plätzen 10 und 13, Freiburg mit einer Spielzeit weniger, stehen - vor z. B. Stuttgart und Hamburg.


    Am kommenden Samstag nun nach Freiburg, dort wo es nicht um irgendwelche Statistiken geht, sondern um einen weiteren Fortgang der Teamentwicklung.

    Mit der Spielfreude und auch manchen Einzelleistungen des vergangenen Wochenendes, und einem weiteren Ineinandergreifen der verschiedenen Mannschaftsteile, scheint auch dort alles möglich. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Vorspielfreude

    Zumeist lässt sich nicht aus einzelnen Situationen das ganze Spiel erklären, aber ein wenig darf beim letzten Aufritt in Bremen der oft wiederholte Satz, das zum fehlenden Glück auch noch Pech hinzukam, bemüht werden.

    Das Spielfeld soll aber sicherlich nicht mit noch weiteren virtuellen Linien überzogen und überwacht werden - auch auf dem Platz kann es nie eine einhundertprozentige Kontrolle aller Entscheidungen geben.

    Entscheidender ist, dass die Mannschaft hinzugewonnen hat: Die Einstellung und der Einsatz zu zehnt bestätigte dies erkennbar. Auch wenn es wohl noch mit der endgültigen Abstimmung etwas dauern sollte, zeigen sich erste Qualitäten der Neuverpflichtungen.

    Am kommenden Samstag geht es nun gegen die Eintracht, die sich im zweiten Jahr in Folge für die EuroLeague qualifiziert hat. Wie sich die neuformierte Mannschaft ohne Jovic, Haller und Rebic, dafür mit André Silva, Dost und Trapp, auf Dauer schlägt, muss sich erst zeigen.
    Wieder mal in Augsburg auf dem Platz dabei ist möglicherweise auch Martin Hinteregger, die mit teuerste Verpflichtung der Frankfurter in diesem Jahr - und irgendwann ist es dann auch gut damit.

    Nach drei Spieltagen stehen die Frankfurter mit sechs Punkten und vier Toren auf Platz 7 der Tabelle. Eine bemerkenswerte Entwicklung, die die Eintracht in den letzten drei Jahren, seit den Relegationsspielen gegen Nürnberg, durchlaufen hat.
    Ob der Trend anhält oder es zunächst etwas Zeit für den Umbau benötigt, bleibt aber eine der offenen Fragen.

    Vorbei mittlerweile auch die Zeit der Verpflichtungen, das Transferfenster ist geschlossen - welches immer grotesker werdende Schauspiel, mit immer noch mehr Verwicklungen. Wenn ein Spieler für viel Geld den Verein wechselt, ist das Budget für einen anderen, bereits auserkorenen Spieler vorhanden, was zur Folge hat, usw. Etwas nüchterner betrachtet nichts anderes als eine Finanzierungsrunde über verschiedene Ebenen hinweg, mit teilweise massiven sportlichen Auswirkungen auf die in der Kette nachfolgenden Vereine.
    Neben unterschiedlichen Verleihsystemen mit weiteren Optionen auch noch weitere Interessen, diverse Berater und die Hoffnung, dass die Spieler mittlerweile alle wissen wo sie spielen - und wo auch nicht.

    Die Freude am Spiel und die Identifikation mit dem eigenen Verein ist zu groß, als das sich durch bestimmte Verhaltensweisen oder Aussagen etwas daran ändern könnte.

    Dennoch hat es nicht nur manchmal einen faden Beigeschmack wenn Spieler in kürzer werdenden Abständen wechselnd die hohen Vereinslieder anstoßen.
    Und wenn auch die Verweildauern von Spielern bei Vereinen kürzer geworden sind, bleibt immer noch genügend Zeit für Professionalität auf und neben dem Platz.

    Jubiläums-EM mit mehr Ausrichtungs- als Teilnehmerländern - oder auch nicht. Sollte die EM trotz des undurchschaubaren Qualifikationsmodus ohne den Rekord-Europameister stattfinden? Zumindest kurzzeitig konnte man sich am vergangenen Wochenende mit diesem Gedanken befassen - von wegen Durchstarten, oder was auch immer dies versionsunabhängig bedeuten sollte.
    Und ein gutes von Länderspielpausen ist eben fast immer, dass die Freude auf den richtigen Fußball sofort wieder steigt.

    Auf den mannschaftlichen Fortschritten in Bremen aufbauend, darf sich der FCA auch vor eigenem Publikum wieder präsentieren, und diesen Weg vorsetzen. Und genaugenommen könnte die aktuelle Konstellation dabei auch dienlich sein. Waren die Frankfurter im Hinspiel der vergangenen Saison besser, ist das Rückspiel, das erste mit Martin Schmidt auf der Bank, vor allem auch mit Marco Richter verbunden.
    Und dann auch noch die Bundesligastatistik in den Vergleichen gegen die SGE, die für den FCA spricht - Zeit, dass es endlich Samstag wird. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Mehr als 1. Liga


    Eine Verbesserung in einigen Bereichen und der erste Punkt im zweiten Saisonspiel: Der FCA startet wie meistens in eine Bundesligasaison. Auch wenn es noch etwas dauern sollte zeigt die Mannschaft Ansätze, auf die sich aufbauen lässt.

    Dazu gab es noch herrliches Fußballwetter und eine stimmungsvolle Umgebung mit einer wieder einmal beeindruckenden Choreographie.


    Wiederkehrend mittlerweile auch die Spielplangestaltung: Warum finden Spiele des FCA in Bremen in den letzten Jahren eigentlich immer Sonntagnachmittag statt?


    Nach zwei Spieltagen hat die Tabelle zwar noch keine so große Aussagekraft, und doch ist anzunehmen, dass sich die Bremer einen anderen Saisonstart erhofft haben. Nach der guten Rückrunde und Tabellenplatz 8 ist das Saisonziel diesmal das Erreichen der internationalen Plätze.

    Bis auf Max Kruse konnte Werder die Mannschaft der Vorsaison halten und verstärken. Trotz des Fehlstarts in die neue Saison mit zwei Niederlagen und je drei Gegentoren hat Bremen bisher nicht enttäuscht, steht aber im nächsten Spiel bereits unter Druck.


    Vielleicht ist diese Konstellation auf dem weiteren Weg der Findungsphase von Vorteil für den FCA, dessen Auswärtsbilanz in Bremen positiv ist. Nach den letzten Vergleichen der beiden Mannschaften wäre auch dies zu wünschen.


    Ansonsten sind bereits Qualitäten im Spiel des FCA zu erkennen, die Hoffnung geben, dass sich diese zu einem einheitlichen Auftreten in allen Mannschaftsteilen und Umsetzung der Spielidee zusammenfügen. Auch in dieser Spielzeit, dies war im Spiel gegen Union auch zu erkennen, darf sich der FCA wieder an alle vorhandenen Tugenden erinnern.


    Was macht eigentlich den Reiz von Fußball in der höchsten Spielklasse aus? Und warum ist es auch nach neun Jahren Erstklassigkeit in Folge erwähnenswert dass der FCA dabei ist?

    Nein, früher war nicht alles besser - auch wenn Verbundenheit und Leidenschaft keine Ligen kennt. Die Entfernungen waren zumeist kürzer, die Zuschaueranzahl überschaubarer und die Spielstätten sahen deutlich unterschiedlicher aus. Auch gab es weniger Sicherheitsvorkehrungen und Regularien.


