Beiträge von ynwa

    Zweikampfwerte sind keine Fakten, sondern müssen auch richtig interpretiert werden. Es gibt Spieler die haben grandios schlechte Zweikampfwerte, lösen aber die Situationen ohne überhaupt in den direkten Zweikampf zu gehen schon vorher. Dann gibt es Spieler, die gehen viele direkte Zweikämpfe und gewinnen diese auch oft, aber stehen dafür oft völlig falsch und verschulden damit mehr Gegentore als ein anderer Spieler mit der Hälfte der Zweikampfwerte. Nach Leistungsprinzip aufstellen, sollte ja der Grundsatz von jedem Trainer sein, dazu gehört bei einem guten Trainer dann auch die Leistung richtig einzuordnen, dafür sollte er keine einzige Statistik brauchen. Das beste Beispiel ist unser grandioses 8:1 gegen Wolfsburg, da haben wir statistisch deutlich mehr Zweikämpfe gewonnen als Wolfsburg. Wer das Spiel gesehen hat, weiß aber warum, weil man gar nicht erst in die Zweikämpfe gekommen ist.

    Das Problem bei Gregoritsch ist, dass er genau das spielt was er kann und nicht das er weniger Lust hat. Auch zu seinen besten Zeiten, hat er nicht groß anders gespielt, aber er hatte einfach erfolgreiche Abschlüsse und mit den Erfolgserlebnissen hat auch vieles geklappt im Zusammenspiel, dass jetzt nicht funktioniert. Durch seine Größe sieht er grundsätzlich immer pomadig auf dem Platz aus, defensiv war er bei Standards enorm wichtig und hat alleine mehr entschärft nach ruhendem Ball als jeder Innenverteidiger bei uns, aber das ist halt nicht seine Hauptaufgabe. Für Max gilt das gleiche, er hat in seiner besten Zeit auch enorm von der Mannschaft profitiert und vor allem vom guten Stellungsspiel von Finnbogason oder Kopfballstärke von Caiuby und Gregoritsch. Jetzt flankt er halt auch gefühlt 50 mal und nix passiert, vorher hat er das gemacht und es war einer da, der irgendwas daraus gemacht hat, selbst wenn viele Flanken oder Freistöße auch nicht gut waren. Gregoritsch kann man ruhig mal auf die Bank setzen, aber nicht weil er keine Lust hat, sondern weil das ein Spieler ist, der schon immer nur über Selbstvertrauen kommt, ansonsten funktionieren bei ihm die einfachsten Dinge nicht und wenn die nicht funktionieren, ist der erste Eindruck bei seiner Körpersprache immer er will nicht. Dabei kann er halt einfach nicht.

    Verdientes Unentschieden für Beide, bei dem auch Beide mit etwas Glück drei Punkte holen hätten können. Positiv, der alte Mann auf rechts ohne Vorbereitung schon eine deutliche Steigerung zu Teigl und vor allem jemand der die anderen mal zusammen scheißt auf dem Platz und auch lautstark Kommandos gibt. Jevdaj wie in Leverkusen zwischen sehr guten Aktionen und leichtsinnigen Fehler die halt in der Bundesliga zu Gegentoren führen. Khedira im Spielaufbau überfordert, da er als linker Innenverteidiger zuerst seine Füße sortieren musste. Hoffentlich kann Jevdaj mit seinem linken Fuß etwas mehr anfangen und Jeff kommt auf rechts zurück. Gregoritsch außer Form und Baier langsam über seinem Zenit. Niederlechner mit einem guten Spiel, ähnlich wie Vargas. Hahn wie immer sehr limitiert, aber bemüht, da geht es halt leider nicht besser. Unser Torhüter leider noch sehr weit weg von einer Verstärkung und das hat nichts mit fehlender Sprache zu tun. Beide Mannschaften werden es sehr schwer haben auf derzeitigen Niveau in der Bundesliga.

    Einfach nur lächerlich, was aus so einem harmlosen Interview gemacht wurde. Gut, dass er sich nochmal zu Wort gemeldet, damit sollte das Thema auch beendet sein.

    Da er halt oft schon angeschlagen zur Nationalmannschaft angereist ist. Nach den Verletzungen musste er halt immer gleich ran bei uns, weil er eben so wichtig war. Das beste Beispiel ist das Spiel gegen Freiburg, wo er praktisch aus der Reha in der Startelf gerutscht ist und anschließend drei Tore gemacht hat. Das rächt sich bei einem Spieler wie ihm halt früher oder später.

    Vielleicht sollte man sich auf die knapp 30 Spieler im Kader plus noch kommende Neuzugänge konzentrieren die alle noch in Augsburg spielen wollen.

    Das Umschaltspiel oder Kontern kann man auch komplett ohne Außenverteidiger machen, dafür hat man Spieler in der Offensive. Beim Spielaufbau wenn der Gegner hinten steht, sind eher die Außenverteidiger gefragt, da sie überlaufen müssen. Da sind wir sehr linkslastig die letzten Jahre, absolut richtig. So lange wir aber defensiv gut stehen, reicht mit links oder rechtslastig, mit Glück kommt mal was über die Mitte oder durch Standards. Zuerst mal sollte man die Grundlagen können, natürlich wäre es schön, wenn man links, rechts und durch die Mitte gleich stark sind. Wird aber wohl niemals passieren und wäre froh, wenn man wenigstens die Basis wieder herstellen könnte und zwar defensiv immerhin auf einer Seite gut stehen, dann kann die andere Seite auch ihre Stärken eher in der Offensive haben. Wenn keine Seite gut ist, muss man nicht darüber nachdenken, wie man beide Seiten perfekt machen kann. Das ist ein Schritt bei dem sind wir einfach im Moment nicht, denn wenn man defensiv nicht gut steht, braucht man Umschaltspiel und Konter nur für die Ergebniskosmetik.

    Welches System?

    Früher wurde der Trainer kritisiert, wenn er das System zu oft gewechselt wurde, jetzt haben wir gar keins. Vielleicht findet sich mal ein Mittelweg.


    Schmid hat das schon gut gemacht, aber auch er war eine Notlösung. Letztmals waren wir mit Opare rechts offensivstark. Und genau das ist das Zielsystem aller FCA-Mannschaften: Schnell umschalten und über beide Flügel kommen.

    Da liegt wohl der Unterschied, ich fand weder Schmid noch Opare haben das gut gemacht. Man kann auch schnell umschalten mit Spielern wie Piszczek bei Dortmund, die ihre Stärken eher in der Defensive haben. Wenn die in der Viererkette zwei Außenverteidiger haben die offensiv denken, wirst du mehr Tore schießen, aber auch doppelt so viele bekommen.