• Nachgehakt


    Es ist zwar immer das gleiche Lied, nennt sich „Pleite“ gegen Leverkusen, tut aber trotzdem immer wieder weh, wenn man denn Fan des besten Vereins der Welt ist. Und immer gibt es Gründe, full-range sozusagen was ihre Redundanz für die jeweils individuelle Niederlage betrifft. Allgemein: Kennt man von (fast) allen Konkurrenten der Liga: Spielen in einer anderen Größenordnung, andere und viel bessere Voraussetzungen, Werkself und was da nicht noch alles, tatsächlich, vermeintlich oder halt auch alibimäßig angeführt wird. Speziell: Schwierige Saison, Umbruch, entzüdeter Zeh bei dem einen und muskuläre Probleme beim anderen Schlüsselspieler, schlechter Tag, mangelndes Karma, Fußballgott missgelaunt und Stromausfall im Keller in Köln.


    Jetzt aber mal Butter bei die Fische. Reece in der Anfangsformation im defensiven Mittelfeld und Dani, gesund wohlgemerkt denn ansonsten säße er kaum da, auf der Bank, der shootingstar von links nach rechts verpflanzt und dadurch Platz geschaffen für eine weitere als hochveranlagt angesehene brasilianische Hoffnung, und so weiter und so fort. Das sieht gewaltig nach dem so vehement forcierten Umbau aus und bedeutet vor allem zweierlei, nämlich das Fortführen einer Experimentierphase einerseits, wenn auch aus anderen Gründen wie üblich, also nicht verletzungsbedingtes Selbstaufstellen des Kaders und Fortschreibung der Phase des Spielerisch-sich-Findens. Und, zum zweiten, highest risk für die Architekten dieses Umbruchs, weil nämlich die Bereitschaft, solche Schlappen wie gegen die Leverkusener zu fangen und trotzdem hinter dem Team zu stehen, bei den Anhängern überproportional sinkt, je weniger die Szene die personellen Rotationen nachvollziehen kann. Der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist häufig ein ganz winziger und ausgesetzter, der zwischen Erfolgs- und geschasstem Trainer ähnelt dem signifikant. Martin Schmitt ist Bergfex genug, um das einschätzen zu können. Wie und mit welcher Mannschaft der FCA antritt ist deshalb schon fast interessanter als der Gegner. Den Gladbachern wird das egal sein – die werden sich auf ihre Probleme konzentrieren. Recht so.


    Gutes Spiel! Nur der FCA!

  • Aufs Neue

    Länderspielpause, Testspiele, eine Woche Luft holen - schon wieder etwas Zeit vorbei seit dem letzten Spieltag. Neuanfang. Einem gedanklichen Konstrukt folgend beginnt die Saison nun aufs Neue.

    Und am ersten Spieltag geht es diesmal nicht gegen einen Meisterschaftsaspiranten, sondern gegen den amtierenden deutschen Meister, der auch in der aktuellen Spitzenreiterverfolgergruppe vertreten ist.

    Nach verschiedenen Vorbereitungs-, Freundschafts- und Wettbewerbsspielen stellt sich die Mannschaft eben nicht von selbst auf, sondern wird vom Trainer entsprechend den individuellen Formkurven, dem Gegner und der geplanten Umsetzung der sportlichen Ziele aufgestellt.

    Der FCA besinnt sich auf das, was die Mannschaft immer ausgemacht hat, und tritt genau als solche auf; als eine Einheit, die sich auf das wesentliche konzentriert, spielt was sie kann, und an sich selbst glaubt.

    Immer dann, wenn die Vermutung entstehen könnte, dass es sich beim kommenden Gegner um einen erfolgreichen Fußballverein handelt, säbelt dort wieder irgendjemand gegen jemand anderen oder irgendetwas - im Zweifelsfall eben intern.
    Nebenbei hat vor kurzem ein ehemals verdienter Spieler und Rekordhalter fernab seine Karriere beendet.

    Bereits mehrmals konnte der FCA gegen München überzeugen, und war zweimal erfolgreich. Auch wenn am Ende dieser Saison der FCA nicht ganz vorne stehen wird, ist es eben auch am Samstag wieder ein Spiel, das bei null beginnt, und in dem alles möglich ist.