    Bei aller Nostalgie war es aber auch immer der Wunsch wieder einmal höherklassig zu spielen - und es wurde dann sogar die 1. Liga. Zunächst nur als mehr oder minder kürzerer oder längerer Aufenthalt vermutet, sind es mittlerweile über acht Jahre.


    Die Historie im Hinterkopf, ist es auch das neue Stadion, mit dem einige Erfolge verbunden sind. Das Spiel hat sich gewandelt und alle zwei Wochen spielen hier die besten Mannschaften - immer dabei, der FCA.

    Einige Stadiongänger sind älter geworden und viele neue sind hinzugekommen. Neben der sportlichen Etablierung wurden die Strukturen verschieden weiterentwickelt und an der Erstklassigkeit ausgerichtet.


    Und jedes Wochenende steht das Spiel im Mittelpunkt, über dessen Verlauf und Resultat eben dann erstklassiger ausgetauscht wird. Und auch im neunten Jahr darf das ausgegebene Ziel beim FCA erst einmal wieder Klassenerhalt heißen - je mehr Saison nach dessen Erreichen noch übrig bleibt, desto besser.

    Aber wie lange dieser Weg auch dauern wird ist er eben ein erstklassiger. Und auch im 17. Ligaspiel gegen Werder der Hinweis erlaubt, dass es mehrere Erstligisten und Ex-Erstligisten gibt, die gegenüber dem FCA eine negative Bilanz haben.


    Und auch am Sonntag ist es wieder an der Zeit für ein Erfolgserlebnis. Unabhängig der Saisonzielsetzung und der laufenden Entwicklung des Teams wäre ein entsprechendes Auftreten und Resultat mehr nur als ein Signal. Der FCA ist im neunten Jahr Erstligist, muss sich nirgends verstecken, und kann überall überzeugen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Fußballbilder

    Das Ergebnis des ersten Spiels in Dortmund reiht sich in den Trend der Auftaktspiele in den vergangenen Spielzeiten ein - und sollte so gesehen werden. Auf manches in der ersten Halbzeit lässt sich aufbauen, und Spiele werden als Mannschaft gewonnen oder eben verloren.
    Viel wichtiger ist der Blick nach vorn, und das erste Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin.
     
    Viermal spielte der FCA bisher gegen Union, wobei, bei drei Unentschieden, das Heimspiel in der letzten Zweitligasaison, durch den Last-Minute-Kopfball von Stephan Hain mit 2 :1 gewonnen werden konnte.

    Nach vielen Anläufen hat es der FC Union endlich in die erste Liga geschafft. Nach zuletzt zehn Jahren Zweitklassigkeit und konstanten Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte, gelang den Eisernen als erstem Zweitligisten seit 2012 der Aufstieg über die Relegation.

    Die Geschichte von Eisern Union ist auch eine des deutsch-deutschen Fußballs. Insgesamt acht Vereine der ehemaligen DDR sollten ab 1991 in die 1. und 2. Bundesliga integriert werden. Union, als Meister der 1. DDR-Liga, Staffel A scheiterte hierbei allerdings in der Qualifikationsrunde, mit dem 1. FC Magdeburg, dem FC Berlin sowie dem Aufsteiger Stahl Brandenburg.
    In den nachfolgenden Spieljahren in der NOFV-Oberliga wurden die Köpenicker zwar zweimal Meister, erhielten aber jeweils keine Lizenz für die 2. Liga.

    Ohnehin eine Historie durch verschiedene Ligen und Verbände. Erste Erfolge des vor über einhundert Jahre in Oberschöneweide gegründeten Vereins waren neben verschiedenen Endrundenteilnahmen, die deutsche Vizemeisterschaft 1923.

    Nach der Teilung gründete sich im Westen 1950 mit dem SC Union 06 ein neuer Verein, während es im Osten über einige Zwischenstationen, u. a. BSG Motor Oberschöneweide, SC Motor Berlin, TSC Oberschönenweide, SC Einheit Berlin und TSC Berlin 1966 zur Gründung des 1. FC Unions Berlin kam.

    Nach dem FDGB-Pokalsieg 1968 war den Köpenickern, als aufgrund der Ereignisse des Prager Frühlings, die Neuauslosung aller Europapokalpartien mit Trennung in West und Ost erfolgte, und der DFV entschied, seine Mannschaften aus den Wettbewerben zu nehmen, die Teilnahme am Europapokal versagt.

    Ein neues Image entstand für den Verein aus der Rivalität zum BFC Dynamo ab den 70er-Jahren.
    In Erinnerung auch noch das Freundschaftsspiel vor über 50.000 Zuschauern bei der Hertha im Olympiastadion kurz nach dem Mauerfall, als aus Eisern Union an einem Abend Eisern Berlin wurde.

    Nach fünf Siegen gegen Oberhausen, Fürth, Ulm, Bochum und Mönchengladbach war das DFB-Pokal-Finale 2001 gegen Schalke 04 im Berliner Olympiastadion das einzige Auswärtsspiel der Eisernen in dieser Runde.
    Da Schalke bereits für die Champions-League qualifiziert war, nahm Union als Drittligist in der Folgesaison am UEFA-Cup teil.

    Am ersten Bundesligaspieltag spielte Union vor offiziell 22.012 und 455 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei. Dies darf als weitere Besonderheit des Vereins gesehen werden, bei dem seit 2003 am 23.12. das Weihnachtssingen stattfindet, und dessen Anhängerschaft schon durch einige besondere Aktionen immer wieder ihren Verein unterstützten.

    Am kommenden Samstag nun in der Liga das Aufeinandertreffen von zwei Mannschaften, die am ersten Spieltag verloren haben. Dabei für den FCA die Gelegenheit, zum ersten Mal in dieser Saison vor eigenen Publikum als Mannschaft zu überzeugen, und durch einen erfolgreichen Auftritt nicht nur allgemeine Stimmungsbilder zu verbessern. Gutes Spiel!

    Nur der FCA!

    Vereinleben

    Zu Beginn des neunten Bundesligajahrs wieder Erinnerungen an lange zurückliegende Regionalligazeiten. Eine abenteuerliche Anreise, genügend Zeit auf dem Rückweg das Zwischenzeitliche wieder etwas zu relativieren, und sich auf die Liga zu freuen.

    Zum ersten Spieltag geht es nun nach Dortmund. Es ist das 18. Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, und einige davon sind in Erinnerung geblieben. Neben dem Auswärtssieg im Februar 2015 und den drei Unentschieden in Dortmund war es vor allem auch der letzte Auftritt, in dem der FCA ergebnisunabhängig eines der besten Saisonspiele machte. Dazu der Heimsieg in der Rückrunde - unabhängig der Erwartungshaltung und Zielsetzung des BVB, kann der FCA auch gegen und in Dortmund überzeugen.

    Verstärkt, mit breitem Kader und Mats Hummels als Heimkehrer gibt der BVB ein klares Saisonziel aus. Nach der Herbstmeisterschaft mit sechs Punkten Vorsprung und dem zweiten Platz zum Ende der vergangenen Saison, soll es diesmal wieder die Meisterschaft werden.