    Und wenn jede einzelne Position und Handlung von Bedeutung sein kann, kommt es dabei auf die Geschlossenheit im Auftreten an. Und genau hier könnte die Chance für den FCA liegen.

    Irgendwie war es in den letzten Tagen fast zu ruhig um den Verein, und vielleicht ist dies auch genau das Richtige gewesen. Egal wie die bisherigen Spiele verlaufen sind - immer nach vorne sehen. Neuanfang.

    Einige Neuverpflichtungen, erfahrene Spieler, die wieder zur Mannschaft stoßen - Mannschaft, Verein und Umfeld sind erstklassig. Und wenn es einen Augsburger Weg gibt, dann bedeutet dieser in Ruhe weiterzuarbeiten.
    Und dafür gibt es genau gekommen nie einen besseren Gegner als den Nächsten

    Tabellenstand, Abstände, kommende Gegner - alles zweitrangig. Von Spiel zu Spiel vorausblicken. Jeder Spieler kann Fußballspielen. Die Mannschaft hat in den letzten Jahren schon einiges erreicht.

    Und wenn anderenorts sich die Saisonprognose für den FCA zwischenzeitlich geändert haben sollte, könnte dadurch der eigene Ansporn noch größer werden. Und genau dann hat der FCA öfter überrascht und seine Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt.

    In jedem Mannschaftsteil Spieler, die auch in der laufenden Saison bereits ihr Potential erkennen lassen haben, wäre es genau der richtige Moment um dies gemeinsam umzusetzen.

    Es gibt nichts Vergangenes, sondern immer wieder neue Aufgaben. Von Spiel zu Spiel, noch insgesamt zehn Mal in der Vorrunde - genügend Chancen und Zeit, um alle Ziele zu erreichen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Nachgehakt


    Die nun schon zum zweiten Mal durch eine Länderspielpause zerfurchte Saison nimmt wieder Fahrt auf. Irgendwie eine von vielen Unwägbarkeiten begleitet und von Verunsicherungen geprägte Spielzeit bisher. Anders ausgedrückt: Man weiß nicht so recht, wo man steht als FCA in dieser Saison bislang. Insofern ist es eher als Vorteil zu werten, dass sich mit Serienmeister Bayern ein Club vorstellt in der Arena, bei dem sich die Frage nach dem Favoriten für den Sieg erst gar nicht stellt. Ein Kader mit lauter guten Fußballern wird sich auf unserer Seite mühen, die Überraschung zu schaffen, ein Kader aus lauter Weltklasseleuten wird dies auf Gegners Seite zu verhindern versuchen, vermutlich erfolgreich, aber: Die Voraussetzungen gleichen sich in erstaunlicher Weise. Sie lauten, auf einen Nenner gebracht: Aus ähnlichen Gründen knirscht es in beiden Teams im Gebälk, beide sind, wie man so schön sagt, noch nicht voll angekommen in der Spielzeit und der Laie weiß noch nicht einmal genau, wo es denn eigentlich hakt im Hintergrund. Unter anderem auch daraus bezieht dieses Match seinen Reiz; unsererseits hofft alles, wie immer, auf die Überraschung, auf Gegners Seite werden die Befindlichkeiten verdienter Recken gegen die Formschwankungen aktueller Fußballerlegenden abgewogen und immer versucht man irgendwie zwischen den Zeilen bei Pressekonferenzen und sonstigen Stellungnahmen herauszufinden, wo der Hase wie hinläuft. Da ist eines schon fast tröstlich: Dank der Tatsache, dass es sich um ein Fußballspiel handelt, hat am Ende der gewonnen, der mehr Buden gemacht hat, außer die Torausbeute ist gleich. Dann heißt es eben Unentschieden; ich wäre damit hochzufrieden.


    Gutes Spiel - nur der FCA!

  • Glänzend

    Der Neustart ist geglückt, und die Mannschaft hat von Anfang an an ihre Chancen geglaubt. Passend dazu wurde der Saisonstarttorrekord von
    Dortmund unterboten - und für das Führungstor gegen München war diesmal kein gegnerischer Spieler verantwortlich.