    Dazu, nach dem Film über die Entstehung, und einen der Mitbegründer des Vereins, nun eine Soap für die breite Anhängerschaft als Einstieg in die Saison. In der Summe entstehen dabei verschiedene Bilder eines Vereins von Tradition und Moderne auf unterschiedlichen Kanälen.

    Zu Beginn der 57. Bundesligasaison sind es wieder die üblichen Anfangsfragen nach den Spitzen- und Abstiegsplätzen. Zusammen mit dem Abschneiden der Mannschaften in den internationalen Spielen, der Verteilung verschiedener Gelder, und wo, welcher Kader noch wie ergänzt wird, fast alles wie jedes Jahr. Vielleicht noch das Abschneiden der Aufsteiger, wobei Union Berlin als 56. Verein, zum ersten Mal in der Bundesliga antritt.

    Fußball, das Handeln und die Aussagen unterschiedlicher Vertreter, haben auch Auswirkungen weit über den Platz hinaus.

    Wie das Stadion, sind auch die Vereine mit ihren Mitgliedern als gesellschaftlicher Querschnitt zu sehen. Nun mag es hierfür ganz unterschiedliche Wahrnehmungen und Sichtweisen geben - wenngleich manche Äußerungen außerhalb jeglichen Rahmens liegen.

    Dies betrifft nicht nur die Aussagen eines Fußballfunktionär, sondern die einiger Vereinsvertreter. Hier scheint neben weiterer Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit noch genügend zu tun. Leitbilder und mitunter als Marketing wahrgenommene Aktionen der Verbände sind hier deutlich zu wenig.

    Dies mag anderorts wiederrum umgekehrt sein, wenn größere Teile des Publikums andere Klischees bedienen. Auch wenn der Fußball als Mikrokosmos nicht alle gesellschaftlichen Aufgaben beantworten kann, können alle Beteiligten einen Teil dazu beitragen, dass umgeben von Offenheit und Toleranz, das Spiel im Mittelpunkt steht.
     
    Die meisten Fußballvereine haben eine aus der Historie gewachsene Entwicklung. Nicht nur aus Marketinggründen wird diese Geschichte auch verschieden präsentiert, und als Teil des Vereins gelebt. So unterschiedlich die Entstehungsgeschichten der Vereine sind, so verscheiden auch die jeweiligen Strukturen mit mehr oder weniger vielen anderen Abteilungen und verbundenem Engagement.

    Dabei gibt es sowohl Disziplinen, die bereits länger als der Fußball in einigen Vereinen verankert sind, wie auch andere, die später dazu kamen. Auch ohne Profibedingungen steht dabei die gemeinsame Ausübung und das gemeinschaftliche Erleben im Verein, auch über den Sport hinaus, im Vordergrund. So sind viele Vereine und deren Strukturen über die Jahrzehnte von unten nach oben gewachsen.

    Inwiefern sich eSports, als von oben und außen herangetragenes Phänomen hier einfügen lässt ist eine andere Frage für jeden Verein. Sich als Alleinstellungsmerkmal auf eigene Zielsetzungen zu konzentrieren, und nicht alle Trends mitzugehen, wäre auch eine weitere Form betonter Einzigartigkeit.

    Außer im der ersten Bundesligasaison, gegen Freiburg, und im letzten Jahr in Düsseldorf, hat sich der FCA zum Auftakt in der Liga eher schwergetan. Mit der neu zusammengestellten Mannschaft, und als vermeintlicher Außenseiter, ist aber auch in Dortmund, am ersten Spieltag, mehr als nur ein guter Auftritt möglich. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Pokalreisen

    Was ist in der Zwischenzeit alles passiert? Die deutsche U-21-Nationalmannschaft ist Vize-Europameister geworden - drittbester Torschütze war dabei ein FCA-Spieler.

    Medial inszenierter fand die Frauen-Weltmeisterschaft statt - bei der nächsten Durchführung in einem noch nicht ermittelten Land soll diese, trotz mancher Zweifel am vergleichbaren Niveau etwaiger Teilnehmerländer, noch verstärkt werden. Irgendeine neue Idee muss der Verband ja haben.

    Und die Regeln wurden wieder angepasst: Der Abstoß darf jetzt bereits im Strafraum angenommen werden, Trainer verwarnt werden, und Hand ist, wenn der Schiedsrichter dies pfeift. Dazu noch die neue Regel für Torhüter, die ein wenig beim Elfmeter über der Linie schweben dürfen.

    Einige Wechsel beim FCA: neue Spieler, und Spieler, die den Verein mehr oder weniger lautlos verlassen haben.

    Was für Veränderungen sonst noch erfolgen, wird sich spätestens bis zum Ende der Transferzeit, in der allgemein zu viele Summen immer weiter steigen, zeigen.

    Nun aber zum richtigen Fußball: Nach der Vorbereitungsphase am kommenden Samstag der Pflichtspielauftakt des FCA im DFB-Pokal. Für die Mannschaft aus der Weltkulturerbestadt geht es in die Ölbachstadt, zum SC Verl. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.

    Nach dem Erreichen des Viertelfinales im vergangen Jahr gilt auch dieses Mal wieder das Ziel möglichst weit zu kommen. Die Deutschlandreise beginnt dieses Mal im Landkreis Gütersloh.

    Auch wenn sich die An- und Abreise für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel etwas schwieriger gestalten könnte, überwiegt die Freude, nach Pokalauftaktspielen in den letzten zehn Jahren in Wilhelmshaven und Magdeburg, gegen den FV Ravensburg und in Haiger, auch hier wieder einen neuen Gegner zugelost bekommen zu haben.


    Dies macht eben auch den Reiz des Pokals aus, abseits der bekannten Ligaspielorte, neue Spielstätten und Vereine kennenzulernen.

    Der SC Verl erreichte bei damals 128 teilnehmenden Mannschaften in der Saison 1979/80 die dritte Runde des DFB-Pokals. Nach Siegen in Oldenburg und gegen Elversberg schied der Verein nachfolgend gegen den damaligen Zweitligisten Stuttgarter Kickers aus.

    Bekannte Gegner des SC Verl im Pokal waren auch der TSV 1860 München und Eintracht Frankfurt. 1999 gewann der SC Verl in der ersten Runde gegen Borussia Mönchengladbach mit 6:5 n. E. Entscheidender Schütze war der wohl bekannteste Spieler, der bisher das Trikot der Ostwestfalen getragen hat: Arne Friedrich.

    Weitere bekannte Spieler der Vereinsgeschichte sind neben dem heutigen FCA-Torwarttrainer auch Marco Gebhardt, Ansgar Brinkmann und
    Angelo Vier.
    Mit dem Fußball anderorts verbundene Namen, die als Trainer in Verl tätig waren, sind Bernhard Dietz, Dieter Brei, Heribert Bruchhagen, Gerd Roggensack, Uli Sude und Dieter Hecking. Als CoTrainer war der WM-2006-Teilnehmer David Odonkor 2013 beim Verein.

    Auch in der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga war der SC Verl einmal: Als Oberligameister ging es 1991 gegen Wolfsburg, Göttingen, TeBe und den späteren Aufsteiger FC Remscheid.

    Überregional aufgenommen wurde der Name des fünften der aktuellen Gesamttabelle der Regionalliga West, auch durch die Erwähnung im Wettskandal 2009.