    Marco Richter und Alfreð Finnbogason trugen sich in die Liste zu Felix Götze, Sascha Mölders und Raoul Bobadilla ein, den Torschützen bei Punktgewinnen gegen Bayern München.

    Entscheidend: Die Mannschaft hat Spiel und Kampf angenommen und sich am Schluss für ihren Auftritt selbst belohnt.


    Nach dem 8. Spieltag besteht die Liga aus einer Spitzengruppe von neun Mannschaften, die auf zwei Punkten zusammen liegen, und einer Gruppe von sechs Mannschaften, die nur drei Punkte trennen, und hinten stehen - dazwischen das Zweier-Mittelfeld, und etwas zurückliegend auf dem letzten Platz der SC Paderborn. Mönchengladbach bleibt trotz Niederlage Spitzenreiter, auch weil kein anderer Verein auf Platz 1 vorrücken wollte.


    Nach dem letzten Unentschieden gegen München folgte ein Sieg im nächsten Spiel, das aber diesmal auswärts stattfindet. Und wenn auch durch das letzte Spiel sich die Tordifferenz gedreht hat, ist die Punktebilanz des FCA gegenüber Wolfsburg noch immer positiv.

    Aktuell Tabellenzweiter hat der VfL als einzige Mannschaft in der Liga bisher noch kein Spiel verloren. Auch wenn das Team um Oliver Glasner bisher die wenigsten Tore zugelassen hat, ist es geleichzeitig die geringste Anzahl an erzielten Toren in der oberen Gruppe.


    Fußball ist Teil der Gesellschaft, und das Stadion bietet einen gesellschaftlichen Querschnitt. Die Sehnsucht ist, das es nur um das Spiel geht. Und doch tauchen alle Themen der öffentlichen Wahrnehmung in verschiedener Form in und ums Stadion auf.

    Der Verband und die Vereine sind gefordert sich den unterschiedlichen Phänomenen zu stellen und Position zu beziehen. Auch wenn es nie möglich sein kann den Sport isoliert zu sehen, gilt es in manchen Bereichen klare Trennlinien zu ziehen.


    Wenn merkwürdigste Formen des Torjubels mittlerweile zur Show dazugehören müssen, gibt es klare Zeichen, die nicht sein sollten. Und auch mit etwas Abstand wirkt manches eher befremdlich.


    Im nächsten Jahr dann die große Jubel-EM, bei der es neben dem komplexen Auslosverfahren, mit dessen Umsetzung vermutlich längst IT-Spezialisten beschäftigt sind, noch weitere Probleme gibt. Es scheint durchaus möglich dass sich sowohl Russland und die Ukraine, wie auch Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo qualifizieren könnten. Da diese aber jeweils in den Gruppenphasen nicht aufeinander treffen sollten, wäre es am besten die Gruppenzusammensetzung in öffentlichen Abstimmungen festzulegen, und dadurch eine neue Form von Transparenz zu erproben.


    Das erste Pflichtspiel zwischen Nord- und Südkorea fand unter Einhaltung aller eigenen Nettigkeiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, und endete 0 : 0.

    Der asiatische Fußballverband hat diese Woche kurzfristig Nordkorea die Austragung des Endspiels des AFC-Cups entzogen.


    Der Fußball beinhaltet vieles dass über Unterschiedlichkeiten und Grenzen hinweg verbindet, kann aber nicht für alles herhalten. Der Fußball ist nicht der Auslöser: Von daher ist es umso bedeutsamer dass sich Vereine und Verbände positionieren.


    Neben gutgemeinten Aktionen gehören dazu aber klare Aussagen und entsprechende Umsetzungen. Das Spiel gehört allen, und alle sollen daran teilhaben können, ohne sich jedweder Form von Benachteiligung ausgesetzt fühlen zu müssen.

    Beispielhaft sollten hier auch alle Beteiligten um und auf dem Platz sein.


    Eine vielzitierter Satz ist, dass die Tabelle erst ab etwa dem achten Spieltag aussagefähig sei. Was bedeutet dies aktuell? Ohne Berücksichtigung anderer großer Ligen, deren Gegenüberstellung auch nicht immer so einfach ist, das die Unterschiede in bestimmten Bereichen geringer geworden sind.

    Bedingt durch veränderte Spielweisen und Ideen trägt dies auch zur Attraktivität des Sports und der Liga bei.


    Für den FCA heißt dies, aufbauend auf der letzten Leistung, von Spiel zu Spiel sich weiterzuentwickeln, und als Mannschaft zu beweisen, dass zwar manches etwas länger dauern kann, aber ein einmal richtig gestarteter Prozess immer weiter läuft.

    Dafür braucht es auch sowohl die Fähigkeiten aller einzelnen Spieler wie auch die Umsetzung gemeinsamer Ideen. Auch ohne Bestimmtes im Hinterkopf, wäre es ein weiterer Schritt, gerade im nächsten Spiel wieder zu glänzen. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!

  • Nachgehakt:


    Gut gelaufen, die Sache mit den Bayern. Alles dazu ist gesagt, kein Zweifel auch, dass wir eine Menge Dusel brauchten und hatten. Aber irgendwie sind auch die Bayern immer wieder mal für den berühmten Ausrutscher gut und wir gehören nun mal zu den Teams, bei denen ein Punktverlust der ansonsten Unberührbaren mit eben einem solchen Ausrutscher gleichgesetzt wird. Uns soll's recht sein. Der Punkt tut uns gut, mehr nicht.



    Serien sind so eine Sache; manchmal weiß man nicht so recht ob ihr Sinn ist zu halten oder zu reißen. Immerhin haben wir nach wie vor, trotz des unsäglichen Saisonabschlusses letzte Spielzeit, eine positive Bilanz gegen die Wölfe, die unbestreitbar über andere und ergiebigere Resourcen verfügen als wir. Warum sollte das nicht so bleiben, jetzt, wo wir wie es aussieht so langsam Tritt fassen nach dem höchst fälligen Umbau. A propos Umbau: Wie in ganz anderen Metropolen als unserem beschaulichen Augsburg üblich rührt sich auch hierzulande zart aber unüberhörbar die Boulevard-Szene. Alfred und Jeff, die bislang sakrosankten unumstrittenen Platzhirsche, melden sich aus der Reha nicht, leider noch nicht, in erster Linie mit Großtaten auf dem Platz, wobei der Ausgleichgstreffer gegen die Bayern ja schon mal ein Ausrufezeichen war, nein, da wird doch direkt mal beim Hofberichtertatter die Stammformationskarte gezogen. Recht so, wir brauchen giftige und einsatzwillige Akteure, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen. Und ob sie nun durch lautes Klappern ihr Vorhaben, in die erste Elf zu schlüpfen, erreichen und die geforderte Leistung bringen, oder aber den für den Anfang vorgezogenen Neuen anständig Feuer unter dem Allerwertesten machen und sie damit hoffentlich zu Höchstleistungen anstacheln, nicht etwa zur Fehlerhaftigkeit verunsichern, ist eigentlich egal. Hauptsache die Autostädter merken, so einfach wie beim Saisonabschluss geht es diesmal nicht. In diesem Sinne: Gutes Spiel – nur der FCA

  • Blickrichtung

    Die Mannschaft macht den nächsten Schritt, holt einen Punkt beim Tabellenzweiten, und bleibt das erste Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Alles braucht seine Zeit - und der FCA lässt, mit im Vergleich zum letzten Auftritt in Wolfsburg, deutlich anderer Aufstellung, seine Entwicklung erkennen.

    Die Liga entwickelt sich weiter in zwei Gruppen, und Mönchengladbach bleibt Tabellenführer. Hinten rückt alles etwas zusammen, und der übernächste Gegner des FCA gewinnt sein erstes Spiel.

    Natürlich ist die Aussage, dass der FCA ein interessanter Verein ist, wollkommen richtig. Genauso wie auch 50 + 1 dauerhaft bleiben muss. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Vereine weiterzuentwickeln, Geld allein ist nicht alles. Gerade am FCA lassen sich die Ergebnisse kontinuierlichen Arbeitens und Wirtschaftens gut erkennen.

    Seit 50 Jahren spielt der FC Augsburg unter diesem Namen. Ein kleiner Ausschnitt der Spiele jeweils zu Beginn des Novembers beschreibt auch etwas die Entwicklung seitdem. Im Bayernligajahr 1969/ 70 gewann der FCA am 02.11. mit 3 : 1 in Helmbrechts. Zehn Jahre später, am 10.11.79 gewann der FCA mit 7 : 2, darunter vier Toren von Wolfgang Ruhdorfer, gegen den gleichen Gegner, nachdem es eine Woche vorher beim TSV Ampfing eine 1 : 2-Niederlage gab.