    Nach dem siebten Platz in der letzten Saison kam der SC Verl am ersten Spieltag der Regionalliga West am vergangenen Freitag zu einem 1:1 bei RWO.

    Zwischen den bisher bekannteren ostwestfälischen Fußballstandorten Bielefeld und Paderborn nun also die Möglichkeit in Verl gut in die neue Saison zu starten, und als Mannschaft und Verein zu zeigen, dass der FCA, auch zu Beginn der neunten Bundesligasaison, nicht nur sportlich ein attraktives Los, sondern immer die richtige Wahl ist.
    Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Sommerpausenfrische

    Wieder ist ein ereignisreiches Bundesligajahr vorüber. Bestehend aus ganz unterschiedlichen Phasen und Wechseln innerhalb der Saison waren es sportliche Leistungen, Ergebnisse und verschiedene andere Situationen, die zunächst in den Sinn kommen.


    Zum 111 Jahr der Vereinsgeschichte ein Film, in dem vieles wieder bewusst wurde was den FCA ausmacht, eigene Geschichten und Besonderheiten, und warum der Verein eben nicht vergleichbar ist.


    Kein Spektakel während der Saison, sondern eine Form der Emanzipation. Der FCA hat sich in der ersten Bundesliga etabliert, und vieles, das ungewöhnlich erscheinen mag, ist nichts anderes als ein Teil von Prozessen, die immer wieder und überall auftreten können. Entscheidender ist der Umgang damit - und: Augsburg ist und bleibt Bundesliga!


    Auch nach dem achten Jahr Bundesliga ist es der Verein in den Farben rot, grün und weiß, der weiter an seiner eigenen Geschichte schreibt, und auch sportlich durch verschiedene Auftritte, auf sich aufmerksam machte.


    Nicht nur der gelungene Saisonauftakt, die Spiele in Dortmund, gegen Freiburg und zuhause im Pokal - dann als es tatsächlich darauf ankam, war es auch die Mannschaft, die überzeugte.


    Es mag ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen geben, die erste aber ist die Beibehaltung des Status quo, die Ligazugehörigkeit, und alle anderen sind immer perspektivisch. Darunter eben auch die Einbindung von Spielern aus dem eigenen Unterbau. Und da waren einige Ansätze in der vergangenen Spielzeit, die weitere Hoffnungen erlauben.

    Wie auch immer sich die Mannschaft in Strukturen, Systemen und Positionen entwickeln wird, entsteht auch ein Teil der Identifikation über eben diesen Weg.


    Auch in der kommenden Spielzeit greifen wieder die gleichen Gesetzmäßigkeiten, und es geht sportlich zunächst gegen den Strich. Dazu aber auch die weitere Entwicklung von Mannschaft und Umfeld, um auch perspektivisch unter den ersten 15 zu bleiben. Manches sollte eben nie enden - und, unabhängig der Ligenzusammensetzung, erstklassig bleiben.


    Auch in der vergangenen Saison wieder die unterschiedlichsten Ideen und Einfälle von vermeintlichen Entscheidern, denen mancher Bezug zum Spiel schon längst abhanden gekommen scheint.

    Handspiel, Elfmeter, Videobeweis, Europapokalreform, Superliga, Weltmeisterschaften mit mehr oder weniger Teilnehmern - schwer diese Auflistung vollständig zu gestalten. Jede Idee bringt wieder neue Änderungen, und jede Anpassung birgt wieder Nachjustierungen in sich. Niemals vergessen: Im Mittelpunkt bleibt immer das Spiel!


    Manche vermeintliche Konstanten wechseln sich über die Zeit, Mannschaften ändern ihre Gesichter, und das Umfeld entwickelt sich weiter. Was bleibt ist immer die Freude am Spiel und den eigenen Farben: Augsburg hält zusammen - im eigenen Stadion und unterwegs.

    Die Reiseziele haben sich über die Jahre geändert. Seit 2006 wieder bundesweit, und in den letzten acht Jahren erstklassig, wird sich daran auch in der nächsten Saison nichts ändern.


    Eine eigene Kultur: Viele Bezüge und Menschen - gemeinsames Erleben und eigene Geschichten, die sich auch unabhängig von den Geschehnissen auf dem Rasen entwickelt haben. Auch diese sind mittlerweile saisonübergreifend ein großer Teil dieses Verstehens geworden. Und entwickeln sich auch weiter.


    Wie auch Fußball und Liga: Bis nach der Sommerpause, wenn es wieder weiter geht mit dem richtigen Fußball, samstags, halb vier, und es wieder
    heißen wird: "Wagner, Josef - wie steht's?"


    Nur der FCA!



    Der Falsche Einwurf bedankt sich auch nach dieser Saison gerne bei allen Freunden und Lesern für Kritik und Anmerkungen, bei dem und den Administratoren des Forums grundsätzlich, und wünscht allen eine schöne fußballfreie Zeit.Und auch zur nächsten Spielzeit erscheint der Falsche Einwurf wieder zu jedem Pflichtspiel des FCA getreu dem Motto: "Zeilen für Fußball-Art und Ballfreiheit - knapp über der Stammtischkante."

    Abschlussspiel

    Im letzten Heimspiel der achten Bundesligasaison das bisher torreichste Spiel gegen die Hertha - und dabei einiges, das an die vergangene Spielzeit erinnerte. Ergebnisunabhängig ein Spiel, das auch so möglich war, weil es für beide Teams nicht mehr um alles ging.
     
    Zum letzten Spieltag noch einmal der Rückblick auf den sportlichen Saisonverlauf: Der FCA startete gut in die Saison, und es gab auch spielerisch einiges zu sehen. Mit der Zeit dann sehr unterschiedliche Auftritte: Eine längere Phase ohne sportlichen Erfolg, abwechselnde Auftritte, Niederlagen und Erfolge.
      
    Dazu für Augsburg eher ungewohnte Entwicklungen in Mannschaft und Umgebung, die letztlich aber auch als eine Form der Emanzipation wahrgenommen werden können.
    Der FCA hat sich in der Bundesliga etabliert, und ist auch in anderer Form in der Liga angekommen.
      
    In der Vorrunde die Spiele in Düsseldorf, gegen Mönchengladbach und Freiburg, in Dortmund oder gegen Frankfurt, und in Stuttgart - in der Rückrunde die Auftritte in Mönchengladbach, Bremen und Freiburg oder gegen Dortmund, Hannover, Stuttgart oder in Frankfurt: Sehr unterschiedliche Gesichter, die die Mannschaft gezeigt hat.
    Dazu ein Trainerwechsel und aktuell 32 Punkte - 30 hätten diese Saison zum Klassenerhalt gereicht.
      
    Mehrere Kuriosa, standortuntypisch oder auch nicht: Auch wenn in Augsburg nicht alles anders ist, so gab es hier manches lange schon nicht mehr in vergleichbarer Form.  
    Aber, wie auch immer Erwartungen und Vorstellungen im Laufe der Saison sich verschieden gewandelt haben mögen, der FCA ist weiter erstklassig - und bleibt unter den besten Achtzehn - hoffentlich auch mehr als neun Jahre.
     