    Am 04.11.1989 gewann der FCA mit 2 : 0 in Starnberg. In der Regionalligasaison 1999/ 2000 war der FCA am 06.11 mit 2: 1 gegen Borussia Fulda durch Tore von Aziz und Remmert erfolgreich.

    Nachdem der FCA im DFB-Pokal den MSV Duisburg unter der Woche mit 5 : 0 besiegte, wurde das nachfolgende Spiel der 2. Bundesliga am 01.11.2009 gegen Alemannia Aachen mit 0 : 1 verloren. Am darauf anschließenden Spieltag dann das begeisternde 5 : 4 bei Greuther Fürth mit je zwei Toren von Thurk und Ndjeng sowie einem Treffer von Torghelle.

    Eine kurzer Blick durch die FCA-Geschichte, der in jeweils 10 Jahre auwseinander liegenden Ausschnitten zeigt, wie sich der Verein entwickelt hat, und gegen welche Mannschaften auch schon gespielt wurde bzw. wo der FCA aktuell spielt: Im neunten Bundesligajahr in Folge geht es nun am 03.11 gegen den FC Schalke 04.

    Fast ausgeglichen ist die Statistik bei Spielen im November: Seit 2011 hat der FCA in 29 Pflichtspielen im November, bei 12 Niederlagen, 11 Siege erreicht. Nachdem die Ausbeute bereits aus den vergangenen vier Spielen besser war, als in den vergleichbaren der letzten Rückrunde einschließlich Schalke, der Blick auf die anstehend Partien im November.

    Nachdem Spiel gegen Schalke geht es gegen Paderborn, Hertha und Köln. Noch wesentlicher als die jeweilige Tabellenplatzierung scheint die Anzahl der Punkte, die der FCA hier erreichen kann.
    Bei einer Zielsetzung von 38 bis 40 Punkten für den Klassenerhalt, wäre es hilfreich hier bereits in der Vorrunde so weit wie möglich zu kommen. Und dies scheint für die sich weiterentwickelnde Mannschaft durchaus möglich.

    Am nächsten Samstag nun gegen Schalke, die mit dem neuen Trainer David Wagner, Mitglied der Mannschaft, die 1997 den UEFA-CUP gewonnen hat, gut in die Saison gestartet sind. Aktuell mit 15 Punkten Siebter in der Tabelle, sind die Erinnerungen an die vergangene Saison, in der die Knappen auf Platz 14 nur einen Punkt mehr als der FCA hatten, fast vergessen.

    Beide Spiele in der letzten Saison endeten unentschieden - vielleicht für den FCA eine gute Gelegenheit als Mannschaft ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen, und letzte Gedanken an den Saisonstart vergessen zu lassen.

    Zu ungewohnter, nicht nur für Auswärtsfans unpassender Zeit, an die letzten gezeigten Leistungen anknüpfend, ist auch am Sonntag für die Mannschaft alles möglich. Gutes Spiel!

    Nur der FCA!

  • Nachgehakt:


    Es wurde schon mehrmals thematisiert: Wir sind im Umbruch. Was das bedeuten kann sieht man unter anderem an unserem nächsten Gegner. Zwei Spielzeiten ohne die erhofften Erfolge stehen dort in den Annalen, im letzten Jahr erfolgte auch dort der, ja genau der Umbruch, und das Ergebnis ist bekannt. Es hat soeben gereicht, uns noch um einen Tabellenplatz zu distanzieren, während die Knappen jetzt, vor ihrem Auftritt in der WWK-Arena, ganz oben zumindest anklopfen. Das zeigt vor allem eines: Umbruch sagt sich leichter als er sich tut, häufig tut er sogar richtig weh. Die Geschichte mit Markus Weinzierl, das kaltschnäuzige Vor-die-Tür-Stellen von Höwedes und Naldo, um mal nur die prominentesten zu nennen, der Umgang mit einem Jens Keller – das alles sind Dinge, die mir persönlich nicht wirklich gefallen haben bei den Schalkern, weshalb sich mein Mitleid durchaus in Grenzen hielt. Auch wenn, und das scheint mir unbestritten, diese Mannschaft aus dem Revier selbstverständlich Kultstatus genießt. Genau genommen war die legendäre Truppe um Ernst Kuzorra und Fritz Szepan, der berühmte Schalker Kreisel, es, der die in unseren Tagen von Leuten wie Pep Guardiola gepflegte Ballbesitz- und one-touch-Spielform quasi erfand und erstmals praktizierte.


    Das alles darf und – wie ich hoffe – wird uns aber nicht davon abhalten, einen weiteren Schritt in unserer Entwicklung, wie sie "César Menotti" sehr aufschlussreich skizziert hat, zu machen und die Leistungen der Remis gegen die scheinbar übermächtigen Bayern und Wolfsburger wiederholend, ja toppend, erneut zu punkten. Am besten dreifach, schließlich spielen wir zu Hause vor wohl großer Kulisse.


    Gutes Spiel – nur der FCA!

  • Vorgedacht:


    Vercoacht, da schließe ich mich dem Tenor der Äußerungen nach dem Schalke-Spiel an. Aber doch auch: Super erste Halbzeit, da hat sich ein Team präsentiert und dieses Team hat den Gelsenkirchenern die Schranken aufgezeigt, sie in selbige verwiesen, sie schlicht und einfach beherrscht. Der Ausgleich war mehr als glücklich, der Pausenstand ein Witz. Wir haben 45 Minuten lang Powerfußball gespielt. Und: Diese Anfangsphase hat niemand anderer gecoacht als Martin Schmid.


    Die Wechsel nach der Pause, aus welchen Gründen auch immer, haben den totalen Bruch mit allem gebracht, was bis dato gelaufen war. Weil wir genau die drückende Überlegenheit, die bis zu den Auswechslungen ja offensichtlich war, einer völlig undurchschaubaren Taktik geopfert und danach genau nicht mehr Fußball gespielt, sondern uns selbst zum Spielball eines Vabanque-Spiels mit dem bekannten Ausgang gemacht haben. In Anlehnung an den ersten Absatz heißt das schlicht und einfach: Wir haben danach überhaupt nicht mehr Fußball gespielt, geschweige denn Powerfußball, sondern völlig planlos Bälle nach vorne gehauen, wobei noch nicht einmal klar wurde, ob die dort einen Mitspieler treffen oder einfach nur die Funktion haben sollten, das Spielgerät möglichst weit von Koubek entfernt zu platzieren. Ein intelligenter Trainer wie David Wagner, der über einen Kader wie den der Schalker verfügt, merkt das natürlich und fängt seinerseits an, Fußball spielen zu lassen, weil er jetzt plötzlich die Möglichkeit dafür als gekommen sieht, wie ein Geschenk des Himmels. Wie kann man nur sein eigenes, so eindrucksvoll praktiziertes Spiel auf diese Weise konterkarieren? Vercoacht, sorry!


    Da muss man es ja schon fast als Ausdruck des funtionierenden Mannschaftsgefüges ansehen, wie der arme Tropf Reece nach seinem Blackout getröstet und geherzt wurde. Die Niederlage an der Person eines der Eingewechselten festmachen zu wollen ist zu kurz gesprungen, auch wenn der angesprochene Faux-pas geradezu danach schreit. Der vom Gegner nicht erzwungene, somit freiwillige Systemwechsel hat uns das Genick gebrochen. Wir haben so gute Fußballer im Kader, quantitativ wie qualitativ, wir müssen, ja wir dürfen keinen Rumpelfußball praktizieren und schon gar nicht einen solchen spielen lassen!


    Aus Spielen wie dieser Schalke-Pleite kann man viel lernen. Das lässt hoffen.


    Gutes Spiel in Paderborn - nur der FCA!

  • Eingehakt: Nicht Oxford ist schuld, auch nicht der Defensivwechsel. Schmidt hatte aber die Wahl zwischen Erfahrung und Jugend. Logischer um auf Ergebnis halten zu spielen wäre Option Erfahrung gewesen.