    Neben den Pokalauftritten in Haiger und Kiel sowie gegen Mainz und Leipzig auch diverses rund um den 111. Geburtstags des Vereins: Der FCA hat sich auch in anderer Form weiterentwickelt.
    Dabei weiterhin die eigene Identität zu bewahren, und die Balance zwischen den verschiedenen Interessen zu halten bleibt als eine der wichtigsten Aufgaben erhalten.
     
    Ein Wiedersehen an seiner letzten Trainerstation gibt es am Samstag für FCA-Trainer Martin Schmidt.
    Während es für den FCA um einen versöhnlichen Saisonausklang geht, spielt der VfL noch um die internationalen Plätze beim letzten Spiel mit Bruno Labbadia auf der Bank.
      
    Und das Transferkarussell beginnt sich langsam auch wieder erkennbar zu drehen. Wer bleibt? Wer kommt? Auch hier werden über die Sommerpause wieder verschiedene Namen gehandelt werden.
    Am längsten in der Mannschaft waren bisher: Daniel Baier, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Dong-won Ji, Ja-Cheol Koo, Jan Morávek, Philipp Max, Christoph Janker und Konstantinos Stafylidis.
    Stellvertretend alles Gute, für die, die den Verein verlassen, und ein wenig mehr noch an die, die bleiben.
      
    Und wer neben dem 1. FC Köln auch noch direkt in die Bundesliga aufsteigen wird, oder die Relegation gewinnen wird, der Hamburger SV wird es nicht sein. Zusammen auch mit Nürnberg, Hannover und dem Drittligazweiten Karlsruhe wird es wieder eine zweite Liga mit traditionsreichen Namen sein - und der FCA bleibt weiter erstklassig.
     
    Schon oft genug erwähnt, darf dies auch weiterhin betont werden, und dient auch dazu diese manchmal etwas ungewöhnliche Saison einzuordnen.
       
    34 Spiele in der Liga und vier im Pokal weiter - es gab auch in den vergangenen zehn Monaten wieder viel gemeinsam zu erleben - auf und um dem Platz. Das Ziel Zusammenhalten bleibt immer bestehen - und rot-grün-weiß sind unsere Farben. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Mehr als neun Jahre

    Am 08.05.2011 stieg der FCA durch das Tor von Stephan Hain zum ersten Mal in die 1. Bundesliga auf. Die allgemeine Annahme war das es sich nur um das kurze Gastspiel eines Aufsteigers handeln würde. Am 33. Spieltag der Saison 2011/12 gelang dann der Klassenerhalt in Mönchengladbach.

    Nach der zweiten Spielzeit, einschließlich Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Fürth, galt der FCA für die darauffolgende Saison wieder als der obligatorische Abstiegskandidat.

    Dazwischen zwei erfolgreichere Spielzeiten mit Aufenthalt in den oberen Tabellenregionen, und anschließender Europapokalteilnahme, gelang in der Saison 2015/ 16 der vorzeitige Klassenerhalt am 33. Spieltag auf Schalke, und 2017 am 34. Spieltag in Hoffenheim. Und mit jeder Saison arbeitete und arbeitet der FCA an seiner weiteren Etablierung.

    In der Spielzeit 2017/ 18 war der Klassenerhalt aufgrund der starken Vorrunde relativ früh gesichert, und in der aktuellen Saison am 32. Spieltag - der FCA ist und bleibt 1. Liga!

    Die erreichten Punktezahlen waren unterschiedlich, und möglicherweise wird der FCA in dieser Spielzeit auch den bisher geringsten Wert von 2013 noch übertreffen. Auffälliger aber wie wenig Punkte dieses Jahr zum Klassenerhalt gereicht haben. Die beiden Letztplatzierten der Tabelle haben aktuell 37 Punkte - zusammen mit dem 16. sind dies 61.
    Wohlmöglich am Schluss tatsächlich die statistisch geringste Punktesumme am Tabellenende, die bisher so nie erreicht wurde. 31 Punkte reichen bereits zum Klassenerhalt und 26 - auch ein neuer Tiefstwert - zur Relegation.

    Das Spiel auf Schalke hatte für den FCA keine Bedeutung mehr für das zentrale Ziel - der Klassenerhalt stand nach der Stuttgarter Niederlage in Berlin bereits fest.

    Nach sieben sieglosen Spielen gewann die Hertha im vorletzten Heimspiel unter Cheftrainer Pal Dárdái wieder.
    Wie unterschiedlich auch immer der Saisonverlauf intern betrachtet wird, scheint der Claim "Die Zukunft gehört Berlin" aufrecht erhalten zu bleiben. Auch in der Stadionfrage hält der Hauptstadtverein an seinem Ziel, das Olympiastadion 2025 zu verlassen, fest.

    Die Saison geht langsam dem Ende entgegen. Auf den ersten und den letzten drei Plätzen scheinen alle Entscheidungen gefallen zu sein - dazu sechs Mannschaften, die unter verschiedenen Voraussetzungen noch um die verbleibenden vier internationalen Plätze spielen.

    Handspiel oder nicht, mit oder ohne VAR - es besteht die Befürchtung, dass dieses Thema das Sommerloch füllen könnte.
    Ein bisher noch nicht diskutierter Vorschlag wäre nur noch Handspiele mit der linken, wahlweise der rechten Hand, abzupfeifen. Diese wäre für alle sichtbar, transparent, und ohne VAR durchführbar.
    Dadurch könnten auch angekündigte Trainingsmaßnahmen zur Erlangung eines Elfmeters unterbunden werden - die andere Hand könnte dann einfach zum Schutz verwendet werden.

    Es gebietet nicht nur der Respekt vor dem sportlichen Wettbewerb für den FCA auch in den verbleibenden beiden Spielen gegen Berlin und in Wolfsburg bestmöglich aufzutreten.
    Nebenbei geht es auch noch um sechs Punkte und einen sportlich erfolgreichen Saisonausklang. Egal wer den Verein verlässt, oder neu hinzukommen wird - nach der Saison ist genügend Zeit für die Analyse der achten, und die Planung der anstehenden, neunten Bundesligasaison.

    Zunächst das nächste Spiel gegen die Hertha. Es gibt dabei nicht nur um die Möglichkeit nach vier Jahren gegen Berlin zu gewinnen, sondern auch, zum vierten Mal in der Bundesligazeit, das letzte Saisonheimspiel zu gewinnen.

    Als Mannschaft auftreten und gemeinsam überzeugen, auch am kommenden Samstag gilt: Augsburg hält zusammen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Ergebnisse

    Nach der vergangenen Fußballwoche scheint alles wie immer. Die Mannschaften, denen der Abstieg am direktesten droht, punkten wieder - manche mehr und andere weniger. Es gibt Elfmeter, mit erwartbaren Resultaten, in Spielen mit Beteiligung von Bayern München - und der FCA verliert wieder mal gegen Leverkusen.


    Mehr Gerechtigkeit sollte der VAR bringen, doch scheint es nach fast zwei Spielzeiten nicht so, dass dies der Fall ist - manche Entscheidungen sind nicht nur verzögerter, sondern manchmal auch schwerer nachvollziehbar. Eine größere Objektivität und Entlastung menschlicher Entscheidungsfähigkeit im Bruchteil von Sekunden lässt sich so auch nicht immer bewerkstelligen.


    Nach den Resultaten des vergangenen Spieltags scheinen weder Meisterschaft noch Abstieg direkt entschieden, und doch lohnt sich der Blick aufs Restprogramm.


    Der FCA spielt am kommenden Sonntag zu, seit langem, ungewohnter Zeit auf Schalke. Auch wenn dort nach dem Sieg in Dortmund die Stimmung wieder besser sein sollte, scheint in dieser Saison fast alles möglich: Mit einem Sieg in Gelsenkirchen könnte der FCA das Saisonziel am 32. Spieltag endgültig und vorzeitig erreichen.


    Noch immer zu früh für eine umfassendere Betrachtung der vergangenen Spielzeit, darf es auch noch Wünsche, nicht nur für die verbleibende Spielzeit, geben.

    Einer davon ist eine größere Konstanz, genaugenommen in verschiedenen Bereichen, wie auch im Gesamtauftritt.


    Und wie viele Punkte auch immer zum Klassenerhalt nötig gewesen sein sollten, der FCA hat vermutlich in dieser Saison weiter zu seiner Etablierung, nicht nur im Kreis der Top-25, beigetragen.


    Und wenn auch jede Spielzeit in der Bundeliga ihre eigenen Geschichten schreibt, gibt es auch einiges, das so bleiben sollte: Augsburg hält zusammen ist mehr als ein Motto - auch unabhängig davon wie Außenstehende dies sehen oder kommentieren mögen.


    Nach dem Spiel gegen Schalke folgen die Auftritte gegen Hertha und in Wolfsburg. In allen drei Spielen zusammen erreichte der FCA in der Vorrunde zwei Punkte.

    Ob hier ein Vergleich möglich scheint, ist eine andere Frage - zu wechselhaft war dann die gesamte Spielzeit.


    Wie sinnvoll es sein mag, immer gleiche, sich wiederholende Aussagen zu einzelnen Mannschaftsteilen zu machen, ein anderer Gedanke - Spiele des FCA werden auch weiterhin gemeinsam verloren oder gewonnen.


    Es ist die Mannschaft als gesamte, die dazu beigetragen hat, dass der FCA im achten Jahr in Folge erste Liga spielt. Und auch bei der Analyse der vergangenen Saison sowie Planung und Zielsetzung der kommenden sollte dies nicht vergessen werden.


    Augsburg hat sich nicht nur etabliert, und spielt dort, wo andere mit vor einiger Zeit deutlich besseren Voraussetzungen waren, sondern hat dabei auch eigene Wege entwickelt, die nicht das Resultat von Marketingaktivitäten sondern solider sportlicher und struktureller Arbeit sind.


    Dazu haben verschiedene Protagonisten wie auch äußere Faktoren beigetragen. Und vermutlich waren es auch mehrmals die genau richtigen Zeitpunkte, an denen die richtigen Entscheidungen getroffen bzw. Ziele erreicht wurden.


    Die Zusammensetzung der Spielklassen hat sich nicht erst seit Einführung der Bundesliga, oder Entstehung nachfolgender Ligen, immer wieder geändert. Auch dies hat sowohl zur Entwicklung tradierter Strukturen, wie auch zur Entstehung neuer Vereine und Konzepte beigetragen.


    Nach den Entwicklungen des Fußballs, insbesondere in den letzten Jahren, weiterhin in der ersten Liga zu bleiben, und davon zu profitieren, ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil.


    Spannung auch in der 2. Liga: Der Zweite ist Vierter und der Erste wirft kurz vor Saisonende den Trainer raus. Wohlmöglich ist immer noch genügend Saison für allgemein Unerwartetes - und zwar in beiden oberen Spielkassen.


    Zu einer Anstoßzeit, wie früher in der zweiten Liga, den Klassenerhalt aus eigener Leistung besiegeln und dabei als Mannschaft überzeugen.

    Zwei Aspekte, die auch nach der achten Bundesligasaison in Folge weiter Bestand haben sollten, und die Erkenntnis, dass auch mit dieser Saison der Verein in seinen Entwicklungen weitergekommen ist. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Spielweisen


    Der höchste Heimsieg in der Bundesligageschichte des FCA - noch dazu in einem Schlüsselspiel. Eine sehr positive Bestätigung dessen, dass in dieser Saison wohl alles irgendwie auch anders ist.


    Und schon im Vorgriff auf eine nach der Saison anstehende Analyse, die Behauptung, dass, was auch immer zum Erfolg gegen Stuttgart beigetragen hat, es vor allem auch zeigt, dass die Mannschaft als solche intakt ist.


    Im Abgleich mit den unterschiedlichen Erwartungshaltungen, in und über die bisherige Spielzeit, auch die Erkenntnis, dass wenn es auch für Spitzenmannschaften der Liga schwer ist die jeweilige Bestform über eine ganze Saison abzurufen, dies vom FCA auch nicht erwartet werden kann.


    Umso mehr ist die Leistung gegen Stuttgart zu würdigen: Im entscheidenden Spiel so aufzutreten zeigt eigene Qualitäten und bestätigt wieder einmal, dass der FCA auch Abstiegskampf kann.

    Dies darf auch als weitere Form der Etablierung in der höchsten deutschen Spielklasse gesehen werden. Der FCA steht in der Tabelle vor vier Vereinen mit großen Namen, und gemeinsam 23 gewonnen deutschen Meisterschaften, und schreibt weiter an seiner eigenen Geschichte.


    Sechs Tore, in einem Bundesligaspiel sind ein Novum - und das 4:0 gegen den Hamburger SV in 2017 war der bisher höchste Heimsieg in der Liga.


    In der Vereinsgeschichte seit 1969 gab es insgesamt nur 10 Ligaspiele, darunter neun in Augsburg, in denen der FCA mehr Tore erzielte: Die höchsten Erfolge waren das 8:0 in der Bayernliga gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg 1972, und das gleiche Resultat in der 2. Bundesliga gegen Pirmasens 1978. In der neueren Geschichte des Vereins, neben den 6:0-Auswärtssiegen in Eschborn und Nöttingen, noch die Erinnerung an das 7:2 gegen Bayreuth sowie das 7:0 gegen Eschborn, beide in der letzten Spielzeit in der Regionalliga Süd.


    Mag es zu vielen Spiele besondere Geschichten geben, wird das 6:0 gegen Stuttgart wohlmöglich nicht nur mit dieser Saison des FCA verbunden bleiben.


    Mindestens die Europa League war das erklärte Saisonziel von Leverkusen. Und mit den zwei Siegen in Stuttgart und gegen Nürnberg nach den vorherigen drei Niederlagen ist Bayer noch im Rennen um die internationalen Startplätze.

    Und doch scheint es als sei die Erwartungshaltung in dieser Saison, in der Peter Bosz Heiko Herrlich zur Rückrunde als Trainer ablöste, größer gewesen, wie sich aus den Reaktionen aus Verein und Umfeld annehmen lässt.


    Was in dieser ungewöhnlichen Saison noch alles möglich für den FCA ist, kann sich nicht nur in den nachfolgenden Spieltagen, sondern bereits am kommenden Freitag zeigen. Vielleicht gelingt ein weiterer Schritt, und der langerhoffte, noch fehlende Sieg im achten Jahr der Ligazugehörigkeit.