    "Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe das kompetente Forum ." (Walter Frosch bzw. Kirsche)

  • Auf geht‘s

    Spiele werden zusammen gewonnen - oder zusammen verloren.
    Bis in die zweite Halbzeit hinein hat sich der FCA so gezeigt wie schon länger nicht mehr. Mannschaftliche Geschlossenheit, offensiv, spielfreudig, früh angreifend und Räume zumachend. Mitunter entstand fast der Eindruck, dass eine neue Mannschaft auf dem Platz stand.

    Es ist aber die Fortsetzung einer Entwicklung, die sich in den vorherigen beiden Spielen bereits zeigte, und die Hoffnung auf mehr macht. Auch wenn das Ende dann anders kam, war wieder über weite Strecken der FCA zu sehen, der sich auch spielerisch in der Bundesliga etabliert hat.

    Was den FCA auch ausmacht, und überall viel Sympathien einbringt ist eine Form des Zusammenhaltens, auch unabhängig der sportlichen Resultate. Um diesen zu leben bedarf es keiner speziellen Marketingaktionen.
    Im Falle des Misserfolgs, die vermeintlich immer gleichen Schuldigen aufzuführen, erinnert aber auch ein wenig an die, seit dieser Saison, eingeführten automatisch generierten Spielberichte aus den Amateurligen.
    Und wie diese liegen möglicherweise auch manche Einschätzungen, nicht nur zu Beginn der Saison, deutlich daneben. Offensichtlich gibt es auch für die exaktere Analyse von Fußballspielen viel mehr Möglichkeiten. Im Erfolgsfall kommt der Umkehrmechanismus dann auch eher selten vor.

    München dort ablösend, steht Mönchengladbach den vierten Spieltag in Folge an der Tabellenspitze. Nach der 1 : 5 - Niederlage in Frankfurt wurde nun in München der erste Trainer in dieser Saison verabschiedet.
    Nach dem 10. Spieltag teilt sich die Tabelle langsam in Gruppen auf, und die letzten sechs Mannschaften trennt die gleiche Anzahl an Punkten.

    Aufgrund des Lizenzentzugs des TSV 1860 München blieb den Paderbornern der dritte Abstieg in Folge 2017 erspart – zwei Aufstiege und Jahre später spielt der Verein wieder erstklassig.
    Mit schöner und offensiver Spielweise wollte sich der SC Paderborn wieder in die Bundesliga einführen. Nach einem Punkt aus den ersten acht Spielen gelang beim letzten Heimspiel gegen Düsseldorf der erste Saisonsieg. Dennoch steht der Verein seit dem fünften Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz.
    Das dauerhafte Ziel, so Trainer Steffen Baumgart, sei den SC Paderborn unter den ersten 30 Mannschaften in Deutschland zu etablieren, da es für den Verein aus finanzieller Sicht schwierig sei längerfristig die Bundesliga zu halten.

    Die Bilanz des FCA gegen den SC Paderborn ist ausgeglichen bei drei Unentschieden aus elf Vergleichen. Gegen den Vorgängerverein Tus Schloß Neuhaus gab es drei Niederlagen und einen Sieg.


    In der Saison 1993/ 94 wurde der FCA Bayernligameister, und nahm der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil. Nach dem Auftaktsieg gegen Eintracht Braunschweig ging das Spiel am zweiten Spieltag im Hermann-Löns-Stadion mit 0 : 2 verloren.

    2006 stieg der FCA dann in die 2. Bundesliga auf. Durch ein spätes Gegentor ging das erste Auswärtsspiel mit 0 : 1 verloren. Beim ersten Auftritt im neuen Stadion in Paderborn gewann der FCA mit 3 : 1 n. E. Mit diesem Spiel verbunden ist aber auch die schwere Verletzung von Roland Benschneider.
    Dies war bisher auch der einzige Sieg des FCA in Paderborn.

    Aufbauend auf den letzten Spielen, insbesondere der ersten Halbzeit gegen Gelsenkirchen, kann der FCA am Samstag wieder ein klares Zeichen setzten. Spielerisch und als Mannschaft überzeugen, und nicht nur den anderen in der Tabelle schwächer platzierten Vereinen zeigen wohin der Weg des FCA gehen könnte. Gutes Spiel!


    Nur der FCA!