    Ohne Berücksichtigung der Defensive, der Blick nach vorn: Der FCA hat in dieser Spielzeit nach 30 Spieltagen bereits 46 Tore erreicht - in der Saison 2013/ 14 wurde der bisherige Ligahöchstwert von 47 am letzten Spieltag geschafft.

    In beiden Spielzeiten, in der aktuellen bisher, waren es elf Torschützen, die dazu beigetragen haben. In der Saison 13/ 14 gelangen Hahn 12, Altintop 10 und Werner 9 Tore. In der aktuellen Saison gibt es hinter Finnbogason mit 10 Treffern mittlerweile bereits fünf Spieler, aus allen Mannschaftsteilen, Max, Gregoritsch, Ji, Khedira und Richter, die je 4 Treffern erzielten.


    Ein Aspekt, der auch Rückschlüsse auf die Spielweise zulässt, und wie der FCA, diese zuletzt wieder umsetzten konnte. Unabhängig vom Ergebnis waren die erkennbare Spielfreude und Motivation am auffälligsten am vergangenen Samstag. Und genau hier könnte es auch so weitergehen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Ich freue mich, dass der Falsche Einwurf sich hier etwas etabliert hat, und über viele persönliche Rückmeldungen.

    "Nachgehakt", wie vom Autor oben beschrieben, finde ich als Ergänzung oder Kontrast, auch passend.

    Ansonsten freue ich mich über Ergänzungen/ Anmerkungen, denke aber auch, dass es für Diskussionen geeignetere Stellen im Forum gibt.

    Erstklassig

    Marco Richter trifft zweimal, und der FCA gewinnt zum dritten Mal in dieser Spielzeit an einem Sonntag.


    Die Liga spielt weiterhin für Augsburg. Darf dies auch als höheres Zeichen gesehen werden, das den allgemeinen Sympathiebonus für den Verein aus der ältesten Stadt in der Bundesliga wiedergibt?


    Auch wenn man sich das hier gerne so vorstellen könnte, läuft es wiedermal auf eine Besonderheit der Bundesligageschichte hinaus: Nach der historisch niedrigsten Punktzahl zur Direktqualifizierung für die Gruppenhase der Euro League reichen dem FCA wohlmöglich in dieser Saison auch knapp an oder über 31 Punkte für den direkten Kassenerhalt - auch ein historischer Wert.


    Nur vergangenen Sonntag, an einem der am besten gelegenen Spieltage hierfür, nutzt der FCA diese Konstellation - und gewinnt in Frankfurt.

    Gut möglich dass der FCA noch deutlich mehr Punkte macht, als vor kurzem von verschiedenen Kommentatoren erwartet wurde.


    Die Annahme dass der FCA in der Vorrunde gegen die Eintracht gewinnen könnte wurde nicht so ungewöhnlich aufgenommen, wie die gleiche vor dem vergangenen Spieltag.


    Zu unterschiedlich haben sich die Wege der beiden Mannschaften seitdem entwickelt. Dort die Eintracht, begeisternder Fußball in der Euro League, und in der Liga auf Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen, dort der FCA mit deutlich wechselhafteren Ergebnissen, und doch nie auf einem Abstiegsplatz positioniert. Auch die Entwicklung der Punkteabstände zwischen den beiden Mannschaften schien dies zu bestätigen.


    Die 3 Punkte im Rückspiel zeigen aber auch wieder das Gesicht des FCA, und eben die Leistung Punkte zu holen, wenn es wichtig ist - manchmal, und vor allem da, wo viele nicht damit rechnen. Augsburg kann auch mit neuem Trainer Abstiegskampf!


    Und so wichtig dieses Spiel auch gewesen ist, ist es auch nur ein Schritt in die richtige Richtung - entscheidend ist die Fortführung und die Platzierung zum Saisonende. Auch wenn sich die Ausgangssituation verbessert hat, geht es auch am kommenden Samstag wieder aufs Neue um das gleiche Ziel.


    Gegen Stuttgart geht es nicht um die sportliche Vorherrschaft im gemeinsamen Kulturraum, oder um irgendeine Form eines so nie existenten Derbys, sondern gegen den Abstieg. Es ist auch kein Finale sondern ein möglicherweise, abhängig von der jeweiligen Sichtweise und dem weiteren Verlauf der Saison, vorentscheidendes Spiel.


    Bei Betrachtung des Vergleichs als Duell bedeutet dies, dass der VfB in der Herausforderrolle ist - anders formuliert, Stuttgart muss gewinnen, und Augsburg sollte nicht verlieren.


    Darauf reduziert ließe sich die Bundesligastatistik der beiden Mannschaften betrachten. Nur scheinen die allgemeinen Tendenzen in dieser Saison weniger geeignet.

    Und wenn auch im Fußball vieles möglich erscheint, bietet sich im Ligabetrieb die Möglichkeit für den FCA am Samstag einen großen Schritt in Richtung Saisonziel zu machen.


    Nach der vergangenen Saison waren die Erwartungshaltungen des VfB mit dieser Mannschaft deutlich andere, und die bestehende Konstellation so nicht zwingend zu erwarten.

    Die Unterschiede scheinen dabei auch strukturell weit größer und tiefer liegend. Vom Sieg gegen Hannover abgesehen erreichten die Stuttgarter nur vier Unentschieden in der Rückrunde, in Bremen und gegen Freiburg, Hoffenheim und Nürnberg.


    Ohne Berücksichtigung verschiedener Gegebenheiten hat der FCA die Chance im nächsten Spiel weiter die eigene Leistungsfähigkeit zu zeigen. Aufbauend auf das Spiel in Frankfurt kann der FCA im eigenen Stadion auch in der Entwicklung einer Konstanz überzeugen, die dann auch in den nachfolgenden Spielen anhält.


    Und egal wer dann alles daran Erfolg hatte, wäre dies ein weiteres Ausrufezeichen: Der FCA ist und bleibt erstklassig! Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Spielwechsel

    Eine Form der Enttäuschung nach dem vergangenen Spiel und eine weitreichende Entscheidung: Das Ziel bleibt der Klassenerhalt.

    Sind es die Mechanismen des Markts, die auch an Augsburg nicht vorbeigehen, oder welche Planungen auch sonst. Die Liga geht weiter - und es geht eigentlich nur zusammen.


    Auch wenn die Anzahl der Spiele geringer wird, ist es erforderlich mehr Konstanz zu erreichen. Es sind noch sechs Spieltage, und der FCA kann immer und überall punkten - und vor dem letzten Spieltag das Ziel erreichen.


    Auch Zeit für viele Stadiongänger über die eigenen Erwartungshaltungen nachzudenken. Unabhängig der Ausgangskonstellationen und Enttäuschung die Frage, ob Pfiffe helfen können. Es mag für jeden unterschiedliche Formen des Umgangs in manchen Situationen geben - die vorher bemerkbare Stille im Stadion war auch als kollektiveres Statement bereits zu verstehen.


    Zusammenhalten heißt es in allen Momenten, und nicht alles muss immer bis zum letzten kommentiert werden.


    Wenige Tage Zeit für den neuen Trainer, die Mannschaft kennenzulernen, und die Stärken am besten aufzurufen. Und doch noch einiges, das erreicht werden kann. Dazu, trainerunabhängig, ein wenig auch der Glaube, dass der FCA Abstiegskampf kann.


    In der ersten Bundesligasaison die letzten Spiele gegen Schalke, in Wolfsburg und eben in Mönchengladbach. In der zweiten Saison das Finish zuhause gegen Fürth. Der Klassenerhalt auf Schalke 2016, und der in Hoffenheim 2017 - wenn es darauf ankam hat es erstklassig bisher immer gereicht.



    Über die vielen Jahre waren es einige Trainer die beim FCA auf der Bank saßen. Und es gibt eine Unzahl von Wahrnehmungen, die in Abhängigkeit von Liga, sportlicher Konstellation, Erfolg und verschiedenen Außenbeeinflussungen mit ihnen verbunden sind. Ganz unterschiedlich auch die daraus resultierenden Verweildauern.


    Ein wesentliches Merkmal war und ist aber auch die Außenwirkung des Trainers, und wie er den Verein repräsentiert. Umso bedeutender wenn es gelingt, manchen Trends zum Trotz, auch auf dieser Position Kontinuität zu wahren.


    Einige Spiele in der Zeit von Manuel Baum, die gerne in Erinnerung bleiben, darunter neben verschiedenen Auftritten zu Beginn dieser Saison, einige überlegene Leistungen, wie auch das Bestehen im Abstiegskampf der letzten beiden Jahre. Dazu ein menschlich sympathisches Auftreten , das immer gut zum FCA passt - Danke, Manuel Baum!



    Es ist nicht nur vor den anstehenden Aufgaben im Abstiegskampf der falsche Zeitpunkt um bereits die Saison einzuschätzen. Auch die vielen Kommentare und Bemerkungen von außen sind oft mehr von vermeintlicher Kenntnis und daraus resultierenden allgemeinen Schlussfolgerungen geprägt. In jedem Fall ist mit etwas Abstand nach der Saison, und gelungenem Klassenerhalt, der richtige Zeitpunkt um alles einer genaueren Prüfung zu unterziehen.


    Und neben der dann erforderlichen sportlichen Bewertung darf auch die gesamte Entwicklung des Vereins, der Strukturen, der Nachwuchsarbeit und auch der kurz- und mittelfristigen Perspektiven mit einbezogen werden. Einer länger zurückliegenden Zielvorstellung erinnernd hat es der FCA nicht nur geschafft sich unter den Top-25 zu etablieren.

    Zu dieser Entwicklung haben einige beigetragen - dazu noch Kontinuität, oft richtige Entscheidungen und Vorgehensmodelle.


    Die Konzentration nach dieser Woche sollte sich aber auf das Sportliche richten. Und die Mannschaft darf zeigen was sie tatsächlich ausmacht.

    Neben den individuellen Qualitäten, Einsatz und Entschlossenheit, gilt es als Einheit zu überzeugen. Und dies sollte den FCA auch weiterhin ausmachen. Der FCA ist und bleibt Bundesligist und der Ferein. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

    Wechselspiel

    Es bleibt dabei: Leipzig kann in der regulären Spielzeit, ohne Verlängerung, kein Spiel in Augsburg gewinnen.

    In diesem Pokalspiel zeigte die Augsburger Mannschaft wieder fast alles was sie ausmacht. Dazu ein Wechselspiel der Emotionen: Die Stimmung auf den Rängen übertrug sich auf das Spiel, und der Auftritt auf den Platz ließ diese noch weiter steigen - nicht nur in der 94. Spielminute.

    Der FCA hat sich und anderen in diesem zusätzlichen Wettbewerb erstklassig gezeigt, was Fußball in Augsburg ausmacht.


    Und weiter geht es in der Liga, in der sich langsam Entscheidungen anbahnen: Am Wochenende das Spiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten, neben zwei Duellen um die internationalen Plätzen.


    Eine andere Situation im Schneckenrennen gegen den Abstieg, aus dem sich Hannover, nach eigener Gefühlslage, am vergangenen Wochenende verabschiedet hat. Stuttgart und der Club kämpfen im Direktvergleich um den Anschluss.


    Vielleicht ein gutes Zeichen, dass der FCA nun zunächst gegen zwei in der Tabelle deutlich besser platzierte Teams antritt. In dieser merkwürdigen Saison lagen diese Spiele auch in der Liga dem FCA bisher deutlich besser.


    Es sind noch sieben Spieltage, und wohlmöglich reichen drei Siege zum Nichtabstieg. In der Auswahl nach den zwei anstehenden Spieltagen noch dazu Stuttgart, Leverkusen, Schalke, Berlin und Wolfsburg - nur ein Team dabei, gegen das bisher noch kein (Heim)sieg gelang.


    Zunächst aber gegen die TSG Hoffenheim, mit der der scheidende Trainer noch die europäischen Plätze erreichen will.


    Der letzte Heimsieg gegen Hoffenheim liegt schon etwas zurück. Durch Tore von Altintop, Werner und Bobadilla gewann der FCA im Februar 2015 mit 3:1.

    Aber in dieser Saison scheint die Konstante eben zu sein, das einiges öfter anders kommt - und noch genügend Zeit für Positives ist.


    Zum 28. Spieltag noch zu früh für eine Einordnung der Spielzeit, und doch schon manches zu erkennen. Die letzten drei der Tabelle werden deutlich weniger als die durchschnittlich 89 Punkte haben, wohlmöglich sich den statistisch zusammengefügten, aber nie dagewesenen 71 Punkten nähern.

    Dazu ein Zweikampf an der Spitze, eine Gruppe von Teams, die um die unterschiedlichen internationalen Plätze spielen und ein Mittelfeld mit Übergang nach hinten.


    Wo der FCA tabellarisch einzuordnen ist, wird sich noch zeigen, wenngleich eben auch durch eigene Ergebnisse noch einiges erreicht werden kann.


    Unabhängig der unterschiedlichen Gesichter des Teams sind auch einzelne zukunftsweisende Optionen zu erkennen.

    Egal wie die der Kern der Mannschaft im nächsten Jahr aussehen könnte, gilt es jetzt noch einmal alles zusammenzuwerfen, und gemeinsam das Bestmögliche zu erreichen.


    Ergebnisunabhängig sind dies auch die Attribute, die den FCA ausmachen - und auch in der zu erreichenden neunten Bundesligasaison in Folge grundlegend bleiben sollten.


    Ein anderes Thema, bei dem man fast hoffen wollte, dass es sich um die Aktion eines Satiremagazin gehandelt hat: Doch leider war es diesmal nicht so.

    Noch dazu die offizielle Begründung - und wieder lässt sich nicht nur erahnen, um was es im System von Verbänden und Vergaben geht. Wohlmöglich ist dies nur die Spitze eines weiteren Eisbergs.


    Was für ein Schlag auch für die vielen Ehrenamtlichen und Engagierten im weltgrößten Fachsportverband. Die Popularität und Entwicklung des Fußballs basiert eben auch in seiner gesellschaftlichen Verankerung und immer noch breiten Basis.


    Was Fußball im konkreten alles bewegen und vereinen lässt zeigte sich in Augsburg beim Pokalspiel am Dienstag.
    Mit der gleichen Einstellung, Körpersprache und Leidenschaft auf dem Platz, und der Unterstützung von den Rängen, ist nicht nur am Sonntag für den FCA alles machbar. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!